++ News ++

aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen

    Wer wird Miss und Mister Handwerk 2027?

    Nur noch heute können sich Handwerkerinnen und Handwerker aus ganz Deutschland für die neue Staffel des Wettbewerbs „Miss und Mister Handwerk“ bewerben, den die Verlagsanstalt Handwerk ausrichtet. Gesucht werden Auszubildende, Gesellen oder Meister, die ihr Gewerk vertreten möchten. Bewertet werden laut Verlag Persönlichkeit, Engagement sowie eine breite regionale und berufliche Vielfalt. Nach einem Online-Voting bis zum 25. Mai bestimmt eine Jury die Teilnehmenden für ein bundesweites Kalender-Shooting, die besten zwölf ziehen ins Finale im Frühjahr 2027 ein.

    Handwerk

    04. Mai 2026

    Digitale Sprechstunde für Belastungen im Kundenkontakt

    Am 1. Juni lädt die „Netzwerkstelle für Gute Arbeit“ zur digitalen Sprechstunde zum Thema psychische Belastungen in der Interaktionsarbeit ein. Gastredner Dr. Jonas Wehrmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beleuchtet die mentalen Belastungen, die durch Arbeit mit Kundinnen, Kunden und Gästen entstehen können – insbesondere wenn Konfliktsituationen zunehmen oder Unterstützung fehlt. Die Veranstaltung richtet sich an Beschäftigte, Betriebsräte und Personalverantwortliche und findet digital über Webex statt.

    Netzwerkstelle für Gute Arbeit

    04. Mai 2026

    Schweiz: Arbeitsunfälle mit Todesfolge deutlich gesunken

    Zum Welttag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit am 28. April belegt die Suva, die Schweizer Unfallversicherung: Das Risiko, bei der Arbeit tödlich zu verunglücken, ist in der Schweiz seit den 80er-Jahren um fast 80 Prozent gesunken – von 6,7 auf 1,8 tödliche Unfälle pro 100.000 Vollbeschäftigte. Lag die durchschnittliche Zahl tödlicher Arbeitsunfälle zwischen 1986 und 1990 noch bei 207 pro Jahr, waren es zwischen 2020 und 2024 nur noch 64. Die Suva setzt künftig auf Innovationen wie Virtual-Reality-Trainings sowie auf den digitalen Sicherheitspass, der Betrieben eine vollständige Übersicht über den Ausbildungsstand ihrer Beschäftigten bietet.

    Polizei News

    04. Mai 2026

    ZDH warnt vor Abschaffung von Steueranreizen

    Der Zentralverband des Deutschen Handwerks reagiert mit scharfer Kritik auf Pläne, die Steuerbegünstigung für Handwerkerleistungen im Rahmen der Haushaltskonsolidierung zu streichen. ZDH-Präsident Jörg Dittrich betont, dass es sich beim sogenannten Handwerkerbonus nicht um einen Bonus für Betriebe handelt, sondern um einen gezielten Steueranreiz für Verbraucher, der legale Aufträge stärkt und Schwarzarbeit eindämmt. Die Abschaffung würde Investitionen bremsen, Schwarzarbeit attraktiver machen und die energetische Gebäudesanierung zusätzlich belasten. Länder wie Schweden und Österreich haben vergleichbare Instrumente sogar ausgebaut.

    ZDH

    04. Mai 2026

    Konsumklima auf Tiefstand

    Die Verbraucherinnen und Verbraucher halten ihr Geld zusammen: Laut dem NIM Konsumklima powered by GfK ist der Konsumklima-Indikator für Mai auf -33,3 Punkte gesunken – ein Minus von 5,2 Punkten gegenüber dem Vormonatswert und der niedrigste Stand seit Februar 2023. Haupttreiber sind einbrechende Einkommenserwartungen, die das NIM direkt mit gestiegenen Inflationserwartungen verknüpft. Die Inflationsrate kletterte im März infolge des Iran-Kriegs von 1,9 auf 2,7 Prozent. Die Anschaffungsneigung fällt auf ein Zwei-Jahres-Tief von -14,4 Punkten, während die Sparneigung mit 16,1 Punkten hoch bleibt.

    NIQ

    30. April 2026

    Tödliche Arbeitsunfälle bleiben Problem

    In Deutschland stirbt statistisch an jedem vierten Werktag ein Mensch in der Bau- oder Reinigungsbranche. 2025 kamen dabei 74 Beschäftigte ums Leben, hinzu kamen 400 Todesfälle durch Berufskrankheiten. Gewerkschaften und Berufsgenossenschaft betonen, dass viele dieser Unfälle vermeidbar wären und fordern mehr Verantwortung sowie konsequenten Arbeitsschutz auf Baustellen.

    Zeit online

    30. April 2026

    Europa spürt Klimakrise immer stärker

    Der neue Klimabericht der Weltmeteorologieorganisation WMO und des EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus zeigt, dass sich Europa besonders schnell erwärmt und 2025 von extremen Hitzewellen, Dürren, Gletscherschmelze und Rekord-Waldbränden geprägt war. Gleichzeitig nimmt der Druck auf Ökosysteme durch Wasserknappheit und steigende Meerestemperaturen weiter zu. Zwar deckten erneuerbare Energien zuletzt rund 46 Prozent der Stromerzeugung, doch Experten warnen, dass der Ausbau nicht ausreicht und angesichts der anhaltenden Abhängigkeit von Öl und Gas deutlich beschleunigt werden muss.

    T-online

    30. April 2026

    Haushalt 2027 bringt mehr Schulden und strenge Sparvorgaben

    Die Bundesregierung plant für 2027 eine hohe Neuverschuldung von rund 196,5 Milliarden Euro, die Finanzminister Klingbeil mit Investitionsbedarf, steigenden Verteidigungsausgaben und externen Krisen begründet. Gleichzeitig sollen Ministerien zu Einsparungen verpflichtet werden, vor allem im Sozialbereich und in der Verwaltung. Trotz zusätzlicher Einnahmen und Sparmaßnahmen bleibt bis 2030 eine große Finanzierungslücke bestehen, während die Pläne auf breite Kritik stoßen.

    Wiwo

    30. April 2026

    Gebäudereiniger wegen Steuerhinterziehung verurteilt

    Ein selbstständiger Gebäudereiniger aus Vorarlberg ist am Landesgericht Feldkirch wegen Abgabenhinterziehung schuldig gesprochen worden. Der Unternehmer erzielte rund 550.000 Euro Umsatz, führte jedoch über zwei Jahre hinweg erhebliche Steuern nicht ordnungsgemäß ab. Der Steuerschaden beläuft sich auf rund 250.000 Euro, darunter Umsatz- und Einkommensteuer. Vor Gericht zeigte sich der Mann geständig und verwies auf Probleme mit einem Steuerberater. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe von 100.000 Euro sowie die Nachzahlung der offenen Abgaben.

    Kosmo

    29. April 2026

    Durchschnittsgehälter extrem unterschiedlich

    Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit weist für 2024 ein Median-Jahresgehalt von 45.800 Euro aus. Doch je nach Region, Beruf und Geschlecht ergeben sich teils deutliche Unterschiede von mehreren tausend Euro. So reicht die Spanne regional von über 54.000 Euro in Hessen bis rund 41.500 Euro in Mecklenburg-Vorpommern. Auch zwischen Männern und Frauen bleibt eine Lücke von knapp 7.000 Euro jährlich bestehen. Die Daten zeigen vor allem eines: Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt bei den Themen Bezahlung und Transparenz stark fragmentiert.

    Business Punk

    29. April 2026

    Kritik an Spritpreis-Regel

    Die Zwölf-Uhr-Regel für Preiserhöhungen an Tankstellen steht zunehmend in der Kritik. Laut einer Studie von ZEW Mannheim und DICE sind die Gewinnmargen bei Benzin nach Einführung im Schnitt um sechs Cent pro Liter gestiegen. Besonders deutlich zeigt sich der Effekt in Süddeutschland sowie bei kleineren und unabhängigen Anbietern. Bei Diesel sind die Ergebnisse weniger klar, deuten aber in eine ähnliche Richtung. Die Forschenden sehen Hinweise darauf, dass die Maßnahme Wettbewerbseffekte unterschätzt und Preisanpassungen eher erleichtert als begrenzt hat. Grundlage der Analyse sind Preisdaten aus den zwei Wochen vor und nach Inkrafttreten der Regel am 1. April.

    Zeit Online

    29. April 2026

    EU bremst bei Übergewinnsteuer

    Die Europäische Kommission lehnt eine EU-weite Übergewinnsteuer aktuell ab und unterstützt keine entsprechenden Pläne. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat sich gemeinsam mit mehreren EU-Ländern für eine Abgabe auf Krisengewinne von Energiekonzernen ausgesprochen. Während Brüssel auf fehlenden Konsens unter den Mitgliedstaaten verweist, betont die Kommission zugleich mögliche nationale Spielräume. In Deutschland hält die SPD an dem Vorstoß fest und fordert, entsprechende Modelle zumindest national zu prüfen. Auslöser der Debatte sind stark gestiegene Energiepreise infolge geopolitischer Spannungen, unter anderem des Irankriegs.

    Zeit Online

    28. April 2026

    Kleine Handwerksbetriebe verlieren an Umsatz

    Die rund 564.000 Handwerksbetriebe in Deutschland erwirtschafteten 2024 insgesamt 762 Milliarden Euro. Das ist ein Minus von 0,6 Prozent. Die Zahlen kommen vom Statistischen Bundesamt. Während größere Unternehmen ab 50 Beschäftigten ihre Umsätze um 3,4 Prozent steigern konnten, brachen sie bei Kleinstbetrieben um 15,1 Prozent ein. Besonders stark bleibt das Ausbaugewerbe, das mit 213 Milliarden Euro den größten Anteil stellt – trotz rückläufiger Entwicklung. Insgesamt waren rund sechs Millionen Menschen im Handwerk tätig. Die Zahlen zeigen eine wachsende Schieflage zwischen großen und kleinen Betrieben innerhalb der Branche.

    Destatis

    28. April 2026

    Chemiebranche zwischen Druck und Transformation

    Die europäische Chemieindustrie steht laut Report „2025 Chemical Manufacturing EMEA“ der RS Group unter wachsendem Anpassungsdruck durch Energiepreise, Regulierung und geopolitische Unsicherheiten. Besonders in Deutschland belastet die schwächelnde Autoindustrie die Nachfrage, während Klimaziele und Forschungspolitik zusätzliche Dynamik bringen. Gleichzeitig sieht der Bericht Chancen in Digitalisierung, KI-Einsatz und effizienteren Produktionsprozessen.

    Chemieindustrie Online

    28. April 2026

    Geschäftsklimaindex fällt auf Tiefstand

    Die Stimmung in deutschen Unternehmen ist laut Ifo Institut auf den niedrigsten Stand seit 2020 gefallen. Der Geschäftsklimaindex sank im April auf 84,4 Punkte, besonders die Erwartungen für die kommenden Monate sind sich deutlich getrübt. Als zentraler Belastungsfaktor gilt der Irankrieg, der die Energiepreise in die Höhe treibt und die Lieferketten stört. Vor allem Industrie, Logistik, Handel und Bau melden spürbare Einbrüche und wachsende Unsicherheit. Fachleute warnen, dass anhaltende Störungen der Öllieferungen das Rezessionsrisiko weiter erhöhen.

    Spiegel Online

    28. April 2026

    Tödlicher Unfall durch giftige Dämpfe

    Ein Monat nach einem Vorfall im österreichischen Voitsberg ist ein 53-Jähriger an den Folgen eingeatmeter Dämpfe gestorben. Der Mann hatte beim WC-Reinigen offenbar Abflussreiniger und eine Säure kombiniert – dabei sind giftige Gase entstanden. Solche Unfälle werden immer wieder gemeldet, meist gehen sie glimpflich aus, dieser endete tödlich. Feuerwehrkräfte versorgten den bewusstlosen Mitarbeiter und brachten ihn ins Krankenhaus, weitere Beschäftigte wurden evakuiert. Welche konkreten Stoffe beteiligt waren, ist nicht abschließend bekannt, der Fall zeigt jedoch erneut die Risiken beim Mischen von Reinigungsmitteln.

    Krone

    27. April 2026

    Gesellschaftliches Klima in Ostdeutschland schreckt ab

    Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zieht es internationale Fachkräfte eher in westdeutsche Regionen und Stadtstaaten. In Berlin, Bremen und Hamburg ist rund jeder vierte Beschäftigte im Ausland geboren, in Hessen und Baden-Württemberg jeder fünfte. Im Osten dagegen kommt nicht mal jeder Zehnte aus einem anderen Land. Ein gesellschaftliches Klima, in dem die in Teilen rechtsextreme AfD in Umfragen bei deutlich über 30 Prozent liegt, kann laut Studie direkten negativen Einfluss auf den Zuzug haben. Politische Stimmen warnen, dass die fehlende Offenheit und die populistischen Tendenzen die Fachkräftegewinnung zusätzlich erschweren.

    FAZ

    27. April 2026

    Bundestag beschließt Entlastungen

    Der Bundestag hat den Tankrabatt und die Entlastungsprämie verabschiedet, der Bundesrat stimmte dem Rabatt bereits zu, sodass er am 1. Mai startet. Die Mineralölsteuer wird vorübergehend gesenkt, während Arbeitgeber freiwillig steuerfreie Prämien bis 1.000 Euro zahlen können. Kritik gibt es von Arbeitgebern, da unklar ist, wie viele Unternehmen die Prämie tatsächlich auszahlen.

    Zeit online

    27. April 2026

    Streit im Bundestag ums Vergaberecht

    Der Bundestag berät über ein Gesetz zur Beschleunigung öffentlicher Vergaben, das Ausschreibungen vereinfachen und digitalisieren soll. CDU/CSU und SPD unterstützen den Entwurf, während AfD, Grüne und Linke dagegen stimmen. Kernpunkte sind höhere Wertgrenzen für Direktvergaben, weniger Bürokratie und stärkere Einbindung von Mittelstand und Start-ups. Gleichzeitig gibt es Kritik: Während die Regierung Bürokratieabbau betont, warnen Opposition und Verbände vor zu wenig Steuerung und fehlenden Zukunftsstandards. Das Gesetz gilt auch als wichtiger Hebel für einen schnelleren Einsatz von Infrastruktur- und Klimamitteln.

    Deutsches Vergabenetzwerk

    27. April 2026

    Erneuerbare weltweit auf Rekordkurs

    Zum Auftakt des Petersberger Klimadialogs meldet die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien einen globalen Rekord beim Ausbau grüner Energie. 2025 wurden 692 Gigawatt neu installiert, die Gesamtkapazität liegt nun bei knapp 5.150 Gigawatt. Das ist fast die Hälfte der weltweiten Stromleistung. An der Spitze steht die Solarenergie mit rund 75 Prozent Anteil am Zubau, gefolgt von der Windkraft. Mehr als 85 Prozent der neuen Anlagen sind laut der Agentur günstiger als fossile Energiequellen, 74 Prozent des Zubaus fanden in Asien statt. Trotz dieses globalen Trends und steigender Investitionen steht die Bundesregierung in der Kritik, den Ausbau Erneuerbarer Energien hierzulande auszubremsen.

    n-tv

    24. April 2026

    Mehr Insolvenzen setzen Jobs unter Druck

    Der Kreditversicherer Allianz Trade warnt, dass 2026 in Deutschland über 200.000 Arbeitsplätze durch Firmenpleiten gefährdet sein könnten. Die Zahl der Insolvenzen könnte demnach um 2,4 Prozent auf rund 24.650 Fälle steigen – der höchste Stand seit 14 Jahren. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem der Krieg im Nahen Osten und anhaltende Handelskonflikte. Besonders energieintensive Branchen wie Transport, Chemie und Metall stehen unter Druck. Für 2027 erwartet Allianz Trade eine leichte Entspannung mit wieder sinkenden Insolvenzzahlen.

    Die Zeit

    24. April 2026

    Homeoffice bleibt fester Bestandteil der Arbeitswelt

    In Deutschland arbeitet inzwischen jeder Vierte zumindest zeitweise von zu Hause aus. Mit 25 Prozent liegt der Anteil leicht über dem EU-Durchschnitt von 23 Prozent und über den Vorjahren. Vor der Pandemie waren es 2019 noch 13 Prozent – ein deutlicher Strukturwandel. Besonders verbreitet ist Homeoffice in IT, Verwaltung und Beratung sowie bei 25- bis 44-Jährigen. Spitzenreiter in Europa bleiben die Niederlande mit mehr als der Hälfte der Beschäftigten im Homeoffice.

    Spiegel Online

    24. April 2026

    Mittelstand meidet Kredite

    Immer weniger Unternehmen in Deutschland setzen auf Bankkredite: Laut KfW ziehen nur noch 27 Prozent eine Finanzierung in Betracht. Das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren, 2017 waren es noch 66 Prozent. Viele Betriebe wollen Schulden vermeiden oder setzen stärker auf Eigenmittel. Besonders zurückhaltend sind Kleinstunternehmen und Dienstleister, letztere ziehen nur zu 21 Prozent eine Kreditaufnahme überhaupt in Betracht. Die KfW warnt, dass fehlende Kreditbereitschaft notwendige Investitionen ausbremsen könnte.

    Handwerk

    24. April 2026

    Bundesrechnungshof warnt vor Schuldenfalle

    Vor der Beschlussfassung der Haushalts-Eckpunkte 2027 warnt Rechnungshof-Präsident Kay Scheller vor einer gefährlichen Verschuldungsdynamik. Fast jeder dritte Euro im Haushalt 2026 sei kreditfinanziert. Bis 2029 plant die Regierung über 800 Milliarden Euro neue Schulden, was den Schuldenstand auf 2,7 Billionen Euro treibt. „Der Bund lebt strukturell über seine Verhältnisse“, so Scheller. Steigende Zinslasten und ungebremste Ausgaben verschärften die Krise. Dabei seien geordnete Finanzen gerade in unsicheren Zeiten essenziell.

    Spiegel Online

    23. April 2026

    Lufthansa reduziert Kurzstrecken deutlich

    Die Lufthansa streicht bis Oktober rund 20.000 Flüge, vor allem auf Kurzstrecken. Hintergrund sind die gestiegenen Kerosinpreise seit dem Irankrieg sowie die Kosten durch Arbeitskämpfe. Auslöser ist auch das vorgezogene Aus der Regionaltochter Lufthansa CityLine. Betroffene Verbindungen werden teils gestrichen oder über größere Drehkreuze umgeleitet. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kritisiert den Sparkurs und stellt die Begründung infrage.

    Handelsblatt

    23. April 2026

    Reinigungsmittel reagieren, Einsatz folgt

    In Bad Salzuflen kam es zu einem Feuerwehreinsatz, nachdem mehrere Reinigungsmittel im Abfluss chemisch reagierten und Chlorgas freisetzten. Solche Vorfälle passieren immer wieder, wenn unterschiedliche Reiniger – etwa chlorhaltige und saure Produkte – kombiniert werden. Die Familie bemerkte den stechenden Geruch, verließ das Haus und alarmierte die Feuerwehr. Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz vor, lüfteten das Gebäude und spülten den Abfluss. Der Vorfall zeigt ein bekanntes Risiko: Reinigungsmittel sollten grundsätzlich nicht gemischt werden.

    WDR

    23. April 2026

    Konjunkturprognose deutlich gesenkt

    Die Bundesregierung hat ihre Wachstumserwartung für die deutsche Wirtschaft von 1,0 auf 0,5 Prozent halbiert. Hauptgrund sind steigende Energie- und Rohstoffpreise infolge des Iran-Kriegs, die Haushalte und Unternehmen stark belasten. Die weitere Entwicklung bleibt unsicher und hängt maßgeblich vom Verlauf des Konflikts ab.

    Tagesschau

    23. April 2026

    US-Zollrückerstattungen beantragen?

    Ab sofort können Unternehmen zu Unrecht erhobene US-Zölle in Höhe von insgesamt mindestens 175 Milliarden Dollar zurückfordern, da ein Gericht Trumps Schutzmaßnahmen gestoppt hatte. Claus Paal von der IHK Stuttgart rät im SWR-Interview dazu, Ansprüche zu prüfen. Gleichzeitig warnt er aber vor einem US-Rückzug. Trotz sinkender Exportvolumina bleibe Amerika „Partner Nr. 1“. Kein Unternehmen könne sich einen Boykott leisten, so Paal, selbst wenn Trumps Politik für Reibungsverluste sorge.

    SWR

    22. April 2026

    SachsenClean als Branchentreff in Mitteldeutschland

    Am 25. Juni 2026 präsentiert die SachsenClean in der Dresdner Joynext Arena auf 3.000 Quadratmeter aktuelle Trends, nachhaltige Reinigungstechnik und digitale Lösungen – von Robotik bis zu effizienten Pflegeprodukten. Mit über 90 Ausstellern aus sieben Ländern soll die Messe Produktinnovationen mit Fachdialog und Netzwerk verbinden und ein zentraler Punkt für Entscheidungsträgerinnen und -träger sein, die die Zukunft der Branche mitgestalten wollen.

    SachsenClean

    22. April 2026

    Fratzscher fordert 300-Euro-Pauschale für alle

    Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, kritisiert die aktuellen Energiehilfen als „ineffizient und ungerecht“. Statt komplizierter Subventionen fordert er eine einmalige 300-Euro-Pauschale für alle Erwachsenen, steuerlich gestaffelt, so dass Geringverdienende voll profitieren. Die geplante steuerfreie Arbeitgeberzahlung gehe an vielen Bedürftigen vorbei. „Klimageld statt Steuersenkung“ sei dagegen der richtige Weg, um soziale Härten abzufedern und Anreize für Nachhaltigkeit zu setzen.

    n-tv

    22. April 2026

    Hannover Messe im Zeichen von Innovation und Druck

    Zum gestrigen Start der internationalen Leitmesse steht die deutsche Industrie vor großen Herausforderungen wie schwacher Nachfrage, hohen Kosten und wachsender internationaler Konkurrenz. Gleichzeitig setzen Unternehmen verstärkt auf Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und Automatisierung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Messe, die noch bis zum 24. April geht, dient dabei als wichtige Plattform, um Innovationen zu präsentieren und neue Wachstumschancen auszuloten.

    Handelsblatt

    22. April 2026

    Arbeitsunfälle bleiben Realität

    In der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau wurden im vergangenen Jahr über 55.900 meldepflichtige Unfälle und 85 Todesfälle registriert, in der Bauwirtschaft waren es 2024 laut Berufsgenossenschaft 91.813 Unfälle und 78 Todesfälle. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung weist darauf hin, dass das Risiko schwerer Unfälle in kleinen Betrieben bis zu dreimal höher ist. Genau dort arbeitet ein großer Teil der Beschäftigten. Der Arbeitsschutz steht jedoch derzeit politisch unter Druck, etwa durch eine Reduzierung von Sicherheitsbeauftragten, die zwar kleine und mittlere Unternehmen entlasten soll, von Gewerkschaften jedoch kritisch gesehen wird. Am 28. April wird beim Workers’ Memorial Day der Verstorbenen gedacht und auf die Bedeutung von Sicherheit am Arbeitsplatz aufmerksam gemacht.

    IG BAU

    21. April 2026

    Resumee Interclean Amsterdam 2026

    Vom 14. bis 17. April trafen sich rund 30.000 Fachbesucherinnen und -besucher aus 140 Ländern sowie 850 Aussteller auf der Interclean Amsterdam, um neue Technologien und Trends der Reinigungs- und Hygienebranche zu erleben. Im Mittelpunkt standen Themen wie Robotik, datenbasierte Reinigung, nachhaltige Chemie und moderne Hygienelösungen. Ergänzt wurde die Messe durch ein umfangreiches Fachprogramm mit über 100 Sessions und mehr als 75 Speakern. Die nächste Interclean Amsterdam findet 2028 statt und will ihre Rolle als globale Plattform für Innovation und Zusammenarbeit weiter ausbauen.

    Interclean Show

    21. April 2026

    Gebäudereinigung warnt vor Minijob-Reform

    Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks kritisiert den Entwurf zum GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz der Bundesregierung. Dieser sieht vor, dass die Arbeitgeberbeiträge bei Minijobs auf das Niveau des allgemeinen Beitragssatzes angehoben werden. Dadurch würden geringfügige Beschäftigte für Betriebe deutlich teurer, ohne dass sie dadurch höhere Ansprüche erhielten, so der Verband. Minijobs seien jedoch ein wichtiger Bestandteil der Branche und insbesondere für flexible Einsätze sowie bestimmte Beschäftigtengruppen wie Rentner oder Wiedereinsteiger unverzichtbar, so Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich.

    Die Gebäudedienstleister

    21. April 2026

    Sicherheitsrat tagt zur Energiekrise

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat angesichts der durch den Irankrieg ausgelösten Energiekrise eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrates angekündigt. Die Versorgung mit Diesel, Benzin und Kerosin bezeichnet er als gesichert, räumte jedoch gleichzeitig eine angespannte Marktlage ein. Für den Fall einer Verschärfung stellte er Vorsorgemaßnahmen in Aussicht. Zum Thema Kerosin hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bereits gestern mit Airlines, Flughäfen und Versorgern gesprochen.

    Zeit Online

    21. April 2026

    Streik bei Vivantes in Berlin

    An den Vivantes-Kliniken in Berlin haben Beschäftigte aus den Servicebereichen von Mittwoch bis Samstag letzter Woche gestreikt. Betroffen waren unter anderem Gastronomie, Reinigung und Logistik. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Bezahlung nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes für rund 2.200 Beschäftigte.

    RBB24

    20. April 2026

    Gesundheitsreform soll Milliarden bringen

    Die Bundesregierung plant eine umfassende Reform der gesetzlichen Krankenversicherung, um steigende Beiträge zu bremsen. Gesundheitsministerin Nina Warken will dafür Maßnahmen mit Einsparungen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro umsetzen. Geplant sind unter anderem höhere Zuzahlungen für Medikamente, Einschränkungen bei der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern sowie Einsparungen im Gesundheitssektor. Krankenkassen kritisieren die Pläne als unzureichend, insbesondere fehlt ihnen die staatliche Unterstützung etwa für Bürgergeld-Empfänger.

    Rheinische Post

    20. April 2026

    Aus „Altenpflege“ wird „Care:xpo“

    Die Branchenmesse „Altenpflege“ soll sich ab Mai zur „Care:xpo“ weiterentwickeln. Ziel ist ein sektorenübergreifendes Format, das angesichts von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und wachsendem Versorgungsbedarf stärker auf Vernetzung setzt. Im Mittelpunkt steht die „Nursing Journey“, die Abläufe zwischen stationärer, ambulanter und häuslicher Pflege transparenter machen soll. Die Premiere der neuen Marke ist für die Messe 2026 in Essen geplant.

    RWH Online

    20. April 2026

    Steuerfreie Überstunden statt Prämie

    Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen schlägt vor, statt einer steuerfreien 1000-Euro-Prämie bis zu 2000 Euro steuerfrei für Überstunden zu gewähren. Dies solle sowohl Arbeitnehmende motivieren als auch Unternehmen entlasten und die Wirtschaftsleistung steigern. Gleichzeitig äußert er Zweifel, dass die ursprüngliche Prämie in der Praxis tatsächlich bei den Beschäftigten ankommt.

    Spiegel

    20. April 2026

    Kostenexplosion belastet Textilservice-Branche

    Der Kostenindex des Deutschen Textilreinigungs-Verbands erreicht mit 131,2 Punkten ein Rekordniveau, gleichzeitig trüben sich die Geschäftserwartungen spürbar ein. Seit 2021 sind die Kosten um über 30 Prozent gestiegen, vor allem durch Energie-, Personal- und Finanzierungskosten. Viele Betriebe arbeiten laut Verband an ihrer Belastungsgrenze, da steigende Umsätze kaum noch Gewinne bringen. Gleichzeitig erschwerten unsichere Perspektiven notwendige Investitionen in den Klimaschutz und die Digitalisierung. Der Verband fordert daher gezielte politische Entlastungen.

    Deutscher Textilreinigungs-Verband

    17. April 2026

    IWF senkt Wachstumsprognosen

    Der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft sowie für Deutschland und die Eurozone nach unten korrigiert. Hauptgründe sind die Folgen des Nahostkonflikts, insbesondere die Blockade der Straße von Hormus, sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten. Steigende Energiepreise bremsen derzeit die wirtschaftliche Erholung – auch weltweit. Für Deutschland erwartet der IWF dieses Jahr nur noch ein Wachstum von 0,8 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Inflation weltweit deutlich erhöht. Eine schnelle Rückkehr zu stabilen wirtschaftlichen Bedingungen ist laut IWF nicht in Sicht.

    n-tv

    17. April 2026

    Steuerzahlerbund stellt Entlastungsprämie infrage

    Der Steuerzahlerbund kritisiert die geplante 1.000-Euro-Prämie für Beschäftigte als ineffizient und realitätsfern. Viele Unternehmen könnten sich die Zahlung angesichts steigender Kosten ohnehin nicht leisten. Auch Arbeitgeberverbände kritisieren, die Regierung lagere Verantwortung an die Betriebe aus. Die Maßnahme schüre Erwartungen, ohne deren Umsetzung zu sichern. Als Alternative werden gezieltere Entlastungen wie direkte Zahlungen oder eine höhere Pendlerpauschale vorgeschlagen.

    Zeit Online

    17. April 2026

    Deutschland schrumpft wieder

    Die IW-Bevölkerungsprognose zeigt, dass die Bevölkerung Deutschlands bis 2045 um 2,9 Prozent auf rund 81,1 Millionen Menschen sinken dürfte. Ursachen sind ein anhaltendes Geburtendefizit sowie zuletzt eine schwächere Nettozuwanderung. Diese kann den natürlichen Rückgang nicht mehr ausgleichen. Schon 2025 starben rund 350.000 Menschen mehr als geboren wurden, gleichzeitig ging die Zuwanderung deutlich zurück. Besonders stark wirkt der Wandel auf den Arbeitsmarkt. Das Potenzial an Erwerbspersonen sinkt demnach bis 2045 um über acht Prozent. Gleichzeitig steigt der Anteil älterer Menschen deutlich, was Renten-, Gesundheits- und Wohnsysteme weiter unter Druck setzt.

    IW Köln

    16. April 2026

    Hormus-Blockade verschärft Energiekrise weiter

    Die Internationale Energieagentur warnt, dass der April für Energiemärkte und Weltwirtschaft deutlich schwieriger werden könnte als der März. Grund ist die anhaltende Blockade der Straße von Hormus, über die ein großer Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert wird. Während im März noch zuvor verladenes Öl ankam, bleiben neue Lieferungen nun weitgehend aus. Fachleute befürchten daher zunehmende Engpässe, insbesondere bei Kerosin und Diesel. Eine schnelle Entspannung ist derzeit nicht absehbar.

    Spiegel Online

    16. April 2026

    „Qlean up“ unterstützt Betriebsratsarbeit

    Mit den laufenden Betriebsratswahlen starten viele Gremien neu – gefragt sind damit klare Strategien und Struktur. Das Programm „Qlean up“ unterstützt Betriebsräte mit Workshops und Coaching bei der konkreten Arbeitsplanung und Nutzung ihrer Mitbestimmungsrechte. Praxisbeispiele, etwa bei Piepenbrock oder Spie, zeigen: Beteiligung der Belegschaft und gute Planung führen zu messbaren Verbesserungen. Das geförderte Angebot hilft, Betriebsratsarbeit von Anfang an wirksam zu gestalten.

    IG BAU

    16. April 2026

    Heilbronn hat bei Kaufkraft die Nase vorn

    Laut einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft hat Heilbronn bundesweit die höchste Kaufkraft mit einem preisbereinigten Pro-Kopf-Einkommen von 39.424 Euro im Jahr 2023. Auf Platz zwei folgt der Landkreis Starnberg, der zwar das höchste nominale Einkommen erzielt, jedoch durch hohe Lebenshaltungskosten deutlich an Kaufkraft verliert. Insgesamt dominieren ländlich geprägte Regionen das Ranking, da dort niedrigere Preise die reale Kaufkraft erhöhen. Am unteren Ende der Skala liegen vor allem strukturschwache Städte wie Bremerhaven, Duisburg und Gelsenkirchen. Großstädte schneiden wegen hoher Wohnkosten insgesamt schlechter ab.

    FAZ

    16. April 2026

    Gas- und Ölpreise steigen wieder an

    Nach dem ergebnislosen Treffen zwischen den USA und dem Iran sind die europäischen Gaspreise zeitweise um bis zu 18 Prozent gestiegen, wie der TTF-Referenzpreis an der Börse in Amsterdam zeigt. Auch Öl verteuerte sich spürbar: Die Sorte Brent legte um rund neun Prozent auf über 100 US-Dollar pro Barrel zu. Auslöser sind geopolitische Spannungen und die Sorge vor einer möglichen Blockade der Straße von Hormus, die für den globalen Energiehandel zentral ist. Bereits zuvor hatte der Krieg in der Region die Preise stark schwanken lassen. Tanker meiden die wichtige Schifffahrtsroute bereits wieder, was den Markt zusätzlich verunsichert.

    Zeit Online

    15. April 2026

    Einschnitte bei Lohnfortzahlung?

    Union und SPD beraten über Maßnahmen gegen den hohen Krankenstand, darunter eine mögliche Kürzung der sechswöchigen Lohnfortzahlung. Diskutiert wird laut Bericht auch, die Zahlung auf einmal jährlich zu begrenzen und einen Karenztag wieder einzuführen. Ziel ist es, die Kosten für Unternehmen zu senken und die Zahl der Fehltage zu reduzieren. Konkrete Ergebnisse der Koalitionsberatungen werden frühestens zu Wochenbeginn erwartet.

    T-Online

    15. April 2026

    Dauerstreik bei Lufthansa

    Der Tarifkonflikt bei Lufthansa verschärft sich weiter: Nach dem Pilotenstreik hat heute auch das Kabinenpersonal die Arbeit niedergelegt. An den Drehkreuzen Flughafen München und Flughafen Frankfurt fallen hunderte Flüge aus, zehntausende Passagiere sind betroffen. Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und UFO erhöhen mit aufeinanderfolgenden Streiks den Druck in den Verhandlungen. Zentrale Streitpunkte sind die Altersvorsorge der Piloten sowie Arbeitszeitregelungen für das Kabinenpersonal. Eine schnelle Einigung ist nicht in Sicht – der Konflikt droht sich weiter hinzuziehen.

    BR24

    15. April 2026

    Preisträger Innovation Award bekannt gegeben

    Auf der Interclean Amsterdam 2026 wurden zum Auftakt die Amsterdam Innovation Awards verliehen, die wegweisende Entwicklungen in der Reinigungs- und Hygienebranche auszeichnen. Gesamtsieger wurde DRYFT mit einer ergonomischen Scheuersaugmaschine, daneben überzeugten Innovationen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Hygiene, etwa von Essity, FacilityApps und Vileda Professional. Die ausgezeichneten Lösungen zeigen den starken Fokus der Branche auf Effizienz, Nutzerfreundlichkeit und gesellschaftliche Wirkung.
    Saubere Sache Heute

    Saubere Sache heute

    15. April 2026

    Deutschlands Schulden weiter gestiegen

    Deutschlands öffentliche Verschuldung ist 2025 auf 2,66 Billionen Euro gestiegen, ein Plus von 151 Milliarden Euro und sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber dem dritten Quartal 2025 entspricht das einem Zuwachs von 50,8 Milliarden Euro oder 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Vor allem die Sondervermögen des Bundes verursachten den Anstieg, darunter das für die Bundeswehr mit knapp 30 Prozent Plus auf 43 Milliarden Euro sowie das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität mit 24,3 Milliarden Euro Schulden. Auch Länder und Kommunen verschuldeten sich stärker, während die Sozialversicherung leicht entlastet wurde.

    Wiwo

    14. April 2026

    Stimmung in Gebäudereinigung auf Tiefstand

    Die Energie- und Wirtschaftskrise trifft die Branche hart: Zwei Drittel der Unternehmen reduzieren laut Umfrage der Gebäudereiniger-Innung Reinigungsleistungen, 49 Prozent melden Auftragsrückgänge. 65 Prozent berichten, dass bestehende Kunden weniger Leistungen abrufen würden, um Kosten zu sparen – besonders in Industrie sowie Büro und Verwaltung. 29 Prozent haben demnach bereits Mitarbeitende entlassen, 41 Prozent planen diesen Schritt im laufenden Jahr. 88 Prozent leiden unter steigenden Mobilitätskosten durch hohe Spritpreise. Die Stimmung ist laut Bundesinnungsverband so schlecht wie nie. Nur 16 Prozent blicken optimistisch auf das Geschäftsjahr.

    RDN

    14. April 2026

    Selbständige investieren vorsichtig mehr

    21 Prozent der Selbstständigen planen laut Ifo Institut, ihre Investitionen in diesem Jahr zu erhöhen, im November 2025 waren es noch 18,2 Prozent. Gleichzeitig wollen gut 47 Prozent auf Vorjahresniveau investieren, während der Anteil der Selbstständigen mit Kürzungsplänen auf knapp 32 Prozent gesunken ist. Dennoch bleibt die Investitionsbereitschaft hinter der Gesamtwirtschaft zurück. Das Geschäftsklima hat sich laut Jimdo-Ifo-Index deutlich verschlechtert, die Erwartungen fielen im März auf minus 26,0 Punkte. Trotz etwas besserem Kreditzugang wächst die Unsicherheit – 36,4 Prozent können ihre Geschäftsentwicklung demnach schwer einschätzen.

    Ifo Institut

    14. April 2026

    Regierung plant Tankrabatt

    Die Koalition aus CDU/CSU und SPD will angesichts hoher Spritpreise die Energiesteuer auf Diesel und Benzin für zwei Monate um rund 17 Cent pro Liter senken. Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet, dass die Mineralölbranche die Entlastung vollständig weitergibt. Insgesamt sollen Verbraucher und Unternehmen so um etwa 1,6 Milliarden Euro entlastet werden. Hintergrund sind stark gestiegene Energiepreise infolge des Iran-Kriegs und blockierter Öltransporte durch die Straße von Hormus. Ergänzend sind steuerfreie Krisen-Boni von bis zu 1.000 Euro für Beschäftigte geplant. Die Gegenfinanzierung soll unter anderem über höhere Tabaksteuern sowie mögliche Maßnahmen gegenüber Mineralölunternehmen erfolgen, wie aus dem Beschlusspapier hervorgeht.

    n-tv

    14. April 2026

    Kartellamt prüft Spritpreise

    Nach Einführung neuen 12-Uhr-Regel für Spritpreiserhöhungen infolge des Iran-Konflikts hat das Bundeskartellamt erste Verstöße festgestellt. Dabei handle es sich vor allem um technische Verzögerungen bei den Preisanpassungen, die nun automatisiert überwacht werden. Gleichzeitig betont das Kartellamt, dass steigende Preise allein noch keinen Wettbewerbsverstoß darstellen. Trotz Regulierung klettern die Preise weiter: Diesel erreichte neue Höchststände, Benzin nähert sich Rekordwerten. Weitere Entlastungsmaßnahmen sind derzeit nicht geplant, die Lage bleibt angespannt.

    Tagesspiegel

    13. April 2026

    Insolvenzen auf Höchststand seit 2005

    Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist laut Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle im März deutlich gestiegen. Sie erreichte im ersten Quartal 2026 den höchsten Stand seit über 20 Jahren. Insgesamt wurden 4.573 Insolvenzen registriert, mit einem Plus von 17 Prozent zum Vormonat und 71 Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Niveau. Besonders betroffen sind Bau, Handel und wirtschaftliche Dienstleistungen. Rund 54.000 Arbeitsplätze hängen an den Insolvenzen, vor allem in der Industrie. Frühindikatoren deuten laut Institut auf anhaltend hohe Zahlen im zweiten Quartal hin.

    IWH

    13. April 2026

    Interclean Amsterdam startet morgen

    Von morgen an findet bis zum 17. April die Interclean Amsterdam statt. Die internationale Fachmesse für Reinigung und Hygiene präsentiert ein erweitertes Ausstellungsangebot mit zahlreichen Ausstellern und neuen Themenbereichen. Im Fokus stehen innovative und evidenzbasierte Lösungen aus der Branche. Ein Programmpunkt ist unter anderem der Amsterdam Innovation Award.

    Interclean

    13. April 2026

    Koalition ringt um Entlastungen

    Die Spitzen der schwarz-roten Regierung berieten am Wochenende in Berlin über Entlastungen angesichts hoher Spritpreise und mögliche Sozialreformen. Dabei prallen innerhalb der Koalition die Positionen von Finanzminister Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche wie etwa zu Übergewinnsteuer, Preisdeckel oder Pendlerpauschale hart aufeinander. Die anhaltenden Streitigkeiten stoßen auf breite Kritik und verstärken den Eindruck einer handlungsunsicheren Regierung. Mögliche Ergebnisse werden erst für heute erwartet.

    BR

    13. April 2026

    Öl- und Gaspreise wegen Waffenruhe stark gefallen

    Nach der Verkündung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran sind die Ölpreise deutlich gesunken: Brent fiel um rund 16 Prozent auf etwa 92 US-Dollar pro Fass, WTI ähnlich. Die Öffnung der Straße von Hormus soll Öl- und Gaslieferungen wieder ermöglichen, wodurch sich auch der europäische Erdgaspreis um bis zu 20 Prozent auf 44,13 Euro pro Megawattstunde reduzierte – der größte Tagesverlust seit mehr als zwei Jahren. Die Börsen reagierten entsprechend mit starken Kursgewinnen Die Waffenruhe soll vorerst zwei Wochen gelten.

    Zeit Online

    10. April 2026

    Streik trifft Lufthansa-Drehkreuze

    Das Kabinenpersonal der Lufthansa legt heute von 00.01 bis 22.00 Uhr die Arbeit nieder, betroffen sind zentrale Drehkreuze wie Frankfurt und München sowie zahlreiche weitere Standorte. Dies teilt die Gewerkschaft UFO mit. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen für rund 19.000 Beschäftigte, bei denen es unter anderem um Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung geht. Eine große Mehrheit hatte laut Urabstimmung für den Streik votiert, nachdem Gespräche gescheitert waren. Die Gewerkschaft betont, die Osterfeiertage bewusst ausgespart zu haben und sieht die Verantwortung für die Eskalation beim Unternehmen.

    Spiegel Online

    10. April 2026

    Industrie zwischen Erholung und Energiepreisen

    Die deutsche Industrie zeigt weiter einen vorsichtigen Aufwärtstrend, mit einem Auftragsplus von 0,9 Prozent im Februar, bereinigt sogar 3,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Allerdings bleibt die Entwicklung fragil. Fachleute hatten deutlich mehr erwartet, der Anstieg erfolgte noch vor der Eskalation im Iran-Konflikt. Steigende Energiepreise und Unsicherheit bremsen demnach bereits die Auftragseingänge und zwingen Unternehmen zu neuen Kalkulationen. Gleichzeitig gibt es leichte Signale der Stabilisierung, etwa bei Exporterwartungen und Beschäftigung in der Autoindustrie.

    T-Online

    10. April 2026

    „Club Future“ setzt auf Smart Work

    Beim Branchentreff „Club Future“ 2026 der RAL Gütegemeinschaft Gebäudereinigung stehen am 10. und 11. Juni in Fürth Austausch, Praxisnähe und Zukunftsfragen der Gebäudedienstleistung im Fokus. Unter dem Leitthema „Smart Work“ rücken Themen wie Digitalisierung, Robotik und Fachkräfteattraktivität in den Mittelpunkt. Statt klassischer Vorträge setzt das Format auf interaktive Sessions in drei Content-Hubs zu Qualität, Vernetzung und Wissen. Als prominenter Impulsgeber tritt Gerald Asamoah auf, der für gesellschaftliches Engagement und Haltung steht.

