Weniger ist mehr
Ulrike Neideck von Kimberly-Clark Professional brachte es auf eine klare Formel: „Nachhaltigkeit bedeutet, weniger zu verwenden." Weniger Verbrauchsmaterial, weniger Müll, weniger CO₂. Clevere Spendersysteme, die nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch die Kosten senken. Profitieren würden Dienstleistende, Kundschaft und letztlich die Umwelt. Thomas Boll von Dr. Sauber geht einen Schritt weiter. Chemie möchte er so weit wie möglich aus dem Reinigungsprozess herausnehmen. „Durch Ozonwasser lässt sich Chemie vollständig ersetzen", sagte Boll. Keine Rückstände auf dem Boden, kein Eingriff in den Ökokreislauf. Ergänzt durch das Modell „Reinigungsgerät as a Service" sieht er einen Weg, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit konsequent zu verbinden.
Niki Marinovic von RC Mannesmann lenkte den Blick auf den Sanitärbereich. Wassersparende Produkte, Austauschsysteme, ein klarer Fokus auf Ressourceneffizienz. „Unsere Ressourcen sind endlich", sagte Marinovic. „Der nächste Krieg wird über Wasser geführt. Das muss uns klar werden." Ein Satz, der im Raum hängenblieb.
Nachhaltigkeit als Haltung
Lars Fabricus Poulsen vom dänischen Unternehmen Iduna bettete das Thema in einen größeren Rahmen: „Man kann nicht vollständig auf Reinigungsmittel verzichten. Aber die wichtigste Aufgabe ist, mit unseren Ressourcen bewusst umzugehen und das, was wir nehmen, auch zurückzugeben." Also Nachhaltigkeit als Haltung, nicht als Marketingversprechen. Auf Stanforths Frage nach einem Wunsch wurden die Antworten persönlicher. Poulsen als Vertreter eines kleinen Unternehmens sprach offen über die Belastung durch Bürokratie. Neideck und Marinovic wünschten sich, dass Unternehmen belohnt würden, wenn sie nachhaltig handeln. Boll ergänzte: „Das Bewusstsein schaffen, worum es geht. Es geht nicht nur um Flächen, es geht auch um die Luft. Und darum, dass Kundschaft bereit ist, für Qualität zu zahlen.“ Es waren sich alle einig: Die Branche muss handeln.