    Saubere Sache Heute

    10. April 2026

    Wie aus Büros Wohnungen werden sollen

    Ab Juli fördert der Bund unter Bauministerin Verena Hubertz den Umbau von Büro- und Gewerbegebäuden zu Wohnungen mit 300 Millionen Euro. Pro neuer Wohnung soll es bis zu 30.000 Euro Zuschuss geben, maximal 300.000 Euro je Unternehmen. Ziel des Programms „Gewerbe zu Wohnen“ ist die Bekämpfung von Leerstand, Schaffung von Wohnraum und klimagerechte Sanierung. Experten schätzen, dass ungenutzte Büros in sieben Großstädten Platz für bis zu 60.000 Wohnungen bieten könnten. Der Umbau lohnt sich allerdings nicht immer, wegen hoher Kosten und fehlender Infrastruktur. Die Förderung soll Investoren dennoch motivieren.

    T-Online

    09. April 2026

    Warnstreikwoche im bayerischen ÖPNV

    Verdi setzt die Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr fort: Vorgestern traf es Augsburg, gestern Nürnberg und Landshut, weitere Städte folgen. Die S-Bahnen sind meist ausgenommen, Fahrgäste müssen jedoch auf Busse und Straßenbahnen verzichten. In München soll der ÖPNV größtenteils weiterfahren, um laufende Bauarbeiten nicht weiter zu verschärfen. Die Arbeitgeber kritisieren die Streiks als Belastung für Bürgerinnen und Bürger, obwohl ein Angebot über Lohnerhöhungen und kürzere Arbeitszeit vorläge. Weiterverhandelt wird am 15. April in Nürnberg.

    BR24

    09. April 2026

    Luxus-Hotel und Wohnungen in Hamburg geplant

    Das frühere Karstadt-Nebengebäude in der Kleinen Rosenstraße in Hamburg wird 2027 abgerissen. Investor Norman Schaaf von der Cells Group plant ein 5-Sterne-Hotel mit 150 Zimmern und Dachterrasse mit Blick auf die Binnenalster. Auf 22.000 Quadratmetern Mietfläche entstehen vor allem Büros. Die oberen drei Etagen werden dazu 20 Wohnungen umfassen. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.

    NDR

    09. April 2026

    Pessimistischer Ausblick deutscher Unternehmen

    Die Mehrheit der deutschen Betriebe rechnet in den kommenden sechs Monaten mit einer Verschlechterung der Wirtschaftslage. 63 Prozent erwarten einen Abschwung, nur sechs Prozent eine Verbesserung, 29 Prozent gehen von keiner Veränderung aus, so das Arbeitgeber-Barometer des BDA. Bürokratie und Vorschriften belasten 83 Prozent der Unternehmen am stärksten, die eigene Lage bewerten 62 Prozent als gut oder sehr gut, 37 Prozent als weniger gut oder schlecht. Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung sinkt weiter auf 19 Prozent. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnt vor einem weiteren Abrutschen der Konjunktur und fordert dringend ein Reformpaket.

    n-tv

    09. April 2026

    Skeptischer Ausblick trotz besserer Lage im Osten

    Der Ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland ist im März leicht von 89,3 auf 88,9 Punkte gesunken, wie das Ifo Institut berichtet. Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage in Industrie, Dienstleistungen, Handel und Bau überwiegend besser als im Vormonat. Gleichzeitig gehen die Erwartungen an die kommenden Monate in allen Branchen deutlich zurück. Besonders im Bau und in der Industrie zeigt sich ein spürbar vorsichtiger Ausblick. Insgesamt wächst die Diskrepanz zwischen einer stabilen Gegenwart und einer unsicheren Zukunft.

    Ifo Institut

    08. April 2026

    Kommunen im Defizit

    Deutschlands Kommunen haben 2025 ein Rekorddefizit von fast 32 Milliarden Euro verzeichnet, obwohl die Steuereinnahmen laut Statistischem Bundesamt um 3,4 Prozent gestiegen sind. Haupttreiber sind demnach stark wachsende Ausgaben für Personal und Sozialleistungen, während 7,5 Prozent der Ausgaben nicht gedeckt sind. Der Deutsche Städtetag fordert eine Neuordnung der Finanzstrukturen sowie Soforthilfen von mindestens 30 Milliarden Euro jährlich.

    Tagesschau

    08. April 2026

    Hamburg plant verbindliche Tariftreue

    Hamburg will erstmals eine verbindliche Tariftreueregelung im Vergaberecht einführen. Sie soll Lohndumping bei öffentlichen Aufträgen verhindern. Dann müssen auch nicht tarifgebundene Unternehmen tariforientierte Entgelte sowie Arbeitsbedingungen einhalten und nachweisen. Die Reform stärkt die Tarifbindung und erweitert zugleich Nachweis- und Dokumentationspflichten für Auftragnehmer. Parallel plant der Senat Vereinfachungen im Vergaberecht, etwa mehr Flexibilität im Unterschwellenbereich. Die Bürgerschaft muss dem Gesetz noch zustimmen.

    Vergabeblog

    08. April 2026

    Arbeitsschutzpreis startet Bewerbungsphase

    Seit dem 1. April läuft die Bewerbungsphase für den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2027, Einsendeschluss ist der 30. Juni 2026. Ausgezeichnet werden vorbildliche Lösungen in folgenden Kategorien: strategisch, betrieblich, kulturell und persönlich. Sie sind jeweils mit 10.000 Euro Preisgeld dotiert. Bewerben können sich Unternehmen aller Branchen sowie Einzelpersonen mit innovativen Konzepten für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Die Preisverleihung findet im April 2027 in Berlin unter der Schirmherrschaft von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas statt.

    Deutscher Arbeitsschutzpreis

    08. April 2026

    Kaum Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

    Die Zahl der Arbeitslosen ist im März um 49.000 auf etwas über 3 Millionen gesunken, liegt damit aber weiter über dem Vorjahresniveau, wie die Bundesagentur für Arbeit berichtet. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,4 Prozent und entspricht dem Wert des Vorjahres. Saisonbereinigt zeigt sich kaum Bewegung, die Frühjahrsbelebung fällt laut Bundesagentur ungewöhnlich schwach aus. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften mit 638.000 gemeldeten Stellen niedrig und der Einstieg in Beschäftigung schwierig. Auf dem Ausbildungsmarkt besteht weiter eine Lücke zwischen Angebot und tatsächlicher Besetzung, trotz rechnerischem Überhang an Stellen.

    n-tv

    07. April 2026

    Ostermärsche für Frieden und Abrüstung

    Bei bundesweit über 70 Aktionen demonstrierten Friedensaktivisten an den Ostertagen gegen Kriege, Aufrüstung und eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht. Die Proteste standen im Zeichen der Konflikte in Nahost und der Ukraine und forderten verstärkte diplomatische Lösungen. Die Beteiligung bewegt sich laut Veranstaltern auf dem Niveau der Vorjahre mit zehntausenden Teilnehmenden.

    Zeit online

    07. April 2026

    Umstrittene Vorschläge für Krankenkassen-Reform

    Eine Regierungskommission hat 66 Maßnahmen zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vorgeschlagen, mit einem Entlastungsvolumen von 42,3 Milliarden Euro bis 2027. Diskutiert werden unter anderem höhere Zuzahlungen, das Aus der beitragsfreien Mitversicherung für Ehepartner sowie Einsparungen bei Vergütungen im Gesundheitswesen. Auch Steuerinstrumente wie eine Zuckersteuer sowie höhere Abgaben auf Tabak und Alkohol stehen im Raum. Ziel ist es, steigende Beiträge zu vermeiden und das erwartete Defizit von bis zu 40 Milliarden Euro bis 2030 zu begrenzen. Die Vorschläge dienen als Grundlage für politische Entscheidungen und gelten teilweise als konfliktträchtig.

    Spiegel Online

    07. April 2026

    Frühjahrsgutachten stark nach unten korrigiert

    Die führenden Wirtschaftsinstitute haben ihre Prognose für 2026 angesichts gestiegener Energiepreise infolge des Iran-Kriegs von 1,3 Prozent auf 0,6 Prozent mehr als halbiert, für 2027 werden 0,9 Prozent erwartet. Gleichzeitig rechnen sie mit steigender Inflation von 2,8 Prozent im laufenden Jahr und 2,9 Prozent im Folgejahr, was den Konsum dämpfen dürfte. Staatliche Eingriffe zur Senkung der Energiepreise lehnen die Institute ab und plädieren stattdessen für gezielte soziale Ausgleichsmaßnahmen. Laut Frühjahrsgutachten erhöht sich damit der Druck auf strukturelle Reformen in Deutschland.

    Deutschlandfunk

    07. April 2026

    Qualifizierungsoffensive soll Fachkräftebasis stärken

    Mit der neuen „Qualifizierungsoffensive Berufliche Bildung“ will das Bundesbildungsministerium seit Februar mehr Menschen für eine Ausbildung gewinnen und bestehende Strukturen modernisieren. Hintergrund sind sinkende Zahlen bei den Ausbildungsverträgen und rund 2,7 Millionen junge Erwachsene ohne Berufsabschluss, während Betriebe gleichzeitig Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen melden. Die Initiative spricht gezielt unterschiedliche Gruppen an – von Ausbildungsinteressierten bis zu Ungelernten mit Berufserfahrung – und setzt auf bessere Passung, zweite Chancen und zukunftsrelevante Kompetenzen.

    Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

    02. April 2026

    Sicherheitsbeauftragte künftig erst ab 50 Beschäftigten

    Der Bundestag hat beschlossen, dass Unternehmen künftig erst ab 50 Beschäftigten einen Sicherheitsbeauftragten bestellen müssen. Damit hebt er die bisherige Grenze von 20 Mitarbeitenden deutlich an. Die Änderung setzt eine EU-Verordnung zu Notfallverfahren für Gasgeräte und Persönliche Schutzausrüstung um. BG BAU, ZDB, HDB und IG BAU begrüßen die Regelung und betonen, dass der Einsatz von Sicherheitsbeauftragten stärker an den tatsächlichen Gefährdungen ausgerichtet sein sollte. In der Bauwirtschaft allerdings können besondere Risiken weiterhin die Bestellung bereits ab 20 Beschäftigten erforderlich machen.

    Basi

    02. April 2026

    Iran-Krieg belastet Stimmung in Industrie

    Rund 90 Prozent der Industrieunternehmen rechnen damit, dass der Iran-Krieg ihre Geschäfte beeinträchtigt, nur neun Prozent sehen sich aktuell nicht betroffen. Dies zeigt die aktuelle Ifo-Konjunkturumfrage. Als wichtigste Gründe nennen 78 Prozent die gestiegenen Energiepreise, 36 Prozent Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen sowie Einschränkungen in der Schifffahrt, 16 Prozent befürchten Probleme im Luftfrachtverkehr und 24 Prozent eine sinkende Nachfrage auf den Exportmärkten. Viele Unternehmen erwarten zudem finanzielle Risiken durch unsichere Logistikkosten, steigende Versicherungsprämien und erhöhte Zahlungsrisiken.

    Ifo Institut

    02. April 2026

    Reiche setzt auf langfristige Gasverträge

    Wirtschaftsministerin Katherina Reiche plant die deutsche Gasversorgung durch langfristige Lieferverträge mit möglichst vielen Partnern abzusichern, um potentielle Unterbrechungen im Nahen Osten abzufedern und Preissprünge zu vermeiden. Der bundeseigene Gasversorger Sefe kündigt Ausschreibungen für LNG-Lieferungen nach Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Belgien an, während VNG seine Pipeline-Lieferungen aus Algerien ausbaut. Auch wenn die Auswirkungen des Iran-Kriegs Europa bisher weniger treffen, warnt Reiche vor wirtschaftlichen Folgen, die mit einer Inflationsrate von 2,7 Prozent bereits sichtbar würden. Kritisch gesehen wird ihr Vorstoß, EU-Klimaschutzregeln für Gasimporte aufzuweichen.

    Zeit Online

    02. April 2026

    Arbeitslosigkeit vs. offene Stellen

    Trotz über drei Millionen arbeitsloser Menschen bleiben in Mitteldeutschland tausende Stellen unbesetzt, etwa in Logistik, Gebäudereinigung und Gastronomie. Die Bundesagentur für Arbeit betont, dass Arbeitssuchende nicht zu faul seien. Viele wollen demnach arbeiten, finden aber keinen passenden Job. Häufig fehlen formale Berufsabschlüsse, Teilqualifikationen oder Mobilität, besonders bei Langzeitarbeitslosen und Zugewanderten. Auch vermeintlich einfache Helferjobs sind körperlich und organisatorisch anspruchsvoll. Fachleute sehen Bildung, gezielte Qualifizierung und Zuwanderung als Schlüssel, um Angebot und Nachfrage besser zusammenzuführen und den drohenden Fachkräftemangel abzufedern.

    MDR

    01. April 2026

    Starkes Förderjahr der KfW

    Die KfW hat 2025 ihr Inlandsfördergeschäft nach eigenen Angaben um ein Drittel auf 61 Milliarden Euro ausgeweitet. Besonders der Mittelstand und Gründungen profitierten, mit einem Anstieg der Förderung um über 75 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro. Zudem wurden 750.000 Wohneinheiten unterstützt und weltweit 11.000 Megawatt neue Kapazitäten aus erneuerbaren Energien geschaffen. Das ökonomische Ergebnis lag bei 2,0 Milliarden Euro, die Bank bleibt also stabil und leistungsstark. Vorstandsvorsitzender Stefan Wintels betont, dass die KfW auch 2026 wichtige Impulse für den Wirtschaftsstandort Deutschland setzen wird.

    KfW

    01. April 2026

    Sonnenschutz ist auch Arbeitsschutz

    Ultraviolette Strahlung ist auch jetzt im Frühling schon gesundheitsgefährdend. Unternehmen sollten daher prüfen, ob ihre Gefährdungsbeurteilung auch UV-Risiken abdeckt und entsprechende Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten vorgesehen sind. Dazu gehören technische Maßnahmen wie Sonnenschirme oder andere Abschirmungen, organisatorische wie die Anpassung der Arbeitszeiten, und persönliche Maßnahmen wie Sonnencreme und Schutzkleidung. Ab einer UV-Belastung von einer Stunde pro Tag ist zudem eine arbeitsmedizinische Vorsorge verpflichtend. Betriebe können für die Umsetzung bewährter Schutzmaßnahmen Fördermöglichkeiten von der BG BAU in Anspruch nehmen.

    BG BAU

    01. April 2026

    Inflation zieht wieder an

    Die Inflationsrate liegt im März 2026 voraussichtlich bei 2,7 Prozent und damit leicht höher als zuletzt. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise laut Statistischem Bundesamt um 1,1 Prozent Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel betrug 2,5 Prozent. Hervorzuheben ist aktuell der Anstieg der Energiepreise um 7,2 Prozent erstmals seit Ende 2023. Für Unternehmen bleibt das Preisumfeld damit spürbar angespannt, vor allem bei den Betriebskosten.

    Destatis

    01. April 2026

    Spritpreis-Regulierung startet verspätet

    Die neuen Preisregeln für Tankstellen treten erst ab morgen in Kraft, nachdem das Wirtschaftsministerium eine kurzfristige Verzögerung durchgesetzt hat. Künftig ist nur noch eine Preiserhöhung pro Tag erlaubt, zudem erhält das Bundeskartellamt mehr Eingriffsmöglichkeiten. Die Verzögerung erfolgte laut Wirtschaftsministerium auf Wunsch der beteiligten Akteure, um eine reibungslose Umsetzung sicherzustellen. Hintergrund sind stark gestiegene Spritpreise infolge geopolitischer Spannungen und gestörter Öltransporte. Bundestag und Bundesrat hatten dem Maßnahmenpaket zuvor bereits zugestimmt.

    Zeit Online

    31. März 2026

    Kaum ein Unternehmen plant Personalwohnungen

    Nur vier Prozent der Firmen planen neue Wohnungen für ihre Beschäftigten, obwohl diese bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften unterstützen. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft bieten neun Prozent bereits Wohnraum an, weitere 21 Prozent unterstützen Mitarbeitende indirekt, etwa über Wohnungsbörsen oder Zuschüsse. Haupthemmnisse sind ungünstige Rahmenbedingungen, fehlendes Know-how, mangelnde Partner sowie hoher finanzieller und organisatorischer Aufwand. Besonders kleinere Betriebe zögern, obwohl Kooperationsmodelle und die Nutzung von Betriebsflächen zusätzliche Möglichkeiten eröffnen könnten.

    IW Köln

    31. März 2026

    Handwerkslohn oft unter Durchschnitt

    Vollzeitbeschäftigte mit Ausbildung verdienen im Schnitt 4.125 Euro brutto, viele Handwerksberufe liegen jedoch darunter, zum Beispiel Maurer mit 3.910 Euro oder Friseure mit nur 2.470 Euro. Dies zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamts. Einzelne technische Berufe wie Werkzeugmechaniker erreichen mit 4.179 Euro leicht überdurchschnittliche Werte. Insgesamt zeigt sich, dass der Verdienst stark vom Abschluss abhängt – von 3.432 Euro ohne Ausbildung bis zu 5.405 Euro mit Meister oder Techniker. Neben der Qualifikation beeinflussen auch Branche und Berufserfahrung die Einkommenshöhe erheblich.

    Destatis

    31. März 2026

    Wie Selbstständige fürs Alter vorsorgen

    Eine DIW-Studie zeigt, dass 93 Prozent der Selbstständigen bereits für das Alter vorsorgen, oft mit mehreren Bausteinen wie Kapitalanlagen, Immobilien oder Versicherungen. Im Schnitt fließt mehr als ein Fünftel des Nettoeinkommens in die Altersabsicherung. Gleichzeitig bleibt eine kleinere Gruppe ohne Vorsorge, während sich rund 20 Prozent nicht ausreichend abgesichert fühlen, vor allem wenn sie ein niedriges Einkommen haben. Diskutiert werden daher gezielte Modelle wie eine Vorsorgepflicht für bislang Unversorgte und staatliche Zuschüsse für Geringverdienende.

    Handwerk

    31. März 2026

    Hauswirtschaft im Fokus der Altenpflege-Messe

    Die „Altenpflege 2026“ vom 21. bis 23. April rückt mit dem Forum „Verpflegung, Hauswirtschaft & Wohnen“ zentrale Zukunftsfragen der Branche in den Fokus, vom KI-Einsatz bis zu nachhaltigen Versorgungskonzepten. Im Mittelpunkt stehen in Essen praxistaugliche Lösungen für mehr Effizienz bei gleichzeitig gesicherter Versorgungsqualität, ergänzt durch Dialogformate und Live-Demonstrationen. Geführte Messerundgänge zu Reinigung, Wäschekreislauf und Speisenversorgung bieten Führungskräften gezielte Einblicke in Prozessoptimierung, Ressourcenschonung und moderne Technologien.

    Altenheim

    30. März 2026

    Recht auf Reparatur ist Gesetz

    Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der Verbraucherinnen und Verbrauchern ein Recht auf Reparatur von Geräten wie Waschmaschinen, Kühlschränken und Smartphones einräumt. Hersteller sollen verpflichtet werden, Produkte über mehrere Jahre hinweg zu einem „angemessenen Preis“ zu reparieren und entsprechende Ersatzteile bereitzuhalten. Vorgesehen sind Fristen von bis zu zehn Jahren bei Haushaltsgeräten und sieben Jahren bei Smartphones, jeweils ab Produktionsende. Zudem soll sich das Gewährleistungsrecht von zwei auf drei Jahre verlängern, wenn eine Reparatur statt eines Austauschs gewählt wird.

    Zeit Online

    30. März 2026

    Scharfe Kritik an Reiches Energieplänen

    Die Ökostrom-Branche reagiert mit deutlicher Kritik auf die energiepolitischen Vorstöße des Bundeswirtschaftsministeriums und warnt vor einem massiven Rückschlag für den Ausbau erneuerbarer Energien. Stimmen aus der Branche sprechen vom „größten Angriff seit 15 Jahren“ und sehen Investitionen sowie Planungssicherheit gefährdet. Besonders umstritten sind geplante Änderungen wie ein Einspeisungsstopp ohne Entschädigung, ein mögliches Ende der Förderung kleinerer Solaranlagen und angepasste Ausbauziele. Aus der Solarwirtschaft kommt die Warnung vor einem möglichen Markteinbruch von bis zu 90 Prozent bei Wegfall der Einspeisevergütung für kleinere Photovoltaik-Anlagen. Insgesamt befürchtet die Branche eine stärkere Abhängigkeit von fossilen Energien statt einer beschleunigten Transformation.

    Handelsblatt

    30. März 2026

    Inklusion auf dem Arbeitsmarkt mangelhaft

    Eine Auswertung von SWR Data Lab und MDR Data zeigt, dass zahlreiche große Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz, aber auch bundesweit, die gesetzliche Beschäftigungsquote für schwerbehinderte Menschen von fünf Prozent nicht erreichen. Von 53 befragten Organisationen erfüllen nur 22 die Vorgabe. Die anderen, darunter auch das Land selbst, nutzen stattdessen die Ausgleichsabgabe. Als Gründe werden unter anderem demografische Effekte, fehlende Bewerbungen und strukturelle Unterschiede zwischen den Branchen genannt. Expertinnen verweisen darauf, dass viele Behinderungen erst im Laufe des Erwerbslebens entstehen und Betriebe stärker auf Weiterbeschäftigung setzen könnten. Kritik gibt es zudem am Werkstattsystem, das laut Fachleuten keine echte Integration in den regulären Arbeitsmarkt ermöglicht.

    SWR

    30. März 2026

    Rekord bei Patentanmeldungen in Europa

    2025 wurde beim Europäischen Patentamt EPA mit knapp 202.000 Anmeldungen ein neuer Rekord erreicht. Das Plus gegenüber 2024 betrug 1,4 Prozent, besonders stark aus Nicht-Europa. 42,9 Prozent der Patente stammen aus den EPA-Mitgliedstaaten. Die USA führen mit 23,3 Prozent, Deutschland liegt auf Platz zwei mit 12,1 Prozent, China erstmals auf Rang drei mit 10,9 Prozent. Weiterhin die meisten Anmeldungen gab es im Bereich Computertechnik inklusive KI, Quantentechnologie sowie digitale Kommunikation wie Mobilfunknetze. Samsung, Huawei und LG stellen die meisten Anträge, Nokia verzeichnet mit 89,4 Prozent mehr das stärkste Wachstum unter europäischen Unternehmen. Siemens ist führend aus Deutschland.

    Stern

    27. März 2026

    Reform der privaten Altersvorsorge ab 2027

    Union und SPD haben sich auf eine neue staatlich geförderte Altersvorsorge geeinigt, die vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen und Selbstständige stärker unterstützen soll. Geplant sind einfach verständliche Standardprodukte mit maximal einem Prozent Kosten, dazu Varianten mit voller, 80-prozentiger oder keiner Auszahlungsgarantie für höhere Renditen. Die staatliche Grundzulage wird gestaffelt: Kleine Sparbeträge profitieren stärker, Kinderzulagen bleiben erhalten. Das Gesetz soll noch im März beschlossen werden, neue Verträge können ab Januar 2027 abgeschlossen werden. Ziel ist eine transparentere, flexiblere Vorsorge für die rund 15 Millionen bestehenden Riester-Verträge in Deutschland.

    Zeit Online

    27. März 2026

    Wer arbeitet nachts in Deutschland?

    2024 arbeiteten rund vier Millionen Erwerbstätige in Deutschland nachts, das sind neun Prozent aller Beschäftigten. Männer waren mit 12 Prozent deutlich häufiger nachts aktiv als Frauen mit 6,5 Prozent, jüngere Beschäftigte bis 34 Jahre häufiger als Ältere ab 55 Jahren. Besonders verbreitet ist Nachtarbeit in der Luftfahrt mit 43 Prozent, bei Wach- und Sicherheitsdiensten mit 40 Prozent sowie in der Metallverarbeitung mit 31 Prozent. Weitere Branchen mit viel Nachtarbeit sind Lagerei und Verkehr, Gesundheitswesen und Gastronomie. Mit der Umstellung auf die Sommerzeit am 29. März verlieren Nachtarbeitende eine Stunde Arbeitszeit.

    Destatis

    27. März 2026

    Investitionsquote in Deutschland auf Rekordtief

    2025 investierten Unternehmen, Staat und Privatpersonen so wenig wie seit 1990 nicht mehr. Die Nettoanlageninvestitionsquote lag bei minus 0,23 Prozent der Wirtschaftsleistung. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes stammen mehr als 80 Prozent der Investitionen aus dem Privatsektor. Echte Wachstumsimpulse fehlen demnach, während Ersatzinvestitionen dominieren. Politikerinnen und Fachleute warnen, dass Deutschland auf Verschleiß fahre. Marode Schulen, kaputte Straßen und eine schwache Infrastruktur spiegelten den Trend wider. Gefordert werden eine Investitionsoffensive und zusätzliche Finanzierungsmaßnahmen, etwa über eine Vermögensteuer.

    Wirtschaftswoche

    27. März 2026

    EU und Australien rücken zusammen

    Die EU und Australien haben nach acht Jahren Verhandlungen ein umfassendes Freihandelsabkommen beschlossen. Zölle auf über 99 Prozent der EU-Exporte sollen entfallen, was laut EU-Kommission jährliche Einsparungen von rund einer Milliarde Euro ermöglicht und ein Wachstum von bis zu 33 Prozent bei den Ausfuhren bringen könnte. Besonders profitieren dürften Branchen wie Fahrzeugbau, Chemie und Maschinenbau. Parallel stärken beide Seiten ihre Kooperation bei Sicherheit, Cyberabwehr und Lieferketten. Ziel ist es, Abhängigkeiten zu reduzieren und resilienter zu wirtschaften.

    Spiegel Online

    26. März 2026

    Sozialpartner treiben Tagesreinigung voran

    Im Sozialpartnerdialog Gebäudereinigung haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite darauf verständigt, die Tagesreinigung aktiv als gemeinsamen Branchenstandard voranzubringen. Ziel ist es, die Arbeitsbedingungen spürbar zu verbessern und dem Fachkräftemangel strukturell zu begegnen. Die Verlagerung in reguläre Arbeitszeiten soll attraktivere Jobs schaffen, die Bindung der Beschäftigten stärken und damit die Fluktuation reduzieren. Davon profitieren ebenfalls die Auftraggeber, indem die Qualität stabiler und die Abläufe im Betrieb effizienter werden.

    Arbeit: sicher + gesund

    26. März 2026

    Chemie-Tarifrunde unter Druck

    In der Chemie- und Pharmabranche ringen Arbeitgeber und Gewerkschaft um neue Tarifabschlüsse für rund 585.000 Beschäftigte. Überschattet werden die Verhandlungen von Konjunkturflaute und geopolitischen Spannungen. Die steigenden Energiepreise infolge der Konflikte im Nahen Osten verschärfen die Lage zusätzlich. Während die Arbeitgeber Zurückhaltung fordern, möchte die Gewerkschaft IG BCE Einkommenszuwächse über der Inflationsrate und mehr Jobsicherheit erreichen. Die Branche kämpft mit hohen Kosten, schwacher Nachfrage und globalem Wettbewerbsdruck, ist aber mit rund 220 Milliarden Euro Umsatz nach wie vor ein zentraler Industriepfeiler in Deutschland.

    Stern

    26. März 2026

    Tarifabschluss im Gartenbau

    Beschäftigte in neun Bundesländern erhalten 6,4 Prozent mehr Lohn, in Baden-Württemberg und Hessen 7,8 Prozent, über die nächsten zwei Jahre. Erstmals wurden mehrere Tarifgebiete zusammengelegt, was einen Schritt hin zu einheitlichen Rahmen- und Entgelttarifverträgen deutschlandweit bedeutet. Die IG BAU betont den Erfolg trotz hoher Energiepreise und steigender Inflation und würdigt die Arbeit von Zierpflanzen-, Obst- und Gemüsebauern. Rund 110.000 Beschäftigte profitieren direkt von dem Abschluss, der faire Löhne für harte Arbeit bei Wind und Wetter sicherstellen soll. Das Ziel bleibt weiterhin eine tarifliche Gleichstellung in allen Bundesländern und ein bundesweit einheitlicher Gartenbau-Tarif.

    IG BAU

    25. März 2026

    Fast die Hälfte ist im Tarif

    Knapp 49 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland arbeiteten 2025 laut Statistischem Bundesamt in tarifgebundenen Betrieben. Der Wert blieb damit im Vergleich zu 2024 stabil. Die Branchenunterschiede sind jedoch groß. Während die öffentliche Verwaltung 100 Prozent Tarifbindung erreicht, sind es in der Energieversorgung 84 Prozent, bei Erziehung und Bildung 79 Prozent, in den Finanzdienstleistungen 68 Prozent. Eine nur geringe Tarifbindung herrscht in Land- und Forstwirtschaft mit zehn Prozent, in Kunst und Unterhaltung mit 21 Prozent sowie im Gastgewerbe mit 23 Prozent. Auch zwischen den Bundesländern gibt es Unterschiede.

    Destastis

    25. März 2026

    Energieagentur warnt vor historischem Schock

    Der Chef der Internationalen Energieagentur IEA, Fatih Birol, sieht im Iran-Krieg „zwei Ölkrisen und einen Gaskollaps in einem“ und spricht von der größten Bedrohung für die Energiesicherheit überhaupt. Durch die Blockade der Straße von Hormus geraten rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports unter Druck, die Preise steigen deutlich. Nach Angaben der IEA sind bereits rund elf Millionen Barrel pro Tag vom Markt verschwunden, mehr als bei zwei Ölkrisen zusammen. Die Agentur reagierte mit der Freigabe von 426 Millionen Barrel aus strategischen Reserven, der größten Maßnahme seit ihrer Gründung. Birol kritisiert politische Fehleinschätzungen und warnt, dass kein Land von den Folgen verschont bleiben werde.

    Frankfurter Rundschau

    25. März 2026

    Mercosur startet vorläufig

    Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten tritt zum 1. Mai vorläufig in Kraft und zahlreiche Zölle entfallen. Nach Zustimmung aller Mitgliedsländer fehlt nur noch die formale Bestätigung Paraguays, während die finale Prüfung im Europäischen Parlament noch läuft. Die Freihandelszone betrifft über 700 Millionen Menschen und ist damit nach mehr als 25 Jahren Verhandlung eine der größten weltweit. Gehandelt werden vor allem Autos und Chemieprodukte aus Europa sowie Agrargüter und Rohstoffe aus Südamerika. Kritik kommt unter anderem von europäischen Landwirten und Umweltinitiativen, die Risiken für den Wettbewerb sowie für die Standards befürchten.

    Zeit Online

    25. März 2026

    Gründer wünschen vor allem weniger Bürokratie

    Für 44 Prozent der (werdenden) Selbstständigen ist Bürokratieabbau die wichtigste Forderung an die Politik, so das Ergebnis einer KfW-Research-Umfrage. Weitere Anliegen sind finanzielle Entlastungen sowie mehr Gleichstellung und gesellschaftliche Wertschätzung. Trotz bestehender Herausforderungen blicken 61 Prozent der Befragten optimistisch auf das Jahr 2026 und damit etwas positiver als die Gesamtbevölkerung. Gleichzeitig bewerten mehr Gründerinnen und Gründer als im Vorjahr ihre wirtschaftliche Lage rückblickend kritisch. Die nicht repräsentative Erhebung basiert auf einer Befragung von Nutzenden der Gründerplattform im Februar 2026.

    KfW

    24. März 2026

    Einzelhandel unter Druck

    Der stationäre Einzelhandel in Deutschland schrumpft weiter und könnte laut Handelsverband Deutschland 2026 erstmals unter 300.000 Geschäfte fallen. Das wäre ein Rückgang von rund 70.000 seit 2015. Der Onlinehandel und die Kaufzurückhaltung setzen der Branche demnach zu, die Innenstädte sind zunehmend von Leerständen geprägt. Besonders mittelständische Händler kämpfen mit schwierigen Rahmenbedingungen und schwacher Konsumlaune. Die Zahl der Insolvenzen steigt außerdem und erreicht laut Allianz Trade den höchsten Stand seit zehn Jahren.

    Spiegel Online

    24. März 2026

    Der Solarförderung drohen Einschnitte

    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche will laut Reform-Entwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz die Förderung für neue kleine Solaranlagen streichen. Ihre Begründung: Viele Anlagen rechneten sich bereits durch den Eigenverbrauch, staatliche Zuschüsse seien daher nicht mehr nötig. Der Koalitionspartner SPD äußert Kritik an den Plänen innerhalb der Bundesregierung. Auch der Bundesverband Solarwirtschaft warnt vor einem deutlichen Rückschlag für die Energiewende. Bislang erhalten Betreiber für eingespeisten Solarstrom 20 Jahre lang eine feste Vergütung pro Kilowattstunde.

    Tagesspiegel

    24. März 2026

    Maßnahmen gegen Lebensmittel-Inflation?

    Die Bundesregierung will steigende Lebensmittelpreise infolge des Iran-Kriegs ins Visier nehmen. Eine Taskforce von CDU, CSU und SPD will über „inflationsbremsende Maßnahmen“ beraten, darunter mögliche Steuererleichterungen. Hintergrund sind steigende Kosten für Energie, Dünger und Transport, die sich auf die Produktion auswirken. Fachleute erwarten Preissteigerungen vor allem bei energieintensiven und verarbeiteten Lebensmitteln wie Milchprodukten, bei Produkten mit langen Lieferwegen sowie Getreide. Auch Fleisch könnte teurer werden, da Futtermittel wie Mais und Soja von höheren Düngerkosten betroffen sind.

    ZDF heute

    24. März 2026

    Social Media macht unzufrieden

    Die intensive Nutzung sozialer Medien kann die Lebenszufriedenheit junger Menschen deutlich senken, besonders bei Mädchen, berichtet der World Happiness Report 2026. Laut den Forschern liegt das Wohlbefinden am höchsten, wenn TikTok und Co. weniger als eine Stunde täglich genutzt werden. Im Schnitt beschäftigen sich Jugendliche jedoch rund 2,5 Stunden am Tag mit sozialen Netzwerken. Die Studie zeigt zugleich regionale Unterschiede, etwa stabilere Werte in Teilen Südamerikas und des Nahen Ostens. Finnland bleibt das glücklichste Land, während Deutschland sich auf Rang 17 verbessert. Grundlage sind Befragungen von rund 100.000 Menschen weltweit, durchgeführt mit Unterstützung von Gallup und UN-Organisationen.

    Deutsche Welle

    23. März 2026

    EZB hält Leitzins stabil trotz wachsender Inflationsrisiken

    Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins bei zwei Prozent und setzt damit ihre Zinspause fort – trotz der Unsicherheiten durch derzeit steigende Energiepreise. Sie könnten infolge des Nahostkonflikts die Inflation wieder anheizen. Für 2026 erwarten die Währungshüter nun eine Teuerung von 2,6 Prozent, nach zuvor niedrigeren Prognosen. Gleichzeitig betont die EZB ihre Flexibilität und will bei Bedarf reagieren, ohne sich auf einen festen Zinspfad festzulegen. Ökonomen warnen vor Risiken für Wachstum und Inflation bis hin zu einer möglichen Stagflation.

    Spiegel Online

    23. März 2026

    Gaspreise steigen deutlich an

    Nach einem Raketenangriff auf Flüssiggasanlagen in Katar sind die Gaspreise in Europa deutlich gestiegen, berichtet die Börse in Amsterdam. Der TTF-Terminkontrakt legte zeitweise um 24,5 Prozent auf 67,89 Euro je Megawattstunde zu und liegt damit deutlich über dem Vorkriegsniveau. Während Haushalte kurzfristig noch eher wenig betroffen sind, spüren Unternehmen die Entwicklung bereits stärker. Da Gaspreise auch den Strompreis beeinflussen, wächst die Sorge vor steigenden Energiekosten. Politisch werden Entlastungsmaßnahmen diskutiert, während die Lage im Nahen Osten weiter angespannt bleibt.

    T-Online

    23. März 2026

    CDU gewinnt in Rheinland-Pfalz

    Nach über 35 Jahren verliert die SPD in Rheinland-Pfalz die Macht an die CDU. Dieser historische Einschnitt scheint jedoch keine klare Wechselstimmung widerzuspiegeln. Entscheidend waren weniger die Kandidaten als Themen wie Wirtschaft und Sicherheit, bei denen die CDU mehr Vertrauen genießt, während die SPD zusätzlich unter bundespolitischem Gegenwind und strukturellem Wählerschwund leidet. Das Ergebnis zeigt vor allem politische Unsicherheit. Die AfD wächst, bleibt isoliert, und viele Wähler entscheiden eher aus Abwägung als aus Überzeugung.

    SWR

    23. März 2026

    Kindergeld kommt bald automatisch

    Die Bundesregierung will das Kindergeld ab 2027 schrittweise ohne Antragstellung auszahlen und damit Familien entlasten, berichtet das Bundesfinanzministerium. Grundlage ist ein Datenaustausch nach dem Once-Only-Prinzip, bei dem Behörden vorhandene Informationen nutzen, statt neue Anträge zu verlangen. Die Einführung erfolgt in zwei Stufen: zunächst für bestehende Fälle ab Frühjahr 2027, später auch für Familien mit erstem Kind. Voraussetzungen sind unter anderem ein Wohnsitz und eine Erwerbstätigkeit im Inland sowie eine hinterlegte IBAN. Die Prüfung des Anspruchs bleibt bestehen, um Missbrauch zu verhindern.

    Die Bundesregierung

    20. März 2026

    Rechtsform „EU Inc.“ für schnellere Gründungen

    Die EU-Kommission will mit der neuen Unternehmensform „EU Inc.“ Firmengründungen deutlich vereinfachen und Startups in Europa halten. Künftig sollen Unternehmen innerhalb von 48 Stunden online und für maximal 100 Euro gegründet werden können, ohne Mindestkapital. Einheitliche Regeln in allen 27 Mitgliedstaaten sollen die Expansion im Binnenmarkt erleichtern und bürokratische Hürden abbauen. Digitale Prozesse sollen auch Investitionen, Anteilsübertragungen und Insolvenzen vereinfachen. Kritik gibt es von Gewerkschaften, die Risiken für Arbeitnehmerrechte sehen, während Wirtschaftsverbände die Pläne überwiegend begrüßen.

    n-tv

    20. März 2026

    Hessen will Vergaberecht vereinfachen

    Die hessische Landesregierung plant eine Reform des Vergaberechts, um Investitionen zu beschleunigen und Bürokratie abzubauen, so das Wirtschaftsministerium. Künftig sollen öffentliche Aufträge bis 100.000 Euro für Lieferungen und Dienstleistungen sowie 750.000 Euro für Bau ohne formale Verfahren vergeben werden. Gleichzeitig sollen faire Arbeitsbedingungen stärker gewichtet werden, um Lohndumping zu verhindern. Während die Regierung von einem Ausgleich zwischen Effizienz und sozialer Verantwortung spricht, begrüßt die FDP die höheren Schwellenwerte, kritisiert jedoch offene Fragen bei der Tariftreue. Ziel ist ein Inkrafttreten noch vor der Sommerpause.

    Süddeutsche Zeitung

    20. März 2026

    Service-Streik an Uniklinik Rostock

    An der Universitätsklinik Rostock streiken Beschäftigte der Tochtergesellschaft UMR Logistik gGmbH seit Mittwoch für drei Tage, berichtet die Gewerkschaft Verdi. Rund 70 Mitarbeitende fordern unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt. Dies lehnt die Klinikleitung mit Verweis auf die wirtschaftliche Lage ab. Der Ausstand wirkt sich spürbar auf Reinigung und Müllentsorgung aus, während die kritischen Bereiche durch Notdienste gesichert bleiben. Die nächste Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt ist für den 27. März geplant.

    NDR

    20. März 2026

    Was bringt der neue Schufa-Score?

    Derzeit revolutioniert die Schufa ihr Bonitätssystem: Statt undurchsichtiger Prozentwerte gibt es nun einen klaren Punktescore. 18- bis 25-Jährige beispielsweise starten mit 655 „akzeptablen“ Punkten, nach drei Jahren sind 789 „hervorragende“ Punkte möglich. Dieser Score basiert auf nur noch 12 nachvollziehbaren Kriterien, als Reaktion auf jahrelange Kritik von Verbraucherschützern und Gerichten. Vorsicht ist dennoch geboten, denn wer zu oft Kreditanfragen stellt, den Dispo dauerhaft stark nutzt oder Rechnungen verzögert, riskiert Abzüge, während Ältere mit langjähriger Finanzhistorie profitieren. Dieses System begünstige junge Menschen zwar formal, aber strukturelle Ungleichheiten baue es kaum ab, so die Kritik.

    BR24

    19. März 2026

    Zeitverschwendung im Jobcenter

    Fast die Hälfte der Langzeitarbeitslosen sieht keine Verbesserung ihrer Jobchancen durch Jobcenter-Termine, obwohl 72 Prozent ihre Beraterinnen und Berater als kompetent bewerten. Das zeigt eine Bertelsmann-Studie mit 1.000 Befragten. Während 60 Prozent eine gezielte Unterstützung bestätigen, klagen 40 Prozent über reine Forderungskultur und 39 Prozent über schlechte Erreichbarkeit. Besonders alarmierend: Bei 46 Prozent der Bürgergeld-Beziehenden mit Mehrfachhemmnissen wie Krankheit oder Qualifikationslücken versagen Vermittlung und Beratung oft komplett, kritisiert Experte Tobias Ortmann. Ab Juli verschärft sich die Lage, wenn Kürzungen in der neuen Grundsicherung schneller greifen.

    BR24

    19. März 2026

    EU will Stromkosten drücken

    Seit Beginn des Iran-Kriegs hat Europa sechs Milliarden Euro zusätzlich für fossile Importe ausgegeben. Jetzt legt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen Notfallplan vor. Um die Strompreise zu senken, setzt sie auf drei Hebel. Erstens soll der Ausbau erneuerbarer Energien und Stromnetze die Notwendigkeit von Gas verringern, unterstützt durch langfristige Stromabnahmeverträge und den Erhalt bestehender Kernkraftwerke. Zweitens plant sie, Netzentgelte für energieintensive Industrien zu senken und die Besteuerung von Strom fairer zu gestalten, da dieser aktuell bis zu fünfzehnmal höher belastet ist als Gas. Drittens bleibt zwar das Emissionshandelssystem bestehen, doch die Regeln für kostenlose CO₂-Zertifikate sollen angepasst werden, um Wettbewerbsnachteile abzufedern.

    Tagesspiegel

    19. März 2026

    Durchwachsene Klimabilanz 2025

    Deutschland hat seine Klimaziele 2025 laut Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium nur knapp erreicht. Die Emissionen sanken um lediglich 0,1 Prozent auf rund 650 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. Der Rückgang verlangsamt sich damit deutlich, auch wenn der zulässige Rahmen noch eingehalten wurde. Positiv bewertet die Politik eine steigende Akzeptanz für Technologien wie Wärmepumpen und den Ausbau der Windkraft. Gleichzeitig sehen Umweltverbände erhebliche Risiken für die Ziele bis 2030, vor allem in den Bereichen Gebäude und Verkehr. Kritik kommt insbesondere am geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz auf, das laut Berechnungen hohe Klimafolgekosten verursachen und Fortschritte im Gebäudesektor bremsen könnte.

    Zeit Online

    18. März 2026

    Gesetzentwurf zu Benzinpreisen

    Die Bundesregierung will nach österreichischem Vorbild steigende Kraftstoffpreise stärker regulieren. Tankstellen sollen ihre Preise demnach nur noch einmal täglich erhöhen dürfen, Senkungen sind jederzeit erlaubt. Zudem soll laut Gesetzentwurf die Beweislast umgekehrt werden, sodass Mineralölkonzerne Preiserhöhungen künftig sachlich begründen müssen. Gleichzeitig erhält das Kartellamt mehr Befugnisse, um Wettbewerbsverstöße schneller zu ahnden und Verfahren zu beschleunigen. Hintergrund sind die stark gestiegenen Preise infolge des Irankriegs, während sinkende Einkaufspreise oft verzögert weitergegeben werden. Das zunächst befristete Gesetz soll kurzfristig Entlastung schaffen und wird nach dem Sommer neu geprüft.

    n-tv

    18. März 2026

    Morgen ÖPNV-Streiks in mehreren Bundesländern

    Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag erneut Warnstreiks im Nahverkehr angekündigt. Betroffen sind unter anderem Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Weitere Bundesländer könnten folgen, während in einigen Regionen bereits gestern und vorgestern gestreikt wurde. Hintergrund sind stockende Tarifverhandlungen, bei denen es vor allem um bessere Arbeitsbedingungen und teils auch höhere Löhne geht. Laut Vize-Chefin Christine Behle soll der Druck auf Arbeitgeber erhöht werden, um Lösungen zu erzwingen. Ziel ist es, die hohe Belastung zu senken und den Personalmangel im ÖPNV langfristig zu bekämpfen. Fahrgäste müssen sich erneut auf erhebliche Einschränkungen einstellen.

    ZDF heute

    18. März 2026

    Sondervermögen fast komplett zweckentfremdet

    Ein Jahr nach dem Beschluss des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität fällt die Bilanz laut Institut der deutschen Wirtschaft und Ifo Institut deutlich ernüchternder aus als erwartet. Nach IW-Berechnungen wurden rund 86 Prozent der Mittel zweckentfremdet, häufig durch Umschichtungen statt zusätzlicher Investitionen. Die tatsächlichen Investitionen stiegen 2025 nur minimal und blieben teils sogar hinter dem Vorjahr zurück. Auch das Ifo Institut sieht den Großteil der neuen Schulden nicht in neue Infrastruktur geflossen. So drohe statt echter Transformation ein ineffizienter Verschiebebahnhof mit spürbaren Folgen für Modernisierung und Klimaziele.

    T-Online

    18. März 2026

    Mehr Firmenpleiten, weniger Großschäden

    2025 registrierten deutsche Amtsgerichte über 24.000 Unternehmensinsolvenzen. Das sind 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr und markiert den höchsten Stand seit 2014. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts setzt sich damit der deutliche Trend der vergangenen Jahre fort, auch wenn die Forderungssummen der Gläubiger auf knapp 48 Milliarden Euro sanken. Grund ist demnach vor allem die geringere Zahl großer Firmenpleiten, während kleinere Unternehmen häufiger betroffen sind. Besonders hoch ist die Insolvenzhäufigkeit in Verkehr und Lagerei, gefolgt von Gastgewerbe und Bau. Auch bei Verbraucherinsolvenzen zeigt die Kurve nach oben. 2025 gab es über 77.200 Fälle, ein Anstieg von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

    Destatis

    17. März 2026

    Menschen aus dem Iran gut integriert

    Iranische Staatsangehörige sind im deutschen Arbeitsmarkt überdurchschnittlich gut angekommen. Laut Bundesagentur für Arbeit waren im November 2025 rund 58,6 Prozent der Iranerinnen und Iraner im erwerbsfähigen Alter sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dies sind deutlich mehr als bei allen Ausländern in Deutschland insgesamt mit 52,5 Prozent. Auffällig ist auch das hohe Qualifikationsniveau. Gut 73 Prozent arbeiten als Fachkräfte, fast ein Drittel sogar als Spezialisten oder Experten. Besonders häufig sind sie im Gesundheitswesen sowie in wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen tätig, besonders selten in Branchen wie Bau, Industrie oder sonstigen Dienstleistungen. Insgesamt lebten Ende 2024 laut Statistischem Bundesamt rund 162.000 iranische Staatsangehörige in Deutschland.

    IW Köln

    17. März 2026

    US-Politik verunsichert Mittelstand

    Immer mehr deutsche Mittelständler ziehen sich aus dem Geschäft mit den Vereinigten Staaten zurück. Laut einer Sonderbefragung von KfW Research berichten 52 Prozent der Unternehmen mit US-Beziehungen über negative Auswirkungen der aktuellen amerikanischen Wirtschafts- und Handelspolitik. Der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA sank zwischen 2019 und Januar 2026 deutlich von 18,7 Prozent auf 11,3 Prozent. Besonders stark ging der direkte und indirekte Export zurück, wogegen nur rund sieben Prozent der Firmen profitierten. KfW Research führt die Entwicklung vor allem auf die Zollpolitik und die große Unsicherheit über den künftigen Kurs der USA zurück.

    KfW

    17. März 2026

    Chemie schwächelt, Pharma bleibt stabil

    Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie bleibt wirtschaftlich unter Druck. Laut dem Verband der Chemischen Industrie, VCI, gingen Produktion, Preise und Umsatz in der Chemie zuletzt weiter zurück, während die Pharmaindustrie mit ihrem Wachstum stabilisierte. Insgesamt sank der Branchenumsatz 2025 auf 220 Milliarden Euro, ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Belastend wirken die schwache Industriekonjunktur, der hohe Importdruck und ein intensiver Preiswettbewerb. Zusätzliche Risiken entstehen laut VCI durch den Irankrieg und mögliche Lieferkettenprobleme bei wichtigen Rohstoffen.

    VCI

    17. März 2026

    Kommt eine historische Freigabe der Ölreserven?

    Die stark gestiegenen Rohölpreise aufgrund des US-israelischen Konflikts mit dem Iran setzen die Märkte unter Druck. Die Internationale Energieagentur prüft eine Freigabe strategischer Ölreserven, die die 182 Millionen Barrel von 2022 deutlich übertreffen könnte, um die Versorgung zu stabilisieren. Mit 1,2 Milliarden Barrel Staatsreserven plus 600 Millionen Barrel industrieller Vorräte stünden genügend Kapazitäten bereit, um Krisen abzufedern, betont IEA-Chef Fatih Birol. Bisher gab es seit 1974 nur fünf koordinierte Freigaben, zuletzt nach dem Angriff auf die Ukraine. Fachleute sehen die Reserven als wichtigen Puffer gegen Preisschocks. Eine Entscheidung der 32 Mitgliedsländer wird in den kommenden Tagen erwartet, während die G7-Staaten bislang zögerlich agieren.

    n-tv

    16. März 2026

    Strecke Hamburg–Berlin braucht bis Juni

    Die wichtige Bahnverbindung zwischen Hamburg und Berlin kann erst sechs Wochen später als geplant wieder in Betrieb genommen werden. Laut Deutsche Bahn sollen Züge nun erst ab 14. Juni wieder durchgehend fahren. Grund sind laut Bahn unter anderem Frostperioden im Winter, die bestimmte Bauarbeiten verzögert hätten, etwa an den Bahnsteigen in Wittenberge. Der Fernverkehr wird bis dahin über Uelzen umgeleitet, Pendlerinnen und Pendler sind weiter auf Ersatzbusse angewiesen. Gleichzeitig startet Anfang Mai bereits die Sanierung der Strecke Hamburg–Hannover, allerdings ohne vollständige Sperrung, um doppelte Belastungen zu vermeiden.

    NDR

    16. März 2026

    Bürokratieabbau kommt kaum an

    Trotz politischer Versprechen sehen viele Firmen bisher kaum Entlastung. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft berichten 80 Prozent der Unternehmen von gestiegenem Aufwand für Berichts- und Dokumentationspflichten in den vergangenen drei Jahren. Rund 70 Prozent halten Verwaltungsverfahren zudem für zu langsam, viele kritisieren fehlende Kapazitäten und Expertise in Behörden. Als wichtigsten Hebel für weniger Bürokratie nennen über 90 Prozent geringere EU-Vorgaben sowie eine stärker digitalisierte Verwaltung. Offizielle Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen zwar leicht sinkende Bürokratiekosten auf aktuell 62,5 Milliarden Euro jährlich, aus Sicht vieler Betriebe ist die Entlastung jedoch kaum spürbar.

    Heise

    16. März 2026

    Irankrieg bremst wirtschaftliche Erholung

    Der Krieg im Nahen Osten und die daraus resultierenden steigenden Energiepreise dämpfen laut Prognose des Ifo Instituts die konjunkturelle Erholung in Deutschland. Demnach könnte das Wachstum 2026 je nach Verlauf des Konflikts nur zwischen 0,6 und 0,8 Prozent liegen, während gleichzeitig die Inflation zeitweise auf bis zu drei Prozent steigen könnte. Getragen wird der Aufschwung derzeit vor allem durch staatliche Investitionen in Infrastruktur, Klimaschutz und Verteidigung, nicht durch den Export, der weiter schwächelt. Selbst bei einem anhaltenden Konflikt erwarten Fachleute jedoch keinen Stillstand der Konjunktur, sondern lediglich eine verlangsamte Erholung.

    Zeit Online

    16. März 2026

    Innovationen in Deutschland lassen nach

    Nur noch 13 Prozent der deutschen Unternehmen zählen zur innovationsstarken Spitze, während der Anteil innovationsschwacher Firmen auf fast 40 Prozent gestiegen ist, zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. 2019 lag der Anteil der besonders innovativen Unternehmen noch bei rund einem Viertel. Laut Studienautor Armando Garcia Schmidt droht Deutschland damit ein nachhaltiger Verlust technologischer Wettbewerbsfähigkeit. Während IT-Firmen und wissensintensive Dienstleister an Bedeutung gewinnen, verlieren klassische Industriebranchen an Innovationskraft. Die Studie „Innovative Milieus 2026“ sieht deshalb Politik und Unternehmen gleichermaßen gefordert, Innovationen stärker zu fördern und Zukunftstechnologien schneller umzusetzen.

    Zeit Online

    13. März 2026

    Deutschland plant Tageslimit für Spritpreiserhöhungen

    Die Bundesregierung will Tankstellen künftig nur noch einmal täglich ihre Preise anheben lassen, Senkungen bleiben dagegen jederzeit möglich. Dies erklärte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Das Modell orientiert sich am österreichischen System, soll Preisspitzen bremsen sowie Pendlerinnen und Pendler entlasten. Es erfordert allerdings Änderungen im Kartellrecht. Der ADAC warnt vor Gegenwirkungen: Unternehmen könnten Preise bereits im Vorhinein stärker erhöhen, sodass der Durchschnittspreis steigt. In Österreich seien vor allem Steuerunterschiede der Hauptgrund für niedrigere Preise.

    Focus Online

    13. März 2026

    Inflationsrate – Energie billiger, Dienstleistungen teurer

    Im Februar stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um 0,2 Prozent zum Vormonat, meldet das Statistische Bundesamt. Energieprodukte wurden 1,9 Prozent günstiger, Strom 4,1 Prozent und Erdgas 4,4 Prozent, Kraftstoffe dagegen stiegen leicht um 0,3 Prozent. Nahrungsmittel verteuerten sich um 1,1 Prozent. Dienstleistungen zogen um 3,2 Prozent an, vor allem in sozialen Einrichtungen, in der Personenbeförderung und Fahrzeugwartung. Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel blieb bei 2,5 Prozent.

    Destatis

    13. März 2026

    Sofortmeldung im Minijob – wichtig für die Gebäudereinigung

    Arbeitgeber in der Gebäudereinigung müssen Minijobber vor Arbeitsbeginn per Sofortmeldung an die Datenstelle der Rentenversicherung melden, zusätzlich zur normalen Anmeldung bei der Minijob-Zentrale. Diese Pflicht gilt in Branchen mit erhöhtem Risiko für Schwarzarbeit und betrifft sowohl Minijobs mit Verdienstgrenze als auch kurzfristige Beschäftigungen. Die reguläre Anmeldung kann bis zur ersten Abrechnung (maximal bis sechs Wochen nach Beschäftigungsbeginn) erfolgen, die Sofortmeldung muss jedoch spätestens unmittelbar vor Arbeitsbeginn erfolgen.

    Minijob Zentrale

    13. März 2026

    Aus für Mikrokreditfonds geplant

    Die Bundesregierung will den Mikrokreditfonds Mitte 2026 auslaufen lassen. Neue Kredite bis 25.000 Euro sollen laut Antwort auf eine Anfrage der Grünen nur noch bis 30. Juni bewilligt werden. Seit 2010 wurden rund 38.000 Kredite mit einem Volumen von über 400 Millionen Euro vergeben, viele kleine Betriebe erhielten so Zugang zu Finanzierung jenseits klassischer Bankkredite. Kritikerinnen wie Finanzpolitikerin Katharina Beck warnen, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei das ein falsches Signal für den Mittelstand. Die Regierung verweist auf höhere Ausfallquoten, strengere Regulierung und Haushaltszwänge. Weitergeführt wird dagegen der Mikromezzaninfonds III, der stille Beteiligungen für kleine Unternehmen bis 2029 bereitstellt.

    Zeit Online

    12. März 2026

    Einkommenslücke zwischen Ost und West wächst leicht

    Haushalte in Ostdeutschland hatten 2025 im Schnitt rund 5.800 Euro weniger Nettojahreseinkommen als im Westen, wie Daten des Statistischen Bundesamts zeigen. Demnach lag das mittlere Haushaltseinkommen im Westen bei knapp 39.600 Euro, im Osten bei 33.800 Euro. Gegenüber 2024 wuchs die Differenz zwar um 540 Euro, langfristig ist die Lücke aber leicht kleiner geworden. Seit 2022 sank sie prozentual von 16,2 auf 14,7 Prozent. Unterschiede innerhalb der Regionen bleiben jedoch groß – so lag das Einkommen in Thüringen zuletzt über dem in Bremen. Laut Statistischem Bundesamt spielen neben Arbeitsmarktentwicklungen auch unterschiedliche Lebenshaltungskosten eine Rolle.

    MDR

    12. März 2026

    Einzelhandel startet mit gedrückter Stimmung

    Das Geschäftsklima im Einzelhandel ist im Februar auf minus 27,7 Punkte gefallen, nach einem Minus von 24,1 im Januar, wie das Ifo Institut berichtet. Händler bewerten vor allem ihre aktuelle Lage schlechter, aber auch die Erwartungen bleiben gedämpft. Besonders Möbel- und Bekleidungshandel melden eine negativere Stimmung, während Lebensmittelhandel und Autohäuser leicht zulegen konnten. Laut Ifo-Experte Patrick Höppner könnten steigende Energiepreise und geopolitische Risiken zusätzlich auf die Verbraucherstimmung drücken. Gleichzeitig planen mehr Händler Preiserhöhungen und bauen eher Stellen ab, wodurch sich der Fachkräftemangel etwas entspannt.

    Ifo Institut

    12. März 2026

    Ab heute Pilotenstreik bei Lufthansa

    Bei der Lufthansa hat ein zweitägiger Streik der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit begonnen, der vor allem an den Drehkreuzen Flughafen München und Flughafen Frankfurt zu Flugausfällen führt. Rund 300 Flüge pro Tag könnten ausfallen, dennoch sollen mindestens die Hälfte der Flüge und etwa 60 % der Langstrecken stattfinden. Hintergrund sind Tarifkonflikte über Gehälter und Betriebsrenten.

    WiWo

    12. März 2026

    Leere Konten trotz Rekordvermögen?

    Trotz wachsender Geldvermögen in Deutschland bleibt das Sparen für viele Haushalte schwierig. Laut Ipsos-Umfrage für die Bank „ING“ haben 27 Prozent der Befragten keinerlei Ersparnisse. Fast die Hälfte von ihnen verdient nach eigenen Angaben zu wenig, um Geld zurückzulegen, während 22 Prozent gestiegene Lebenshaltungskosten als Hauptgrund nennen. Gleichzeitig grübeln 17,9 Prozent nachts über ihre Finanzen, und 36,5 Prozent glauben, sich zentrale Lebenswünsche nie leisten zu können. Paradox ist, dass nach Daten der Deutschen Bundesbank das Geldvermögen der privaten Haushalte im dritten Quartal 2025 fast 9.400 Milliarden Euro erreichte, mit Prognosen von über 10,5 Billionen Euro für 2026. Allerdings konzentriert sich das Vermögen vor allem auf die reichsten zehn Prozent der Haushalte.

    Mindener Tagblatt

    11. März 2026

    Weniger Frauen in Führungsetagen

    Laut Umfrage der KfW waren 2025 nur noch 34,3 Prozent der Führungspositionen in kleinen und mittleren Unternehmen mit Frauen besetzt, während es 2023 noch 40 Prozent waren. Ganz an der Spitze von Firmen stehen Frauen weiterhin selten, ihr Anteil liegt bei rund 16 Prozent beziehungsweise 621.000 von 3,87 Millionen Unternehmen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass dort, wo Frauen führen, der Frauenanteil im Management deutlich steigt. Dann sind 76 Prozent der Führungsrollen weiblich, während männergeführte Unternehmen im Schnitt nur 14 Prozent erreichen. Von Frauen geleitete Mittelständler beschäftigen insgesamt rund 3,3 Millionen Menschen und erwirtschaften 435 Milliarden Euro Umsatz, so die KfW.

    Zeit Online

    11. März 2026

    Ölpreis fällt nach Trump-Aussage

    Die Hoffnung auf ein mögliches Ende des Iran-Krieges hat die Energiemärkte kurzfristig beruhigt. Der Preis für die Rohölsorte Brent Crude rutschte am Montag auf rund 89,20 US-Dollar pro Fass ab, nachdem er zuvor zeitweise über 120 Dollar gestiegen war. Auslöser war ein Interview mit Donald Trump, der den Krieg „so gut wie beendet“ nannte. Gleichzeitig bleibt die Lage angespannt, da die strategisch wichtige Straße von Hormus im Konflikt weitgehend blockiert ist und damit zentrale Öltransporte aus dem Persischen Golf beeinträchtigt. An den Börsen sorgte die Aussicht auf Entspannung für Auftrieb, während steigende Energiepreise Sorgen um Inflation und Konjunktur befeuern. In Deutschland stehen zudem die Mineralölkonzerne wegen hoher Spritpreise unter politischem Druck.

    Süddeutsche Zeitung

    11. März 2026

    Industrie startet schwach ins Jahr

    Die deutsche Industrie ist mit einem deutlichen Dämpfer ins Jahr 2026 gestartet. Die Aufträge brachen im Januar um über elf Prozent gegenüber dem Vormonat ein, deutlich stärker als von Ökonomen erwartet, so das Statistische Bundesamt. Gleichzeitig sank die Produktion in Industrie, Bau und Energie um weitere 0,5 Prozent und damit bereits den zweiten Monat in Folge. Besonders stark ging die Nachfrage aus dem Inland zurück, aber auch die Bestellungen aus dem Ausland sanken deutlich. Fachleute sehen vor allem ausbleibende Großaufträge als Grund, warnen aber vor zusätzlichem Druck durch steigende Energiepreise im Zuge des Nahostkonflikts.

    WiWo

    11. März 2026

    Kommunen drängen auf Milliardenhilfe vom Bund

    Viele Städte und Gemeinden stehen finanziell massiv unter Druck und fordern vom Bund eine Soforthilfe für ihre Altschulden. Laut Deutschem Landkreistag verzeichneten die Kommunen allein 2025 ein Defizit von mehr als 30 Milliarden Euro. Länder und kommunale Spitzenverbände argumentieren, ein Großteil der Belastung entstehe durch Bundesgesetze und steigende Sozialausgaben. Gefordert wird daher das Prinzip „wer bestellt, bezahlt“, also eine vollständige Finanzierung neuer Aufgaben durch den Bund. Andernfalls drohten Einschnitte bei zentralen Leistungen der Daseinsvorsorge wie beim Nahverkehr oder der Gesundheitsversorgung.

    Süddeutsche Zeitung

    10. März 2026

    „Zukunft Handwerk“ setzt Impulse für Branche

    Beim Kongress „Zukunft Handwerk“ letzte Woche in München diskutierten 2.600 Teilnehmende aus Betrieben, Politik und Organisationen über zentrale Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge. Insgesamt 56 Speaker, 30 Workshops und mehrere Networking-Formate boten praxisnahe Einblicke und Austausch für die Branche. Politisch eröffnet wurde die Veranstaltung unter anderem von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und ZDH-Präsident Jörg Dittrich. Neben Fachthemen standen auch Auszeichnungen für Innovation und Engagement im Handwerk im Mittelpunkt.

    Zukunft Handwerk

    10. März 2026

    Unternehmen setzen stärker auf eigenen Ökostrom

    Immer mehr Unternehmen investieren in eine eigene Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. Photovoltaik, Batteriespeicher oder Windkraft sollen Betriebe unabhängiger von Energiepreisen machen und langfristige Planung ermöglichen. Gleichzeitig sorgen die Pläne des Bundeswirtschafts- und Energieministeriums für Kritik. Neue Regeln bei Netzanschlüssen und mögliche Einschränkungen bei Entschädigungen könnten den Ausbau bremsen. Branchenvertreter warnen vor wachsender Unsicherheit für Investitionen in erneuerbare Energien. Energieexpertinnen sehen vor allem ein Risiko für die Energiewende und langfristig auch für stabile Strompreise.

    Tagesschau

    10. März 2026

    Metallindustrie warnt vor weiterem Jobabbau

    Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet 2026 mit dem Verlust von bis zu 150.000 Arbeitsplätzen in der Metall- und Elektroindustrie. Die Branche spricht von der größten Krise seit Gründung der Bundesrepublik und verweist auf hohe Energiepreise, Steuern, Sozialabgaben und Bürokratie. Bereits seit 2018 sind laut Verband rund 270.000 Stellen weggefallen. Staatliche Rüstungsaufträge sorgten zuletzt zwar für mehr Bestellungen, verdecken nach Ansicht der Branche aber die weiterhin schwache Nachfrage. Gesamtmetall fordert daher politische Maßnahmen zur Entlastung des Industriestandorts Deutschland.

    Spiegel Online

    10. März 2026

    Strengere Regelung für Grundsicherung

    Der Bundestag hat nach monatelangen Debatten die Umgestaltung des Bürgergelds zu einer neuen Grundsicherung beschlossen. 321 Abgeordnete stimmten dafür, 268 dagegen. Ab 1. Juli sollen für rund 5,5 Millionen Beziehende strengere Regeln gelten, der Name „Bürgergeld“ verschwindet. Die Vermittlung in Arbeit bekommt Vorrang, während bei Pflichtverletzungen Kürzungen bis hin zu Totalsanktionen möglich werden. Zugleich fällt die Schonfrist für Vermögen weg, und Wohnkosten sollen nur noch bis zu Obergrenzen übernommen werden. Kritiker warnen vor mehr Druck auf Betroffene, während Union und SPD vor allem mehr Arbeitsanreize und langfristig Einsparpotenzial sehen.

    T-Online

    09. März 2026

    Miss und Mister Handwerk gewählt

    Auf dem Kongress „Zukunft Handwerk“ in München sind Bestattermeisterin Emily Maichle aus Geislingen zur Miss Handwerk 2026 und der Stuckateur Maximilian Buerger aus Wetter zum Mister Handwerk 2026 gewählt worden, berichtet das Deutsche Handwerksblatt. Die beiden setzten sich im Finale gegen zehn weitere Kandidatinnen und Kandidaten durch und sollen das Handwerk ein Jahr lang bundesweit vertreten. Der Wettbewerb will die Vielfalt, Modernität und Karrierechancen der Branche sichtbar machen. Insgesamt hatten sich mehr als 75 Handwerkerinnen und Handwerker aus verschiedenen Gewerken beworben. Auch ein Gebäudereiniger schaffte es unter die zwölf Finalisten.

    Miss & Mister Handwerk

    09. März 2026

    Facility-Services bleiben auf Wachstumskurs

    Die Facility-Service-Branche in Deutschland hat ihren Umsatz im vierten Quartal 2025 um 7,4 Prozent gesteigert und blickt laut Konjunkturindex von Lünendonk & Hossenfelder weiter optimistisch auf 2026. Für das erste Quartal erwarten die Dienstleister bereits ein Plus von 5,5 Prozent, für das Gesamtjahr rund 6,6 Prozent Wachstum. Größtes Hemmnis bleibt der Fachkräftemangel, den 82 Prozent der befragten Unternehmen nennen. Gleichzeitig setzen viele Anbieter stärker auf Digitalisierung und KI, um Prozesse effizienter zu steuern. Parallel gewinnt laut der Analyse die internationale Rekrutierung an Bedeutung.

    Lünendonk

    09. März 2026

    Wirtschaftsverbände drängen auf Reformtempo

    Führende Wirtschaftsverbände fordern von der Bundesregierung deutlich mehr Reformen, um die anhaltende Stagnation der deutschen Wirtschaft zu überwinden. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesverband der Deutschen Industrie, die Deutsche Industrie- und Handelskammer sowie der Zentralverband des Deutschen Handwerks erklärten gemeinsam, 2026 müsse zum „Jahr der Reformen“ werden, da der Standort Deutschland stark unter Druck stehe. Gefordert werden unter anderem weniger Bürokratie, niedrigere Unternehmens- und Stromsteuern sowie eine Anhebung des Renteneintrittsalters. Viele angekündigte Maßnahmen der Regierung reichten bislang nicht aus, kritisieren die Verbände.

    Zeit Online

    09. März 2026

    Grüne gewinnen knapp die Landtagswahl

    Die Grünen gewinnen die Landtagswahl in Baden-Württemberg mit 30,2 % knapp vor der CDU (29,7 %), nachdem sie kurz vor der Wahl eine starke Aufholjagd hingelegt hatten. Wahrscheinlich wird Cem Özdemir neuer Ministerpräsident und bietet der CDU eine Fortsetzung der Zusammenarbeit an. Während die AfD stark zulegt, stürzt die SPD auf ein historisches Tief, und FDP sowie Linke scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.

    Tagesschau

    09. März 2026

    Trotz Wirtschaftsflaute zu wenig Fachkräfte im Handwerk

    Auch wenn derzeit die längste Wirtschaftskrise seit der Nachkriegszeit anhält, bleibt der Fachkräftemangel im Handwerk gravierend. Rund 200.000 Arbeitskräfte fehlen laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks. Bei der Bundesagentur für Arbeit waren zuletzt 119.565 offene Stellen gemeldet, tatsächlich dürfte der Bedarf höher liegen. Gleichzeitig erwarten Branchenvertreter für 2026 nur ein Umsatzplus von rund einem Prozent. Viele Betriebe verlieren Personal vor allem durch Renteneintritte und fehlende Nachfolgen, während weiterhin jeder neunte Ausbildungsplatz unbesetzt bleibt. Politik und Verbände diskutieren über Entlastungen und Reformen, Unternehmen drängen auf schnelleres Handeln.

    Stern

    06. März 2026

    Felbermayr neuer Wirtschaftsweiser?

    Der österreichische Handelsökonom Gabriel Felbermayr soll nach Medienberichten neues Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werden und die Ökonomin Ulrike Malmendier ersetzen, deren Mandat Ende Februar ausgelaufen ist. Die Bundesregierung will die Nachbesetzung offenbar zügig klären, nachdem frühere Personalentscheidungen den Rat zeitweise handlungsunfähig machten. Felbermayr leitet seit 2021 das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung in Wien und war zuvor Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel.

    Wiwo

    06. März 2026

    Krieg im Nahen Osten treibt Gaspreise

    Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran lässt die Gaspreise in Europa stark steigen, obwohl nur rund 3,5 Prozent des europäischen LNG aus Katar stammen. Da Flüssigerdgas global gehandelt wird, wirken sich Lieferausfälle weltweit auf die Preise aus. Besonders die Industrie spürt die Entwicklung bereits, weil sie einen Teil ihres Gasbedarfs kurzfristig am Spotmarkt deckt. Für Haushalte könnten höhere Kosten zeitverzögert folgen, etwa wenn Preisbindungen auslaufen. Laut Energieexperte Jakob Schlandt zeigt die Entwicklung erneut, wie verwundbar fossile Energieimporte bleiben.

    n-tv

    06. März 2026

    EU plant „Made in Europe“-Vorgaben

    Die EU-Kommission will öffentliche Fördergelder stärker an eine europäische Produktion binden. Künftig sollen etwa Stahl, Zement, saubere Technologien oder Elektroautos bevorzugt aus europäischer Herstellung stammen. Ziel ist es, die Nachfrage nach klimafreundlichen Industriegütern aus der EU zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu sichern. Deutschland zeigt sich jedoch zurückhaltend und warnt vor neuen bürokratischen Hürden, besonders für kleine und mittlere Unternehmen. Auch die DIHK sieht zusätzliche Dokumentationspflichten und Vergaberegeln kritisch.

    Heise

    06. März 2026

    Frauen sind selten Hauptverdienerinnen

    Laut Statistischem Bundesamt ist in nur 9,9 Prozent der heterosexuellen Paarhaushalte die Frau Haupteinkommensperson, während in 55,8 Prozent der Fälle der Mann mindestens 60 Prozent zum Nettoeinkommen beiträgt. Bei gut 34 Prozent liegen beide etwa gleichauf. Besonders ausgeprägt ist das Gefälle, wenn Kinder da sind. Dann sind nur 7,7 Prozent der Mütter Hauptverdienerinnen, in 64,6 Prozent der Familien liegt die Einkommensverantwortung überwiegend beim Mann. Die Veröffentlichung anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März zeigt, dass strukturelle Unterschiede fortbestehen, auch weil Mütter deutlich häufiger in Teilzeit arbeiten. Bettina Kohlrausch vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut kritisiert eine anhaltende Lohnlücke von 16 Prozent.

    Spiegel Online

    05. März 2026

    Arbeitsmarkt im Februar nahezu unverändert

    Die Arbeitslosigkeit ist im Februar laut Bundesagentur für Arbeit geringfügig auf 3,07 Millionen gesunken. Die Quote liegt bei 6,5 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles erklärte, der Arbeitsmarkt komme auch zum Ende der Winterpause nicht in Schwung. 638.000 offene Stellen sind gemeldet, 1.000 weniger als vor einem Jahr. Auf dem Ausbildungsmarkt sind aktuell 345.000 Stellen registriert, das sind 52.000 weniger als im Vorjahr, während die Zahl der Bewerber um 4.000 auf 298.000 gestiegen ist. Kurzarbeit spielt derzeit eine untergeordnete Rolle: Für 35.000 Personen wurde im Februar konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt.

    Zeit Online

    05. März 2026

    Teilzeitquote erreicht neuen Höchststand

    Die Teilzeitquote ist im ersten Quartal 2025 laut des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung auf den Rekordwert von 39,8 Prozent gestiegen und liegt damit 0,4 Prozentpunkte über dem Vorquartal. Im Jahresvergleich wuchs die Zahl der Teilzeitbeschäftigten um 190.000 auf 16,75 Millionen, während die Vollzeitbeschäftigung um 0,6 Prozent auf 25,35 Millionen zurückging. IAB-Forscher Enzo Weber betonte, dass zugleich auch die durchschnittliche Arbeitszeit von Teilzeitkräften weiter steigt und inzwischen bei 18,54 Stunden pro Woche liegt. Insgesamt sank die Zahl der Erwerbstätigen leicht auf 45,82 Millionen.

    IAB

    05. März 2026

    Europas Standorte laut Studie besonders resilient

    Der Industriesachversicherer FM Global hat den „FM Resilience Index 2026“ veröffentlicht und bewertet zum 13. Mal 130 Länder nach der Widerstandsfähigkeit ihres Wirtschaftsumfelds. Dies gibt eine wichtige Orientierung in Zeiten von Inflation, Klima- und Cyberrisiken. Neun der Top Ten liegen in Europa, angeführt von Dänemark auf Rang eins. Deutschland erreicht Platz sechs und punktet bei Energieeffizienz und Cybersicherheit. US-Regionen landen nur auf Rang 11 bis 16, während Indien und mehrere afrikanische Staaten aufholen. Ghana zum Beispiel verbesserte sich über fünf Jahre um 18 Plätze. Laut Studie erholen sich Standorte in Top-50-Ländern nach Schäden deutlich schneller als niedriger platzierte.

    FM Global

    05. März 2026

    Real Future Conference 2026

    Auf der „Real Future Conference“ im Rahmen der Immobilienmesse „Real Estate Arena“ diskutieren im Juni internationale Expertinnen und Experten die neuen Spielregeln zwischen KI, Regulierung und geopolitischer Sicherheit. In Hannover zeigen Keynotes von Nato-Sicherheitsexpertin Florence Gaub, Bundeswehr-Oberst im Generalstab Armin Schaus und Zukunftsforscher Max Thinius, warum Immobilien zunehmend als kritische Infrastruktur verstanden werden. Kapitalströme verschieben sich in Richtung resiliente Standorte, energieintegrierte Gebäude und digitale Betriebsmodelle.

    Real Estate Arena

    04. März 2026

    Inflation fällt auf 1,9 Prozent

    Die Inflationsrate in Deutschland ist im Februar überraschend auf 1,9 Prozent gesunken, nach 2,1 Prozent im Januar, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Fachleute hatten 2,0 Prozent erwartet. Während die Energiepreise um 1,9 Prozent unter Vorjahr lagen, verteuerten sich Dienstleistungen erneut um 3,2 Prozent. Dies gilt als Signal für anhaltenden Kostendruck, etwa bei personalintensiven Services. Nahrungsmittel stiegen um 1,1 Prozent, die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel verharrte bei 2,5 Prozent. Die nach EU-Standard berechnete Rate lag bei 2,0 Prozent und damit am Ziel der Europäische Zentralbank von zwei Prozent.

    Spiegel Online

    04. März 2026

    Straße von Hormus blockiert – Ölpreise unter Druck

    Rund 100 Containerschiffe stecken in der Straße von Hormus fest, nachdem die Iranischen Revolutionsgarden die Meerenge gesperrt und mit Angriffen auf durchfahrende Schiffe gedroht haben. Die Passage transportiert rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls. Das Rohöl Brent verteuerte sich daraufhin deutlich und Versicherer haben ihre Deckungen ausgesetzt. Insgesamt seien zehn Prozent der globalen Containerflotte blockiert, was die Versorgungssicherheit und globale Lieferketten erheblich belastet. Die Kraftstoffpreise steigen bereits spürbar, Experten raten zur Diversifikation der Lieferanten und den Ausbau der eigenen Energieversorgung.

    Tagesschau

    04. März 2026

    Zukunft Handwerk 2026 startet heute

    Der Kongress „Zukunft Handwerk“ findet am 4. und 5. März 2026 in München statt und widmet sich zentralen Branchenthemen wie Fachkräftesicherung, Unternehmensnachfolge, Künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeit und neuen Technologien. Am ersten Tag stehen eine politische Podiumsdiskussion mit Jörg Dittrich und Markus Söder sowie mehrere Keynotes und Panels im Mittelpunkt, bevor eine Netzwerkparty den Abend abrundet. Der zweite Tag beleuchtet unter anderem Nachhaltigkeitsberichterstattung, KI als Zukunftschance und Betriebsübergaben, zudem werden Preise wie „Miss und Mister Handwerk“ sowie „Der Pitch im Handwerk“ verliehen.

    Zukunft Handwerk

    04. März 2026

    Wirtschaftsweise warnt vor Heizungs-Kostenfalle

    Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer sieht im neuen Heizungsgesetz erhebliche Risiken und spricht laut Funke Mediengruppe von neuen Unsicherheiten durch die Öffnung für Gas- und Ölheizungen. Klimafreundliche Brennstoffe seien preislich kaum kalkulierbar, zugleich verteuere der europäische Emissionshandel fossiles Heizen deutlich – Investitionen könnten sich langfristig als Kostenfalle erweisen. Schnitzer fordert stattdessen weniger Bürokratie und verlässliche Förderung, um Skaleneffekte zu ermöglichen und klimafreundliche Technologien schneller wettbewerbsfähig zu machen. Hintergrund ist die Einigung von SPD und CDU/CSU auf eine Lockerung der 65-Prozent-Vorgabe zugunsten einer Grüngasquote.

    Zeit Online

    03. März 2026

    Gender Pay Gap verharrt bei 37 Prozent

    Die Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern bleibt hoch: Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der „Gender Gap Arbeitsmarkt 2025“ erneut bei 37 Prozent. Frauen verdienen pro Stunde 16 Prozent weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit und leisten im Schnitt 18 Prozent weniger bezahlte Wochenstunden. Hauptgrund ist laut Expertinnen die ungleiche Verteilung von Sorgearbeit. Der bereinigte Gender Pay Gap verharrt bei sechs Prozent – selbst bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit. Für Führungskräfte bedeutet das, sie sollten Entgelttransparenz, faire Arbeitszeitmodelle und strategische Personalentwicklung als zentrale Stellschrauben im Wettbewerb um Fachkräfte einsetzen.

    ZDF heute

    03. März 2026

    Arbeitgeber warnen vor Tariftreuegesetz

    Mit dem neuen Bundestariftreuegesetz verpflichtet der Deutsche Bundestag Bundesauftragnehmer zu tariflichen Arbeitsbedingungen. Aus Sicht der Arbeitgeber ist dies ein massiver Eingriff in den Wettbewerb. Der Verband Gesamtmetall spricht von einem verfassungsrechtlich fragwürdigen Gesetz, das Bürokratie aufbaue und die versprochene Entlastung der Wirtschaft konterkariere. Hauptgeschäftsführer Oliver Zander warnt angesichts hoher Energiepreise, Steuern und Abgaben vor weiteren Belastungen und verweist auf monatlich tausende verlorene Industriearbeitsplätze.

    Frankfurter Rundschau

    03. März 2026

    Schwarzgeld-Netzwerk in der Sicherheitsbranche aufgedeckt

    Mehr als 220 Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main haben in sieben Bundesländern fast 20 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht und sechs Tatverdächtige festgenommen. Im Fokus steht ein mutmaßlicher Kettenbetrug mit fingierten Rechnungen, über den mehr als 3,1 Millionen Euro an Steuern und Sozialabgaben hinterzogen worden sein sollen – unter anderem in der Sicherheitsbranche. Das Geld soll zur illegalen Entlohnung von Personal genutzt worden sein. Vermögenswerte von rund 2,7 Millionen Euro wurden zur Sicherung staatlicher Ansprüche sichergestellt.

    n-tv

    03. März 2026

    Tariftreue für Bundesaufträge ab 50.000 Euro

    Der Bundestag hat entschieden, dass Unternehmen bei Aufträgen des Bundes künftig tarifvertragliche Arbeitsbedingungen einhalten müssen. Das Gesetz wurde von SPD, CDU/CSU und Grünen getragen und geht maßgeblich auf Initiative von Bärbel Bas zurück. Es gilt ab einem Auftragswert von 50.000 Euro, Lieferdienste und Beschaffungen der Bundeswehr sind ausgenommen. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau warnt vor zusätzlicher Bürokratie, während die IG Metall den Schwellenwert als zu hoch kritisiert. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen.

    Berliner Morgenpost

    02. März 2026

    Deutsche Bahn und GDL einigen sich ohne Streiks

    Erstmals seit 2018 haben sich die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer nach fünf Verhandlungsrunden ohne Arbeitskämpfe geeinigt. Unter dem neuen GDL-Chef Mario Reiß setzte die Gewerkschaft auf einen sachlicheren Kurs, zudem galt eine verlängerte Friedenspflicht. Vereinbart wurden fünf Prozent mehr Entgelt in zwei Stufen, 700 Euro Einmalzahlung und eine zusätzliche Erfahrungsstufe. Auch beim Tarifeinheitsgesetz gab es einen Kompromiss, unter anderem mit notarieller Mitgliederzählung. Der Tarifvertrag läuft bis Ende 2027, die zentralen Regelungen gelten für DB Regio, DB Cargo und DB Fernverkehr.

    WiWo

    02. März 2026

    Vorarlberg prüft Arbeitsschutz

    Das Arbeitsinspektorat Vorarlberg führt 2026 Schwerpunktkontrollen in der Hausbetreuung und Gebäudereinigung durch, um Gefährdungsbeurteilungen, Unterweisungen und Schutzmaßnahmen stärker in den Fokus zu rücken. Typische Risiken sind der Umgang mit Chemikalien, Arbeiten in der Höhe, körperliche Belastungen und der Maschineneinsatz. Gemeinsam mit der Innung der Chemischen Gewerbe sowie der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger Vorarlberg setzt die Behörde auf Prävention und praxisnahe Unterstützung. Klare Zuständigkeiten, Schulungen und sichere Abläufe sollen Unfälle vermeiden und Standards nachhaltig verbessern.

    WKO

    02. März 2026

    EU stärkt Entgelttransparenz

    Mit der Richtlinie 2023/970 verpflichtet die EU ihre Mitgliedstaaten, bis 7. Juni strengere Regeln zur Entgeltgleichheit umzusetzen. Künftig müssen Arbeitgeber bereits im Bewerbungsprozess Gehaltsspannen offenlegen, dürfen keine früheren Gehälter mehr abfragen und müssen Stellen geschlechtsneutral ausschreiben. Beschäftigte erhalten ein Auskunftsrecht über ihr eigenes Entgelt sowie Durchschnittsgehälter vergleichbarer Tätigkeiten, Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden unterliegen gestaffelten Berichtspflichten. Bei einem Lohngefälle von mehr als fünf Prozent sind gemeinsame Entgeltbewertungen vorgesehen, zudem drohen bei Verstößen Schadensersatzansprüche mit Beweislastumkehr.

    IHK Nordwestfalen

    02. März 2026

    Ethanol soll bleiben

    Der Ausschuss für Biozidprodukte der Europäischen Chemikalienagentur empfiehlt, Ethanol weiterhin für Hand- und Flächendesinfektionsmittel zuzulassen, wie die Behörde mitteilte. Hintergrund ist die Biozidverordnung, wonach Wirkstoffe vor Marktzugang wissenschaftlich bewertet werden. Die Stellungnahme geht nun an die Europäische Kommission. Sofern diese und die Mitgliedstaaten folgen, sind nationale oder EU-weite Produktzulassungen möglich. Ein breites Bündnis von der Deutschen Krankenhausgesellschaft bis zur Bundesärztekammer hatte bei einem Verbot vor Risiken für den Infektionsschutz gewarnt. Auch der Bundesverband Medizintechnologie begrüßte das Votum als Signal für Versorgungssicherheit und Prävention.

    Deutsches Ärzteblatt

    27. Februar 2026

    Mehr Azubis im GaLaBau

    Der Ausbildungsberuf Landschaftsgärtnerin und -gärtner bleibt gefragt: Wie der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau und das entsprechende Ausbildungsförderwerk mitteilen, stieg die Zahl der Auszubildenden bundesweit um 1,1 Prozent auf 8.089. Im Jahr 2025 starteten 3.221 Azubis neu, also 1,5 Prozent mehr als 2024. Mit 89 Prozent ist der Männeranteil wieder angestiegen, nur 11 Prozent sind weiblich – ein Rückgang um drei Prozentpunkte. Die Branche verweist auf ihre Schlüsselrolle bei Klimaanpassung, Schwammstadt-Prinzip und urbaner Resilienz und positioniert sich damit als Gestalterin grüner Infrastruktur.

    Gabot

    27. Februar 2026

    Konsumklima bleibt fragil

    Wie die GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen mitteilen, sank der Konsumklima-Index für März um 0,5 Punkte auf minus 24,7 Punkte. Zwar legten die Einkommenserwartungen leicht zu, doch die Anschaffungsneigung nahm ab und Konjunkturprognosen fielen pessimistischer aus. Die Sparneigung erreichte den höchsten Stand seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008. Gründe für die zurückhaltende Verbraucherstimmung in Deutschland sind hohe Preise sowie wirtschaftliche und politische Unsicherheit.

    Stern

    27. Februar 2026

    Unternehmen planen mehr Stellenabbau

    Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland sinkt erneut. Das Beschäftigungsbarometer des Ifo Instituts fiel im Februar auf 93,1 Punkte nach 93,4 im Januar. Vor allem in der Industrie dominiert demnach der Stellenabbau. Insbesondere in der Automobilindustrie bleibt der Anpassungsdruck hoch. Auch im Handel überwiegen Sparpläne, während einzelne Dienstleistungsbereiche wie IT sowie Rechts- und Steuerberatung derzeit Personal suchen. Im Baugewerbe hellte sich die Lage leicht auf, hier planen Unternehmen wieder etwas mehr Einstellungen.

    Ifo Institut

    27. Februar 2026

    EU-Parlament stoppt Zolldeal

    Das Europäische Parlament legt die Umsetzung des Zollabkommens mit den USA erneut auf Eis, nachdem US-Präsident Trump neue Sonderzölle von bis zu 15 Prozent angekündigt hat. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die meisten seiner bisherigen Zölle für rechtswidrig erklärt, was zusätzliche Unsicherheit schafft. Für exportorientierte Branchen drohen damit neue Kalkulationsrisiken. Stimmen aus SPD, Grünen und Liberalen fordern ein selbstbewusstes, rechtssicheres Auftreten Europas und klare Wettbewerbsbedingungen. Die Zölle könnten auch Thema bei der von Bundeskanzler Merz geplanten USA-Reise nächste Woche sein.

    BR24

    26. Februar 2026

    Wie geht es mit den Wirtschaftsweisen weiter?

    Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch bekannt als die „Wirtschaftsweisen“, steht vor einer personellen Weichenstellung: Der Vertrag der Ökonomin Ulrike Malmendier soll nach fünf Jahren nicht verlängert werden, obwohl ihre wissenschaftliche Reputation außer Frage steht. Hintergrund sind unterschiedliche Vorstellungen innerhalb der Koalition über die künftige Ausrichtung des Gremiums, insbesondere mit Blick auf internationale Handels- und Finanzfragen. Als möglicher Nachfolger wird unter anderem Gabriel Felbermayr gehandelt, der im Moment das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung leitet.

    Zeit Online

    26. Februar 2026

    Bundesweite ÖPNV-Streiks Richtung Wochenende

    Die Gewerkschaft Verdi ruft für morgen und teils auch Samstag erneut zu bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr auf. In fast allen Bundesländern dürften Busse und Bahnen weitgehend stillstehen. Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden, bei denen es um bessere Arbeitsbedingungen, kürzere Wochenarbeitszeiten und höhere Zuschläge geht. Betroffen wären unter anderem große Betriebe wie die Berliner Verkehrsbetriebe, während in Niedersachsen wegen der Friedenspflicht vorerst nicht gestreikt werden darf. Bereits Anfang Februar hatte ein Streiktag den Verkehr spürbar belastet, mit mehr Staus und starker Taxinachfrage.

    n-tv

    26. Februar 2026

    Staatsdefizit wächst parallel zum BIP

    Trotz eines Zuwachses des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent 2025 und eines starken Schlussquartals bleibt die Haushaltslage in Deutschland angespannt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag das Staatsdefizit bei 2,7 Prozent der Wirtschaftsleistung statt der zunächst gemeldeten 2,4 Prozent. Mit gut 119 Milliarden Euro überstiegen die Ausgaben die Einnahmen deutlich, getrieben von höheren Sozial- und Zinsausgaben sowie Investitionen. Die Deutsche Bundesbank erwartet bis 2027 einen Anstieg der Defizitquote auf bis zu 4,5 Prozent, da Milliarden in Infrastruktur und Verteidigung fließen sollen. Zugleich wirken staatliche Ausgaben zunehmend als Konjunkturstütze, insbesondere durch höheren privaten und öffentlichen Konsum sowie anziehende Bauinvestitionen.

    Handelsblatt

    26. Februar 2026

    Deutschland bleibt drittgrößte Volkswirtschaft

    Trotz Konjunkturflaute hat Deutschland seine Position als drittgrößte Volkswirtschaft behauptet: Laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln summierte sich das Bruttoinlandsprodukt 2025 auf 5.052 Milliarden Dollar, vor Japan mit 4.431 Milliarden Dollar, während USA und China mit deutlichem Abstand führen. Das reale Wachstum lag bei 0,2 Prozent, für dieses Jahr wird rund ein Prozent erwartet – unter anderem getragen von staatlichen Investitionen. Deutschland und Japan laufen laut Experten jedoch Gefahr, technologisch den Anschluss an die dynamisch wachsenden USA und China zu verlieren, insbesondere bei Hochtechnologie und Künstlicher Intelligenz. Mittelfristig könnte Indien auf den dritten Platz vorrutschen.

    Wirtschaftswoche

    25. Februar 2026

    Gewerkschaft und Chemie-Arbeitgeber ringen um Kurs

    In Wiesbaden läuft die zweite Verhandlungsrunde für rund 585.000 Beschäftigte der Chemie- und Pharmaindustrie. Die IG BCE fordert Jobsicherung und spürbare Entgelterhöhungen über der Inflationsrate, während der Arbeitgeberverband BAVC angesichts des Produktionsrückgangs und hoher Kosten zur Zurückhaltung mahnt. Die klassische Chemie steckt in der Krise, die Pharmasparte wächst hingegen. Die Branche setzte 2025 laut VCI rund 220 Milliarden Euro um und zählt zu den größten Industriezweigen Deutschlands.

    T-Online

    25. Februar 2026

    Erste Signale von Geschäftsbelebung

    Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Februar von 87,6 auf 88,6 Punkte gestiegen und signalisiert eine vorsichtige wirtschaftliche Erholung. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich die Bewertung der Lage, auch wenn die Erwartungen etwas nachgaben. Der Dienstleistungssektor zeigt sich demnach optimistischer, insbesondere in der Logistik. Im Handel bleibt die Stimmung gemischt, während sich im Bauhauptgewerbe die langsame Erholung fortsetzt.

    Ifo Institut

    25. Februar 2026

    Heizungsgesetz soll reformiert werden

    Union und SPD wollen ihren Streit über das Gebäudeenergiegesetz beilegen und zeitnah Eckpunkte für eine Reform vorlegen. Laut Jens Spahn von der CDU und Matthias Miersch von der SPD ist es das Ziel, Bezahlbarkeit, Planbarkeit und Klimaschutz besser miteinander zu vereinen und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu stärken. Diskutiert werden insbesondere Förderkonzepte, Fristen für den Heizungstausch sowie die 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien. Ein Kompromiss zeichne sich ab, konkrete Details sollen in Kürze folgen.

    Zeit Online

    25. Februar 2026

    Intensiver Kampf gegen Schwarzarbeit

    Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit hat 2025 laut Generalzolldirektion rund 25.800 Arbeitgeber sowie knapp 300.000 Personen geprüft und dabei einen Schaden von 675 Millionen Euro aufgedeckt. Insgesamt wurden mehr als 98.000 Strafverfahren eingeleitet, mit Freiheitsstrafen von zusammen rund 1.200 Jahren sowie über 52.000 Ordnungswidrigkeitenverfahren. Auch 950 Gebäudereinigungsbetriebe standen im Fokus der Kontrollen. Die Behörden setzen verstärkt auf risikoorientierte Prüfungen und nehmen organisierte Strukturen ins Visier.

    Handwerksblatt

    24. Februar 2026

    Streik im Vivantes-Tarifstreit

    Im Tarifkonflikt beim Berliner Klinikverbund Vivantes ruft Verdi die Beschäftigten mehrerer Tochtergesellschaften von morgen, dem 25. Februar, bis zum 28. Februar zum Streik auf. Betroffen sind unter anderem Bereiche wie Reinigung, Speiseversorgung und Zentralsterilisation. Verdi kritisiert nach der zweiten Verhandlungsrunde fehlende Fortschritte und spricht von einer zementierten Zwei-Klassen-Belegschaft. Vivantes verweist auf ein Angebot zur stufenweisen Angleichung an den TVöD bis Januar 2030 und kündigt eine weitere Verhandlungsrunde für den 6. März an. Parallel laufen Gespräche über eine Notdienstvereinbarung zur Sicherung der Patientenversorgung.

    Berliner Morgenpost

    24. Februar 2026

    Warnstreik legt Nahverkehr in Hessen lahm

    Im Tarifkonflikt des ÖPNV ruft Verdi heute zu ganztägigen Warnstreiks in mehreren Städten auf, darunter Frankfurt am Main, Wiesbaden, Kassel, Marburg und Gießen. Betroffen sind unter anderem VGF, Kasseler Verkehrsgesellschaft und ESWE Verkehr. Die Gewerkschaft kritisiert geplante Einsparungen bei tariflichen Zulagen und beim Krankengeldzuschuss. Die Arbeitgeber wollen eine Zulage zur Mitarbeitergewinnung mit künftigen Tariferhöhungen verrechnen. Besonders in Kassel werden erhebliche Einschränkungen erwartet, teils fahren weder Busse noch Straßenbahnen.

    n-tv

    24. Februar 2026

    Mehr Tempo in der EU im kleineren Kreis?

    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen drängt auf schnellere Fortschritte bei Energiepreisen, Bürokratieabbau und Kapitalmarktunion, notfalls über eine „verstärkte Zusammenarbeit“ von mindestens neun Staaten. Impulse kommen von der neuen „E6“-Runde mit Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande und Polen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil bezeichnet die Kapitalmarktunion als „Gamechanger“ und will auch den digitalen Euro vorantreiben. Skepsis kommt etwa aus Irland, das die Stärke gemeinsamer Lösungen aller 27 Länder betont. Experten wie Nicolai von Ondarza sehen in flexibleren Formaten Chancen, mahnen aber Transparenz und Offenheit an.

    Tagesschau

    24. Februar 2026

    Vorsichtige Hoffnungen durch US-Handelsurteil

    Der US-Supreme Court hat die meisten der von Trump verhängten Zölle für unrechtmäßig erklärt. Betroffen ist unter anderem der 15 Prozent-Basiszoll auf EU-Importe, nicht aber Stahl- und Aluminiumaufschläge. Deutsche Wirtschaftsverbände warnen trotz des Urteils vor anhaltender Unsicherheit. Rückzahlungen seien rechtlich und administrativ komplex, betont BGA-Präsident Dirk Jandura. Christoph Wenk-Fischer vom Bundesverband E-Commerce ​und Versandhandel sieht in der Entscheidung ein Signal für Recht und Gewaltenteilung, während BDI-Vertreter Wolfgang Niedermark auf die Fragilität internationaler Handelsbeziehungen hinweist. Die EU will weiter für niedrige Zölle kämpfen, um Stabilität für Unternehmen zu sichern, ergänzt ein Sprecher der Kommission.

    Zeit Online

    23. Februar 2026

    Lagarde plant Amtszeit bis zum Ende

    EZB-Präsidentin Christine Lagarde widerspricht Berichten über einen möglichen vorzeitigen Rücktritt und betont in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“, dass sie ihre Amtszeit bis Oktober 2027 vollständig absolvieren will. Sie verweist auf die Erfolge ihrer bisherigen Politik und die Notwendigkeit, diese Stabilität im Euro zu konsolidieren. Lagarde sieht ihre Kernaufgabe weiterhin in Preis- und Finanzstabilität sowie im Schutz des Euro für die Zukunft Europas. Vorabberichte der „Financial Times“ über einen Rücktritt zum Vorteil des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bezeichnet sie als Spekulation.

    Manager Magazin

    23. Februar 2026

    Mehr Aufträge im Verarbeitenden Gewerbe

    Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe stieg im Dezember 2025 um 1,2 Prozent gegenüber November, kalenderbereinigt lagen die Werte 7,0 Prozent über dem Vorjahresmonat, meldet das Statistische Bundesamt. Treiber des Anstiegs waren vor allem der Sonstige Fahrzeugbau mit 4,5 Prozent und die Herstellung von Metallerzeugnissen mit 5,4 Prozent, während die Automobilindustrie mit minus 2,9 Prozent zurückfiel. Inlandsaufträge wuchsen um 3,0 Prozent, Auslandsaufträge blieben stabil. Die Reichweite des Auftragsbestands stieg auf 8,2 Monate, bei Investitionsgütern auf 11,2 Monate. Dies deutet auf eine solide Auftragslage bei gleichbleibendem Umsatz hin.

    Destatis

    23. Februar 2026

    Handwerksklima zum Jahresende deutlich verbessert

    Die Stimmung im Handwerk hat sich zum Jahresende deutlich aufgehellt. Insbesondere Bauhaupt- und Ausbaugewerke sowie Kfz-Handwerke melden bessere Geschäfte und steigende Erwartungen. Der Geschäftsklimaindex erreicht 107 Punkte, den höchsten Wert seit 2019. Auch die Auftragslage stabilisiert sich, die Reichweite liegt bei 8,5 Wochen, und die Investitionsbereitschaft nimmt leicht zu. Trotz dieser positiven Impulse bleiben Umsätze insgesamt rückläufig und die Beschäftigung sinkt weiter, vor allem im Bau und gewerblichen Bedarf, da Fachkräfte knapp sind. Für 2026 wird ein moderates Umsatzwachstum von etwa einem Prozent erwartet, gestützt durch Bauaktivitäten, handwerkliche Vorleistungen, Pkw-Absatz und privaten Konsum, während strukturelle Herausforderungen bestehen bleiben.

    ZDH

    23. Februar 2026

    Jeder zweite ukrainische Geflüchtete in Beschäftigung

    Knapp vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Kriegs ist rund die Hälfte der Ukrainerinnen und Ukrainer im erwerbsfähigen Alter, die in den ersten Monaten nach Deutschland geflüchtet sind, beschäftigt. Damit liegt ihre Beschäftigungsquote weiterhin unter der der Gesamtbevölkerung mit rund 68 Prozent, steigt jedoch kontinuierlich. Besonders Mütter mit kleinen Kindern haben es schwer: Nur 21 Prozent der Ukrainerinnen mit Kindern unter drei Jahren und ohne Partner sind erwerbstätig. Viele arbeiten in Teilzeit, 41 Prozent der Erwerbstätigen beziehen ergänzend staatliche Leistungen. Insgesamt verläuft die Arbeitsmarktintegration schneller als bei früheren Fluchtbewegungen.

    Focus Online

    20. Februar 2026

    Arbeitsbedingungen für Reinigungskräfte an Uni Kassel

    Reinigungskräfte an Schulen und der Universität Kassel arbeiten oft unter hohem Zeitdruck, niedrigen Löhnen und unsicheren Vertragsbedingungen. Viele sind bei externen Firmen angestellt und müssen bei Neuvergaben des Auftrags regelmäßig den Arbeitgeber wechseln. Der Lohn liegt nur knapp über dem Mindestlohn, häufig kommt unfreiwillige Teilzeit hinzu, Weihnachtsgeld gibt es nicht. Die IG BAU und ein Arbeitskreis der Universität fordern daher bessere Arbeitsbedingungen und mehr Kontrolle gesetzlicher Vorgaben. Eine Postkarten-Kampagne mit 500 Unterschriften soll nun den Dialog mit der Hochschulleitung voranbringen.

    HNA

    20. Februar 2026

    Jobs und Umsätze in Industrie weiter rückläufig

    Die deutsche Industrie verzeichnete 2025 erneut einen Rückgang: Der Umsatz schrumpfte um 1,1 Prozent, im vierten Quartal sogar um 1,4 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten um 2,3 Prozent, sodass seit 2019 rund 266.000 Industriearbeitsplätze verloren gingen. Besonders stark betroffen ist die Automobilbranche, in der seit 2019 jeder siebte Job wegfiel. Zudem erreichte die Zahl der Industrieinsolvenzen den höchsten Stand seit zwölf Jahren. Grundlage der Zahlen ist das aktuelle Industriebarometer von EY auf Basis von Daten des Statistisches Bundesamts.

    EY

    20. Februar 2026

    Folgt auf Steinmeier die erste Bundespräsidentin?

    SPD und Grüne werben ein Jahr vor dem Ende von Frank-Walter Steinmeiers zweiter Amtszeit für eine Frau im höchsten Staatsamt. Entscheidend seien Haltung und Integrationskraft, nicht unbedingt eine Politikkarriere, sagen Dirk Wiese von der SPD und Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann. Auch Friedrich Merz sieht eine Frau an der Staatsspitze ab 2027 als möglich. Als Kandidatin wird Bundesfrauenministerin Karin Prien von der CDU gehandelt, Merkel lehnt eine Bewerbung ab. Die Bundesversammlung entscheidet spätestens am 16. Februar 2027 über die Nachfolge.

    Zeit Online

    20. Februar 2026

    Rente mit 70?

    Die Rentenkommission der Bundesregierung will sich Ende Februar mit einer möglichen Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre befassen. Fachleute vom Institut der deutschen Wirtschaft, vom Kieler Institut für Weltwirtschaft und vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung verweisen angesichts der Verrentung der Babyboomer auf wachsende Finanzierungslasten. Die durchschnittliche Rentenbezugsdauer hat sich in den vergangenen 50 Jahren von 10 auf 20 Jahre verdoppelt, während die Erwerbsquote der 60- bis 64-Jährigen von 21 Prozent im Jahr 2000 auf 69 Prozent im Jahr 2024 gestiegen ist. Diskutiert werden flexible Modelle, etwa eine Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung, begleitet von klar definierten Härtefall- und Übergangsregelungen Härtefall- und Übergangsregelungen.

    n-tv

    19. Februar 2026

    Winter bremst Sanierung Hamburg–Berlin

    Die Generalsanierung der 280 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin verzögert sich auf unbestimmte Zeit, wie die Deutsche Bahn mitteilt. Der stärkste Wintereinbruch seit 15 Jahren mit bis zu 70 Zentimeter tief gefrorenen Böden habe Kabelarbeiten und Signaltechnik um Wochen zurückgeworfen. Statt der geplanten Wiederaufnahme am 30. April liegt das Projekt rund sechs Wochen hinter dem Zeitplan. Pendlerinnen und Pendler in Westmecklenburg und Ostholstein bleiben länger auf Ersatzbusse angewiesen, Fernzüge werden weiterhin umgeleitet und benötigen mindestens 45 Minuten mehr, einzelne Halte entfallen. Ein neuer Zeitplan soll am 13. März vorgelegt werden.

    NDR

    19. Februar 2026

    DIW warnt vor Mehrwertsteuer auf 21 Prozent

    Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, rechnet damit, dass die Bundesregierung die Mehrwertsteuer um zwei Punkte auf 21 Prozent anheben wird, um ein Haushaltsloch von über 130 Milliarden Euro zwischen 2027 und 2029 zu schließen. Eine solche Maßnahme würde laut seiner Einschätzung rund 30 Milliarden Euro zusätzlich einbringen, träfe jedoch Menschen mit geringem Einkommen besonders stark. Hintergrund sind verhärtete Positionen zwischen Union und SPD, die Steuererhöhungen beziehungsweise Einschnitte beim Sozialstaat ablehnen. Fratzscher plädiert stattdessen für einen breiteren Maßnahmenmix, darunter den Abbau klimaschädlicher Subventionen, eine Reform der Grundsteuer, Veränderungen bei Minijobs sowie die Umstellung des Ehegattensplittings.

    BR24

    19. Februar 2026

    Inflation zieht zum Jahresstart leicht an

    Die Inflationsrate in Deutschland lag im Januar 2026 bei 2,1 Prozent und damit über dem Wert von 1,8 Prozent im Dezember 2025, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Treiber der Entwicklung waren vor allem wieder stärker steigende Nahrungsmittelpreise sowie ein anhaltender Preisauftrieb bei Dienstleistungen. Parallel wurden im Harmonisierten Verbraucherpreisindex methodische Änderungen umgesetzt, darunter die Erweiterung des Warenkorbs. Die Anpassungen dienen der besseren internationalen Vergleichbarkeit der Preisstatistik.

    Destatis

    19. Februar 2026

    Industrie fordert Reformen von der Politik

    Deutschlands Maschinen- und Anlagenbau hat 2025 rund 2,2 Prozent beziehungsweise 22.000 Stellen abgebaut, insgesamt sind noch gut eine Million Menschen beschäftigt, wie der VDMA in Frankfurt mitteilte. Gründe sind die Konjunkturflaute, US-Zölle und die wachsende Konkurrenz aus China. Für 2026 rechnen mehr Unternehmen mit weiterem Stellenabbau als mit -aufbau. Der Verband spricht vom dritten Produktionsrückgang in Folge, zuletzt keimte mit steigenden Aufträgen im Schlussquartal Hoffnung auf. Branchenexperte Fabian Seus fordert politische Entlastungen, etwa bei Sozialbeiträgen, sowie ein zeitgemäßes Arbeitszeitgesetz mit Wochen- statt Tageshöchstarbeitszeiten.

    Frankfurter Rundschau

    18. Februar 2026

    „Glanzstück“-Thema: BIV-Kongressreihe zu öffentlicher Vergabe

    In der aktuellen Folge des Podcasts „Glanzstück“ kündigt der BIV den Auftakt seiner Kongressreihe zur öffentlichen Vergabe am 24. Februar in Stuttgart an und wirbt bei Kommunen für einen Wechsel vom reinen Preis- hin zu einem qualitätsorientierten Wettbewerb. 56 Prozent der Mitgliedsbetriebe beteiligen sich laut Verband an öffentlichen Ausschreibungen, fast 40 Prozent berichten von einer ausschließlichen Preisvergabe. Unternehmer Oliver Knedlich kritisiert im Podcast diese Praxis als ungeeignet und fordert eine stärkere Gewichtung von Nachhaltigkeit, Qualitätssicherung und Personalmanagement. Mit Kongressen, Publikationen und Arbeitskreisen will der BIV den Austausch mit öffentlichen Auftraggebern intensivieren.

    Die Gebäudedienstleister

    18. Februar 2026

    Grüne attackieren Reiche im „Netzpaket“

    Die Grünen legen eine scharfe Kritik an der Energiepolitik von CDU-Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vor und bezeichnen sie im Papier als „Gaslobbyistin“, die Deutschland in neue Abhängigkeiten führe. Kern des vorgestellten Zehn-Punkte-Plans ist ein beschleunigter Ausbau der Erneuerbaren, etwa durch 15 statt zehn Gigawatt Windkraft an Land pro Jahr sowie einen staatlich vorangetriebenen Netz- und Speicherausbau. Gefordert werden zudem generell niedrigere Stromsteuern, Smartmeter, ein „Recht auf Solar“ und 600 Stunden kostenloser Strom als „Solarbonus“. Scharfe Kritik richtet sich gegen ein geplantes „Netzpaket“, das Netzbetreibern mehr Einfluss auf Anschlüsse und Entschädigungen einräumen würde. Grünen-Chef Felix Banaszak kündigt an, das Vorhaben stoppen zu wollen.

    Zeit Online

    18. Februar 2026

    Geschäftsklima im Wohnungsbau hellt sich leicht auf

    Die Stimmung im Wohnungsbau hat sich zu Jahresbeginn etwas verbessert, wie das Geschäftsklima im Januar zeigt. Es stieg von minus 22,7 auf minus 20,9 Punkte, wie das Ifo-Institut mitteilt. Laut Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, bleiben viele Unternehmen jedoch in einer „Warteschleife“, da sich höhere Genehmigungszahlen erst verzögert in Aufträgen niederschlügen. Der Anteil der Firmen mit Auftragsmangel erhöhte sich von 47,7 auf 49,8 Prozent, während der Anteil gemeldeter Projektabsagen leicht von 11,5 auf 11,1 Prozent sank. Zusätzlich bremste eisiges Wetter vielerorts die Bauaktivitäten.

    Ifo Institut

    18. Februar 2026

    Gebäudereinigung in Österreich stagniert

    Laut einer Marktstudie von Branchenradar.com stagnierte der österreichische Markt für gewerbliche Gebäudereinigung 2025 real, während das Umsatzplus von 2,7 Prozent ausschließlich aus höheren Stundensätzen resultierte. Zusätzlich verschärften Personalmangel, zunehmender Preisdruck und Probleme bei öffentlichen Ausschreibungen den Wettbewerb, wobei man auf Entlastung durch Qualitätsanpassungen und den künftigen Einsatz von Reinigungsrobotern hofft.

    Branchenradar

    17. Februar 2026

    Mehr Gehalt im öffentlichen Dienst

    Gewerkschaften und Arbeitgeber einigten sich auf 5,8 Prozent mehr Gehalt für die Tarifbeschäftigten der Länder. Die Erhöhung erfolgt in drei Schritten, Nachwuchskräfte erhalten 150 Euro zusätzlich pro Monat, so Verdi. Die Arbeitsbedingungen in Ostdeutschland werden zudem an West-Standards angeglichen. Der neue Tarifvertrag läuft 27 Monate bis Januar 2028, weitere Streiks sind damit vom Tisch. Rund 2,2 Millionen Beschäftigte, von Universitätskliniken bis Straßenmeistereien, profitieren von der Einigung.

    FAZ

    17. Februar 2026

    Tausende Arbeitgeber ignorierten Mindestlohn

    Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit prüfte 2025 knapp 25.800 Arbeitgeber, fast jeder vierte entdeckte Verstoß betraf das Mindestlohngesetz. Besonders häufig war dies im Gast- und Hotelgewerbe der Fall, aber auch bei Speditionen, Baufirmen, Friseur- und Kosmetikstudios, Taxis, Getränkeshops und Sicherheitsdiensten. Die Kontrollen decken nur einen kleinen Teil der 4,8 Millionen Mindestlohn-Jobs ab. Übliche Verstöße dabei sind zu geringe Löhne, zu lange Arbeitszeiten, fehlende Stundenzettel oder Abzüge für Arbeitsmittel. Linken-Politiker Cem Ince fordert mehr Kontrollen und zusätzliches Personal für die Finanzkontrolle Schwarzarbeit.

    Spiegel Online

    17. Februar 2026

    Bundesregierung sieht leichte Erholung der Wirtschaft

    Nach zwei Rezessionsjahren stieg das Bruttoinlandsprodukt 2025 erstmals wieder um 0,2 Prozent, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Industrieaufträge und Unternehmensstimmung deuteten auf eine allmähliche Belebung hin, auch die Verbraucherstimmung verbessere sich langsam. Für 2026 erwarten Fachleute rund ein Prozent Wachstum. Die DIHK warnt jedoch, dass hohe Kosten für Arbeit, Energie und Bürokratie viele Betriebe, vor allem im Mittelstand, weiterhin belasten. Erste Ergebnisse der Konjunkturumfrage basieren auf 26.000 Antworten aus allen Regionen und Branchen.

    Zeit Online

    17. Februar 2026

    Reinigungsjobs durch Firmenwechsel in Gefahr

    Ab April übernimmt Apleona die Reinigung am Flughafen Hannover. Damit droht den rund 50 Beschäftigten der bisher beauftragten Firma Klüh die Kündigung, obwohl sie über die nötigen Sicherheitsüberprüfungen verfügen. Die IG BAU kritisiert, dass Firmenwechsel in der Branche oft auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen würden, und fordert einen Betriebsübergang nach §613a BGB, um Arbeitsplätze unbefristet zu sichern. Während Klüh „zuversichtlich“ von einer Weiterbeschäftigung spricht, prüft Apleona noch „Personalkonzepte“. Konkrete Zusagen gibt es jedoch noch nicht. Die Gewerkschaft betont, dass gerade in Zeiten des Fachkräftemangels Unternehmen Planungssicherheit bieten müssten, statt prekäre Bedingungen zu normalisieren.

    AZ Online

    16. Februar 2026

    Fachleute besorgt wegen Gasspeichern

    Mit nur noch 27 Prozent Füllstand im Februar – vor genau einem Jahr waren es fast 50 Prozent – drohen höhere Gaspreise im Sommer und Engpässe bei neuen Krisen. Die Politik ist derweil uneins über Lösungen. Sebastian Heinermann, Geschäftsführer der „Initiative Energien Speichern e.V.“, kritisiert fehlende Anreize für die Speicherbefüllung und fordert eine nationale Gasreserve, um die Versorgung abzusichern. Die Grünen warnen vor einer möglichen Abhängigkeit von US-Flüssiggas und mahnen die schnellere Unabhängigkeit von fossilen Energien an. Das Wirtschaftsministerium sieht dagegen keine akute Gefahr, mit dem Verweis auf gesunkenen Verbrauch und neue Importkapazitäten.

    Augsburger Allgemeine

    16. Februar 2026

    Merz fordert stärkeres Europa in der NATO

    Friedrich Merz erklärte in seiner Eröffnungsrede auf der Münchner Sicherheitskonferenz am Freitag, das transatlantische Verhältnis zu den USA sei tief gestört und Europa müsse ein selbsttragender Pfeiler der NATO werden. Dazu schloss er auch Gespräche über eine stärkere europäische nukleare Abschreckung, etwa mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, nicht aus und betonte die Notwendigkeit einer neuen, gleichberechtigteren transatlantischen Partnerschaft.

    Tagesschau

    16. Februar 2026

    Mehr Insolvenzen, weniger Forderungen

    Laut Statistischem Bundesamt stiegen die beantragten Unternehmensinsolvenzen im November 2025 um 0,4 Prozent auf knapp 1.800 Fälle, die Gläubigerforderungen fielen dagegen von 2,8 auf 1,5 Milliarden Euro. Grund hierfür ist, dass weniger Großunternehmen betroffen waren. Besonders hoch war die Insolvenzrate in Verkehr und Lagerei mit elf Fällen pro 10.000 Unternehmen, gefolgt von Baugewerbe mit 8,1 und Dienstleistungen mit 7,7 Fällen. Von Januar bis November 2025 gab es zehn Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen sowie 7,3 Prozent mehr Verbraucherinsolvenzen, auf insgesamt knapp über 6.400.

    Destatis

    16. Februar 2026

    Hybride Angriffe alarmieren Wirtschaft

    Deutschland sieht sich zunehmend digitalen und klassischen Angriffen ausgesetzt. Eine Umfrage von rund 600 Unternehmen im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass Betriebe bei einem Internetausfall den Geschäftsbetrieb im Schnitt nur 20 Stunden aufrechterhalten könnten, jeder fünfte müsste sogar sofort schließen. Drei Viertel der Firmen bewerten die Gefahr durch die Spannungen mit Russland als hoch, acht von zehn erwarten eine ernsthafte Krise. Besonders kritisch sind Energieversorgung, Banken, Versicherungen und IT. Trotz der Bedrohung fühlen sich nur wenige Unternehmen gut vorbereitet. Schutzmaßnahmen bleiben meist Chefsache, Backups, alternative Kommunikationswege und Homeoffice sind oft nur unzureichend gesichert.

    Bitkom

    13. Februar 2026

    ZDH will Mittelstand stärken

    Beim informellen EU-Gipfel gestern betonte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke, dass der Mittelstand im Zentrum der Wirtschaftspolitik stehen müsse. Rund 26 Millionen Handwerks- und KMU-Betriebe tragen demnach entscheidend zur europäischen Wirtschaftsleistung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Er forderte weniger Regulierung, Bürokratieabbau und ein verbindliches „Think Small First“-Prinzip bei neuen Gesetzen. Ein fairer Wettbewerb im Binnenmarkt soll laut Schwannecke durch den unveränderten Data Act und die Einhaltung europäischer Sicherheits- und Umweltstandards gesichert werden. Nur so könne Europas Wirtschaft nachhaltig gestärkt und resilient gemacht werden.

    ZDH

    13. Februar 2026

    Shortlist für Amsterdam steht fest

    Die Finalisten für den Interclean Amsterdam Innovation Award 2026 wurden von der unabhängigen Jury in vier Kategorien gewählt. In Nachhaltigkeit, Smart Technology, Gesundheit & Hygiene sowie Arbeitsumfeld & Ergonomie bestimmte sie die innovativsten Produkte aus über 90 Einreichungen. Nominiert sind unter anderem autonome Reinigungsmaschinen von Kärcher, VR-Schulungen für Reinigungskräfte von Facility-Apps sowie nachhaltige Papierprodukte von Essity und Lucart. Die Gewinner der vier Kategorien, ein Gesamtsieger sowie Besucher- und Reinigungskräfte-Preise werden bei der Eröffnung am 14. April bekanntgegeben.

    European Cleaning Journal

    13. Februar 2026

    Verstärkte Rechte für Menschen mit Behinderungen

    Die Koalition plant eine Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes, die die Privatwirtschaft stärker in die Pflicht nimmt. Unternehmen sollen künftig bei Bedarf Barrieren beseitigen, etwa durch Rampen oder Vorlesen von Speisekarten, sofern dies keine unverhältnismäßige Belastung darstellt. Behörden müssen bis 2035 bauliche Barrieren abbauen und ein Bundeskompetenzzentrum für Leichte Sprache und Gebärdensprache einrichten. Mit der Novelle reagiert die Regierung auch auf eine Rüge der UN, die mehr Schutz vor Benachteiligung durch private Anbieter gefordert hatte. Betroffene erhalten künftig Anspruch auf Unterlassung und Beseitigung von Diskriminierungen.

    n-tv

    13. Februar 2026

    Dienstleistungen beflügeln Konjunktur

    Die Kapazitätsauslastung der deutschen Wirtschaft stieg im Januar laut Ifo Institut auf 83,6 Prozent und bestätigt den Erholungstrend seit Mitte 2025, auch wenn sie noch unter dem Langfristwert von 85,8 Prozent liegt. Während die Industrie mit 77,5 Prozent und das Bauhauptgewerbe mit 66,6 Prozent unter dem Schnitt bleiben, was zum Teil mit der Witterung erklärt wird, erreichen Dienstleister starke 89,5 Prozent. Nach 0,3 Prozent Wachstum im Schlussquartal 2025 und 0,2 Prozent im Gesamtjahr rechnen die ifo-Ökonomen für 2026 mit rund einem Prozent Plus, getragen von staatlichen Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung.

    Ifo Institut

    12. Februar 2026

    Neue Spielregeln für erneuerbare Energien?

    Bislang erhalten Betreiber von Wind- und Solaranlagen Entschädigungen, wenn ihre Anlagen wegen überlasteter Netze zeitweise abgeschaltet werden müssen – also für Strom, der produziert, aber nicht eingespeist werden darf. Laut Gesetzentwurf aus dem Wirtschaftsministerium sollen neue EE-Projekte in Engpassregionen künftig bis zu zehn Jahre auf diese Ausgleichszahlungen verzichten und sich teils an Netzausbaukosten beteiligen. Als Engpass gilt ein Gebiet, wenn im Vorjahr mindestens drei Prozent des Stroms abgeregelt wurden. Zudem sollen Netzbetreiber Anträge priorisieren dürfen, statt nach Eingangsdatum zu entscheiden. Branchenvertreter warnen eindringlich vor einem „Energiewendestopp durch die Hintertür“, da Investitionen unkalkulierbarer und Projekte wirtschaftlich deutlich riskanter würden.

    Zeit Online

    12. Februar 2026

    Öffentlicher Dienst verhandelt in dritter Runde

    Seit gestern und noch bis morgen verhandeln Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder, die TdL, in dritter Runde über den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder. Die TdL stellt rund fünf Prozent mehr Gehalt in drei Stufen bei 29 Monaten Laufzeit sowie einzelne Verbesserungen für Auszubildende und Zulagen in Aussicht und ist optimistisch, was eine Einigung angeht. Die Gewerkschaften kritisieren das Angebot jedoch als zu vage und fordern sieben Prozent Lohnerhöhung innerhalb von zwölf Monaten. Verdi, GEW und DBB kritisieren ein fehlendes konkretes Angebot, zu lange Laufzeiten sowie ungelöste Strukturfragen und erhöhen mit der Androhung von Warnstreiks den Druck.

    Öffentlicher Dienst News

    12. Februar 2026

    Von der Leyen drängt auf Reformtempo in der EU

    Vor dem heute stattfindenden EU-Gipfel hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die 27 Mitgliedstaaten zu schnelleren Wirtschaftsreformen aufgefordert, um Europa zu einem „globalen Riesen“ zu machen. Sie kritisierte den zersplitterten Finanzmarkt mit 27 nationalen Finanzaufsichten sowie unterschiedlichen Steuer- und Insolvenzregeln, die grenzüberschreitende Investitionen erschweren. „Plan A“ sei eine Einigung aller Staaten, notfalls solle jedoch eine kleinere Gruppe vorangehen. Widerstand kommt unter anderem aus Luxemburg und Irland, die die Vorteile ihres Steuersystems gefährdet sehen.

    Deutschlandfunk

    12. Februar 2026

    Was Krisen Deutschland kosten

    Deutschland hat seit 2020 rund 940 Milliarden Euro an Wertschöpfung eingebüßt. Das sind über 20.000 Euro pro erwerbstätiger Person und etwa 20 Prozent einer durchschnittlichen Jahresleistung, so das Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Auf pandemiebedingte Einbußen von fast 300 Milliarden Euro folgten ab 2022 der Energiepreisschock und der Ukraine-Krieg mit weiteren massiven Verlusten. 2025 summierten sich die Einbußen durch neue US-Zölle auf 235 Milliarden Euro – der höchste Jahreswert im Krisenzeitraum. Laut Institut bleiben stabile Institutionen und Fachkräfte ein Standortvorteil, doch hohe Energiepreise, steigende Sozialabgaben und Bürokratie bremsen die Erholung.

    IW Köln

    11. Februar 2026

    USA verlieren an Attraktivität

    Die erratische Zollpolitik von US-Präsident Trump bremst das US-Geschäft des deutschen Mittelstands. Laut der DZ Bank sind zwar nur zwölf Prozent direkt von Zöllen betroffen, aber 44 Prozent spüren indirekte Folgen über Kunden und Zulieferer. 23 Prozent klagen über mangelnde Planungssicherheit. Besonders stark trifft dies Metall-, Automobil- und Maschinenbau sowie Elektro- und Chemieindustrie. Als Reaktion setzen viele Unternehmen auf Diversifizierung und eine stärkere Ausrichtung auf Europa und den Heimatmarkt. Jedes zweite Unternehmen plant zudem, Einkauf und Absatz regionaler aufzustellen. Die USA und China verlieren an Investitionsattraktivität, während Indien durch geplante EU-Handelserleichterungen an Bedeutung gewinnt.

    n-tv

    11. Februar 2026

    Verkehr und Gebäude bringen Klimaziele in Gefahr

    Deutschland könnte sein Klimaziel für 2030 verfehlen, heißt es im Entwurf des Klimaschutzprogramms 2026 des Umweltministeriums. Geplant ist ein Rückgang der Treibhausgas-Emissionen um 65 Prozent gegenüber 1990, realistisch dürften aber nur 63 Prozent erreicht werden. Besonders der Verkehrssektor liegt mit 169 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten über dem Ziel, auch Gebäude verfehlen mit rund 110 Millionen die Vorgaben. Energie, Industrie, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft dagegen übertreffen ihre Reduktionsziele deutlich und könnten die Lücke teilweise kompensieren. Bis 2040 sollen die Emissionen um mindestens 88 Prozent sinken, doch ohne stärkere politische Instrumente bleibt dies fraglich.

    ZDF heute

    11. Februar 2026

    KMU unter Druck – Insolvenzen steigen

    Zwischen 2018 und 2023 sank der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland um rund vier Prozent an Umsatz und Beschäftigung, während die Zahl der Unternehmen um 22 Prozent auf 3,16 Millionen wuchs. Dies zeigt die aktuelle Auswertung von DATEV Spotlight. Steigende Arbeitskosten verschärfen Liquiditätsrisiken und Restrukturierungen. 2025 erreichten die Insolvenzen einen Rekord, besonders bei Kleinstbetrieben und Unternehmen mit über 100 Mitarbeitenden. Regional verlagert sich der Schwerpunkt von Osten nach Westen, parallel entstehen neue Firmen. Baugewerbe, verarbeitendes Gewerbe und Gastgewerbe kämpfen mit Rekordinsolvenzen, Preisdruck und Personalmangel.

    Datev

    11. Februar 2026

    Rekord-Maintenance 2026

    Rund 330 Aussteller und volle Hallen machen die Maintenance Dortmund am 25. und 26. Februar gemeinsam mit der Pumps & Valves zu ihrer bisher größten Ausgabe. Mehr als 80 Vorträge zu KI, Nachhaltigkeit, Asset Management und Robotik unterstreichen, wie stark Effizienz, Ressourcenschonung und zukunftsfähige Servicepartnerschaften die industrielle Instandhaltung prägen. Für Führungskräfte in Reinigung und Facility-Management möchte die Messe strategische Impulse entlang der gesamten industriellen Prozesskette bieten.

    Produktion

    10. Februar 2026

    Starker Jahresendspurt deutscher Exporte

    Trotz höherer US-Zölle und wachsender Konkurrenz aus China legten die deutschen Ausfuhren im Dezember 2025 um vier Prozent auf 133,3 Milliarden Euro zu. Dies ist der stärkste Anstieg seit Oktober 2021, so die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein Plus von 0,9 Prozent auf über 1.500 Milliarden Euro, bei einem Exportüberschuss von gut 200 Milliarden Euro. China löste mit 251,8 Milliarden Euro Handelsvolumen die USA als wichtigsten Partner ab, während die Exporte in die USA im Dezember um 8,9 Prozent stiegen. Das Ifo-Barometer verbesserte sich im Januar auf minus 1,2 Punkte. Laut dem Institut bleibt die Unsicherheit jedoch hoch und ein klarer Aufwärtstrend für das erste Quartal 2026 aus.

    Süddeutsche Zeitung

    10. Februar 2026

    48-Stunden-Woche stößt auf breite Ablehnung

    Laut einer repräsentativen Studie der IU Internationalen Hochschule bewerten 73,5 Prozent eine 48-Stunden-Woche als negativ für ihr Leben, insbesondere wegen fehlender Zeit für Familie und gesundheitlicher Risiken. 84,8 Prozent gehen davon aus, dass bei bis zu zwölf Stunden täglicher Arbeitszeit mehr Fehler aufgrund sinkender Konzentration passieren würden. 44,7 Prozent halten Vollzeit für angemessen, doch bereits 33,9 Prozent würden eine 4-Tage-Woche bevorzugen. Von ihr versprechen sich 83,2 Prozent positive Effekte, 38 Prozent sogar steigende Produktivität an den Arbeitstagen.

    IU Internationale Hochschule

    10. Februar 2026

    EZB macht Zinspause trotz sinkender Inflation

    Die Europäische Zentralbank hat den Einlagenzins wie erwartet bei zwei Prozent belassen, obwohl die Inflation im Januar von 2,3 auf 1,7 Prozent gesunken ist. Die Notenbank sieht darin noch keinen belastbaren Trend und verweist auf anhaltende Unsicherheiten sowie die schwache Konjunktur im Euroraum. Auch internationale Faktoren – etwa die unveränderte Zinspolitik der US-Fed und die Nominierung von Kevin Warsh – dämpfen den Spielraum für Kursänderungen. Für Sparende und Kreditnehmende bedeutet das vorerst stabile, aber kaum günstigere Konditionen. Insbesondere bei Baufinanzierungen bleiben Kapitalmarktzinsen entscheidend.

    Focus Online

    10. Februar 2026

    Interclean Amsterdam zeigt die Zukunft der Reinigung

    Die Interclean Amsterdam 2026 positioniert sich vom 14. bis 17. April erneut als globaler Taktgeber der Reinigungs- und Hygienebranche und bringt Führungskräfte, Hersteller und Innovatoren zusammen. Im Fokus stehen Automatisierung, autonome Robotik und nachhaltige Lösungen, erlebbar in vier Themenwelten für Gesundheitswesen, Hotellerie, Außenreinigung und Robotik. Wissensbühnen und Live-Demos zeigen, wie Technologie, Daten und neue Arbeitsmodelle Effizienz steigern und gleichzeitig Menschen im Arbeitsalltag entlasten. Den Abschluss bildet der „Feel Good Friday“ mit Awards und Networking, der bewusst einen offenen Rahmen für Austausch, Vielfalt und frische Perspektiven bieten soll.

    Interclean

    09. Februar 2026

    Generalsanierung trifft NRW-Pendler hart

    Am vergangenen Freitag hat die Deutsche Bahn die rund 65 Kilometer lange Strecke Hagen–Wuppertal–Köln im Zuge der Generalsanierung vollständig bis zum 10. Juli gesperrt. Fernzüge fallen auf diesem Abschnitt komplett aus, ICE-Verbindungen werden umgeleitet und verlängern sich um bis zu 40 Minuten, zahlreiche Regional- und S-Bahn-Linien entfallen zeitweise. Die Bahn investiert rund 800 Millionen Euro in Gleise, Weichen, Oberleitungen, Bahnhöfe und zusätzliche Barrierefreiheit. Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet das über Monate längere Fahrzeiten und umfangreichen Ersatzverkehr mit rund 200 Bussen. Ziel der Vollsperrung ist es, die hochbelastete Strecke künftig verlässlicher zu machen und Einschränkungen durch Baustellen bei Bahnreisen auf Jahre zu vermeiden.

    Rheinische Post

    09. Februar 2026

    Löhne steigen, Unterschiede schrumpfen

    Die Bruttostundenlöhne in Deutschland sind im zweiten Halbjahr 2025 im Schnitt auf 25,88 Euro gestiegen, ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Besonders stark legte der Medianlohn zu, der um 5,2 Prozent wuchs, während hohe Einkommen nur um 3,7 Prozent zulegten. Damit hat sich die Lohnschere zwischen Topverdienenden und mittleren Einkommen etwas geschlossen. Auffällig ist die Entwicklung nach Qualifikation: Akademikerlöhne stagnierten nahezu, während Beschäftigte ohne Berufsabschluss von Mindestlohnerhöhungen deutlich profitierten. Das stärkt viele Erwerbstätige im Dienstleistungssektor, wirft aber neue Fragen zu Ausbildung, Fachkräftesicherung und langfristiger Produktivität auf.

    Spiegel Online

    09. Februar 2026

    Industrieaufträge steigen überraschend stark

    Die deutschen Industrieaufträge stiegen im Dezember saisonbereinigt um 7,8 Prozent und im Jahresvergleich um 13 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt. Inlandsaufträge wuchsen um 10,7 Prozent, Auslandsaufträge um 5,6 Prozent. Ohne Großaufträge läge der Zuwachs allerdings nur bei 0,9 Prozent. Besonders hohe Nachfrage verzeichneten Metallerzeugnisse, Maschinenbau sowie elektronische und optische Produkte. Analysten zeigten sich von der positiven Entwicklung überrascht, nachdem sie im Schnitt einen Rückgang von 2,2 Prozent erwartet hatten. Sie sehen darin ein Signal für eine mögliche Trendwende und eine Belebung der Industrieproduktion in den kommenden Monaten.

    Spiegel Online

    09. Februar 2026

    Zukunft Handwerk 2026

    Am 4. und 5. März trifft sich das Handwerk in München zum Kongress „Zukunft Handwerk“ mit Fokus auf Fachkräfte, Nachfolge, KI und Nachhaltigkeit. Politische Debatten, Keynotes und Panels sollen strategische Fragen mit praktischen Impulsen für moderne Unternehmensführung verbinden. Besonderes Gewicht liegt auf Technologie als Entlastung im Betrieb und auf neuen Perspektiven für die nächste Generation von Führungskräften. Preisverleihungen, Netzwerkformate und vielfältige Rollenbilder sollen zeigen, wie das Handwerk seine wirtschaftliche Stärke mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet.

    Handwerk

    06. Februar 2026

    Greenwashing wird teuer

    Wer Produkte als umweltfreundlich oder klimaneutral bewirbt, muss diese Aussagen künftig belegen können, ansonsten drohen Abmahnungen und Schadenersatz. Bundestag und Bundesrat haben ein Gesetz beschlossen, das irreführende Nachhaltigkeitswerbung deutlich schärfer sanktioniert und Verbraucherinnen und Verbraucher schützen soll. Auch Siegel dürfen nur noch verwendet werden, wenn sie auf anerkannten Zertifizierungssystemen oder staatlichen Vorgaben beruhen. Trotz Kritik an Bürokratie und knapper Übergangszeit gelten die neuen Regeln verbindlich ab dem 27. September 2026.

    GVPraxis

    06. Februar 2026

    Krankenhausreform unter Druck

    Nach der Klinikreform von 2024 arbeitet Gesundheitsministerin Nina Warken bereits an einer Anpassung, die ihr Vorgänger Karl Lauterbach scharf kritisiert. Er warnt vor einer Verwässerung der Qualitätsstandards, die laut dem Wirtschaftsforschungsinstitut RWI jährlich bis zu neun Milliarden Euro an Einsparungen kosten und die Versorgung gefährden könnte. Kritisch gesehen werden vor allem Ausnahmen für Länder, flexible Qualitätskriterien und Kooperationen, die Spezialisierung eher bremsen als fördern. Während Lauterbach auf klare Strukturreformen setzt, spricht Warken von einer „praxistauglicheren Umsetzung”.

    Spiegel Online

    06. Februar 2026

    KI-Rechenzentrum in München eröffnet

    Mit einer neuen KI-Fabrik im Münchner Tucherpark nimmt die Deutsche Telekom ihr erstes speziell für Künstliche Intelligenz ausgebautes Rechenzentrum in Betrieb. Das mit SAP und Nvidia realisierte Projekt umfasst rund 10.000 Hochleistungsprozessoren, ist bereits zu mehr als einem Drittel ausgelastet und kostete etwa eine Milliarde Euro. Positioniert wird der Standort als sicherer KI-Hub für Industrie, kritische Infrastruktur und regulierte Bereiche, mit Datenhaltung ausschließlich in Deutschland. Energieeffizienz, Betrieb mit erneuerbaren Energien und die Nutzung von Abwärme fürs Quartier sollen zeigen, wie digitale Spitzenleistung und Nachhaltigkeit zusammenspielen können.

    Zeit Online

    06. Februar 2026

    Warnstreik im öffentlichen Dienst angekündigt

    In Berlin und Brandenburg mobilisieren Gewerkschaften für einen Warnstreik am 11. Februar im Rahmen der dritten Tarifrunde. Betroffen sind unter anderem Kitas, Schulen, Hochschulen, Verwaltungen, Polizei, Feuerwehr sowie landeseigene Betriebe und Bühnen. Hintergrund ist die Kritik, dass Arbeitgeber bislang kein Angebot vorgelegt hätten, während Beschäftigte weiter mit Reallohnverlusten kämpfen. Die Gewerkschaften fordern einen spürbaren Ausgleich, mehr Anerkennung und bessere Ausstattung für systemrelevante Arbeit. Begleitet wird der Streik von einer Demonstration in Potsdam. Notdienste sollen die Grundversorgung sichern.

    Tagesspiegel

    05. Februar 2026

    Frist für Minijob-Jahresmeldungen

    Bis Mitte Februar müssen Arbeitgeber die Jahresmeldungen für Minijobber abgeben, die über den 31. Dezember hinaus beschäftigt waren. Ausgenommen sind nur kurzfristig Beschäftigte, alle anderen Meldungen erfolgen rückwirkend für das Vorjahr. Die Sozialversicherungsmeldung ist bis 15. Februar 2026 an die Minijob-Zentrale zu senden. Die Unfallversicherungsmeldung folgt bis spätestens 16. Februar, meist automatisiert über Abrechnungsprogramme oder das SV-Meldeportal.

    Handwerk

    05. Februar 2026

    Merz kündigt grundlegende Rentenreform an

    Bundeskanzler Merz will noch in diesem Jahr eine umfassende Reform der Altersvorsorge auf den Weg bringen. Die gesetzliche Rente soll bleiben, künftig aber stärker durch private Vorsorge und Betriebsrenten ergänzt werden, beide kapitalgedeckt. Eine Rentenkommission aus Politik und Wissenschaft soll bis Mitte des Jahres konkrete Vorschläge vorlegen. Merz spricht von einem grundlegenden Umbau des Systems und einem neuen Gesamtversorgungsniveau. Zugleich forderte der Kanzler mehr europäische Eigenständigkeit, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und eine stärkere gemeinsame Verteidigungsfähigkeit der EU.

    Deutschlandfunk

    05. Februar 2026

    Vivantes-Tarifstreit verschärft sich

    Nach der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde spitzt sich der Tarifkonflikt beim Berliner Klinikkonzern Vivantes weiter zu. Verdi fordert für die Beschäftigten der Tochtergesellschaften die vollständige Anwendung des TVöD und kritisiert eine Zwei-Klassen-Belegschaft. Das Management verweist auf die angespannte Finanzlage und bietet eine schrittweise Gehaltsanhebung bis 2030 an. Für den 9. Februar hat Verdi zum Warnstreik aufgerufen, die nächste Verhandlungsrunde ist für den 10. Februar angesetzt.

    Berliner Zeitung

    05. Februar 2026

    Breite Absage an Vorstoß zu Zahnarztleistungen

    Die Bundesregierung mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat den Vorschlag des CDU-nahen Wirtschaftsrats klar zurückgewiesen, Zahnarztleistungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung auszugliedern. Eine solche Maßnahme widerspreche dem Solidarprinzip und dem Ziel stärkerer Prävention, betonte Warken. Auch aus der CDU selbst kommt deutliche Kritik, führende Parteivertreter warnen vor Vertrauensverlust und bezeichnen die Forderung als „absurd“. SPD, Grüne und Linke sehen einen Angriff auf die soziale Daseinsvorsorge und warnen vor einer Verschärfung sozialer Ungleichheit. Ärzte- und Sozialverbände kritisieren den Vorstoß ebenfalls als unsozial und ökonomisch kurzsichtig und verweisen auf drohende Folgekosten für das Gesundheitssystem.

    ZDF Heute

    04. Februar 2026

    Einzelhandel moderat, aber unterschiedlich gewachsen

    Der deutsche Einzelhandel hat laut Statistischem Bundesamt 2025 real 2,7 Prozent und nominal 3,8 Prozent mehr Umsatz erzielt als im Vorjahr, wobei ein starkes erstes Halbjahr das Gesamtjahr prägte. In der zweiten Jahreshälfte schwächte sich das Wachstum deutlich ab. Während der Lebensmittelhandel nur wenig zulegte, verzeichnete der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln ein spürbar stärkeres Plus. Der Internet- und Versandhandel blieb über das Jahr hinweg ein wichtiger Treiber, verlor im Weihnachtsgeschäft jedoch an Dynamik. Insgesamt liegt der Einzelhandel real noch leicht unter dem Rekordniveau von 2021. Dies gilt als Hinweis auf eine stabile, aber weiterhin fragile Konsumlage.

    Destatis

    04. Februar 2026

    Debatte um Gasreserve nimmt Fahrt auf

    Angesichts deutlich gesunkener Gasspeicherstände sprechen sich Energiewirtschaft und Bundesnetzagentur für den Aufbau einer nationalen Gasreserve für Notfälle aus. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft betont, die Reserve solle ausschließlich der Sicherung der physischen Versorgung dienen und nicht zur Dämpfung von Preisen eingesetzt werden. Trotz aktuell stabiler Versorgungslage dank LNG-Infrastruktur und neuer Gasflüsse rechnen Experten mit steigenden Preisen und sehr niedrigen Speicherständen zum Ende des Winters.

    n-tv

    04. Februar 2026

    Älteste Erwerbsbevölkerung der EU

    Deutschland weist den höchsten Anteil an Erwerbstätigen zwischen 55 und 64 Jahren in der EU auf: 2024 waren rund 24 Prozent der Erwerbstätigen aus dieser Altersgruppe, im EU-Durchschnitt sind es nur 20 Prozent. Länder wie Malta, Luxemburg oder Polen haben deutlich jüngere Arbeitskräfte. Gründe sind die demografische Alterung und ein späterer Renteneintritt. 2024 gingen Frauen und Männer im Durchschnitt mit 64,7 Jahren in Rente, zwei Jahre später als noch 2004. Die OECD warnt vor erheblichen Belastungen des Rentensystems durch schrumpfende Erwerbsbevölkerung und empfiehlt längere Lebensarbeitszeiten sowie weniger attraktive Vorruhestandsregelungen, um die Rentenfinanzierung langfristig zu sichern.

    Zeit Online

    04. Februar 2026

    Gewerkschaften gegen Arbeitszeit-Reform

    Die Gewerkschaften warnen vor der Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes und kündigen Proteste und Streiks an. Verdi-Chef Werneke kritisiert die geplante Umstellung von täglicher auf wöchentliche Höchstarbeitszeit als Freibrief für Arbeitgeber zulasten der Beschäftigten. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt betont, der Acht-Stunden-Tag sei ein Grundpfeiler sozialer Gerechtigkeit. Auch das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut warnt vor gesundheitlichen Risiken und schlechter Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Bundesregierung hält dennoch an einer schnellen Umsetzung fest, ein Gesetzentwurf steht noch aus.

    Zeit Online

    03. Februar 2026

    Inflation im Januar

    Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Januar um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, angetrieben vor allem durch Nahrungsmittel und Dienstleistungen. Energie wurde weiter günstiger, während Sprit teurer wurde, unter anderem wegen gestiegener Rohöl- und CO₂-Preise. Die Mehrwertsteuersenkung für Speisen kam bei Kunden kaum an, viele Betriebe behalten die Ersparnis ein. Fachleute erwarten für 2026 eine Jahresinflation von knapp über zwei Prozent, trotz möglicher kurzfristiger Rückgänge unter diese Marke. Die Löhne steigen im Durchschnitt weiterhin, sodass die Kaufkraft trotz Teuerung weitgehend erhalten bleibt.

    Wiwo

    03. Februar 2026

    Energiewende weiter im Wartemodus

    Beim Handelsblatt Energie-Gipfel in Berlin fehlten klare Antworten, aber es gab umfassende Einblicke in die aktuelle Debatte. Rund 1.000 Teilnehmende hörten bis zu 110 Redner, darunter viele Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. Viele zeigten sich ungeduldig, da die Branche auf Gesetze zu Kraftwerken, Wasserstoff und Gebäudemodernisierung wartet, die noch 2026 kommen sollen. Wirtschaftsministerin Katharina Reiche kündigte Ausschreibungen an, zunächst für Gaskraftwerke wegen möglicher Dunkelflauten. Gleichzeitig fordert sie von den Erneuerbaren mehr Marktreife und Verantwortung für das Gesamtsystem.

    Ingenieur

    03. Februar 2026

    EU-Kommissar fordert europäische Industriepräferenz

    In einem Aufruf von über 1.000 Unternehmenschefs fordert EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné, europäische Firmen bei Beihilfen und öffentlichen Aufträgen zu bevorzugen. Unter den Unterzeichnern sind Führungskräfte von Thyssenkrupp, Bosch und Varta. Séjourné betont, dass öffentliche Gelder die europäische Produktion und hochwertige Arbeitsplätze stärken müssten. Er kritisiert unfairen internationalen Wettbewerb durch Zölle, Subventionen und Exportbeschränkungen. Ohne eine starke Industriepolitik drohe Europa zum Spielfeld der Wettbewerber zu werden.

    Zeit Online

    03. Februar 2026

    Heute Warnstreik im Nahverkehr

    Im festgefahrenen Tarifkonflikt hat Verdi für heute zu einem Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Betroffen sind zahlreiche Großstädte wie Berlin, Köln, Frankfurt oder Stuttgart, in denen Busse und Bahnen weitgehend im Depot bleiben. Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft den Druck in den Verhandlungen für rund 100.000 Beschäftigte erhöhen. Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach besseren Zuschlägen und faireren Arbeitsbedingungen, nicht nach höheren Löhnen. Arbeitgeber weisen die Forderungen mit Verweis auf die angespannte Finanzlage der Kommunen zurück.

    T-Online

    02. Februar 2026

    Wirtschaft startet mit leichtem Wachstum

    Die deutsche Wirtschaft ist laut Statistischem Bundesamt zum Jahresende 2025 wieder moderat gewachsen und legte im vierten Quartal um 0,3 Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich damit ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent nach zwei Rezessionsjahren in Folge. Staatliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung sollen 2026 für zusätzlichen Auftrieb sorgen. Einen nachhaltigen Aufschwung erwarten Fachleute jedoch erst ab 2027 und nur bei flankierenden Reformen.

    FAZ

    02. Februar 2026

    Tarifstreit in der Gebäudereinigung spitzt sich zu

    Die Verhandlungen zwischen dem BIV und der IG BAU über eine Jahressonderzahlung sind gescheitert. Die Arbeitgeber lehnen ein 13. Monatsgehalt ab und sehen nach eigenen Angaben keinen finanziellen Spielraum. Die IG BAU kritisiert dies scharf und verweist auf Umsatzsteigerungen großer Branchenunternehmen. Die Gewerkschaft hatte einen Kompromiss vorgeschlagen, beschränkt auf ihre Mitglieder, der nicht angenommen wurde. Sie schließt weitere Schritte bis hin zu Streiks nicht aus.

    Junge Welt

    02. Februar 2026

    Arbeitslosenzahl überschreitet Drei-Millionen-Marke

    Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf fast 3,1 Millionen gestiegen und hat damit erneut die Drei-Millionen-Schwelle überschritten. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 0,4 Punkte auf 6,6 Prozent. Nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit ist der Anstieg vor allem saisonal bedingt, die Dynamik am Arbeitsmarkt bleibt gering. Im Jahresvergleich waren 92.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Januar 2025. Zugleich beziehen fast vier Millionen Menschen Bürgergeld, während zehntausende Jugendliche noch ohne Ausbildungsplatz sind.

    Zeit Online

    02. Februar 2026

    Aufschwung lässt auf sich warten

    Die Bundesregierung senkt ihre Konjunkturprognose und rechnet 2026 nur noch mit einem Wachstum von einem Prozent statt zuvor 1,3 Prozent. Bereits 2025 kam die deutsche Wirtschaft mit lediglich 0,2 Prozent Wachstum kaum vom Fleck und blieb international zurück. Belastend wirken vor allem die anhaltende Industrieschwäche, eine schwache Exportentwicklung sowie verzögerte staatliche Investitionen. Zwar sollen schuldenfinanzierte Sondervermögen Impulse setzen, doch deren Umsetzung verläuft langsamer als geplant. Die Regierung setzt auf Reformen, schnellere Verfahren und mehr Wettbewerbsfähigkeit, um Wachstum, Beschäftigung und Investitionen anzukurbeln.

    Euronews

    30. Januar 2026

    Neue Bedrohungen, neue Pflichten für die Wirtschaft

    Verteidigungsminister Boris Pistorius warnt vor hybriden Angriffen Russlands und fordert Unternehmen auf, sich besser auf Sabotage und Cyberangriffe vorzubereiten. Ein moderner Krieg ziele nicht nur auf das Militär, sondern vor allem auf kritische Infrastruktur und die Wirtschaft, so Pistorius. Von der Privatwirtschaft verlangt er mehr Investitionen in Resilienz, IT-Sicherheit und robuste Lieferketten. Die Industrie signalisiert grundsätzlich Zustimmung, verweist jedoch auf Fachkräftemangel und steigende Kosten. Höhere Verteidigungsausgaben brächten laut Fachleuten zwar kurzfristige Impulse, langfristig aber vor allem Schulden – es sei denn, sie flössen stärker in Forschung und Technologie.

    Tagesschau

    30. Januar 2026

    Verbraucherstimmung steigt vor allem im Luxusmarkt

    Zu Jahresbeginn zeigt die Verbraucherstimmung in Deutschland einen unerwartet starken Aufschwung: Der Konsumklimaindikator stieg im Februar 2026 um 2,8 Punkte auf -24,1 und übertraf die Prognosen. Treiber sind vor allem gestiegene Einkommenserwartungen, womit auch die Bereitschaft der Verbraucher zu größeren Anschaffungen steigt. Insbesondere für den Luxusgütersektor ist dies ein positiver Impuls, etwa in der Luxushotellerie, Gourmet-Gastronomie und Erlebnisangeboten. Trotzdem mahnen Fachleute zur Vorsicht, denn geopolitische Spannungen und verlangsamtes globales Wachstum könnten den Optimismus schnell dämpfen.

    Ad hoc News

    30. Januar 2026

    Streiks gegen Flexibilisierung der Arbeitszeit?

    Gewerkschaften reagieren alarmiert auf Pläne der Bundesregierung, das Arbeitszeitgesetz zu ändern und eine wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit einzuführen. Verdi-Chef Frank Werneke warnte vor Überlastung der Beschäftigten und kündigte Kampfbereitschaft an. IG BAU-Vorsitzender Robert Feiger betonte, der Achtstundentag sei ein Grundpfeiler sozialer Gerechtigkeit, dessen Aufweichung besonders Beschäftigten ohne Tarifbindung Nachteile bringe. Das Bundeswirtschaftsministerium dagegen sieht in der Flexibilisierung vor allem eine Entlastung kleiner und mittelständischer Betriebe, insbesondere im Tourismus- und Gastronomiesektor.

    Spiegel Online

    30. Januar 2026

    EU beschließt endgültigen Gasstopp aus Russland

    Die EU will spätestens ab November 2027 kein russisches Gas mehr importieren, auch langfristige Verträge enden dann. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Russland zu beenden und Moskaus Kriegskasse zu schwächen. Die Kommission sieht keine Risiken für die Versorgungssicherheit oder stark steigende Preise. Eine Notfallklausel erlaubt begrenzte Ausnahmen bei akuter Gefährdung einzelner Mitgliedstaaten.

    n.tv

    29. Januar 2026

    Minijobs zurück in die Rentenversicherung

    Ab Juli 2026 können Minijobber eine frühere Befreiung von der Rentenversicherungspflicht aufheben. Dazu müssen auch die Arbeitgeber aktiv werden. Beschäftigte stellen zunächst den Antrag schriftlich oder elektronisch, der Betrieb dokumentiert den Eingang, passt die Entgeltunterlagen an und meldet die Änderung an die Minijob-Zentrale. Dafür ist der Minijob zunächst zum Monatsende abzumelden und anschließend zum Monatsersten neu anzumelden. Widerspricht die Minijob-Zentrale nicht, gilt die Befreiung als aufgehoben. Die Entscheidung gilt für die gesamte Dauer des Minijobs und kann nicht widerrufen werden. Bei mehreren Minijobs muss die Aufhebung einheitlich erfolgen und von allen Arbeitgebern gemeldet werden.

    Handwerk

    29. Januar 2026

    Neustart für den Sozialstaat?

    Union und SPD planen einen tiefgreifenden Umbau des Sozialstaats. Bürgergeld, Kinderzuschlag und Wohngeld sollen in einem einheitlichen Leistungssystem aufgehen. Eine Kommission von Bund, Ländern und Kommunen empfiehlt den Abbau von Behörden, nur noch eine Anlaufstelle pro Person und stark vereinfachte Verfahren. Leistungen sollen pauschalierter, digital beantragt und teils automatisch ausgezahlt werden, etwa das Kindergeld nach der Geburt. Zugleich sollen Arbeitsanreize steigen, damit sich Mehrarbeit finanziell lohnt. Erste Gesetze sollen bis Mitte 2027 umgesetzt werden, teils sind dafür Grundgesetzänderungen nötig.

    Stern

    29. Januar 2026

    Schattenwirtschaft erreicht Rekordniveau

    Die Schattenwirtschaft in Deutschland wächst auf geschätzte 510 Milliarden Euro und damit auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren. Dies entspricht 11,6 Prozent der Wirtschaftsleistung. Haupttreiber sind die Konjunkturflaute und steigende Arbeitslosigkeit, die Anreize für nicht gemeldete Tätigkeiten erhöhen. Die Mindestlohnerhöhung kann ebenfalls Schwarzarbeit begünstigen, wobei die ausgeweitete Minijob-Grenze eher dämpfend wirkt. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland zwar unter dem Durchschnitt, verzeichnet seit 2021 aber einen besonders starken Zuwachs.

    Spiegel Online

    29. Januar 2026

    Nordsee-Gipfel treibt Offshore-Ausbau voran

    Beim Nordsee-Gipfel in Hamburg beschlossen die Energieminister der Anrainerstaaten den massiven Ausbau der Offshore-Windkraft. Rund 1.600 Windräder stehen schon, bis 2050 sollen Tausende weitere hinzukommen. So soll die Stromproduktion fast verzehnfacht werden. Die Vereinbarungen sehen eine grenzüberschreitende Vernetzung, Investitionssicherheit bis 2030 sowie Effizienzsteigerungen vor. Bis dahin sollen 9,5 Milliarden Euro investiert werden und 91.000 neue Jobs entstehen. Der NABU mahnt, dass beim Ausbau die Meere geschützt werden müssen und die Schifffahrt berücksichtigt wird. Für die Sicherheit der Energieinfrastruktur bedeutet der Ausbau eine Stärkung.

    NDR

    28. Januar 2026

    Ifo-Geschäftsklima startet schwach

    Die Stimmung der deutschen Unternehmen bleibt laut Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar unverändert bei 87,6 Punkten. Während die Beurteilung der aktuellen Lage leicht stieg, trübten sich die Erwartungen etwas ein. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zufriedenheit mit den laufenden Geschäften, die Kapazitätsauslastung bleibt aber unter dem Mittelwert. Dienstleister, Logistik und Tourismus melden eine sinkende Stimmung, während Handel und Bauhauptgewerbe die Geschäftslage positiver bewerten. Auch hier bleiben die Erwartungen jedoch gedämpft.

    Ifo Institut

    28. Januar 2026

    Dobrindt lehnt Einschränkung von Teilzeitarbeit ab

    CSU-Innenminister Alexander Dobrindt wies den Vorstoß des Wirtschaftsflügels der Union zurück, das Recht auf Teilzeitarbeit einzuschränken. Arbeit solle individuell und flexibel gestaltet werden, betonte er und kritisierte den Begriff „Lifestyle-Teilzeit“. Auch NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann von der CDU sieht keinen Änderungsbedarf und verweist auf Eltern und pflegende Angehörige. Sozial- und Pflegeverbände warnten vor einem Generalverdacht gegen Arbeitnehmer und forderten, strukturelle Probleme wie Kinderbetreuung und Pflegeinfrastruktur zu lösen. Der Vorschlag des Wirtschaftsflügels, Teilzeit nur in bestimmten Fällen zuzulassen, stößt parteiübergreifend auf Ablehnung.

    Zeit Online

    28. Januar 2026

    Freihandelsabkommen zwischen EU und Indien

    Nach fast zwei Jahrzehnten Verhandlungen haben sich die EU und Indien auf ein umfassendes Freihandelsabkommen geeinigt, das Handel, Investitionen und Mobilität fördern soll. Zölle auf Fahrzeuge, Maschinen, Chemikalien und Pharmazeutika werden deutlich gesenkt, empfindliche Agrarsektoren bleiben geschützt. Die Vereinbarung gilt als geopolitischer Schritt angesichts der Spannungen mit den USA und Chinas wachsendem Einfluss. Langfristig könnte sich der Handel bis 2032 verdoppeln und neue Chancen für europäische Unternehmen und Landwirte eröffnen. Bevor das Abkommen in Kraft tritt, müssen die Parlamente dem Vertragstext noch abschließend zustimmen.

    Süddeutsche Zeitung

    28. Januar 2026

    CDU will Teilzeitrecht beschneiden

    Der Wirtschaftsflügel der CDU fordert, den gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit abzuschaffen oder stark einzuschränken. Künftig sollen Beschäftigte nur noch aus „besonderen Gründen“ wie Kindererziehung, Pflege oder Weiterbildung ihre Arbeitszeit reduzieren dürfen. Freiwillige Teilzeit ohne solche Gründe soll nach dem Willen der Parteigruppe nicht mehr möglich sein. Innerhalb der CDU regt sich jedoch Widerstand. Der Sozialflügel warnt vor einem Eingriff in die Wahlfreiheit von Arbeitnehmern.

    Spiegel Online

    27. Januar 2026

    Ausländische Investitionen drehen Trend

    Erstmals seit Jahren investieren ausländische Unternehmen mehr Kapital in Deutschland als deutsche Firmen im Ausland anlegen. Dies zeigt eine Schätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln auf Basis von Bundesbank-Zahlen. Demnach überstiegen die ausländischen Direktinvestitionen 2025 die Abflüsse um rund zehn Milliarden Euro. Dies war zuletzt 2003 der Fall, abgesehen vom Corona-Sonderjahr. Insgesamt flossen laut der Analyse etwa 96 Milliarden Euro aus dem Ausland nach Deutschland, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Die deutschen Auslandsinvestitionen blieben mit 86 Milliarden unter dem langjährigen Schnitt. Das Institut sieht darin ein positives Signal für Rechtssicherheit und Kalkulierbarkeit.

    IW Köln

    27. Januar 2026

    Mindestlohnerhöhung betrifft Millionen Jobs

    Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes waren von der Anhebung des Mindestlohns auf 13,90 Euro zum 1. Januar bis zu 4,8 Millionen Jobs betroffen, also rund 12 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse. Für die Betroffenen ergibt sich rechnerisch eine höhere Verdienstsumme von bis zu 275 Millionen Euro, wobei Destatis die Ergebnisse als Obergrenzen einstuft. Besonders häufig profitieren Frauen sowie Beschäftigte im Gastgewerbe und in der Landwirtschaft. Regional liegt der Anteil in Ostdeutschland höher als im Westen. Für die zweite Stufe auf 14,60 Euro ab 2027 rechnet Destatis mit bis zu sieben Millionen betroffenen Jobs.

    Destatis

    27. Januar 2026

    Bürokratiekosten leicht gesunken

    Die Bürokratiekosten für Unternehmen sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts erstmals leicht zurückgegangen, liegen aber weiter auf hohem Niveau. Demnach sanken die jährlichen Kosten für Berichtspflichten von 66,6 auf 62,5 Milliarden Euro, die Zahl der Informationspflichten reduzierte sich minimal auf knapp 12.400. Abgefragt wurden die Daten vom Bündnis Sahra Wagenknecht, das weiterhin von einem „Konjunkturkiller“ spricht und schärfere Entlastungen fordert. Die schwarz-rote Bundesregierung sieht den Rückgang zwar als kleinen Erfolg, räumt aber ein, dass die Bürokratie weiterhin zu teuer sei.

    n-tv

    27. Januar 2026

    Sofortprogramm für Bahnhöfe

    Die Deutsche Bahn investiert 50 Millionen Euro zusätzlich in mehr Sauberkeit und Sicherheit an 25 ausgewählten Bahnhöfen, darunter Hamburg, Berlin, Köln, München-Pasing, Mainz und Kiel. Die Maßnahmen umfassen mehr Reinigung, zusätzliche Sicherheitsposten, engere Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und Ausbau der Kamera-Infrastruktur. Ein Hintergrund ist, dass Mitarbeitende immer häufiger angegriffen werden. 2025 etwa gab es durchschnittlich fünf körperliche Angriffe pro Tag. Das Sofortprogramm ist der erste von drei Schritten, mit denen Kundenerlebnis, Komfort und Sicherheit bundesweit verbessert werden sollen.

    Business Insider

    26. Januar 2026

    Gebäudereiniger im Finale bei Miss & Mister Handwerk

    Sebastian Richter, Inhaber der SR Gebäudereinigung in Strausberg, ist einer der zwölf Finalisten für die Wahl zu „Miss & Mister Handwerk 2026”. Mit chemiefreier Reinigung und bis zu 90 Prozent Wassereinsparung möchte er zeigen, wie modern und innovativ Gebäudereinigung sein kann. Seit über zehn Jahren engagiert Richter sich zudem ehrenamtlich für das Handwerk und möchte das Image der Branche verändern. Das Online-Voting läuft noch bis zum 23. Februar 2026; die Siegerinnen und Sieger werden am 4. März beim Kongress Zukunft Handwerk in München gekürt.

    Handwerk

    26. Januar 2026

    Wind und Sonne überholen fossile Brennstoffe

    2025 produzierten Wind- und Solarkraft in der Europäischen Union erstmals mehr Strom als Kohle, Öl und Gas zusammen. Gut 30 Prozent des EU-Strommixes stammen aus Sonne und Wind. Insgesamt machten Erneuerbare fast die Hälfte der Stromproduktion aus, während Kohle mit 9,2 Prozent einen historischen Tiefstand erreichte. Die EU bleibt aber abhängig vom Gas, wodurch geopolitische Erpressungspotenziale bestehen bleiben. Fachleute betonen, dass der Ausbau von Speicher- und Netzkapazitäten sowie Investitionen entscheidend für Versorgungssicherheit und stabile Preise seien.

    n-tv

    26. Januar 2026

    Bund überschreitet Schuldengrenze minimal

    2025 lag die Nettokreditaufnahme des Kernhaushalts 400 Millionen Euro über der im Grundgesetz festgelegten Schuldengrenze. Das lag daran, dass die erlaubte Kreditsumme aufgrund der guten Konjunktur gesunken war. Der Bund hat an sich nicht mehr Schulden aufgenommen. Insgesamt waren es mit 103 Milliarden Euro statt 143 sogar weniger als geplant. Das Defizit des Kernhaushalts betrug 66,9 Milliarden Euro und lag 14,9  Milliarden unter dem Haushaltsplan, erklärbar durch höhere Einnahmen und geringere Ausgaben.

    Zeit Online

    26. Januar 2026

    Strengere Umweltauflagen für die Industrie geplant

    Die Bundesregierung will mit strengeren Umweltauflagen die Industrie schneller klimafreundlich machen. Grenzwerte sollen stärker an den saubersten verfügbaren Technologien ausgerichtet werden, betroffen sind rund 10.000 Industrieanlagen. Das Kabinett hat den Gesetzentwurf bereits beschlossen, die Zustimmung des Bundesrates steht noch aus. Ziel ist die Umsetzung der EU-Richtlinie zu Industrieemissionen bis Juli 2026. Zugleich sind Vereinfachungen bei Genehmigungen und Übergangsfristen von bis zu acht Jahren für Unternehmen in der Transformation vorgesehen.

    Zeit Online

    23. Januar 2026

    BIV für Ende der telefonischen Krankschreibung

    Wie gestern an dieser Stelle berichtet, sieht die Bundesregierung die Krankschreibung per Telefon als Mitverursacher des hohen Krankenstands in Deutschland. Das Gebäudereiniger-Handwerk kritisiert diese Regelung ebenfalls und verweist auf steigende krankheitsbedingte Ausfallzahlen seit Ende 2023. Laut einer Branchenumfrage meldeten mehr als 70 Prozent der Betriebe seitdem höhere Ausfallzeiten. Der Bundesinnungsverband unterstützt daher die geplante Überprüfung dieser Regelung und fordert, sie ganz abzuschaffen.

    Die Gebäudedienstleister

    23. Januar 2026

    Mercosur gerät ins Wanken

    Das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen war bereits auf der Zielgeraden, doch nun schaltete das Europäische Parlament den Europäischen Gerichtshof ein. Kritiker warnen, dass südamerikanische Staaten bei neuen Umwelt- oder Verbraucherschutzregeln finanzielle Ausgleichszahlungen verlangen könnten. Zudem wird befürchtet, dass nationale Parlamente durch die Konstruktion des Abkommens umgangen werden. Auch mögliche Abstriche bei Umwelt-, Tierwohl- und Lebensmittelstandards sorgen für Widerstand. Die Prüfung durch den EuGH dürfte die Ratifizierung deutlich verzögern.

    Spiegel Online

    23. Januar 2026

    Vorschläge für Reform der Erbschaftsteuer

    Steuerprivilegien für große Vermögen sollten abgeschafft, Lebensfreibeträge eingeführt und Steuertarife vereinfacht werden, empfiehlt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. Laut neuen Berechnungen würden Erbschaften gerechter belastet, obwohl künftig deutlich weniger Menschen steuerpflichtig wären. Dennoch könnten Mehreinnahmen von rund 2,3 Milliarden Euro erzielt werden, vor allem aus sehr großen Vermögen. Die Zahl der Steuerpflichtigen würde sich etwa halbieren, zugleich würde der Verwaltungsaufwand sinken. Für Unternehmensübertragungen schlägt das Institut Übergangsregelungen vor, um Betriebe nicht zu gefährden.

    DIW Berlin

    23. Januar 2026

    Der DGB stellt sich gegen Sozialreformen

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund kündigt Widerstand gegen die Sozial- und Rentenreformen der Bundesregierung an und wirft ihr vor, Beschäftigte zu Sündenböcken der Wirtschaftskrise zu machen. DGB-Chefin Yasmin Fahimi kritisiert die Deregulierung zugunsten der Wirtschaft bei gleichzeitigen Mehrbelastungen für Arbeitnehmer als falschen Weg ohne Wachstumsimpulse. Als Gegenentwurf will der DGB eine eigene Rentenkommission mit alternativen Vorschlägen einsetzen. Die Gewerkschaften möchten Gespräche, sind aber konfliktbereit, auch gegenüber der SPD. Zudem fordert der DGB eine Reform der Erbschaftsteuer sowie eine stärkere Tarifbindung und mehr Mitbestimmung.

    WiWo

    22. Januar 2026

    Positive Signale aus der deutschen Industrie

    Die deutsche Industrie zeigt laut Ifo Institut Anzeichen einer Erholung: Im Verarbeitenden Gewerbe stieg der Auftragseingang im November um 5,6 Prozent zum Vormonat, der Auftragsbestand wuchs den vierten Monat in Folge um 5,9 Prozent im Jahresvergleich. Besonders Automobilindustrie, Maschinenbau und der „Sonstige Fahrzeugbau“ trugen dazu bei, die Reichweite des Auftragspolsters liegt bei acht Monaten. Laut dem Ifo-Institut haben sich auch die Lieferketten entspannt, der Anteil der Unternehmen mit Engpässen bei Vorprodukten sank im Dezember auf 7,5 Prozent. Trotz dieser Fortschritte warnt das Institut vor neuen Risiken durch die steigende Nachfrage nach KI-relevanten Komponenten.

    Spiegel

    22. Januar 2026

    Macht der Milliardäre gefährdet Demokratie

    Die Zahl der Milliardäre weltweit steigt weiter, ihr Vermögen wuchs 2025 um 16 Prozent auf umgerechnet über 15,7 Billionen Euro, meldet Oxfam. Seit 2020 sind sie um über 80 Prozent reicher geworden, während fast die Hälfte der Menschheit in Armut lebt. Der wachsende politische Einfluss der Superreichen ist demnach eine reale Gefährdung der Demokratie. Auch in Deutschland stieg die Zahl der Milliardäre um ein Drittel auf 172 mit einem Gesamtvermögen von über 722 Milliarden Euro. Oxfam fordert daher höhere Steuern für Superreiche und eine globale Milliardärssteuer, um Ungleichheit und Machtkonzentration zu begrenzen.

    Tagesschau

    22. Januar 2026

    Telefonische Krankschreibung verteidigt

    Hausärzte warnen die Bundesregierung vor der Abschaffung der telefonischen Krankschreibung: Sie entlaste Praxen, schütze Patienten vor Ansteckung und führe nicht zu mehr Missbrauch, sagt Hausärzteverbandschef Markus Beier. Bundeskanzler Merz kritisierte zuletzt den hohen Krankenstand und sieht die telefonische Krankschreibung als Teil des Problems. Gesundheitsministerin Warken kündigte nun eine Überprüfung an. Beier, SPD und Grüne betonen dagegen die Bedeutung des Instruments für Bürokratieabbau und Patientenschutz und warnen vor zusätzlichen Belastungen für Ärzte und Patienten.

    Zeit Online

    22. Januar 2026

    Tarifgespräche zum Gewerkschaftsbonus beendet

    Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks bricht die Gespräche über einen möglichen „Gewerkschaftsbonus“ für IG-BAU-Mitglieder vorzeitig ab. Angesichts anhaltender Stagnation, hoher Kosten und wirtschaftlicher Unsicherheiten seien zusätzliche tarifliche Belastungen für die Betriebe nicht verantwortbar. Die Tarifkommission fasste den Beschluss einstimmig, da keine tragfähige Grundlage für weitere Verhandlungen gesehen wird.

    Die Gebäudedienstleister

    22. Januar 2026

    CDU-Kurs 2026

    Die CDU-Spitze berät am Montag in Berlin über zentrale Vorhaben für 2026. Der Bundesvorstand will eine Erklärung zur Wirtschaftsbelebung, Sozialstaatsreform und Staatsmodernisierung verabschieden. Geplant ist unter anderem ein sofortiger Stopp von EU-Initiativen, die neue Belastungen für Unternehmen bringen könnten. Im Inland fordert die Partei eine umfassende Überprüfung der Staatsausgaben. Ineffiziente Subventionen möchte sie abbauen und staatliche Aufgaben neu priorisieren.

    Stern

    21. Januar 2026

    Davos im Zeichen geopolitischer Spannungen

    Beim Weltwirtschaftsforum kommen in dieser Woche zahlreiche Spitzenpolitiker zusammen, darunter EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, Frankreichs Präsident Macron und Bundeskanzler Merz. Im Fokus stehen die angespannten transatlantischen Beziehungen hinsichtlich Grönlands, mögliche neue Handelskonflikte und Europas Reaktion auf angekündigte US-Zölle. Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten dazu bei einem Sondergipfel über gemeinsame Positionen und Gegenmaßnahmen. Auch US-Finanzminister Bessent ist vor Ort und warnt Europa vor Vergeltungszöllen. Heute wird auch US-Präsident Trump in der Schweiz erwartet.

    Deutschlandfunk

    21. Januar 2026

    Reform der Erbschaftsteuer rückt näher

    Der Wirtschaftsweise Martin Werding hält die aktuellen Gesetze zur Erbschaftsteuer für verfassungswidrig, weil sie Betriebsvermögen im Vergleich stark begünstigen. Mehrere Verfahren liegen beim Bundesverfassungsgericht, ein Urteil wird noch in diesem Jahr erwartet. Die SPD schlägt einen Lebensfreibetrag von einer Million Euro vor sowie höhere Freibeträge für Unternehmen und lange Stundung. Union und Wirtschaftsverbände lehnen das als wirtschaftsfeindlich ab. Für Unternehmen und Vermögensinhaber wächst damit die Unsicherheit über künftige Steuerregeln.

    Zeit Online

    21. Januar 2026

    IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland an

    Der Internationale Währungsfonds rechnet für Deutschland 2026 mit einem Wachstum von 1,1 Prozent und damit mehr als zuletzt erwartet. Staatliche Ausgaben sollen die Konjunktur stützen und Belastungen durch US-Zölle abfedern. Im Vergleich zu anderen G7-Staaten könnte Deutschland damit wieder aufholen und Japan, Italien sowie Frankreich hinter sich lassen. Für 2027 prognostiziert der IWF ein Plus von 1,5 Prozent. Risiken sieht der Fonds vor allem in Handelskonflikten und einer möglichen Korrektur bei KI-Investitionen.

    n-tv

    21. Januar 2026

    Windkraft-Ausbau deutlich beschleunigt

    Der Ausbau der Windenergie an Land hat 2025 deutlich zugelegt: 958 neue Anlagen mit rund 5,2 Gigawatt gingen ans Netz, der Nettozuwachs lag bei etwa 4,6 Gigawatt. Besonders stark war der Ausbau in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Mit 106,5 Milliarden Kilowattstunden blieb die Windkraft an Land trotz eines windschwachen Frühjahrs der wichtigste Stromerzeuger in Deutschland. Gleichzeitig erreichten die Genehmigungen für neue Anlagen einen Höchststand. Die gesetzlichen Ausbauziele für 2026 könnten dennoch verfehlt werden. Die Branche fordert daher mehr Planungssicherheit und einen schnelleren Netzausbau.

    Zeit Online

    20. Januar 2026

    Inflation stabilisierte sich 2025

    Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen 2025 im Jahresdurchschnitt um 2,2 Prozent und lagen damit auf dem Niveau des Vorjahres. Im Dezember schwächte sich die Teuerung weiter ab, die Inflationsrate sank auf 1,8 Prozent und fiel erstmals im Jahr unter zwei Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich erneut überdurchschnittlich um 3,5 Prozent, während Waren insgesamt nur um 1,0 Prozent teurer wurden. Preisdämpfend wirkten vor allem sinkende Energiepreise, die im Jahresverlauf um 2,4 Prozent zurückgingen.

    Destatis

    20. Januar 2026

    Freihandel als Gegengewicht zu US-Zöllen?

    Das Mercosur-Abkommen kann die Belastungen durch die US-Zollpolitik abfedern, reicht allein aber nicht aus. Laut Ifo Institut könnten zusätzliche Freihandelsabkommen der EU mit sieben Partnern die Effekte sogar überkompensieren. Trotz US-Zöllen würden die deutschen Exporte um bis zu 4,1 Prozent wachsen, das Bruttoinlandsprodukt um bis zu 0,5 Prozent steigen. Besonders profitieren würden exportstarke Branchen wie Maschinenbau, Chemie und Automobilindustrie.

    Ifo Institut

    20. Januar 2026

    Wirtschaft fordert geschlossene EU

    Nach neuen Zolldrohungen von US-Präsident Trump im Grönland-Konflikt fordert die deutsche Wirtschaft eine klare und einheitliche Reaktion der EU. Verbände warnen vor schweren Folgen für Industrie und Exporte, insbesondere im Maschinenbau, der Auto- und Stahlindustrie. Ein bereits ausgehandeltes Zollabkommen mit den USA gilt im EU-Parlament nun als kaum noch zustimmungsfähig. Die Wirtschaft mahnt Entschlossenheit an, warnt aber zugleich vor einer Eskalation des Handelskonflikts.

    Cash

    20. Januar 2026

    Hessen will Vergaberecht reformieren

    Die hessische Landesregierung will das Vergaberecht grundlegend reformieren und tarifgebundenen Unternehmen bessere Chancen verschaffen. Geplant sind deutlich höhere Freigrenzen, das heißt, Dienstleistungen bis 100.000 Euro und Bauaufträge bis 750.000 Euro sollen einfacher vergeben werden. Zugleich sollen Unternehmen durch weniger Bürokratie entlastet werden. Ab 20.000 Euro Auftragswert gilt künftig eine verbindliche Tariftreuepflicht gegen Lohndumping. Arbeitgeber und Gewerkschaften begrüßen die Reform als wichtigen Schritt zu einem fairen Wettbewerb.

    Frankfurter Rundschau

    19. Januar 2026

    Wirtschaft auf leichtem Wachstumskurs

    Nach zwei Rezessionsjahren ist die deutsche Wirtschaft 2025 wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 0,2 Prozent zu. Getragen wurde das Plus vor allem vom privaten und staatlichen Konsum, während Exporte und Investitionen weiter schwächelten. Auch im Schlussquartal 2025 verzeichnete die Wirtschaft ein kleines Wachstum. Für 2026 erwarten Experten neuen Schwung durch staatliche Investitionen, ein stärkerer Aufschwung gilt aber erst ab 2027 als wahrscheinlich. Trotz der Konjunkturflaute sank das Staatsdefizit auf 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung, sodass sich die Staatsfinanzen leicht stabilisiert haben.

    Zeit Online

    19. Januar 2026

    Wandel im Umgang mit Krankmeldungen

    Laut der Studie „Arbeiten 2025“ der Pronova BKK haben 60 Prozent der Beschäftigten schon einmal die sogenannte „Bettkantenentscheidung“ zugunsten der Krankmeldung getroffen. Die einen bleiben zu Hause, um gesundheitliche Probleme oder Überlastung nicht zu verschärfen, andere aus Motivations- oder Stressgründen. Auffällig ist, dass sich besonders junge Beschäftigte deutlich häufiger krankmelden als ältere, da sie im Schnitt höhere Erwartungen an Arbeitsbedingungen und Arbeitskultur haben. Gleichzeitig arbeitet ein großer Teil trotz Beschwerden oder psychischer Belastung weiter. Die Studie unterstreicht, wie wichtig eine offene Unternehmenskultur und gesundheitsbewusste Führung ist.

    Pronova BKK

    19. Januar 2026

    Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst ohne Ergebnis

    Die Gewerkschaften ver.di und dbb wollen ab kommender Woche ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder deutlich ausweiten, betroffen sind unter anderem Unikliniken, Verwaltungen, Kitas und Finanzämter. Grund ist, dass die Länder-Arbeitgeber laut ver.di bislang kein verbindliches Angebot vorgelegt haben, weshalb der Druck vor den nächsten Verhandlungsrunden erhöht werden soll. Die Streiks könnten bis zur entscheidenden Verhandlungsphase Mitte Februar andauern, während die Gewerkschaften sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro, für rund 920.000 Beschäftigte fordern.

    Tagesschau

    19. Januar 2026

    KI-Risiken rücken rasant nach vorn

    Künstliche Intelligenz ist im neuen Risikobarometer der Allianz Commercial vom zehnten auf den zweiten Platz der größten globalen Geschäftsrisiken gestiegen. Sie landet damit direkt hinter Cyberkriminalität. Beide Risiken hängen eng zusammen, da Hacker KI zunehmend für Angriffe, Manipulationen und Online-Erpressung nutzen. Gefahren entstehen aber auch intern, etwa durch falsche KI-Ergebnisse, die zu Fehlentscheidungen, rechtlichen Problemen oder Reputationsschäden führen. In Deutschland rangieren KI-Risiken auf Platz vier, in Österreich sogar auf Platz eins. Allianz-Experten sehen KI daher als zweischneidiges Schwert: große Chance, aber nur bei verantwortungsvollem Einsatz.

    Maschinenmarkt

    16. Januar 2026

    Was verursacht globale Krisen?

    Handelskonflikte, Sanktionen und Strafzölle gelten laut „Global Risks Report 2026“ vom Weltwirtschaftsforum als wahrscheinlichster Auslöser globaler Krisen im laufenden Jahr. 18 Prozent der befragten Expertinnen und Experten sehen geoökonomische Konfrontationen an der Spitze, gefolgt von bewaffneten Konflikten und extremen Wetterereignissen. Langfristig dominieren dagegen klar die Risiken der Klimakrise. Der Bericht basiert auf einer Befragung von rund 1.300 Entscheidungsträgern weltweit und ist vorgestern erschienen, kurz vor dem Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos.

    Zeit Online

    16. Januar 2026

    Geflüchtete beleben Gründungen und Arbeitsmarkt

    Der Zuzug von Geflüchteten führt laut einer neuen Studie des Ifo Instituts zu mehr Gewerbeanmeldungen und zusätzlichen Arbeitsplätzen. Die neu entstehenden Unternehmen, die einen steigenden Bedarf etwa in der Gesundheits-, Verkehrs- oder Finanzdienstleistungsbranche abdecken, werden jedoch überwiegend von Deutschen gegründet . Der Großteil der neuen Arbeitsplätze entfällt allerdings auf bereits bestehende Unternehmen. Grundlage der Analyse sind bundesweite Kreis-Daten aus den Jahren 2007 bis 2021.

    Ifo Institut

    16. Januar 2026

    Frauenanteil in Chefetagen stagniert

    Der jahrelange Anstieg des Frauenanteils in den Vorständen großer deutscher Unternehmen ist vorerst gestoppt. Studien vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und der Initiative „Frauen in die Aufsichtsräte“ zeigen, dass der Anteil 2025 stagnierte oder sogar sank. Einzige Ausnahme war der Finanzsektor. Insgesamt fiel der durchschnittliche Frauenanteil in den Vorständen börsennotierter Unternehmen auf 19,2 Prozent. Das DIW spricht von einem Warnsignal, da vor allem mehr Männer neu in Vorstände berufen wurden. Die Langzeitentwicklung bleibt laut Instituten dennoch positiv, am besten stehen die großen Dax-Unternehmen da sowie Firmen mit staatlicher Beteiligung.

    Süddeutsche Zeitung

    16. Januar 2026

    Deutlich mehr Insolvenzen zum Jahresende

    Im Dezember 2025 stieg die Zahl der Firmenpleiten im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 Prozent, während es im November noch 5,7 Prozent waren. Besonders betroffen waren die Branchen Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe und Bau. Die offenen Forderungen der Gläubiger gingen im Oktober auf 2,6 Milliarden zurück, da weniger wirtschaftlich bedeutende Unternehmen pleite gingen. DIHK-Chefanalyst Volker Treier warnt vor der höchsten Zahl insolvenzbedingter Betriebsaufgaben seit elf Jahren und fordert Steuer-, Energie- und Bürokratieentlastungen. Auch die Verbraucherinsolvenzen stiegen im Oktober um 7,6 Prozent auf 6.709 Fälle.

    n-tv

    15. Januar 2026

    Banken prüfen Nachhaltigkeit bei Krediten strenger

    Bei der Kreditvergabe deutscher Banken spielen Klimarisiken eine immer größere Rolle.
    Laut KfW wurden 2024 vor allem größere Mittelständler häufiger zu Nachhaltigkeit befragt. Besonders betroffen sind Unternehmen aus Industrie, Bau und Handel. Hintergrund sind zunehmende regulatorische Anforderungen an Banken. Die KfW mahnt Unternehmen aller Größen, ihr Nachhaltigkeitsprofil systematisch zu erfassen und fordert zugleich mehr Unterstützung für kleine Betriebe.

    KfW

    15. Januar 2026

    Selbständige blicken skeptisch auf 2026

    Mehr als ein Drittel der Selbständigen rechnet mit einer Verschlechterung der eigenen Geschäftslage, während nur 14 Prozent ein besseres Jahr erwarten. Damit ist die Stimmung pessimistischer als in der Gesamtwirtschaft. Der Jimdo-Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Dezember weiter, Unsicherheit und Finanzierungssorgen nahmen zu. Fast jeder zweite Selbständige berichtet von Problemen beim Kreditzugang. „Die Selbständigen starten mit mehr Sorge als Zuversicht in das neue Jahr“, so Ifo-Expertin Katrin Demmelhuber.

    Ifo Institut

    15. Januar 2026

    Wirtschaft warnt vor Erbschaftsteuer-Reform

    Die SPD will die Erbschaftsteuer von Grund auf reformieren, doch Wirtschaftsverbände wie die Stiftung „Familienunternehmen und Politik“ reagieren mit scharfer Kritik. Sie fürchten trotz geplanter Freibeträge und Stundungen zusätzliche Belastungen für große Familienunternehmen. Diese könnten Investitionen bremsen und Arbeitsplätze gefährden. Besonders in der aktuellen wirtschaftlichen Lage sende das Konzept falsche Signale. Die Verbände warnen vor negativen Folgen für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand.

    n-tv

    15. Januar 2026

    Unternehmen schließen oder Nachfolge finden?

    Der Generationswechsel im Mittelstand spitzt sich zu. 57 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer sind inzwischen 55 Jahre oder älter. Laut KfW-Mittelstandspanel erwägen bis Ende 2029 fast 570.000 Betriebe eine Stilllegung, also jährlich etwa 114.000 Unternehmen. 545.000 Unternehmen suchen eine Nachfolge, erstmals überwiegen damit die voraussichtlichen Schließungen. Hauptgründe sind das hohe Alter der Inhaber, fehlende Nachfolger in der Familie und die zunehmende Bürokratie. Gleichzeitig sind die Preisvorstellungen bei Unternehmensverkäufen deutlich gestiegen: Im Schnitt erwarten Nachfolgeplaner 499.000 Euro.

    KfW

    14. Januar 2026

    Mercosur-Abkommen kurz vor Unterzeichnung

    Die EU-Staaten haben dem Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten mit qualifizierter Mehrheit zugestimmt. Die Unterzeichnung soll kommende Woche in Paraguay erfolgen, ein sofortiges Inkrafttreten ist jedoch noch offen. Widerstand kommt vor allem aus der Landwirtschaft, die Wettbewerbsdruck durch günstige Importe fürchtet. Befürworter sehen in dem Abkommen ein Signal gegen Protektionismus und einen Impuls für Wachstum und Beschäftigung. Die neue Freihandelszone würde mehr als 700 Millionen Menschen umfassen und Zölle weitgehend abbauen.

    Deutschlandfunk

    14. Januar 2026

    Deutsche Start-up-Szene erreicht Rekordniveau

    Mit knapp 3.600 Gründungen traten in Deutschland 2025 so viele Start-ups wie nie zuvor in den Markt. Dies ein Plus von 29 Prozent gegenüber 2024, so der Report „Next Generation – Start-up-Neugründungen in Deutschland“. Treiber sind vor allem technologieorientierte Geschäftsmodelle, von denen mehr als ein Viertel auf KI setzt. Stark wachsende Sektoren sind Software mit einem Zuwachs von 38 Prozent, Medizintechnik mit 46 Prozent und Food mit einem Plus von 80 Prozent. Bayern führt mit über einem Fünftel der Gründungen die Bundesländer an. Die Zahlen zeigen laut Analyse das Potenzial deutscher Forschung und die Bedeutung von Innovation für die wirtschaftliche Zukunft.

    Existenzgründungsportal

    14. Januar 2026

    Ausweitung Streiks im öffentlichen Dienst

    Kurz vor der zweiten Tarifrunde am 15. Januar erhöht die Gewerkschaft ver.di den Druck auf die Arbeitgeber der Länder und weitet ihre Proteste auf sieben Bundesländer aus. Mit Warnstreiks und Demonstrationen unter anderem in Berlin, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz sowie mit einer Kundgebung in Potsdam fordert ver.di Investitionen in Personal, faire Löhne und verlässliche Tarifregelungen. Betroffen sind rund 2,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft warnt vor Personalmangel, der die öffentliche Daseinsvorsorge gefährde.

    DGB

    14. Januar 2026

    Verbesserungen für Schweizer Reinigungskräfte

    Der erneuerte Gesamtarbeitsvertrag Reinigung gilt ab 2026 für die ganze Deutschschweiz und verbessert die Arbeitsbedingungen von rund 75.000 Beschäftigten. In dem GAV sind höhere Mindestlöhne vereinbart, insbesondere für tiefere Lohnstufen und ausgebildete Fachkräfte. Zudem sind künftig alle Reinigungsangestellten unabhängig vom Pensum durch eine Krankentaggeldversicherung geschützt. Der vom Bundesrat allgemeinverbindlich erklärte GAV setzt nach 20 Jahren neue Mindeststandards für die Branche in der Schweiz.

    Workzeitung

    13. Januar 2026

    Maschinenbau setzt auf Ingenieure

    Trotz schwierigem Umfeld bleibt der Maschinenbau ein attraktiver Arbeitgeber für Ingenieurinnen und Ingenieure: Rund 70 Prozent der Unternehmen erwarten stabile Beschäftigtenzahlen, knapp 20 Prozent sogar Zuwachs. Dies ist das Ergebnis der neuen VDMA-Ingenieurerhebung. Gleichzeitig halten Fachkräfteengpässe an, besonders in Forschung, Entwicklung und IT. Künstliche Intelligenz gewinnt stark an Bedeutung, doch viele Firmen sehen Defizite in der Hochschulausbildung. Der Verband fordert deshalb rasche Anpassungen bei Qualifikations- und Kompetenzprofilen, um die Innovationskraft des Standorts zu sichern.

    VDMA

    13. Januar 2026

    Arbeitslosigkeit ist zum Jahresende gestiegen

    Ende 2025 ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erneut gestiegen und lag im Dezember bei über 2,9 Millionen, die Quote kletterte auf 6,2 Prozent. Hauptgründe sind die schwache Konjunktur und saisonale Effekte wie die Winterpause. Im Jahresdurchschnitt waren so viele Menschen arbeitslos wie seit 2013 nicht, die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften ging im Dezember zudem deutlich zurück. Trotz der angespannten Lage sieht die Bundesagentur für Arbeit Anzeichen dafür, dass die Talsohle erreicht sein könnte, auch wenn für 2026 noch kein Wachstum erwartet wird.

    Spiegel Online

    13. Januar 2026

    Ungleiche Entwicklung in den Bundesländern

    Im dritten Quartal 2025 ist die Wirtschaftsleistung in der Hälfte der deutschen Bundesländer gegenüber dem Vorquartal gesunken, besonders deutlich im Saarland, aber auch Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Ursache ist laut Ifo Institut die anhaltende Industriekrise, die einzelne Regionen stärker trifft als andere. Während Länder wie Hamburg, Bayern und Niedersachsen noch leichte Zuwächse verzeichneten, bleibt der Ausblick für 2025 insgesamt gedämpft. Unterschiede ergeben sich vor allem aus der regionalen Wirtschaftsstruktur und der Bedeutung von Industrie, Dienstleistungen und Außenhandel.

    Ifo Institut

    13. Januar 2026

    Mittelstand weiter unter Druck

    Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand ist im Dezember erneut gefallen und liegt mit minus 15 Punkten deutlich unter dem Durchschnitt. Besonders der Dienstleistungssektor zeigt trübe Erwartungen für die kommenden sechs Monate, auch der Einzelhandel kämpft nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft. Ursachen sind unter anderem die schwächere Nachfrage aus China und Unsicherheiten in der Industrie. Trotz der Ernüchterung prognostiziert die KfW leichtes Wachstum für das letzte Quartal 2025 und eine spürbare Erholung 2026. Während die Großunternehmen Stellenabbau erwarten, bleiben die Beschäftigungserwartungen im Mittelstand vergleichsweise stabil.

    KfW

    12. Januar 2026

    Tariflöhne im Gebäudereiniger-Handwerk steigen

    Zum Jahreswechsel sind die Tariflöhne im Gebäudereiniger-Handwerk gestiegen: Der Branchenmindestlohn für Ungelernte steigt von 14,25 auf 15 Euro, für Fachkräfte von 17,65 auf 18,40 Euro. Die Azubivergütungen bleiben bei 1.000 bis 1.300 Euro je Lehrjahr. Der Rahmentarifvertrag sichert zudem 30 Urlaubstage, Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit sowie Belastungszulagen. IG BAU-Mitglieder in Innungsbetrieben erhalten zwar seit 2007 zusätzliches Urlaubsgeld, derzeit wird jedoch über eine zweite Jahressonderzahlung verhandelt. Mit rund 700.000 Beschäftigten ist die Gebäudereinigung Deutschlands größtes Handwerk.

    Die Gebäudedienstleister

    12. Januar 2026

    Stellenabbau 2026 erwartet

    Auch 2026 endet die wirtschaftliche Schwäche nicht, zeigt die aktuelle Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft. 22 von 46 Wirtschaftsverbänden rechnen mit Stellenabbau, nur neun mit mehr Beschäftigung. Besonders betroffen ist die Industrie, während Bauwirtschaft und Dienstleister bessere Aussichten haben. Viele Branchen planen keine oder nur geringe Steigerungen bei ihren Investitionen. Einige Wirtschaftszweige wie Luft- und Raumfahrt, Schiffbau und Teile des Baugewerbes profitieren vom Sondervermögen und Verteidigungsausgaben.

    iW

    12. Januar 2026

    Inflationsrate im Dezember bei 1,8 Prozent

    Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Dezember 2025 geschätzt um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet das Statistische Bundesamt Destatis. Im Vergleich zum November blieben die Preise unverändert. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie lag bei 2,4 Prozent, während die Energiepreise weiter fielen und Dienstleistungen um 3,5 Prozent teurer wurden. Die Preise für Waren stiegen nur leicht um 0,4 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2025 liegt die Inflationsrate voraussichtlich bei 2,2 Prozent.

    Destatis

    12. Januar 2026

    Tief „Gunda“ bringt Glatteis und Schulschließungen

    In weiten Teilen Deutschlands sorgt Tief „Gunda“ für Schnee und gefrierenden Regen mit hoher Glättegefahr, besonders im Westen und Süden. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer überregionalen Unwetterlage durch Glatteis, weshalb Autofahrer unnötige Fahrten vermeiden sollen. In mehreren Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen, bleibt der Schulbetrieb aus Sicherheitsgründen heute aus oder findet nur eingeschränkt statt. Die Deutsche Bahn rechnet nur mit geringen Einschränkungen.

    Stern

    12. Januar 2026

    Österreichs KMU bleiben in der Krise

    Laut der aktuellen Creditreform-Herbststudie kommen kleine und mittlere Unternehmen in Österreich trotz leichter Stabilisierung nicht aus der Rezession, das Geschäftsklima bleibt mit –8,2 Punkten klar negativ. Aufträge und Umsätze sinken weiter. Über ein Drittel meldet Rückgänge, nur eine Minderheit verzeichnet Zuwächse. Auch die Erträge stehen unter Druck, der Anteil eigenkapitalschwacher Betriebe steigt auf 19,7 Prozent. Parallel dazu setzt sich der Personalabbau fort, besonders im Bau, während Investitions- und Einstellungslust gering bleiben.

    Kleine Zeitung

    19. Dezember 2025

    Hygiene im Krankenhaus darf nicht ausgelagert werden

    Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hat entschieden, dass Krankenhäuser wichtige Hygieneaufgaben nicht aus Kostengründen an externe Dienstleister abgeben dürfen. Anlass war ein Streit über die Abrechnung spezieller Behandlungen, bei dem der Medizinische Dienst sich für internes Hygienepersonal ausgesprochen hat. Das Gericht stellte klar, dass Qualität und Sicherheit Vorrang vor wirtschaftlichen Überlegungen haben. Da es für das Krankenhaus finanziell nicht um die Existenz ging, lehnte das Gericht ein Eilverfahren ab. Die Entscheidung macht deutlich: Zentrale Qualitätsanforderungen wie Hygiene müssen mit eigenem Personal erfüllt werden.

    Recht und Politik

    19. Dezember 2025

    Geschäftsklimaindex weiter gesunken

    Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Dezember weiter eingetrübt, der ifo Geschäftsklimaindex sank auf 87,6 Punkte. Die Unternehmen schauen mit wachsendem Pessimismus auf das erste Halbjahr 2026, während die Einschätzung der aktuellen Lage unverändert bleibt. Im Verarbeitenden Gewerbe belasteten sinkende Auftragseingänge und zurückhaltende Produktionspläne das Klima, auch wenn die Lage leicht besser bewertet wurde. Im Dienstleistungssektor rutschte das Geschäftsklima wieder ins Minus, einzig die Gastronomie profitierte von einem starken Dezember. Handel und Bau bleiben schwach: Einzelhändler sind enttäuscht vom Weihnachtsgeschäft, im Bau überwiegt trotz etwas besserer Erwartungen weiterhin Zurückhaltung.

    Ifo Institut

    19. Dezember 2025

    Kurzarbeit kann länger helfen

    Betriebe in Kurzarbeit erhalten mehr Planungssicherheit. Das Bundeskabinett hat beschlossen, die geltende Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld auf bis zu 24 Monate zu verlängern, bis maximal zum 31. Dezember 2026. Unternehmen können damit weiterhin deutlich länger als die regulären zwölf Monate die Unterstützung für ihre Beschäftigten nutzen. Ab 2027 soll wieder die normale Bezugsdauer gelten. Ziel der Verlängerung ist es, Unternehmen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zu entlasten und Arbeitsplätze zu sichern. Beschäftigte erhalten während der Kurzarbeit 60 Prozent ihres ausgefallenen Nettoentgelts, haben sie Kinder, sind es 67 Prozent.

    Handwerksblatt

    19. Dezember 2025

    International Cleaning Week 2026

    Die ISSA kündigt die Rückkehr der International Cleaning Week vom 22. bis 28. März an, mit zentralen Veranstaltungen in Washington, D.C.. Die Aktionswoche möchte die Arbeit von Reinigungs- und Facility-Fachkräften würdigen und die Interessenvertretung der Branche stärken. Zu den Highlights zählen der zweite „Spotless Spaces Wettbewerb“ sowie das erste „ICW Awards Dinner“ in der US-Hauptstadt. Der von Tork gesponserte Wettbewerb zeichnet Teams und Einrichtungen aus, die Maßstäbe in Sauberkeit, Nachhaltigkeit und Inklusion setzen. Nominierungen sind noch bis zum 23. Januar möglich.

    ISSA

    18. Dezember 2025

    Merz und der Mittelstand

    Seit dem Frühjahr 2025 hat die Bundesregierung laut einer DZ-Bank-Umfrage deutlich an Vertrauen im Mittelstand verloren. Nur noch 39 Prozent der befragten Unternehmen trauen der Regierung Merz zu, für mehr Wachstum zu sorgen, nach noch 62 Prozent zu Jahresbeginn. Auch bei Infrastruktur und Planungssicherheit sind die Erwartungen stark gesunken. Vom „Investitionsbooster” erhoffen sich lediglich 20 Prozent positive Effekte, insbesondere steuerliche Entlastungen werden vermisst. Laut DZ-Bank-Vorstand Stefan Beismann bremsen Bürokratie, hohe Kosten und Fachkräftemangel den Mittelstand aus, der stärker unter der Lage leidet als große Unternehmen, die international ausweichen können.

    Zeit Online

    18. Dezember 2025

    Kabinett beschließt „Neue Grundsicherung“

    Künftig soll das bisherige Bürgergeld als Grundsicherungsgeld ausgezahlt werden, mit stärkerem Druck auf Arbeitsaufnahme. Dazu werden Sanktionen bei Pflichtverletzungen und Terminversäumnissen verschärft. Wer eine zumutbare Arbeit ablehnt, kann bis zu zwei Monate die komplette Leistung verlieren, andere Pflichtverstöße führen zu Kürzungen von 30 Prozent, mehrfaches Versäumen von Terminen kann den Anspruch komplett entfallen lassen. Das Gesetz soll am 1. Juli 2026 in Kraft treten, nennenswerte Einsparungen sind allerdings nicht zu erwarten. Politisch ist die Reform sensibel. Während die Union ein Wahlversprechen umsetzt, korrigiert die SPD Teile ihres eigenen Vorgängerprojekts trotz Widerstand aus der Parteibasis.

    T-online

    18. Dezember 2025

    Gender-Pay-Gap bleibt bei 16 Prozent

    Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer. Unterschiede zeigen sich je nach Branche, Region und Arbeitszeit. Im öffentlichen Dienst liegt die Lücke bei vier Prozent, in der Privatwirtschaft bei 17 Prozent, in Ostdeutschland bei fünf Prozent, in Westdeutschland bei 17 Prozent. Hauptfaktoren sind Teilzeitarbeit, niedrigere Bezahlung in frauendominierten Berufen, geringere Qualifikationen und höhere Anteile im Minijob-Sektor. Dennoch bleibt eine Lücke von rund sechs Prozent bestehen, die selbst bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation bestehen bleibt und als bereinigter Gender-Pay-Gap gilt. Laut Expertinnen liegt dies weniger an offener Diskriminierung, sondern an fehlenden Möglichkeiten, Erwerbs- und Sorgearbeit zu vereinbaren.

    Süddeutsche Zeitung

    18. Dezember 2025

    Bahn 2026: mehr Tempo, weniger Halte, gleiche Preise

    Die Ticketpreise im Fernverkehr bleiben nächstes Jahr stabil. Trotz steigender Kosten verzichtet die DB wegen hoher Unpünktlichkeit auf Preiserhöhungen. Neu sind 14 zusätzliche ICE-Sprinter, darunter erstmals Berlin–Stuttgart in 4:45 Stunden sowie mehr schnelle Verbindungen nach München und Frankfurt. Gleichzeitig streicht die Bahn schwach genutzte Angebote, etwa zwischen Berlin und Köln, Leipzig und Nürnberg oder komplett in Lübeck und Berchtesgaden. Ausgebaut werden der Halbstundentakt in 21 Städten, internationale Verbindungen und der Einsatz des neuen barrierefreien ICE L.

    ZDF Heute

    17. Dezember 2025

    Mehr Bildung, deutlich mehr Wirtschaftsleistung

    Gezielte Verbesserungen in der Bildung könnten Deutschland langfristig eine zusätzliche Wirtschaftsleistung in Billionenhöhe bringen, zeigt eine Studie des ifo Instituts für die Bertelsmann Stiftung. Nach anfänglichen Investitionen entstünden die größten Effekte aber erst über die Zeit, und zwar rund 6,7 Billionen Euro nach 50 Jahren und über 20 Billionen Euro nach 80 Jahren. Dafür müssten drei Ziele erreicht werden: halb so viele Schülerinnen und Schüler unter den Mindeststandards, 20 Prozent mehr auf Regelstandard-Niveau und 30 Prozent mehr an der Leistungsspitze. Auch die Bundesländer würden stark profitieren, etwa Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern mit jeweils mehreren Billionen Euro zusätzlichem BIP.

    Ifo Institut

    17. Dezember 2025

    Zivildienst im Handwerk?

    Ein möglicher Zivildienst im Handwerk könnte jungen Menschen wertvolle Orientierung in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen wie Bau, Daseinsvorsorge und Gesundheitshandwerk bieten, so ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Dies könnte den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern und praktische Fähigkeiten vermitteln. Bereits bestehende Modelle wie das Freiwillige Handwerksjahr zeigten, wie erfolgreich ein solches Konzept sein kann. Der Zivildienst könnte als sinnvolle Ergänzung dienen, indem er praxisnahes Lernen und gesellschaftliche Verantwortung verbindet. Besonders Bereiche wie Gebäudetechnik, Bauhandwerk und Katastrophenschutz bieten sich laut Schwannecke für diesen Ansatz an.

    ZDH

    17. Dezember 2025

    Razzia gegen Schwarzarbeit in Berlin

    Die Staatsanwaltschaft Berlin hat erneut Wohnungen und Geschäftsräume zweier Unternehmer durchsuchen lassen, die mit Scheinrechnungen Schwarzarbeit in der Gebäudereinigung verdeckt haben sollen. Dabei werden Rechnungen für Leistungen ausgestellt, die nie erbracht wurden. Firmen überweisen die Rechnungssummen offiziell, erhalten das Geld abzüglich einer Provision in bar zurück und schaffen so Schwarzgeld. Mit diesen Bargeldflüssen werden Löhne illegal gezahlt sowie Steuern und Sozialabgaben umgangen, Beschäftigte sind oft gar nicht oder nur niedrig gemeldet. Die Durchsuchungen sind Teil eines bundesweiten Verfahrens gegen 25 Beschuldigte. Der Schaden soll rund 40 Millionen Euro betragen.

    Tagesspiegel

    17. Dezember 2025

    Kaum legale Haushaltshilfen

    Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft waren 2024 nur rund 250.000 Haushaltshilfen angemeldet, wobei mehr als vier Millionen Haushalte eine solche beschäftigen. Der Umsatz der Schattenwirtschaft in diesem Bereich stieg innerhalb von zwei Jahren um 15 Prozent auf rund 11,4 Milliarden Euro. Dabei entlasten Haushaltshilfen vor allem Frauen, die weiterhin den Großteil der Hausarbeit übernehmen, und ermöglichen ihnen mehr Erwerbstätigkeit. Das Institut fordert daher politische Anreize wie ein Gutscheinmodell nach schwedischem Vorbild, um legale Beschäftigung attraktiver zu machen.

    IW Köln

    16. Dezember 2025

    Rückblick und Ausblick Innung Österreich

    Die Aktivitäten der österreichischen Landesinnung für Chemische Gewerbe und Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger standen 2025 im Zeichen der Mitgliederunterstützung, unter anderem durch Förderungen für Ausbildung und Normen, kostenlose Schulungen und Branchenveranstaltungen, gezielte Kampagnen zur Lehrlings- und Fachkräftegewinnung, Fachkräfteaustausch mit Deutschland und Kollektivvertragsverhandlungen. Für 2026 plant die Organisation verstärkte Image- und Öffentlichkeitsarbeit, weitere Lobbying-Maßnahmen und gezielte Weiterbildungsangebote. Auch Beratungsleistungen zu Fach- und Rechtsfragen sowie die Fortführung digitaler Lernangebote sollen den Mitgliedern weiterhin zugutekommen.

    WKO

    16. Dezember 2025

    Insolvenzen nehmen weiter zu

    Im Jahr 2025 nahm die Zahl der Insolvenzen in Deutschland spürbar zu. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die beantragten Regelinsolvenzen im November um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den ersten drei Quartalen wurden insgesamt 18.125 Unternehmensinsolvenzen gemeldet, ein Plus von 11,7 Prozent. Die Forderungen der Gläubiger gingen trotz steigender Fallzahlen zurück. Besonders hoch war die Insolvenzhäufigkeit in den Bereichen Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe sowie Bau. Auch die Verbraucherinsolvenzen legten zu und lagen von Januar bis September 2025 um 8,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.

    Destatis

    16. Dezember 2025

    Zweifel an EU-Kurswechsel bei Verbrennern

    Führende Ökonominnen und Ökonomen haben die geplante Lockerung der CO₂-Vorgaben für Neuwagen in der EU deutlich kritisiert. Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, warnte, dass eine Abkehr vom Verbrenner-Aus weder die strukturellen Probleme der Autoindustrie löse noch langfristig Arbeitsplätze sichere. Auch Fachleute von IW, IMK und Ifo bezeichneten die Debatte als Symbolpolitik und verwiesen darauf, dass Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge bis 2035 ohnehin die besseren Produkte sein dürften. Statt politischer Kurswechsel sehen sie den eigentlichen Handlungsbedarf im technologischen Rückstand der deutschen Hersteller und in klaren, verlässlichen Rahmenbedingungen für die Transformation der Branche.

    Zeit Online

    16. Dezember 2025

    Ausbildungsmarkt unter Druck

    Die angespannte wirtschaftliche Lage führt 2025 zu einem Rückgang auf 476.000 neue Ausbildungsverträge. Das sind insgesamt 2,1 Prozent weniger, mit deutlichen Einbrüchen vor allem in Industrie und Handel. Gleichzeitig sinkt das Ausbildungsplatzangebot mit rund 530.000 Stellen so stark wie seit der Coronapandemie nicht mehr, insbesondere unter den betrieblichen Angeboten. Während die Nachfrage bei den Jugendlichen leicht steigt, nimmt die Zahl unbesetzter Stellen ab, doch 84.400 junge Menschen bleiben weiterhin ohne Ausbildungsplatz. Das ist der höchste Wert seit 2010. Laut BIBB-Präsident Esser droht ein künftiger Fachkräftemangel, wenn Betriebe jetzt nicht in Ausbildung investieren.

    BIBB

    15. Dezember 2025

    EU verabschiedet sich von Verbrenner-Aus

    Die EU-Kommission will laut Presse-Informationen vorschlagen, auch nach 2035 Neuwagen mit Verbrennertechnologie zuzulassen. Damit kehrt sie dem ursprünglich geplanten Verbot deutlich den Rücken. EVP-Chef Manfred Weber spricht von einer 90- statt 100-prozentigen CO₂-Reduktion und erklärt das „Technologieverbot“ damit für erledigt. Während CDU und CSU die Wende begrüßen, warnt die Industrie vor neuer Unsicherheit und einem Rückstand in der Elektromobilität. Klimaschützer sehen die EU-Klimaziele gefährdet, Branchenexperten kritisieren zusätzliche Parallelentwicklungen. Die offiziellen Vorschläge der Kommission werden kommende Woche erwartet.

    Merkur

    15. Dezember 2025

    Was bremst die wirtschaftliche Entwicklung?

    Die deutsche Wirtschaft steckt in einem tiefgreifenden Strukturwandel, der Produktivität und Wachstum spürbar dämpft. Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demografie und geopolitische Spannungen treffen das industriestarke Deutschland besonders hart, während zusätzlich Bürokratie und Defizite in der Infrastruktur Anpassungen erschweren. Entsprechend wächst das Bruttoinlandsprodukt 2025 nur um 0,1 Prozent, bevor es sich in den nächsten beiden Jahren moderat auf 0,8 Prozent und 1,1 Prozent erholt. Belastend wirken zudem die US-Zölle, die den Welthandel bremsen und europäische Exporte schwächen. Eine bessere Entwicklung wäre durch Reformen möglich, die das Arbeitsangebot und die Produktivität erhöhen.

    Ifo Institut

    15. Dezember 2025

    Berlin wird Vorreiter bei Mindestlohn

    Der Berliner Senat hebt den Landesmindestlohn ab Januar auf 14,84 Euro an, 2027 auf 15,59 Euro und liegt damit deutlich über dem bundesweiten Mindestlohn. Rund 350.000 Beschäftigte in landesnahen Bereichen und Organisationen profitieren von der Erhöhung.. Der Landesmindestlohn ist an die bundesweite Entwicklung gekoppelt, liegt aber weiterhin spürbar höher. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe betont den Schritt als Signal für soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität. Berlin will damit eine Vorreiterrolle für faire Löhne einnehmen.

    Haufe

    15. Dezember 2025

    EU beschließt ambitioniertes Klimaziel

    Die EU hat sich politisch darauf geeinigt, die Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Dies ist eine Zwischenetappe zur Klimaneutralität 2050. Um Preissteigerungen für Verbraucher zu vermeiden, müssen für Brennstoffe noch ein Jahr länger keine Klimazertifikate gekauft werden. Bis zu fünf Prozentpunkte des Ziels dürfen ab 2036 durch solche Zertifikate aus dem Ausland erbracht werden. Dies löst Kritik wegen möglicher Schlupflöcher aus. Die Kommission soll alle zwei Jahre prüfen, ob der Kurs wirtschaftlich und wissenschaftlich tragfähig bleibt. Trotz Abschwächungen sehen Befürworter ein wichtiges Signal für Planungssicherheit, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

    WiWo

    12. Dezember 2025

    Maschinenbau sieht Gefahr für Standort

    Der Maschinen- und Anlagenbau warnt vor einer Abwanderung von Produktion und Innovation, sofern Deutschland keine besseren Standortbedingungen schaffe. VDMA-Präsident Kawlath fordert niedrigere Steuern, flexiblere Arbeitszeiten und Reformen im Sozialstaat, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Bürokratie, hohe Abgaben und neue Vorgaben wie das Tariftreuegesetz belasteten besonders kleine Betriebe. Gleichzeitig setzen US-Zölle und der wachsende Wettbewerb aus China die exportorientierte Branche stark unter Druck. Trotz einzelner Fortschritte in der EU sieht der Verband nur mit umfassenden Reformen Chancen für Wachstum, Innovation und den Erhalt von Arbeitsplätzen.

    VDMA

    12. Dezember 2025

    Ist die Grundsteuerreform verfassungsgemäß?

    Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die Grundsteuerreform der Verfassung nicht widerspricht und die Finanzämter zur Bewertung von Immobilien Bodenrichtwerte nutzen dürfen. Durchschnittswerte statt individueller Berechnungen verletzen nach Ansicht des Gerichts nicht den Gleichheitsgrundsatz. Geklagt hatten Eigentümer aus Köln, Berlin und Sachsen, die bereits in erster Instanz verloren hatten. Kritiker und Verbände wie „Haus & Grund“ wollen die Reform möglicherweise dennoch vor das Bundesverfassungsgericht bringen. Das Gesetz betrifft rund 36 Millionen Grundstücke und ist eine wichtige Einnahmequelle der Kommunen.

    Spiegel Online

    12. Dezember 2025

    Erfolgreicher Start für neue Reinigungsfachmesse

    Die Clean Pro Expo feiert vom 15. bis 17. September 2026 ihre Premiere in Friedrichshafen und verzeichnet bereits in der frühen Anmeldephase eine unerwartet starke Ausstellerresonanz, sodass die Hallenplanung eher als geplant beginnen kann. Zahlreiche renommierte Marken und Dienstleister bestätigen mit ihrer Teilnahme den Bedarf an einer neuen, klar fokussierten Fachmesse für moderne Reinigungslösungen in der D-A-CH-Region und Norditalien. Mit rund 200 Ausstellern, praxisnahen Themenschwerpunkten sowie einem hochwertigen Rahmenprogramm setzt die Messe auf Innovation, Effizienz und regionale Vernetzung.

    Clean Pro Expo

    12. Dezember 2025

    Regionale Folgen der US-Zölle

    Die neue Ifo-Studie zeigt deutliche regionale Unterschiede darin, wie sich die US-Zölle in Höhe von 15 Prozent auswirken. Besonders Industriezentren wie Salzgitter, Böblingen, Wolfsburg und Ingolstadt verzeichnen spürbare Wertschöpfungsverluste, während Dienstleistungsregionen wie Potsdam leichte Zugewinne erzielen. Ursache sind vor allem die unterschiedlichen lokalen Wirtschaftsstrukturen: Industriegebiete leiden stärker, während Dienstleister Marktanteile gewinnen können. Am stärksten betroffen sind Regionen mit hohem Automobil- und Metallanteil, die teils über ein Prozent Wertschöpfung einbüßen.

    Ifo Institut

    11. Dezember 2025

    EU-Lieferkettengesetz wird aufgeweicht

    Die EU hat sich darauf geeinigt, das Lieferkettengesetz deutlich abzuschwächen. Es soll nun nur noch für sehr große Unternehmen ab 5.000 Beschäftigten und 1,5 Milliarden Euro Umsatz gelten. Zivilrechtliche Haftungsregeln entfallen, Klimahandlungspläne werden gestrichen, und bei Verstößen drohen maximal drei Prozent Umsatzstrafe. Die Reform ist Ergebnis eines politischen Machtkampfs, in dem Konservative mit Unterstützung rechter Parteien die Abschwächung durchsetzten – gegen den Widerstand von Sozialdemokraten, Liberalen und Grünen. Kritiker sprechen von einem Rückschritt für Menschenrechte und Klimaschutz und warnen vor langfristigen Folgen für die Zusammenarbeit im Europaparlament.

    Süddeutsche Zeitung

    11. Dezember 2025

    Dortmund wird 2026 zum Branchentreffpunkt

    Die „maintenance Dortmund“ und die parallel laufende Messe „Pumps & Valves“ erwarten im Februar mit über 310 Ausstellern eine Rekordbeteiligung und bilden den zentralen Treffpunkt für industrielle Instandhaltung und Prozesstechnik. Der Messeverbund mit „Logistics & Automation“ und „Empack Special“ will ein synergiereiches Umfeld für Innovationen und Investitionsentscheidungen schaffen. Unter dem Leitmotiv „Zukunft sichern – Stillstand vermeiden“ erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in Smart Maintenance, Arbeitsschutz, Digitalisierung und neue Technologien.

    My Factory

    11. Dezember 2025

    Arbeitgeberfreundliches Jahr kommt

    Zumindest was die Anzahl der Arbeitstage betrifft, können sich Unternehmen freuen. Im Jahr 2026 steigt diese bundesweit auf durchschnittlich 250,5 und damit um rund 2,4 Tage. Grund ist, dass mehrere Feiertage auf Wochenenden fallen. Für Unternehmen bedeutet das eine höhere potenzielle Kapazitätsauslastung und zusätzliche Produktionstage, auch wenn der tatsächliche Effekt je nach Branche variiert. Da ein zusätzlicher Arbeitstag das Bruttoinlandsprodukt im Schnitt um etwa 0,1 Prozentpunkte erhöht, können Betriebe insgesamt mit einem leichten konjunkturellen Impuls rechnen. Besonders relevant ist die Lage dieser Tage im Kalenderjahr: extra Arbeitstage außerhalb der ruhigen Jahresendphase wirken besonders produktivitätssteigernd.

    Destatis

    11. Dezember 2025

    Strengere Regeln für abgelehnte Asylsuchende?

    Die EU-Staaten haben sich auf schärfere Rückführungsregeln geeinigt. Abgelehnte Asylsuchende sollen neue Mitwirkungspflichten erhalten und bei fehlender Kooperation mit Leistungskürzungen rechnen müssen. Die Innenminister wollen zudem Rückführungszentren an den EU-Außengrenzen ermöglichen und das Konzept sicherer Drittstaaten erweitern, sodass Abschiebungen auch ohne persönliche Verbindung zum Drittstaat möglich werden. Parallel dazu wurden neue Solidaritätsbeiträge beschlossen, die besonders belastete EU-Länder entlasten sollen. Die Zahl der Asylsuchenden in Europa ist zuletzt deutlich gesunken. Die Maßnahmen müssen noch vom EU-Parlament gebilligt werden.

    Zeit Online

    10. Dezember 2025

    Industrieproduktion überrascht mit starkem Plus

    Die deutsche Produktion ist im Oktober überraschend um 1,8 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Wert seit März. Ökonomen hatten nur ein leichtes Plus erwartet, warnen aber weiter wegen schlechter Stimmung und Materialmangel vor zu viel Optimismus. Trotz des aktuellen Anstiegs bleibt das Produktionsniveau niedrig. Der BDI rechnet insgesamt mit einem zweiprozentigen Rückgang für 2025 und spricht von einem „strukturellen Abstieg“. Besonders Maschinenbau und Elektronik legten zuletzt zu, während die Autoindustrie Einbußen verzeichnete.

    WiWo

    10. Dezember 2025

    Rekordanteil bei erneuerbaren Energien

    Deutschland erzeugte im dritten Quartal über 64 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien, ein neuer Höchstwert für diesen Zeitraum. Wind- und Solarenergie stellten zusammen fast die Hälfte der Gesamtproduktion, während der Kohleanteil deutlich weiter sank. Insgesamt wurden 98,3 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt, ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Stromimporte gingen um fast 12 Prozent zurück, Exporte stiegen um knapp sechs. Der Eigenverbrauch privater PV-Anlagen gewinnt dabei an Bedeutung, da laut Fraunhofer Institut 17 Prozent des erzeugten Solarstroms direkt genutzt oder gespeichert werden.

    n-tv

    10. Dezember 2025

    Einbruch in Gebäudereinigung in Eutingen

    Unbekannte sind vergangene Woche gewaltsam in den Lagerraum einer Gebäudereinigung in Eutingen bei Pforzheim eingedrungen. Die Täter entwendeten zwei Industriestaubsauger, eine Bodenputzmaschine und einen Wischmopp im Wert von rund 2.000 Euro. Die Polizei Pforzheim hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft auf Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

    Inside BW

    10. Dezember 2025

    Personalnachfrage stagniert

    Im dritten Quartal 2025 wurden in Deutschland etwas über eine Million offene Stellen gezählt, also zwei Prozent weniger als im Vorquartal und 19 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie die IAB-Stellenerhebung zeigt. Die Nachfrage bleibt damit schwach, vor allem in Ostdeutschland, wo auf 100 Stellen 354 Arbeitslose kommen. Rund 80 Prozent der offenen Stellen waren sofort zu besetzen, die Vakanzrate sank auf 2,3 Prozent. Arbeitsmarktforscher sehen darin ein Signal für eine anhaltende Zurückhaltung bei Neueinstellungen und ein Stagnieren der Arbeitsmarktnachfrage.

    IAB

    09. Dezember 2025

    Rückblick auf Deutschen Handwerkstag 2025

    Beim Deutschen Handwerkstag in Frankfurt am Main bestätigte die ZDH-Vollversammlung Jörg Dittrich einstimmig für eine zweite Amtszeit als ZDH-Präsident bis 2028. Die Delegierten wählten zudem ein neues Präsidium und verabschiedeten sechs langjährige Mitglieder mit Dank für ihr Engagement. Dittrich kündigte an, die Einheit des Handwerks zu stärken und bessere politische Rahmenbedingungen einzufordern. Begleitet wurden die Vollversammlungen von der Ehrung der Bundessiegerinnen und Bundessieger der Deutschen Meisterschaft im Handwerk. Den Abschluss bildete die Festveranstaltung mit der Vergabe des Heribert-Späth-Preises im Palmengarten.

    ZDH

    09. Dezember 2025

    Rentenpaket sorgt für scharfe Kritik

    Der Bundestag hat das umstrittene Rentenpaket beschlossen, das das Rentenniveau bis 2031 stabilisieren und dafür Milliarden an Steuergeldern mobilisieren soll. Wirtschaftsverbände kritisieren, dass echte Reformen vertagt würden und das System für kommende Generationen finanziell aus dem Ruder laufe. ZDH-Präsident Jörg Dittrich warnt, Leistungsausweitungen wie die festgeschriebene Haltelinie oder die Mütterrente verschärften die Finanzierungskrise, und Prüfaufträge ersetzten keine Reformen. Auch andere Verbände sprechen von einem ungedeckten Scheck und fordern etwa eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung. Eine Rentenkommission soll bis 2026 Vorschläge vorlegen.

    n-tv

    09. Dezember 2025

    Siegerehrung der Deutschen Meister im Handwerk

    Bei der 74. Deutschen Meisterschaft im Handwerk wurden im Rahmen des oben genannten Handwerkstags insgesamt 292 junge Talente ausgezeichnet – 120 Bundessiegerinnen und -sieger, 95 Zweit- und 77 Drittplatzierte aus über 3.000 Teilnehmenden. Die Gewinnerinnen und Gewinner überzeugten in ihren Gewerken mit außergewöhnlicher Präzision und Kreativität. ZDH-Präsident Jörg Dittrich würdigte sie als Zukunftsträger des Handwerks und betonte ihre Vorbildfunktion. Ergänzend wurden 50 Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs „Die gute Form“ geehrt, davon 22 Erstplatzierte. Die Feier zeigte eindrucksvoll die Leistungsstärke und Gestaltungskraft des jungen Handwerks.

    ZDH

    09. Dezember 2025

    Rentenpaket mit knapper Kanzlermehrheit beschlossen

    Der Bundestag hat das umstrittene Rentenpaket in namentlicher Abstimmung mit 318 Ja-Stimmen bei 224 Nein-Stimmen und 53 Enthaltungen verabschiedet und damit die notwendige Kanzlermehrheit von 316 Stimmen erreicht. Alle Ja-Stimmen kamen aus der Regierungskoalition, während es vor allem in der Union vereinzelt Widerstand junger Abgeordneter gegen die aus ihrer Sicht generationenungerechten Kosten gab. Beschlossen wurden unter anderem die Stabilisierung des Rentenniveaus bis 2031, die Ausweitung der Mütterrente sowie Maßnahmen zur Stärkung der Betriebs- und Aktivrente.

    Zeit

    08. Dezember 2025

    Stagnation statt Aufbruch

    Das Geschäftsklima in Deutschland bewegt sich laut den aktuellen Zahlen des Ifo Instituts 2025 kaum und bleibt deutlich hinter den Vorjahren zurück. Die Geschäftslage ist demnach nahezu unverändert, nur die Erwartungen stiegen leicht. Dabei zeigen sich Branchenunterschiede: Industrie und Handel bleiben überwiegend pessimistisch, Bau und Gastgewerbe verbessern sich moderat. Einzelne Sektoren wie Chemie oder Verlage verzeichnen Rückgänge. Insgesamt sei von einer echten Erholung keine Spur, so Klaus Wohlrabe vom Ifo Institut.

    Ifo Institut

    08. Dezember 2025

    Föderale Modernisierung für mehr Effizienz

    Bund und Länder haben sich auf der Ministerpräsidentenkonferenz auf eine umfassende „Föderale Modernisierungsagenda“ mit über 200 Maßnahmen geeinigt, um die Verwaltung handlungsfähiger zu machen und Bürger sowie Wirtschaft zu entlasten. Große Wirkung wird insbesondere bei IT-Strukturen und digitalen Verfahren erwartet. Einzelne Punkte, vor allem im Bau- und Planungsrecht, bleiben vorerst offen. Vereinfachte Personalausweise für Senioren und die Anerkennung digitaler Kommunikation sollen Erleichterung bringen. Trotz des ambitionierten Ansatzes bleiben viele Details unklar, die praktische Umsetzung wird Jahre in Anspruch nehmen.

    Heise

    08. Dezember 2025

    Jobsuche von Bürgergeld-Empfängern

    Eine aktuelle Befragung zeigt, dass mehr als die Hälfte der Bürgergeldempfänger in den letzten vier Wochen keinen Job gesucht hat, häufig wegen psychischer oder chronischer Erkrankungen. Gleichzeitig haben knapp 43 Prozent noch nie ein Stellenangebot vom Jobcenter erhalten, und Weiterbildungsmaßnahmen erreichen oft nur Personen mit niedrigem Bildungsgrad. Viele sehen den Mangel an passenden Stellen, fehlende Kinderbetreuung oder Pflegepflichten als Hindernis. Experten fordern eine bessere Vermittlung, passgenaue Qualifizierungen und mehr geförderte Beschäftigung, um Arbeitsmarktchancen realistisch zu erhöhen.

    Bertelsmann-Stiftung

    08. Dezember 2025

    Kostet die Mindestlohnerhöhung Jobs?

    Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar von 12,82 auf 13,90 Euro, was laut Ifo-Institut zahlreiche Unternehmen unter Druck setzt. Nach einer Befragung sind 37 Prozent der Betriebe direkt betroffen und planen zum Teil Stellenabbau, Preiserhöhungen oder geringere Investitionen. Besonders stark trifft es das Gastgewerbe mit 77 Prozent betroffenen Unternehmen sowie den Einzelhandel mit 71 Prozent. Ifo-Forschende warnen, die Erhöhung komme in einer Phase wirtschaftlicher Schwäche und zeige deutlich stärkere Effekte als im Jahr 2022. Gleichzeitig profitieren rund sechs Millionen Beschäftigte. Die politische Debatte über weitere Anhebungen hält an.

    Stern Online

    05. Dezember 2025

    Krankenkassen fordern Sparmaßnahmen

    Die gesetzlichen Krankenkassen schlagen ein Sparpaket von 50 Milliarden Euro vor, um einen möglichen Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 17,5 Prozent auf bis zu 22,7 Prozent bis 2040 zu bremsen. Der GKV-Spitzenverband fordert konkret Einsparungen in Krankenhäusern, bei niedergelassenen Ärzten und in der Pharmaindustrie, etwa durch gedeckelte Pflegekosten in Kliniken und strengere Preisregeln für Medikamente. Die Kassen fordern zudem mehr staatliche Beteiligung, darunter voll kostendeckende Beiträge für Bürgergeldempfänger, steuerfinanzierte Ausbildungskosten und einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel.

    Spiegel Online

    05. Dezember 2025

    Einzelhandel im Pleitenhoch

    Im deutschen Einzelhandel gab es zwischen August 2024 und August 2025 insgesamt 2.490 Insolvenzen und damit den höchsten Wert seit 2016. Betroffen waren zuletzt unter anderem Görtz, Gerry Weber, Wormland und Esprit, während Händler wie Depot und Kodi ihre Filialnetze stark verkleinerten. Fachleute erwarten aber künftig eine langsamer steigende Zahl von Insolvenzen, da sich die wirtschaftlichen Aussichten leicht verbessern. Besonders stark belastet bleibt die Branche durch strukturelle Veränderungen und den Druck großer Online-Marktplätze, denen viele kleinere Händler technologisch kaum standhalten.

    Zeit Online

    05. Dezember 2025

    Weniger Abhängigkeit von Chinas Rohstoffen

    Die EU-Kommission will mit einem neuen Zentrum für Kritische Rohstoffe gemeinsame Einkäufe koordinieren und Vorräte anlegen, um die starke Abhängigkeit von chinesischem Lithium und Seltenen Erden zu verringern. China nutzt seine Dominanz zunehmend als politisches Druckmittel, was zu Lieferverzögerungen führt. Brüssel reagiert mit vereinfachten Genehmigungen für Minen und Fabriken sowie rund einer Milliarde Euro Förderung, ergänzt durch EIB-Kredite wie für das Unternehmen „Vulcan Energy“. Zusätzlich sollen Recyclingquoten steigen und Exportbeschränkungen für Metallabfälle kommen. Die EU sucht zudem verstärkt nach alternativen Lieferpartnern weltweit.

    n-tv

    05. Dezember 2025

    Privatversicherte müssen tiefer in die Tasche greifen

    Zum Jahreswechsel müssen rund 60 Prozent der Privatversicherten mit höheren Krankenkassenbeiträgen rechnen. Laut Verband der Privaten Krankenversicherung steigen ihre Tarife im Schnitt um etwa 13 Prozent. Grund sind dauerhaft wachsende Ausgaben im Gesundheitswesen. Neben mehreren privaten Anbietern warnen auch gesetzliche Kassen vor steigenden Beiträgen. Ein geplantes Sparpaket der Bundesregierung steckt jedoch fest, weil der Bundesrat es vorerst blockiert.

    Deutsches Ärzteblatt

    04. Dezember 2025

    Vergabe nur nach Preis führt in die Sackgasse

    In vielen Berliner Bezirken wird die Gebäudereinigung weiter überwiegend nach dem niedrigsten Preis vergeben, wie eine Publikation von „Joboption Berlin“ zeigt. Dies hat spürbare Folgen für Qualität und Arbeitsbedingungen. Ohne konsequente Konzeptbewertung bleiben demnach entscheidende Kriterien wie Reinigungsplanung, Arbeitsorganisation und Qualifizierung der Beschäftigten unberücksichtigt, was besonders in der Tagesreinigung problematisch ist. Beim überbezirklichen Fachaustausch im Mai 2025 arbeiteten Vertreterinnen und Vertreter aus acht Bezirken anhand anonymisierter Bieterkonzepte an einer praxisnahen, rechtssicheren Bewertung.

    Arbeit gestalten

    04. Dezember 2025

    BDI warnt vor historischer Industriekrise

    Die deutsche Industrie steuert laut aktuellem Industriebericht des BDI auf das vierte Schrumpfungsjahr in Folge zu, ein Minus von zwei Prozent gilt als wahrscheinlich. BDI-Präsident Peter Leibinger spricht von einem strukturellen Abstieg, der Schlüsselbranchen wie Chemie, Maschinenbau und Stahl hart treffe, während Baubranche und Autoindustrie leichte Stabilisierung zeigen. Der Verband kritisiert fehlende Reformen, mahnt konsequenten Bürokratieabbau und fordert eine wirtschaftspolitische Wende mit klaren Prioritäten für Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Wachstum.

    n-tv

    04. Dezember 2025

    Unerwartete Inflation im Euroraum

    Die Teuerungsrate in der Eurozone ist im November überraschend auf 2,2 Prozent gestiegen und liegt damit erneut über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. Besonders Dienstleistungen trieben die Preise nach oben, während die Energiepreise nicht mehr so stark dämpften. Die Kerninflation verharrte bei 2,4 Prozent, was laut Ökonomen zeigt, wie zäh der Rückgang verläuft. Auch Lebensmittel wie Kaffee und Schokolade wurden teurer. Einige Notenbanker deuten bereits an, dass weitere Zinssenkungen vorerst vom Tisch sein könnten.

    Tagesschau

    04. Dezember 2025

    Drei Wochen Bahnchaos rund um Stuttgart

    Die Bahn sperrt im Advent erneut wichtige Strecken für den Ausbau des digitalen Zugsicherungssystems ETCS. Bis 21. Dezember kommt es in der Region Stuttgart zu Zugausfällen, Umleitungen und Verspätungen mit Auswirkungen auf ganz Süddeutschland. Fernzüge Richtung München fahren nur eingeschränkt, teils über Esslingen statt über Stuttgart. Der IC nach Nürnberg fällt sogar komplett aus. Grund sind komplexere Arbeiten am digitalisierten Bahnknoten Stuttgart, die auch die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 verzögern.

    n-tv

    03. Dezember 2025

    Mehr Finanzierungsspielraum für Gründer

    Die KfW hebt den Höchstbetrag des „ERP-Gründerkredits“ von 125.000 auf 200.000 Euro an und erweitert den Rahmen für Betriebsmittel auf 80.000 Euro. Gründer, Nachfolger und Jungunternehmen, die bis zu fünf Jahren am Markt sind, können das zinsgünstige Darlehen über ihre Hausbank beantragen. Dabei übernimmt die KfW 80 Prozent des Ausfallrisikos. Förderfähig sind kleine Unternehmen im Haupt- oder Nebenerwerb mit weniger als 50 Beschäftigten und maximal zehn Millionen Euro Umsatz oder Bilanzsumme. Finanziert werden können etwa Gebäude, Maschinen oder Warenbestände. Laut KfW-Vorständin Melanie Kehr soll die Erhöhung das Gründungsgeschehen stärken und zu unternehmerischen Schritten ermutigen.

    Handwerksblatt

    03. Dezember 2025

    Streit um Aussagen der Arbeitsministerin

    Die SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas kritisierte beim Juso-Kongress die ablehnende Reaktion von Wirtschaftsvertretern auf das Rentenpaket und sprach von einem „Kampf“ zwischen Arm und Reich. Arbeitgeberverbände reagierten scharf und werteten die Aussagen als beispiellose Kampfansage sowie ökonomisch falsch. Mittelstands- und Bauverbände warnten vor spaltender Rhetorik, FDP-Chef Dürr forderte sogar Bas’ Entlassung. Die Ministerin verteidigte sich in Brüssel und betonte, sie habe auf die schwindende Tarifbindung und Gefahren für die Sozialpartnerschaft hingewiesen.

    RND

    03. Dezember 2025

    Mittelstand investiert wenig

    Eine aktuelle Studie der DZ-BANK und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken meldet eine auf 63 Prozent gesunkene Investitionsbereitschaft mittelständischer Firmen. Dies sei der niedrigste Wert seit 2009. Trotz leicht verbesserter aktueller Geschäftslage trüben sich die Erwartungen deutlich ein, die Bürokratie bleibe der größte Belastungsfaktor und die Sorge um Auftragsmangel ist sehr hoch. Der Druck durch chinesische Konkurrenz wächst demnach, während hierzulande bessere Standortbedingungen und schnellere Innovationsprozesse gefordert werden.

    BVR

    03. Dezember 2025

    Inflation bleibt hartnäckig

    Die Teuerung verharrte in Deutschland im November wie im Oktober bei 2,3 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich dabei deutlich, während die Lebensmittelpreise nur noch moderat stiegen. Die Energiepreise brachten kaum mehr Entlastung. Damit lag die Inflation bereits den vierten Monat über der wichtigen Zwei-Prozent-Marke. Fachleute verweisen auf die schwache Konjunktur und die gedrückte Konsumstimmung trotz anhaltender Preissteigerungen. Eine spürbare Erleichterung für Verbraucherinnen und Verbraucher dürfte demnach noch mehrere Monate auf sich warten lassen.

    Rheinische Post

    02. Dezember 2025

    Kehrtwende beim Verband der Familienunternehmer

    Nach harter Kritik und Austritten von Mitgliedsunternehmen wie Rossmann, Vorwerk und Fritz-Kola hat der Verband der Familienunternehmer seine Haltung gegenüber der AfD geändert. Präsidentin Marie-Christine Ostermann räumte ein, dass die Einladung von AfD-Abgeordneten zu einem parlamentarischen Abend ein Fehler war. Es sei der falsche Eindruck vermittelt worden, die Partei stärken zu wollen. Künftig sollen andere Wege der kritischen Auseinandersetzung gefunden werden, während sich der Verband klar von Extremisten distanziert. In den kommenden Wochen sollen Mitgliedsunternehmen über den Umgang mit der AfD diskutieren und sich bei Landtagswahlen deutlich positionieren. Der Schritt wurde von CDU- und SPD-Politikerinnen und -Politikern begrüßt.

    Zeit Online

    02. Dezember 2025

    Reallöhne steigen so stark wie noch nie in 2025

    Im dritten Quartal stiegen die Nominallöhne um 4,9 Prozent, während die Verbraucherpreise nur um 2,3 Prozent zulegten. Demnach wuchsen die Reallöhne, also die inflationsbereinigten Einkommen, um 2,7 Prozent. Besonders hohe Lohnzuwächse erzielten Beschäftigte in Erziehung, Finanzdienstleistungen sowie Wasser- und IT-Versorgung, während Bau, Handel und Gastgewerbe ein kleineres Lohnwachstum verzeichneten. Geringverdienende profitierten mit einem Plus von 7,2 Prozent überdurchschnittlich, während die obersten Einkommen auf 4,9 Prozent kamen. Auszubildende legten um 7,6 Prozent zu, Minijobber hingegen nur um 0,5 Prozent.

    Destatis

    02. Dezember 2025

    Geschäftsführergehälter wachsen langsamer

    Während die Löhne im Mittelstand seit 2022 stark gestiegen sind, haben sich die Gehälter von Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern nicht so weit nach oben entwickelt. Ihr Plus liegt bei rund 12 Prozent und damit deutlich unter dem durchschnittlichen Lohnanstieg von etwa 20 Prozent in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Während besonders Beschäftigte mit niedrigen Einkommen vom kräftigen Mindestlohnwachstum profitieren, bleibt der Zuwachs an der Unternehmensspitze vergleichsweise moderat.

    Datev

    02. Dezember 2025

    Verbraucherstimmung stabilisiert sich zum Jahresende

    Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im November ein gemischtes Bild. Während die Anschaffungsneigung zum zweiten Mal in Folge steigt und die Sparneigung sinkt, gehen sowohl die Einkommenserwartungen als auch die Konjunkturaussichten erneut zurück. Insgesamt führt dies dennoch zu einem leichten Anstieg des Konsumklimas, das für Dezember 2025 um 0,9 Punkte auf –23,2 Zähler klettert. Die aktuelle Entwicklung deutet auf ein stabiles Weihnachtsgeschäft hin, da die Konsumlaune nahezu dem Vorjahresniveau entspricht.

    NIM

    01. Dezember 2025

    Muss Deutschland mehr Neues wagen?

    Deutschland braucht mehr Investitionen in neue Wirtschaftszweige, vor allem durch privates Kapital. So das Ergebnis des KfW Research, das zeigt, dass Finanzierungen durch Wagniskapital als Wachstumsmotor wirken. Solche durch Venture Capital gestützte Start-ups schaffen im Schnitt mehr als doppelt so viele Jobs wie nicht VC-finanzierte und wachsen deutlich schneller als klassische Mittelständler. Mangelhafte Exit-Bedingungen treiben erfolgreiche Gründungen jedoch oft ins Ausland, weshalb regulatorische und steuerliche Reformen nötig sind. Zusätzlich empfiehlt KfW Research, traditionelle Standortfaktoren wie Arbeitskosten, Bürokratie und Unternehmenssteuern zu verbessern sowie Zölle als wirtschaftspolitisches Instrument zu nutzen.

    KfW

    01. Dezember 2025

    Arbeitsmarkt bleibt in der Seitwärtsbewegung

    Die schwache Konjunktur hinterlässt weiterhin deutliche Spuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Zwar sank die Zahl der Arbeitslosen im November leicht auf knapp 2,9 Millionen, doch gegenüber dem Vorjahr sind es 111.000 Arbeitslose mehr. Auch die Beschäftigung stagniert, und die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt gedämpft. BA-Chefin Andrea Nahles spricht von einem Arbeitsmarkt ohne Schwung, der trotz minimaler Entlastung im Monatsvergleich auf der Stelle tritt. Saisonbereinigt steigt die Arbeitslosigkeit sogar leicht, während die Zahl der Kurzarbeiter im September deutlich zulegte- Dies gilt als weiteres Signal für die anhaltende wirtschaftliche Schwäche.

    n-tv

    01. Dezember 2025

    Darauf hat sich der Koalitionsausschuss geeinigt

    Bis in die Tief in die Nacht hatten CDU und SPD am letzten Freitag getagt. Herausgekommen sind eine neue einkommensabhängige Kaufprämie für E-Autos und Plug-in-Hybride. Mit einer umfassenden Novelle des Baugesetzbuchs sollen Wohnungsbau und Bauen vereinfacht und beschleunigt werden. Außerdem hat sich der Ausschuss entschlossen, trotz Kritik aus der Jungen Union, am Rentenpaket festzuhalten, ergänzt jedoch um einen Entschließungsantrag, der weiteren Reformbedarf betont und die Arbeit einer Rentenkommission bis 2026 vorsieht.

    Morgenpost

    01. Dezember 2025

    Stellenabbau in viele Branchen

    Das Ifo-Beschäftigungsbarometer ist im November auf 92,5 Punkte gesunken und zeigt eine zunehmend restriktive Personalplanung der Unternehmen. Viele Firmen streichen weiter Stellen, da die schwache Konjunktur den Arbeitsmarkt belastet. In der Industrie setzt sich der Personalabbau nahezu flächendeckend fort. Auch Dienstleister agieren wieder vorsichtiger. Insbesondere das Gastgewerbe plant zusätzliche Stellenstreichungen, während allein Rechts- und Steuerberatungen kräftig einstellen wollen. Im Handel sinkt der Personalbedarf trotz Weihnachtsgeschäft, wohingegen das Baugewerbe einen leichten Anstieg verzeichnet und den höchsten Wert seit Mai 2022 erreicht.

    Ifo Institut

    28. November 2025

    Rossmann und Vorwerk verlassen Verband wegen AfD

    Der Verband „Die Familienunternehmer“ hat sich für Gespräche mit der AfD geöffnet. Dies war für die Drogeriekette Rossmann Anlass, ihre Mitgliedschaft zu kündigen. Auch Vorwerk will seine ruhende Mitgliedschaft nun formal beenden und kritisiert den Umgang des Verbands mit einer Partei, die nicht mit demokratischen Grundwerten vereinbar sei. Die Melitta-Gruppe zeigt sich überrascht und prüft ebenfalls eine mögliche Trennung. Während die Oetker Collection eine politische Stellungnahme verweigert, verteidigt der Verband seine Kursänderung: Man müsse sich inhaltlich mit der AfD auseinandersetzen, ohne deren Positionen zu akzeptieren.

    FAZ

    28. November 2025

    Best Practice Forum 2026: Call for Papers

    Am 14. und 15. September 2026 findet im „b’mine Frankfurt Airport“ das Forum der Fachzeitschrift „Der Facility Manager“ statt. Teilnehmende wählen die besten Projekte beim „Best Practice FM-Award” 2026 aus. Gesucht werden nun Einreichungen zu Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Gebäudetechnik und Dienstleistungssteuerung. Teilnahmeberechtigt sind Menschen aus dem Facility-Management, dem Immobilienmanagement, der Gebäudeverwaltung sowie Beratung gemeinsam mit Kundinnen und Kunden. Vorschläge mit Titel, Kurzbeschreibung und Angaben zu Vortragenden können bis 31. März 2026 eingereicht werden.

    Der Facility Manager

    28. November 2025

    Kritik an Reinigungswechsel im Bayerischen Landtag

    Im Bayerischen Landtag sorgen ab Dezember die Dr. Hoffmann Facility Services für Sauberkeit, der Vertrag mit der Wackler Service Group endet. Die bisherigen Reinigungskräfte sollen zwar übernommen werden, aber formal neu angestellt werden. Dies stellt ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und tarifliche Sicherheit infrage. Die IG BAU kritisiert das Vorgehen als „moralisch höchst verwerflich“ und bemängelt, dass Beschäftigte zur Kündigung gedrängt wurden, ohne ihre neuen Verträge gesehen zu haben. Der Landtag dagegen betont, dass alle neuen Verträge den tariflichen Bestimmungen entsprechen und die Situation rechtlich geprüft werde. Der Reinigungsauftrag wird alle vier Jahre neu ausgeschrieben.

    Abendzeitung München

    28. November 2025

    BIP stagniert im dritten Quartal

    Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte im dritten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal, lag aber 0,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Schwache Exporte dämpften die Konjunktur, während Ausrüstungsinvestitionen und staatlicher Konsum leichte Impulse setzten. Der private Konsum gab erstmals seit 2023 nach, Exporte sanken um 0,7 Prozent und Importe blieben insgesamt stabil. Die Dienstleistungsbereiche legten zu, während Baugewerbe und Verarbeitendes Gewerbe erneut rückläufig waren. Im europäischen Vergleich blieb Deutschland hinter Ländern wie Spanien und Frankreich zurück.

    Destatis

    27. November 2025

    Forderungen und Impulse am Arbeitgebertag

    Bundeskanzler Merz fordert beim Arbeitgebertag eine stärkere Beteiligung von Arbeitnehmern an Wohlstandsgewinnen und verweist auf betrieblichen Vermögensaufbau als zentrale Stellschraube. Arbeitgeber-Präsident Dulger warnt vor einem zu schnell wachsenden Sozialstaat und wünscht sich mehr Mut zu Reformen in der Koalition. Das geplante Rentenpaket solle gestoppt werden, da das Rentenniveau nur mit hohen Steuermitteln zu halten sei. Wirtschaftsministerin Reiche sieht Deutschland wirtschaftlich zurückfallen und fordert ein „Fitnessprogramm“ für niedrigere Energiekosten, weniger Bürokratie und tragfähige Sozialsysteme. Zudem plädiert sie für einen flexibleren Renteneintritt und eine stärkere private Altersvorsorge.

    Deutschlandfunk

    27. November 2025

    Auftragsboom im Bauhauptgewerbe

    Die Baubranche meldete im September den stärksten Auftragseingang seit März 2022 mit einem preis- und kalenderbereinigten Plus von 20,7 Prozent zum Vorjahr. Besonders dynamisch entwickelte sich der Tiefbau mit 22,4 Prozent Zuwachs, während der Hochbau um 18,9 Prozent zulegte. Gegenüber August stiegen die Aufträge im Tiefbau um 13,2 Prozent und im Hochbau um 1,7 Prozent. Die Umsätze erhöhten sich insgesamt um 5,1 Prozent zum Vormonat und 7,4 Prozent zum Vorjahr. Für die ersten neun Monate ergibt sich damit ein leichtes Wachstum von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

    Zeit Online

    27. November 2025

    Ausgezeichnete Ausbildung in Brandenburg

    Brandenburg hat vier Handwerksbetriebe für herausragende Ausbildungsqualität geehrt und ihnen und ihnen je 1000€ und eine Urkunde überreicht. Alpro Metallbau hat mit praxisnahen Projekten, digitaler Unterstützung und individueller Förderung überzeugt. Die HIS Dommisch GmbH setzt auf moderne Technik, hohe Praxisanteile und digitale Anwendungen in der Heizungs- und Sanitärtechnik. Der Familienbetrieb SGP Schwan Gerüstbau punktet bei der Jury mit nachhaltiger Ausbildung, KI-gestützten Abläufen und intensiver Betreuung. HTB Haustechnik wurde für innovative Schulungsformate, die enge Kooperationen mit Schulen und für ihr Engagement für Menschen mit Behinderung mit dem Sonderpreis ausgezeichnet.

    Handwerksblatt

    27. November 2025

    Deutschland investiert viel in Alterssicherung, spart bei Bildung und Investitionen

    Laut IW-Studie gibt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich besonders viel für soziale Sicherung aus: 2023 entfielen 41 % der Staatsausgaben darauf, vor allem für die Alterssicherung. Bildung und öffentliche Investitionen werden im Verhältnis zu Nachbar- und nordischen Ländern deutlich unterdurchschnittlich finanziert. Gleichzeitig sind die Verwaltungsausgaben in Deutschland auf 11 Prozent gestiegen und liegen damit über dem Niveau der anderen Länder.

    IW Köln

    26. November 2025

    Deutsche Wirtschaft erneut pessimistisch

    Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November erneut eingetrübt. Der Ifo-Index sank auf 88,1 Punkte, vor allem wegen zunehmend pessimistischer Erwartungen. Zwar beurteilen viele Unternehmen ihre aktuelle Lage etwas besser, doch im Verarbeitenden Gewerbe drücken rückläufige Aufträge und wachsende Skepsis auf das Klima. Der Dienstleistungssektor präsentiert sich stabiler, mit deutlicher Aufhellung im Tourismus, aber einem Rückschlag in Transport und Logistik. Im Handel verschlechtern sich Lage und Erwartungen, und der Einzelhandel startet enttäuschend ins Weihnachtsgeschäft. Auch im Bauhauptgewerbe belastet die schwache Nachfrage weiterhin die ohnehin vorsichtigen Aussichten.

    Ifo Institut

    26. November 2025

    Am meisten Ausfälle in der Reinigungsbranche

    Die Zahl der krankheitsbedingten Ausfalltage ist seit 2022 deutlich gestiegen. Besonders häufige Ursachen sind Atemwegs-, Muskel-, Skelett- und psychische Erkrankungen, die zusammen mehr als die Hälfte aller Fehltage ausmachen. Während Atemwegserkrankungen meist kurz, aber häufig auftreten, führen Belastungen von Psyche und Bewegungsapparat oft zu langen Ausfallzeiten. Ein ausgeprägtes regionales Gefälle zeigt zudem höhere Krankenstände im Norden als im Süden. Besonders stark betroffen ist die Reinigungsbranche, deren Beschäftigte sich am häufigsten krankmelden, gefolgt von Mitarbeitenden in Verkehr und Logistik, in der Fertigung sowie im Sicherheitsbereich.

    Augsburger Allgemeine Zeitung

    26. November 2025

    Scharfe Kritik am AfD-Kurs der Familienunternehmer

    Politiker von CDU, SPD und Grünen haben den überraschenden Kurswechsel des Verbands der Familienunternehmer verurteilt. Dieser hatte erstmals AfD-Vertreter zu einem parlamentarischen Abend eingeladen. Vertreter aus CDU-Sozial- und Wirtschaftsflügel warnten vor den Folgen nationalistischer AfD-Positionen für Export, Lieferketten und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Auch SPD und Grüne betonten, eine als rechtsextrem eingestufte Partei könne kein normaler Gesprächspartner sein. Die Stiftung Familienunternehmen und der CDU-Wirtschaftsrat distanzierten sich ebenfalls klar von einer Öffnung gegenüber der AfD.

    Zeit Online

    26. November 2025

    Großrazzia gegen Schwarzarbeit in der Reinigungsbranche

    Rund 130 Ermittelnde von Zollfahndung und Polizei haben in Hessen und im Saarland 22 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Dabei wurden Haftbefehle gegen zwei Beschuldigte vollstreckt und das Vermögen einer Reinigungsfirma gesichert. Ermittlungen richten sich gegen sechs Personen wegen Sozialversicherungsbetrug, Steuerhinterziehung und illegaler Schwarzlohnauszahlungen. Die beteiligte Firma soll bundesweit Dienstleistungen im Wert von 4,6 Millionen Euro erbracht haben. Ausgangspunkt der Aktion waren allerdings Drogenermittlungen, unter anderem wegen des Betriebs einer Marihuana-Plantage.

    FAZ

    25. November 2025

    Verdienstgrenze für Minijobs steigt

    Ab dem 1. Januar 2026 können Minijobberinnen und -jobber bis zu 603 Euro monatlich verdienen, 2027 steigt die Grenze auf 633 Euro. Grundlage ist die Koppelung an den Mindestlohn, der auf 13,90 Euro und dann auf 14,60 Euro steigt. Fast sieben Millionen Menschen arbeiten derzeit geringfügig, vor allem im Handel, der KFZ-Instandhaltung und in der Reinigungs- und Gastrobranche. Minijobs bieten flexible Verdienstmöglichkeiten ohne volle Steuer- und Sozialabgaben. Für die Einstufung als Minijob zählt das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt.

    Spiegel Online

    25. November 2025

    Fachleute fordern Stopp des Rentenpakets

    22 führende Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, darunter Jörg Rocholl, Clemens Fuest und Michael Eilfort, plädieren in einem Appell für ein Aussetzen des Rentenpakets der Bundesregierung. Sie warnen, dass die geplanten Maßnahmen wie Mütterrente, Aktivrente und Frühstartrente die öffentlichen Finanzen erheblich belasten würden. Stattdessen empfehlen sie, den gesetzlichen Status quo beizubehalten und Reformen über die Rentenkommission zu planen. Auch junge Unionsabgeordnete und die Grünen äußern Bedenken zur Finanzierbarkeit. Zu den Unterzeichnenden zählen unter anderem aktuelle und ehemalige Mitglieder des Sachverständigenrats.

    Zeit Online

    25. November 2025

    Tarifgespräche im Gebäudereiniger-Handwerk ohne Ergebnis vertagt

    Die Tarifparteien haben ihre Verhandlungen über einen möglichen zweiten Gewerkschaftsbonus für Reinigungskräfte nach der ersten Gesprächsrunde ergebnislos auf Januar 2026 verschoben. Während die IG BAU eine zusätzliche Jahressonderzahlung fordert, verweist die Arbeitgeberseite auf die schwache Wirtschaftslage und bereits hohe Lohnsteigerungen. Laut Arbeitgeberverband liegen die Positionen der Tarifpartner weit auseinander, sodass inhaltliche Differenzen vorerst nicht überwunden werden konnten.

    Die Gebäudedienstleister

    25. November 2025

    Existenzängste deutscher Unternehmen steigen

    Der Anteil der Firmen, die ihre wirtschaftliche Existenz als akut bedroht sehen, ist laut Ifo-Konjunkturumfrage auf 8,1 Prozent gestiegen. Im Oktober 2024 waren es noch 7,3 Prozent. Besonders der Auftragsmangel, hohe Kosten und bürokratische Hürden setzen Unternehmen unter Druck. Im Einzelhandel spüren 15 Prozent der Betriebe tiefgreifende wirtschaftliche Probleme, bei Dienstleistern sind es 7,6 Prozent. In der Industrie ist die Lage leicht entspannter als zuletzt mit 8,1 Prozent, im Bauhauptgewerbe geht der Anteil auf 6,3 Prozent zurück. Das Institut erwartet zudem einen weiteren Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in den kommenden Monaten.

    Ifo-Institut

    24. November 2025

    Wachsende Ungleichheit vor G20-Gipfel

    Die Entwicklungsorganisation Oxfam weist auf eine steigende Vermögensungleichheit weltweit hin. Das Vermögen der Milliardäre in den G20-Staaten wuchs im vergangenen Jahr umgerechnet um 1,9 Billionen Euro. Diese Summe wäre ausreichend, um 3,8 Milliarden Menschen aus der Armut zu helfen. Oxfam fordert die Staats- und Regierungschefs der G20 auf, ein internationales Gremium gegen Ungleichheit einzurichten und die Besteuerung von Superreichen voranzutreiben. Die Bekämpfung der Ungleichheit soll beim Gipfeltreffen in Johannesburg ein zentrales Thema sein.

    FAZ

    24. November 2025

    Deutschlandticket bis 2030 sicher

    Der Bundesrat hat die finanzielle Absicherung des Deutschlandtickets bis 2030 beschlossen. Insgesamt sollen dafür drei Milliarden Euro bereitgestellt werden, je zur Hälfte von Bund und Ländern, um Einnahmeverluste der Verkehrsunternehmen auszugleichen. Ab 2026 steigt der Preis von derzeit 58 Euro auf 63 Euro pro Monat, ab 2027 wird ein Preisindex eingeführt, der unter anderem Strom- und Personalkosten berücksichtigt. Rund 14 Millionen Menschen nutzen aktuell das Ticket, das als starkes Signal für den ÖPNV gilt und die Landeshaushalte entlastet.

    Zeit Online

    24. November 2025

    Unruhe um Vergabereform

    Handwerks- und Mittelstandsverbände der Bau- und Planungswirtschaft fordern, den Losgrundsatz im Vergabebeschleunigungsgesetz beizubehalten, um den fairen Wettbewerb und die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen zu sichern. Eine Ausweitung von Generalunternehmervergaben würde viele Mittelständler praktisch von öffentlichen Aufträgen ausschließen. Studien zeigten zudem, dass Generalunternehmer die Baukosten im Durchschnitt um zehn bis zwanzig Prozent erhöhen, ohne Projekte schneller fertigzustellen. Die Verbände betonen, dass nur Fach- und Teillosvergaben regionale Expertise, Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort sichern.

    ZDH

    24. November 2025

    Jobabwanderung setzt Wirtschaft unter Druck

    Zwischen 2021 und 2023 haben deutsche Unternehmen laut Statistischem Bundesamt rund 71.000 Stellen ins Ausland verlagert, während nur etwa 20.300 neue Jobs entstanden sind. Besonders die Warenproduktion verzeichnete starke Verluste. Hauptgründe für die Verlagerungen sind Kosteneinsparungen, strategische Entscheidungen sowie der Fachkräftemangel. Die Mehrheit der Unternehmen verlagerte ihre Aktivitäten in andere EU-Staaten.

    Zeit Online

    21. November 2025

    Was auf Deutschlands Ruheständler zukommt

    Die gesetzlichen Renten sollen laut neuem Rentenversicherungsbericht bis 2039 um rund 47 Prozent steigen, das sind durchschnittlich 2,8 Prozent pro Jahr. Für Juli 2026 wird sogar ein Plus von 3,7 Prozent erwartet, während der Beitragssatz ab 2028 spürbar anzieht. Eingepreist sind bereits die Effekte des umstrittenen Rentenpakets, das hohe Milliardenkosten mit sich bringt. Genau darüber diskutiert derzeit die Merz-Regierung: Die Junge Gruppe der Union will die langfristigen Belastungen nicht mittragen. Scheitert das Paket, drohen Verzögerungen bei mehreren zentralen Reformen und erneute Unruhe in der Rentenpolitik.

    Merkur

    21. November 2025

    China überholt die USA

    Die Volksrepublik ist wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner, allerdings vor allem durch stark steigende Importe getrieben, die laut Statistischem Bundesamt um 8,5 Prozent zulegten. Gleichzeitig brachen die deutschen Exporte in die USA und nach China deutlich ein, wodurch die Handelsbilanz weiter unter Druck gerät. Studien des Instituts der deutschen Wirtschaft warnen vor subventionierten Niedrigpreisen aus der Volksrepublik, die besonders die Autoindustrie treffen. Während chinesische Waren den deutschen Markt demnach zunehmend „fluten“, fordert das Institut von der EU entschlossene Gegenmaßnahmen wie Ausgleichszölle.

    n-tv

    21. November 2025

    IG BAU kämpft für Sonderzahlung

    Gebäudereinigerinnen und -reiniger sorgen täglich für Sauberkeit in Büros, Schulen und Krankenhäusern, doch leider oft ohne Anerkennung. Die Gewerkschaft IG BAU fordert nun eine Jahressonderzahlung als sichtbares Zeichen des Respekts für diese Arbeit. Ab dem 24. November starten die Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Bundesweit machen Beschäftigte mit kreativen Protestaktionen auf ihre Forderungen aufmerksam. Auch in Frankfurt am Main und Offenbach formiert sich deutliche Unterstützung, zum Beispiel bei Piepenbrock und in der Sana DSK Klinik.

    IG BAU

    21. November 2025

    Wer sind die Spitzenreiter beim Thema FM-Qualität?

    Das jährlich veröffentlichte „BMC Facility Management Quality Ranking“ von Bell Management Consultants misst anhand von Bewertungen durch Auftraggeber die Leistungsqualität führender FM-Dienstleister. Die Ausgabe 2025 zeigt eine stabile Zufriedenheit, erstmals getrennt nach Real-Estate- und Corporate-Kunden, die unterschiedliche Prioritäten in Strategie, Effizienz und Kommunikation haben. In den drei Umsatzklassen setzen Spie, Caverion und Treureal demnach die Qualitätsmaßstäbe und gelten als Benchmark für den Markt. Beide Kundengruppen identifizieren jedoch trotz genereller Zufriedenheit das Energiemanagement als zentrales Entwicklungsfeld.

    Deal Magazin

    20. November 2025

    Gefma-Förderpreise wurden vergeben

    Bei der Preisverleihung auf dem Gefma-Jahresevent in Düsseldorf wurden neun herausragende akademische und praxisorientierte Arbeiten aus dem Facility-Management ausgezeichnet. Der Hauptpreis ging an Julian Ramsauer von der TH Nürnberg für einen Masterplan zur klimaneutralen Transformation eines großen Immobilienportfolios. Fünf Sonderpreise ehrten Beiträge zu Smart Technologies, sozialverträglicher energetischer Sanierung, BIM-Fabrikplanung, Reinraumtechnik und Carbon Footprint. Zudem wurden drei exzellente Projektarbeiten aus der Fachwirtausbildung prämiert, darunter CAFM-Strategien, FM-Risikomanagement und Digitalisierung. Unterstützt von zahlreichen Sponsoren will das Format die Nachwuchsförderung und Innovationskraft der Branche stärken.

    Gefma

    20. November 2025

    Technische Störung legt Online-Dienste lahm

    Ein Ausfall beim Internetdienstleister „Cloudflare“ hat am Montag zahlreiche bekannte Dienste wie X, Paypal und ChatGPT stundenlang beeinträchtigt. Ursache war ein versteckter Fehler nach einer routinemäßigen Konfigurationsänderung. Er führte zu einem massiven Anstieg von Datenverkehr und Abstürzen. Auch Dienste wie DataWrapper, League of Legends und einige Google-Anwendungen waren betroffen. Cloudflare bietet Sicherheits- und Performance-Dienste, die zwischen Websites und Nutzern geschaltet werden, sodass sich Ausfälle oft weltweit auswirken. Die Störung wurde inzwischen behoben, hat aber erneut die Verwundbarkeit zentraler Cloud-Systeme gezeigt.

    n-tv

    20. November 2025

    Union im Rentenstreit

    Innerhalb der Union eskaliert der Konflikt über die Rentenreform, nachdem die Junge Union wegen möglicher Mehrkosten von 120 Milliarden Euro mit einer Blockade droht. Kanzler Friedrich Merz verteidigt den Gesetzentwurf und verweist auf den Koalitionsvertrag. Er bietet der Jungen Union als Kompromiss eine gemeinsame Erklärung für eine grundlegende Rentenreform ab 2032 an. Die Rentenkommission soll noch dieses Jahr eingesetzt werden und bis 2026 Empfehlungen vorlegen. Scheitert die Haltelinie, geraten auch die Aktivrente und die Mütterrente in Gefahr, und damit zentrale Projekte der Koalition.

    n-tv

    19. November 2025

    Deutsche Wirtschaft legt 2026 moderat zu

    Die EU-Kommission erwartet für Deutschland 2026 ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent. Das ist leicht höher als in ihrer Frühjahrsprognose. Damit bleibt die größte EU-Volkswirtschaft jedoch unter dem erwarteten EU-Schnitt von 1,4 Prozent. Ein robuster Arbeitsmarkt, steigende Kaufkraft und günstige Finanzierungsbedingungen sollen für positive Impulse sorgen. Andere Institute sind jedoch vorsichtiger mit ihren Schätzungen. Der IWF und Wirtschaftsweise rechnen nur mit 0,9 Prozent Wachstum.

    Süddeutsche Zeitung

    19. November 2025

    Stimmung im Wohnungsbau trübt sich erneut ein

    Der Ifo-Geschäftsklimaindex im Wohnungsbau ist im Oktober nach dem starken September-Anstieg wieder leicht von –22,0 auf –23,0 Punkte gefallen. Die Unternehmen bewerten sowohl das laufende Geschäft als auch die Erwartungen für die kommenden Monate skeptischer. Positiv anzumerken ist, dass der Anteil der Firmen mit Auftragsmangel auf 44,4 Prozent gesunken und damit so niedrig wie zuletzt vor zwei Jahren ist. Gleichzeitig bleiben Stornierungen mit acht Prozent weiterhin hoch. Laut Ifo brauche es vor allem mehr Baugenehmigungen, damit sich die Auftragslage nachhaltig entspannt.

    Ifo Institut

    19. November 2025

    Vier Messen unter einem Dach

    Die Fachmesse „maintenance Dortmund“ findet am 25. und 26. Februar 2026 auf der Messe Dortmund statt, die Registrierung ist bereits möglich. Erstmals wird sie gemeinsam mit „Pumps & Valves Dortmund“, „Logistics & Automation“ sowie „Empack Special“ ausgerichtet. Die Kombination soll Synergien schaffen und ein umfassendes Bild der gesamten Instandhaltungs-Wertschöpfungskette bieten. Das Fachpublikum erhält vielfältige Einblicke, von der Wartung und Betriebstechnik bis hin zu Automatisierung, Logistik und Verpackung.

    B & I

    19. November 2025

    Razzia gegen Schwarzarbeit im Reinigungsgewerbe

    Bundesweit durchsuchten 850 Ermittler mehr als 90 Objekte von Reinigungsfirmen mit Schwerpunkt München und in weiteren vier Bundesländern. 18 Beschuldigte stehen unter Verdacht, Schwarzarbeit, Menschenhandel und Zwangsarbeit organisiert zu haben. Der Schaden soll über sieben Millionen Euro liegen. Vier Personen wurden im Zuge dessen festgenommen, ein Vermögen von rund 6,7 Millionen Euro beschlagnahmt. Im Zentrum steht ein Firmengeflecht aus 14 Gesellschaften, die über Scheinrechnungen Lohnzahlungen verschleiert haben sollen. Ermittler fanden zudem menschenunwürdige Unterkünfte für Beschäftigte, darunter zwei Minderjährige, die unterbezahlt und ohne Sozialversicherung arbeiteten.

    BR

    18. November 2025

    Firmenpleiten nehmen weiter zu

    Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt weiter deutlich: Im Oktober lag sie 6,5 Prozent über dem Vorjahr, im August sogar 12 Prozent mit fast 2.000 Fällen und Gläubigerforderungen von 5,4 Milliarden Euro. Besonders betroffen sind Verkehr und Lagerei, Baugewerbe und Gastronomie. Zugleich stiegen die Verbraucherpleiten um acht Prozent. DIHK-Experte Volker Treier warnt vor einer „äußerst angespannten“ Lage und fordert schnellere Entlastungen, zum Beispiel weniger Bürokratie und niedrigere Stromsteuern sowie gedeckelte Sozialabgaben. Für 2025 erwarten Auskunfteien und Allianz Trade erneut mehr Firmenpleiten nach dem Höchststand 2024 mit über 21.800 Fällen. Eine leichte Entspannung wird erst für 2027 prognostiziert, wenn die Konjunkturmaßnahmen greifen könnten.

    Tagesspiegel

    18. November 2025

    Immer mehr Menschen in Deutschland verschuldet

    Laut Schuldneratlas 2025 gelten 5,67 Millionen Menschen hierzulande als überschuldet, ein Plus von zwei Prozent und zunehmend auch außerhalb klassischer Risikogruppen. Besonders betroffen sind junge Menschen unter 30 und ältere über 60. Nordrhein-Westfalen – und dort vor allem das Ruhrgebiet – gilt als Brennpunkt. Ursachen sind aufgezehrte Ersparnisse, hohe Lebenshaltungskosten, steigende Zinsen und ein schwächerer Arbeitsmarkt. Creditreform unterscheidet Überschuldungstypen wie zum Beispiel Notfall- und Lifestyle-Überschuldete, letztere nehmen besonders zu. Fachleute raten zu Haushaltsbuch, Priorisierung von Miete und Energie sowie regelmäßiger Kontrolle von Kontoauszügen, um Überschuldung vorzubeugen.

    WDR

    18. November 2025

    Viele Haushalte profitieren 2025 von sinkenden Energiepreisen

    Das Vergleichsportal Verivox registriert zum kommenden Jahreswechsel 113 Strompreissenkungen in der Grundversorgung um durchschnittlich neun Prozent, wovon rund 2,2 Millionen Haushalte profitieren. Einzelne Versorger wie Rheinenergie und MVV reduzieren sogar besonders deutlich. Gleichzeitig gibt es vier moderate Erhöhungen. Auch Gas wird für viele günstiger: 69 Grundversorger senken ihre Preise im Schnitt um sieben Prozent, was für ein Einfamilienhaus etwa 183 Euro Entlastung bedeutet, während zehn Anbieter Verteuerungen melden. Gründe sind sinkende Beschaffungskosten und staatliche Entlastungen wie der Zuschuss zu den Netzentgelten und die Abschaffung der Gasspeicherumlage. Rund ein Viertel der Haushalte bezieht Strom und ein Fünftel Gas weiterhin im Grundversorgungstarif.

    Spiegel Online

    18. November 2025

    Deutliches Plus bei Rentenentwicklung

    Im kommenden Jahr sollen die gesetzlichen Renten um rund 3,7 bis 3,8 Prozent steigen, also deutlich mehr als die erwartete Inflation. Möglich macht das der Mechanismus, der die Höhe der Renten an die Lohnentwicklung koppelt. Gleichzeitig warnt die Rentenversicherung vor zunehmendem Druck. Die Rücklagen schrumpfen demnach stark, und ab 2028 dürfte der Beitragssatz von derzeit 18,6 auf etwa 19,8 Prozent steigen. Zwar bleibe das Rentenniveau vorerst bei 48 Prozent, langfristig wird es jedoch etwas sinken. Umso wichtiger wird künftig eine stärkere betriebliche und private Altersvorsorge.

    BR

    17. November 2025

    Wirtschaftsweise kritisieren Einsatz des Sondervermögens

    Der Sachverständigenrat der „Wirtschaftsweisen“ bemängelt, dass das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität nicht zusätzlich zum regulären Haushalt eingesetzt wird, obwohl dies gesetzlich so vorgesehen sei. Viele Ausgaben seien zudem wenig zielgerichtet. Die deutsche Wirtschaft stagniert 2025 bei rund 0,9 Prozent Wachstum, belastet durch Wettbewerbsdruck und demografische Herausforderungen. Die Expertinnen und Experten fordern ein konsequentes Monitoring sowie ein zentrales Projektregister, um die Investitionen wirksam und effizient umzusetzen.

    Zeit Online

    17. November 2025

    Inflation in Deutschland leicht gesunken

    Die Inflationsrate in Deutschland lag im Oktober 2025 bei 2,3 Prozent und ging damit leicht zurück nach 2,4 Prozent im September. Treibend wirkten erneut die überdurchschnittlich steigenden Preise für Dienstleistungen mit 3,5 Prozent, während Waren nur moderat teurer wurden, nämlich um 1,2 Prozent. Energieprodukte verbilligten sich um 0,9 Prozent, vor allem leichtes Heizöl, Strom und Fernwärme, während Kraftstoffe leicht teurer wurden. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresvergleich um 1,3 Prozent, besonders Zucker, Fleisch und Obst, während Gemüse und Speisefette günstiger wurden. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 0,3 Prozent, hauptsächlich durch teurere Flugtickets und leicht höhere Energiepreise.

    Destatis

    17. November 2025

    Wirtschaftsverbände fordern Aufschub des Rentenpakets

    32 Wirtschaftsverbände, darunter Gesamtmetall, der VDMA und der Handelsverband HDE und der BVMV für den Mittelstand, fordern die Bundesregierung auf, das geplante Rentenpaket vorerst nicht zu beschließen. Sie vertreten nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Kritisiert wird, dass das Paket bis 2050 fast 480 Milliarden Euro zusätzlich kosten könnte und weder generationengerecht noch finanzierbar sei. Besonders problematisch sei, dass die Rentenkommission, die eine langfristige Neuordnung des Systems prüfen soll, ihre Arbeit noch nicht aufgenommen habe. Die Verbände sprechen sich für die Abschaffung der Rente mit 63, einen moderaten Anstieg des Renteneintrittsalters und höhere Abschläge für Frührentner aus.

    Spiegel Online

    17. November 2025

    Aktivrente soll ältere Menschen zur Arbeit motivieren

    Durch die geplante Aktivrente könnten laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung bis zu 33.000 zusätzliche Vollzeitstellen entstehen. Das Modell sieht vor, dass Rentnerinnen und Rentner ab 67 künftig bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen dürfen. Ziel ist es, den Fachkräftemangel abzufedern und die Erwerbstätigkeit der 66- bis 70-Jährigen um bis zu zehn Prozent zu steigern. Damit die Reform wirtschaftlich sinnvoll ist, müssten laut DIW mindestens 40.000 neue Stellen besetzt werden. Experten fordern begleitende Informationskampagnen und attraktivere Arbeitsbedingungen für Ältere.

    Zeit Online

    14. November 2025

    Neues Luxushotel auf der Reeperbahn

    Das Traditionshaus „Monopol“ in St. Pauli wird abgerissen und durch einen modernen Hotel-Neubau mit 184 Zimmern ersetzt. Eigentümer Andreas Fraatz plant ein „High-End-Hotel mitten auf der Reeperbahn“ mit Dachbar, Pool und Blick über den Hafen. Der Entwurf des Architekturbüros „Thüs Farnschläder“ sieht eine markante, blau glasierte Klinkerfassade sowie energieeffiziente Technik mit Wärmepumpen, Eisspeicher und Photovoltaik vor. Neben dem Hotel soll auch ein Wohngebäude entstehen. Der Abriss ist für Ende 2026 geplant, Baubeginn voraussichtlich Anfang 2027.

    T-Online

    14. November 2025

    Industrie nicht mehr wettbewerbsfähig?

    Laut aktueller Ifo-Umfrage sieht mehr als jedes dritte Industrieunternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Ländern außerhalb der EU sinken. Das sind so viele wie noch nie. Auch im Vergleich zu europäischen Konkurrenten melden deutlich mehr Firmen Einbußen. Besonders betroffen sind energieintensive Branchen wie Chemie, Maschinenbau sowie die Elektro- und Optikindustrie. Ifo-Experte Klaus Wohlrabe warnt vor den Folgen struktureller Probleme und fordert tiefgreifende Reformen. Ohne entschlossenes Handeln drohe Deutschland international weiter zurückzufallen.

    Ifo Institut

    14. November 2025

    EuGH kippt Teile der EU-Mindestlohnrichtlinie

    Der Europäische Gerichtshof hat zwei zentrale Bestimmungen der EU-Mindestlohnrichtlinie für unzulässig erklärt. Brüssel habe mit den Vorgaben zum Teil seine Zuständigkeiten überschritten, urteilte das Gericht. Die Richtlinie bleibt dennoch weitgehend bestehen und verpflichtet die Mitgliedstaaten weiterhin, Tarifbindungen zu stärken. Deutschland muss dafür bis Jahresende einen Aktionsplan vorlegen, da weniger als 80 Prozent der Beschäftigten tarifgebunden sind. Arbeitgeber kritisieren das Urteil als zu weitgehend, während Gewerkschaften höhere Löhne nach dem 60-Prozent-Kriterium fordern.

    Spiegel Online

    14. November 2025

    Bürokratieabbau soll Wirtschaft spürbar entlasten

    Die Bundesregierung hat ein umfassendes Paket mit acht Sofortmaßnahmen und rund 50 weiteren Punkten zum Abbau bürokratischer Hürden beschlossen. Ziel sind effizientere, digitalisierte Verfahren, vereinfachte Bau- und Berichtspflichten sowie schnellere Genehmigungsprozesse. Laut Bundesdigitalministerium sollen die sofort wirksamen Schritte Unternehmen und Verwaltung jährlich um rund 100 Millionen Euro entlasten. Auch das Handwerk begrüßt die Initiative als überfälligen Impuls, mahnt jedoch an, den begonnenen Kurs konsequent fortzuführen. Wirtschaftsvertreter betonen, dass der Abbau überflüssiger Vorschriften ein entscheidender Faktor bleibt, um Betriebe zu stärken, Innovationskraft zu fördern und den Standort Deutschland zukunftsfähig zu halten.

    Handwerk

    13. November 2025

    Deutschland investiert in Rohstoffunabhängigkeit

    Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will mit einem Rohstofffonds Projekte in Deutschland, Kanada und Australien fördern, um die Abhängigkeit von China zu verringern. Der Fonds beteiligt sich unter anderem an der Lithium-Gewinnung im Oberrheingraben sowie an Kupfer- und Seltene-Erden-Projekten, insgesamt mit bis zu 150 Millionen Euro pro Vorhaben. Begleitend kündigte Unionsfraktionschef Jens Spahn einen „Chinacheck“ an, um wirtschaftliche Abhängigkeiten regelmäßig zu überprüfen und gezielt gegenzusteuern.

    Zeit Online

    13. November 2025

    Gesundheitswesen bleibt Sorgenkind beim Fachkräftemangel

    Laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft weist das Gesundheitswesen 2024 mit rund 46.000 unbesetzten Stellen für Fachkräfte die größte Lücke aller Branchen auf. Insbesondere fehlen Physiotherapeutinnen, Pflegekräfte und zahnmedizinische Fachangestellte. Insgesamt konnten in den zehn am stärksten betroffenen Branchen über 260.000 Stellen rechnerisch nicht besetzt werden. IW-Expertin Valeria Quispe warnt, die Engpässe gefährdeten auch andere zentrale Versorgungsbereiche und verlangsamten etwa den Wohnungsbau. Sie fordert gezielte Aus- und Weiterbildung, Anreize für längeres Arbeiten und eine stärkere Fachkräftezuwanderung.

    IW Köln

    13. November 2025

    Stimmung unter Selbständigen weiter im Sinkflug

    Laut der aktuellen Ifo-Umfrage befürchten 19 Prozent der Selbständigen, ihr Geschäft aufgeben zu müssen. Fast die Hälfte klagt über fehlende Aufträge, deutlich mehr als im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft. Der „Jimdo-Ifo-Geschäftsklimaindex“ fiel im Oktober auf –23,7 Punkte und signalisiert anhaltend schwierige Bedingungen. Ifo-Expertin Katrin Demmelhuber sieht die Ursachen in der Zurückhaltung bei Auftragsvergaben und der schwachen Konsumlaune. Zugleich wächst laut der Analyse die Unsicherheit. Über ein Drittel der Befragten kann die eigene Geschäftsentwicklung kaum einschätzen.

    Ifo Institut

    13. November 2025

    Stimmung in Chemiebranche auf Tiefpunkt

    Die chemische Industrie erlebte im Oktober den stärksten Stimmungseinbruch seit über zwei Jahren. Das Ifo-Geschäftsklima sank um 7,4 Punkte auf minus 19,4. Besonders pessimistisch sehen die Unternehmen ihre Zukunftsaussichten, die um 9,6 Punkte auf minus 13,3 fielen. Hauptgründe sind demnach steigender Wettbewerbsdruck, Auftragsmangel und eine schwache Auslastung. Laut Ifo-Expertin Anna Wolf reichen die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung nicht aus. Viele Betriebe müssten trotzdem Preise senken, Investitionen kürzen und Personal abbauen.

    Handelsblatt

    12. November 2025

    Verschiebebahnhof Sondervermögen

    Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sollte Deutschlands Investitionsstau lösen, doch fast die Hälfte der Mittel wird laut dem Institut der deutschen Wirtschaft zweckentfremdet. Statt neuer Projekte stopft die Bundesregierung demnach Haushaltslücken. Weitere 133 Milliarden Euro verschwinden als bereits geplante Ausgaben. Durch Buchungstricks und eine weich definierte sogenannte „Zusätzlichkeit“ verschwimmen die Grenzen zwischen Kernhaushalt und Sondervermögen. Selbst Verteidigungs- und Krankenhausinvestitionen werden umetikettiert. IW-Experte Tobias Hentze warnt, dass die Regierung so Deutschlands Zukunftsfähigkeit gefährde und die Chance auf nachhaltiges Wachstum vergebe.

    IW Köln

    12. November 2025

    Union fordert Ende von Minijobs

    Was einst als unbürokratische Beschäftigungsform gedacht war, hat sich laut der Unions-Arbeitnehmergruppe zu einem „Systemfehler“ entwickelt. Vorsitzender Stefan Nacke kritisiert, dass Millionen Menschen in Minijobs ohne soziale Absicherung arbeiten und im Alter „mit leeren Händen“ dastehen. Die Gruppe fordert daher eine weitgehende Abschaffung von Minijobs an den Stellen, wo sie reguläre Arbeit verdrängen. Das Prinzip „brutto gleich netto“ sei unsozial, da es die Kosten der Absicherung auf die Allgemeinheit verlagere. Ihr Ziel sei es, Minijobs schrittweise in reguläre, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen.

    n-tv

    12. November 2025

    Reiche fordert „Agenda 2030“ für Deutschlands Wirtschaft

    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU warnt vor einer strukturellen Krise und will mit einer „Agenda 2030“ die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken. Der Staat solle sich auf Kernaufgaben wie Sicherheit, Infrastruktur und Bildung konzentrieren und Subventionen kritisch prüfen. Unternehmen bräuchten weniger Bürokratie und günstigere Energiepreise, forderte Reiche, da deutsche Betriebe vielfach höhere Gas- und Stromkosten als in den USA zahlten. Auch die Klimapolitik müsse einfacher und effizienter werden. Zudem sprach sie sich für Reformen im Sozialstaat, eine längere Lebensarbeitszeit und mehr Eigenverantwortung bei der Heizungsförderung aus.

    Zeit Online

    12. November 2025

    Überaus positive Bilanz der A+A

    Die A+A 2025 in Düsseldorf schloss mit 2.340 Ausstellenden aus 70 Ländern und rund 67.000 Gästen erfolgreich ab. Unter dem Leitmotiv „Der Mensch zählt“ zeigte die Weltleitmesse für Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheit bei der Arbeit die Innovationen der Branche – von smarter PSA über KI-gestützte Lösungen bis zu nachhaltiger Arbeitskleidung. Der internationale Kongress mit 3.000 Teilnehmenden vertiefte aktuelle Themen wie Digitalisierung, Prävention und mentale Gesundheit. Neue Formate wie die „Vision Zero Bühne“ stärkten die Praxisnähe. Die A+A 2025 wurde in ihrer Rolle als globale Plattform für eine sichere und gesunde Arbeitswelt bestätigt, so die Messe Düsseldorf.

    A+A

    11. November 2025

    Erholt sich das Handwerk 2026?

    Auch im Herbst 2025 stagniert die Handwerkskonjunktur weiter. Umsätze, Auftragsbestände und Beschäftigung gehen zurück, auch die Investitionsneigung bleibt niedrig. Hauptursachen sind strukturelle Standortprobleme, Fachkräftemangel und hohe Kostenbelastungen. Der Geschäftsklimaindikator verharrt mit 110 Punkten auf schwachem Niveau. Handwerksorganisationen rechnen erst 2026 mit einem moderaten Umsatzplus von rund einem Prozent. Dafür sprächen eine expansivere Finanzpolitik und dadurch angeregte Bau- und Investitionstätigkeiten.

    ZDH

    11. November 2025

    Mehr Lohn für Reinigungskräfte in Österreich

    Ab Januar steigen die Löhne in der österreichischen Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung im Schnitt um 3,25 Prozent. Fachkräfte mit Lehrabschluss erhalten ein Plus von 4,5 Prozent, Lehrlinge sogar sechs Prozent. Der Abschluss liegt damit über der aktuellen Inflationsrate und gilt als wichtiges Signal für die stark weiblich geprägte Branche. Zugleich wird das Lohnschema von sechs auf vier Gruppen vereinfacht. Trotz schwieriger Wirtschaftslage bewertet die Gewerkschaft Vida das Ergebnis als klaren Erfolg für die rund 66.000 Beschäftigten.

    Mein Bezirk

    11. November 2025

    Krankenkassenbeiträge sollen 2026 stabil bleiben

    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kündigt an, den durchschnittlichen Zusatzbeitrag der Krankenkassen für 2026 bei 2,9 Prozent zu belassen, also auf aktuellem Niveau. Die Festlegung folgt damit den Berechnungen des sogenannten „Schätzerkreises“ und soll Stabilität signalisieren. Krankenkassen warnen jedoch, dass steigende Kosten und Pflichtreserven dennoch zu Beitragserhöhungen führen könnten. Der Gesamtbeitrag bleibt bei 14,6 Prozent plus kassenabhängigem Zusatzbeitrag. Über konkrete Anpassungen entscheiden die einzelnen Kassen in den kommenden Wochen selbst.

    WiWo

    11. November 2025

    Frauen in Führungspositionen: Zahlen stagnieren

    Nur knapp über 29 Prozent der Führungskräfte in Deutschland sind Frauen. Das sind deutlich weniger als im EU-weiten Durchschnitt mit 35,2 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt. Seit 2014 hat sich der Anteil hierzulande kaum verändert, während andere EU-Länder wie Schweden oder Polen deutlich zulegten. Dabei ist der Frauenanteil an allen Erwerbstätigen hierzulande mit fast 47 Prozent vergleichsweise hoch. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung bezeichnet die Entwicklung als „besorgniserregend“. Fehlende Vereinbarkeit von Beruf und Sorgearbeit bleibe ein zentrales Hemmnis für die Karriere von Frauen.

    BR24

    10. November 2025

    Bundesregierung startet „Entlastungsoffensive“

    Die Bundesregierung hat ein umfassendes Paket zur Entbürokratisierung beschlossen, um Verwaltung, Wirtschaft und Bürger um Milliarden zu entlasten. Geplant sind digitale Verfahren etwa bei Grundstückskäufen, Führerscheinen und Behördengängen. Pflichten wie das Heizungslabel oder Weiterbildungen für Immobilienverwalter sollen entfallen. Bis Mitte 2026 sollen rund 50 weitere Maßnahmen folgen, darunter eine digitale „Work-and-Stay-Agentur“ für Fachkräfte. Wirtschaftsverbände begrüßen die Pläne, Gewerkschaften mahnen soziale Ausgewogenheit an.

    Stern

    10. November 2025

    Abgeschwächtes Klimaziel der EU

    Kurz vor der Weltklimakonferenz in Brasilien haben sich die EU-Umweltminister auf eine Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 90 Prozent bis 2040 geeinigt. Fünf Prozentpunkte dürfen dabei durch den Kauf von Klimazertifikaten außerhalb Europas ausgeglichen werden, es bleibt also bei einem Reduktionsziel von 85 Prozent. Zudem wird der Start des neuen Emissionshandels für Verkehr und Gebäude auf 2028 verschoben. Bundesumweltminister Carsten Schneider sprach dennoch von einem „wichtigen Fortschritt für das Klima“. Kritiker warnen, dass Auslandszertifikate Schlupflöcher schaffen und den Klimaschutz in Europa schwächen.

    Zeit Online

    10. November 2025

    Deutsche Exporte legen unerwartet zu

    Nach Monaten des Rückgangs sind die deutschen Exporte im September überraschend deutlich gestiegen – um 1,4 Prozent auf 131,1 Milliarden Euro. Besonders stark zog die Nachfrage aus den Vereinigten Staaten an. Die Ausfuhren dorthin stiegen um 11,9 Prozent. Aber auch die Exporte in die EU legten zu, während das China-Geschäft weiter schrumpfte. Die Importe wuchsen um 3,1 Prozent und deuten auf eine bessere Binnenkonjunktur hin. Trotz der positiven Zahlen bleibt die Stimmung in der Exportwirtschaft verhalten, und Fachleute erwarten keine schnelle Trendwende.

    n-tv

    10. November 2025

    Beschäftigungsrekord im deutschen Mittelstand

    Die Zahl der Erwerbstätigen in kleinen und mittleren Unternehmen erreichte 2024 laut KfW einen Rekordwert von rund 33 Millionen, das ist ein Plus von 207.000 binnen eines Jahres. Trotz dieser Stabilität leidet der Mittelstand unter hohen Energie-, Material- und Lohnkosten. Die Investitionsbereitschaft bleibt mit 39 Prozent niedrig, da Unsicherheiten und Bürokratie bremsen. Preisbereinigt sanken die Umsätze 2024 leicht um ein Prozent, nachdem das Minus im Vorjahr noch bei zehn Prozent lag. KfW-Chefvolkswirt Schumacher fordert politische Entlastungen für den Mittelstand als tragende Säule der deutschen Wirtschaft.

    Zeit Online

    07. November 2025

    Betriebsräte steigern Produktivität bei Automatisierung

    Eine gemeinsame Studie des Ifo-Instituts, IAB und der Universität Konstanz zeigt, dass Unternehmen mit Betriebsräten deutlich stärker von Automatisierung profitieren als andere. Nach Einführung von Robotern liegt ihre Produktivität im Schnitt fast 30 Prozent höher als in Betrieben ohne Arbeitnehmervertretung. Grund sind intensivere Mitarbeiterschulungen und gezieltere Entscheidungen zum Thema Automatisierung. Auch die Einkommen entwickeln sich besser, was bedeutet, dass sie drei Jahre nach Automatisierung rund zehn Prozent höher liegen. Allerdings kann die Lohnangleichung innerhalb der Betriebe zulasten anderer Beschäftigtengruppen gehen.

    Westdeutsche Zeitung

    07. November 2025

    Erfolgreiche Premiere der „maintenance München 2025“

    Die Fachmesse „maintenance München“ feierte am 29. und 30. Oktober 2025 im MOC Event Center eine erfolgreiche Premiere mit über 110 Ausstellern und 1.770 Fachbesucherinnen und -besuchern. Präsentiert wurden innovative Lösungen rund um industrielle Instandhaltung, Smart Maintenance und KI-gestützte Verfahren. Besonders gefragt waren Themen wie Predictive Maintenance und Datenmanagement. Die Veranstaltung überzeugte durch intensiven Austausch zwischen Industrie, Dienstleistern und Forschung, so das Resümee. Die zweite Ausgabe findet am 7. und 8. Oktober 2026 erneut in München statt.

    B & I

    07. November 2025

    Lea-Marie Kosakow gewinnt Deutsche Meisterschaft

    Die 26-jährige Lea-Marie Kosakow aus Sachsen sicherte sich im Bundesfinale der Deutschen Meisterschaft im Gebäudereiniger-Handwerk den ersten Platz und damit den Bundessieg. Im Heide Park Resort in Soltau setzte sie sich gegen neun Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch und überzeugte bei anspruchsvollen Reinigungsaufgaben an Poollandschaft, Karussell-Gondel und Achterbahn. Kosakow, die ihre Ausbildung in Schneeberg absolvierte, plant nun den nächsten Karriereschritt – den Meistertitel.

    Die Gebäudedienstleister

    07. November 2025

    DKG warnt vor drohendem Ethanol-Verbot

    Die Deutsche Krankenhausgesellschaft DKG schlägt Alarm. Ein EU-Biozidverfahren könnte dazu führen, dass Ethanol in Desinfektionsmitteln verboten wird. DKG-Chef Dr. Gerald Gaß warnt vor gravierenden Folgen für den Infektionsschutz und die Patientensicherheit. Ethanol sei seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer, sicherer Wirkstoff in der Krankenhaushygiene. Die Einstufung als CMR-Substanz basiere auf irreführenden Studien zur oralen Aufnahme. Die DKG fordert die Bundesregierung auf, sich in Brüssel entschieden für den Erhalt von Ethanol einzusetzen.

    Deutsche Krankenhausgesellschaft

    06. November 2025

    Migranten bei der Arbeit im Nachteil

    Laut aktuellem OECD-Migrationsbericht sind in Deutschland nur 69,6 Prozent der Migrantinnen und Migranten angestellt. Das sind über zehn Prozentpunkte weniger als bei Einheimischen. Der Abstand ist damit einer der größten im OECD-Vergleich. Besonders hochqualifizierte Zugewanderte sind demnach stark betroffen, vor allem wegen der schwierigen Anerkennung ihrer Abschlüsse. Zudem verdienen Migrantinnen und Migranten in Deutschland beim Jobeinstieg im Schnitt 43 Prozent weniger als Einheimische. Die OECD fordert mehr Anerkennung ausländischer Qualifikationen und bessere Unterstützung beim Berufseinstieg.

    Zeit Online

    06. November 2025

    EU-Staaten fordern industriefreundliche Politik

    Deutschland und 18 weitere EU-Länder verlangen tiefgreifende Reformen für eine stärkere, innovationsfreundliche Industriepolitik in Europa. Bei der „Friends of Industry“-Konferenz in Berlin übergaben sie die „Berliner Erklärung“ an EU-Vizepräsident Stéphane Séjourné. Darin fordern die Staaten eine Überprüfung bestehender EU-Regeln, um überflüssige Bürokratie abzubauen, und plädieren für eine innovationsfreundliche Umsetzung der KI-Verordnung. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, Europa müsse „Silicon Valley des technologischen Aufbruchs“ werden.

    n-tv

    06. November 2025

    Facility-Service-Branche in Österreich boomt

    Die österreichischen Facility-Service-Unternehmen erzielten 2024 mit einem Umsatzplus von über neun Prozent das stärkste Wachstum seit Beginn der Lünendonk-Erhebung. Besonders dynamisch entwickelten sich technische Dienstleister mit über zehn Prozent Wachstum. Marktführer bleibt ISS Facility Service mit 352,7 Mio. Euro Umsatz, gefolgt von der CKV-Gruppe und Simacek, die erstmals die 200-Millionen-Euro-Marke überschritten. Die Branche profitiert von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und KI-Innovationen und wird zunehmend als strategischer Partner wahrgenommen. Die Lünendonk-Studie 2025 ist ab sofort online verfügbar.

    Lünendonk

    06. November 2025

    Deutlich weniger Asylanträge

    Die Zahl der Asylerstanträge in Deutschland hat sich laut Bundesinnenministerium im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert – von rund 200.000 auf gut 97.000. Innenminister Alexander Dobrindt von der CSU sieht den Rückgang in strengeren Kontrollen und Rückführungen begründet und spricht von „Migrationswende“. Besonders die Zahl syrischer Antragsteller sank um etwa 40.000, nachdem sich die Lage im Land verändert hat. Innerhalb der Regierung gibt es jedoch Uneinigkeit. Außenminister Johann Wadephul von der CDU warnt vor Rückführungen nach Syrien. Migrationsexperten bezweifeln zudem, dass die deutsche Politik überhaupt der Auslöser für den Rückgang ist.

    Tagesspiegel

    05. November 2025

    Jedes dritte Unternehmen will Stellen abbauen

    Laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft wollen 36 Prozent der deutschen Unternehmen nächstes Jahr Personal abbauen, während nur 18 Prozent neue Jobs planen. Besonders betroffen ist die Industrie, in der 41 Prozent der Betriebe mit Kürzungen rechnen. Auch bei den Investitionen herrscht Zurückhaltung. Ein Drittel der Firmen will weniger Geld aufwenden als 2025. Regional zeigt sich ein geteiltes Bild, das nur im Norden und in Bayern Optimismus zeigt. IW-Experte Michael Grömling warnt, dass ohne strukturelle Reformen aus der Konjunkturflaute eine dauerhafte Standortkrise werden könne.

    IW Köln

    05. November 2025

    Wo Bus und Bahn teurer werden

    Fahrgäste müssen sich 2026 auf steigende Ticketpreise im Nahverkehr einstellen. In Berlin-Brandenburg erhöht der VBB die Preise ab Januar um durchschnittlich sechs Prozent, im Rhein-Ruhr-Verbund um knapp fünf Prozent und in München um rund vier Prozent. Auch das Deutschlandticket soll teurer werden. Aktuell kostet es 58 Euro im Monat. Hauptgründe sind gestiegene Energie-, Personal- und Infrastrukturkosten. Verkehrsunternehmen beklagen zudem Einnahmeverluste durch das günstige Deutschlandticket und fordern eine verlässliche Finanzierung durch Bund und Länder.

    Spiegel Online

    05. November 2025

    Bund will Strompreise durch Milliarden-Zuschuss senken

    Die Bundesregierung will mit 6,5 Milliarden Euro die Stromkosten für Verbraucher senken, indem sie die Netzentgelte reduziert. Haushalte könnten dadurch im Schnitt rund 17 Prozent weniger zahlen, wobei der Effekt regional unterschiedlich stark ausfallen wird. Besonders Ostdeutschland und Süddeutschland dürften profitieren. Zugleich plant die Regierung einen subventionierten Industriestrompreis von fünf Cent je Kilowattstunde für energieintensive Betriebe. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigte den Start zum 1. Januar an. Ziel ist es, Verbraucher und Industrie zugleich zu entlasten und den Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten.

    Zeit Online

    05. November 2025

    Wirtschaft trat im Sommerquartal auf der Stelle

    Nach einem Rückgang im Frühjahr stagnierte die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnet laut Statistischem Bundesamt kein Wachstum. Vor allem Industriebranchen wie Auto- und Chemieproduktion leiden unter schwacher Nachfrage und Exportproblemen durch US-Zölle. Verbraucher bremsen den Konsum wegen hoher Preise, während Investitionen leicht zulegen. Wirtschaftsministerin Reiche spricht von einer „strukturellen Wachstumsschwäche“ und fordert tiefgreifende Reformen. Für 2025 erwartet die Bundesregierung nur ein moderates Wachstum von 1,3 Prozent.

    Zeit Online

    04. November 2025

    Inflation bleibt über EZB-Zielmarke

    Im Oktober 2025 lag die Inflationsrate in Deutschland bei 2,3 Prozent und damit etwas niedriger als in den Vormonaten. Dienstleistungen verteuerten sich mit 3,5 Prozent überdurchschnittlich, Lebensmittel dafür um 1,3 Prozent, während Energiepreise um 0,9 Prozent günstiger wurden. Die Kerninflation blieb stabil bei 2,8 Prozent. Trotz nachlassender Teuerung erwarten Ökonomen für 2025 eine Inflationsrate von rund 2,1 Prozent. Damit bleibt die Preisentwicklung noch über dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank.

    Tagesspiegel

    04. November 2025

    Wie Digitalisierung die Gebäudereinigung erleichtert

    Apps erleichtern Reinigungskräften zunehmend den Arbeitsalltag. Sie erfassen zum Beispiel Arbeitszeiten, Aufgaben und erledigte Tätigkeiten digital. Bei der Leipziger Agentur „Dreamin“ nutzen Beschäftigte eine App, um effizienter planen und dokumentieren zu können. Gewerkschafterin Ulrike Laux von der IG BAU begrüßt die Vorteile, kritisiert jedoch, dass viele Firmen keine Dienstgeräte stellen und Angestellte eigene Smartphones nutzen müssen. Damit trügen sie oft selbst die Kosten. Bei „Dreamin“ kommen zwar auch die Handys der Beschäftigten zum Einsatz, diese werden jedoch mit einem monatlichen Zuschuss von 50 Euro entschädigt.

    MDR

    04. November 2025

    „Schwunglose Herbstbelebung“ am Arbeitsmarkt

    Im Oktober 2025 sank die Zahl der Arbeitslosen um 44.000 auf 2,91 Millionen, die Quote lag insgesamt bei 6,2 Prozent. Trotz des Rückgangs bleibt die Beschäftigungsentwicklung schwach, und die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften ist gering. Die Unterbeschäftigung ging leicht zurück, stagniert aber im Jahresvergleich. Kurzarbeit nahm zuletzt ab, bleibt jedoch immer noch über dem Vorjahresniveau. BA-Chefin Andrea Nahles spricht von einer „schwunglosen“ Herbstbelebung und einem insgesamt verhaltenen Arbeitsmarkt.

    Arbeitsagentur

    04. November 2025

    China Clean Expo zum 27. Mal in Shanghai

    Vom 31. März bis 3. April 2026 findet im Shanghai New International Expo Center die 27. China Clean Expo, kurz CCE, statt. Auf Asiens führender Fachmesse für Reinigung und Hygiene präsentieren rund 500 Aussteller innovative Reinigungslösungen mit Schwerpunkt auf kommerzieller Reinigungstechnik und moderner Batterietechnologie. Neu sind die Themenbereiche Property-Management, Hochdruckreinigung und Wäschereiprodukte, ergänzt durch Smart Cleaning und Umwelthygiene. Begleitend bieten Fachforen und Wettbewerbe praxisnahe Einblicke und Austauschmöglichkeiten.

    Finanznachrichten

    03. November 2025

    Online-Angebot für Azubi-Fragen

    Viele Auszubildende wissen zu Beginn ihrer Lehre nicht genau, welche Rechte sie haben, zum Beispiel bei Überstunden, Urlaub oder Handyverbot. Darauf weist Uwe Behrendt, Bezirksvorsitzender der IG BAU Oberfranken, hin. Unterstützung bietet der Online-Service „www.dr-azubi.de“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes mit einer kostenlosen 24/7-Beratung rund um Ausbildung, Arbeitszeiten, Vergütung und Gesundheitsschutz. Ziel ist es, junge Menschen zu stärken und ihnen bei Problemen im Betrieb zur Seite zu stehen. Auch eine Vertragsprüfung durch die Gewerkschaft ist möglich.

    Der neue Wiesentbote

    03. November 2025

    Deutsche Wirtschaft unter Druck durch US-Politik

    Führende Ökonomen warnen vor einer anhaltenden Belastung der deutschen Wirtschaft durch die US-amerikanische Wirtschaftspolitik. Besonders der Mittelstand leide unter Zöllen und hohen Energiekosten, die Investitionen erschweren. Experten sehen Deutschland mit strukturellen Problemen konfrontiert, unter anderem marode Infrastruktur oder alternde Bevölkerung. Europa fehle die politische und wirtschaftliche Stärke, um den USA auf Augenhöhe zu begegnen. Während die USA weiter Wachstum und Stabilität zeigen, drohen Deutschland und der EU anhaltende Wettbewerbsnachteile.

    Tagesschau

    03. November 2025

    EZB wartet ab, Fed senkt erneut

    Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins erneut gesenkt, und das trotz hoher Inflation aus Sorge um den Arbeitsmarkt. Die Spanne liegt nun bei 3,75 bis 4,0 Prozent. Fed-Chef Powell warnt jedoch, dass eine weitere Senkung im Dezember nicht feststehe, was die Märkte verunsichert. Anders die Europäische Zentralbank, die angesichts stabiler Inflation von 2,1 Prozent und politischer Unsicherheiten in Frankreich den Einlagenzins vermutlich bei 2,0 Prozent belässt.

    Spiegel Online

    03. November 2025