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aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen
aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen
Im festgefahrenen Tarifkonflikt hat Verdi für heute zu einem Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Betroffen sind zahlreiche Großstädte wie Berlin, Köln, Frankfurt oder Stuttgart, in denen Busse und Bahnen weitgehend im Depot bleiben. Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft den Druck in den Verhandlungen für rund 100.000 Beschäftigte erhöhen. Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach besseren Zuschlägen und faireren Arbeitsbedingungen, nicht nach höheren Löhnen. Arbeitgeber weisen die Forderungen mit Verweis auf die angespannte Finanzlage der Kommunen zurück.
T-Online
Die deutsche Wirtschaft ist laut Statistischem Bundesamt zum Jahresende 2025 wieder moderat gewachsen und legte im vierten Quartal um 0,3 Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich damit ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent nach zwei Rezessionsjahren in Folge. Staatliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung sollen 2026 für zusätzlichen Auftrieb sorgen. Einen nachhaltigen Aufschwung erwarten Fachleute jedoch erst ab 2027 und nur bei flankierenden Reformen.
FAZ
Die Verhandlungen zwischen dem BIV und der IG BAU über eine Jahressonderzahlung sind gescheitert. Die Arbeitgeber lehnen ein 13. Monatsgehalt ab und sehen nach eigenen Angaben keinen finanziellen Spielraum. Die IG BAU kritisiert dies scharf und verweist auf Umsatzsteigerungen großer Branchenunternehmen. Die Gewerkschaft hatte einen Kompromiss vorgeschlagen, beschränkt auf ihre Mitglieder, der nicht angenommen wurde. Sie schließt weitere Schritte bis hin zu Streiks nicht aus.
Junge Welt
Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf fast 3,1 Millionen gestiegen und hat damit erneut die Drei-Millionen-Schwelle überschritten. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber dem Vormonat um 0,4 Punkte auf 6,6 Prozent. Nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit ist der Anstieg vor allem saisonal bedingt, die Dynamik am Arbeitsmarkt bleibt gering. Im Jahresvergleich waren 92.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Januar 2025. Zugleich beziehen fast vier Millionen Menschen Bürgergeld, während zehntausende Jugendliche noch ohne Ausbildungsplatz sind.
Zeit Online
Die Bundesregierung senkt ihre Konjunkturprognose und rechnet 2026 nur noch mit einem Wachstum von einem Prozent statt zuvor 1,3 Prozent. Bereits 2025 kam die deutsche Wirtschaft mit lediglich 0,2 Prozent Wachstum kaum vom Fleck und blieb international zurück. Belastend wirken vor allem die anhaltende Industrieschwäche, eine schwache Exportentwicklung sowie verzögerte staatliche Investitionen. Zwar sollen schuldenfinanzierte Sondervermögen Impulse setzen, doch deren Umsetzung verläuft langsamer als geplant. Die Regierung setzt auf Reformen, schnellere Verfahren und mehr Wettbewerbsfähigkeit, um Wachstum, Beschäftigung und Investitionen anzukurbeln.
Euronews
Verteidigungsminister Boris Pistorius warnt vor hybriden Angriffen Russlands und fordert Unternehmen auf, sich besser auf Sabotage und Cyberangriffe vorzubereiten. Ein moderner Krieg ziele nicht nur auf das Militär, sondern vor allem auf kritische Infrastruktur und die Wirtschaft, so Pistorius. Von der Privatwirtschaft verlangt er mehr Investitionen in Resilienz, IT-Sicherheit und robuste Lieferketten. Die Industrie signalisiert grundsätzlich Zustimmung, verweist jedoch auf Fachkräftemangel und steigende Kosten. Höhere Verteidigungsausgaben brächten laut Fachleuten zwar kurzfristige Impulse, langfristig aber vor allem Schulden – es sei denn, sie flössen stärker in Forschung und Technologie.
Tagesschau
Zu Jahresbeginn zeigt die Verbraucherstimmung in Deutschland einen unerwartet starken Aufschwung: Der Konsumklimaindikator stieg im Februar 2026 um 2,8 Punkte auf -24,1 und übertraf die Prognosen. Treiber sind vor allem gestiegene Einkommenserwartungen, womit auch die Bereitschaft der Verbraucher zu größeren Anschaffungen steigt. Insbesondere für den Luxusgütersektor ist dies ein positiver Impuls, etwa in der Luxushotellerie, Gourmet-Gastronomie und Erlebnisangeboten. Trotzdem mahnen Fachleute zur Vorsicht, denn geopolitische Spannungen und verlangsamtes globales Wachstum könnten den Optimismus schnell dämpfen.
Ad hoc News
Gewerkschaften reagieren alarmiert auf Pläne der Bundesregierung, das Arbeitszeitgesetz zu ändern und eine wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit einzuführen. Verdi-Chef Frank Werneke warnte vor Überlastung der Beschäftigten und kündigte Kampfbereitschaft an. IG BAU-Vorsitzender Robert Feiger betonte, der Achtstundentag sei ein Grundpfeiler sozialer Gerechtigkeit, dessen Aufweichung besonders Beschäftigten ohne Tarifbindung Nachteile bringe. Das Bundeswirtschaftsministerium dagegen sieht in der Flexibilisierung vor allem eine Entlastung kleiner und mittelständischer Betriebe, insbesondere im Tourismus- und Gastronomiesektor.
Spiegel Online
Die EU will spätestens ab November 2027 kein russisches Gas mehr importieren, auch langfristige Verträge enden dann. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Russland zu beenden und Moskaus Kriegskasse zu schwächen. Die Kommission sieht keine Risiken für die Versorgungssicherheit oder stark steigende Preise. Eine Notfallklausel erlaubt begrenzte Ausnahmen bei akuter Gefährdung einzelner Mitgliedstaaten.
n.tv
Ab Juli 2026 können Minijobber eine frühere Befreiung von der Rentenversicherungspflicht aufheben. Dazu müssen auch die Arbeitgeber aktiv werden. Beschäftigte stellen zunächst den Antrag schriftlich oder elektronisch, der Betrieb dokumentiert den Eingang, passt die Entgeltunterlagen an und meldet die Änderung an die Minijob-Zentrale. Dafür ist der Minijob zunächst zum Monatsende abzumelden und anschließend zum Monatsersten neu anzumelden. Widerspricht die Minijob-Zentrale nicht, gilt die Befreiung als aufgehoben. Die Entscheidung gilt für die gesamte Dauer des Minijobs und kann nicht widerrufen werden. Bei mehreren Minijobs muss die Aufhebung einheitlich erfolgen und von allen Arbeitgebern gemeldet werden.
Handwerk
Union und SPD planen einen tiefgreifenden Umbau des Sozialstaats. Bürgergeld, Kinderzuschlag und Wohngeld sollen in einem einheitlichen Leistungssystem aufgehen. Eine Kommission von Bund, Ländern und Kommunen empfiehlt den Abbau von Behörden, nur noch eine Anlaufstelle pro Person und stark vereinfachte Verfahren. Leistungen sollen pauschalierter, digital beantragt und teils automatisch ausgezahlt werden, etwa das Kindergeld nach der Geburt. Zugleich sollen Arbeitsanreize steigen, damit sich Mehrarbeit finanziell lohnt. Erste Gesetze sollen bis Mitte 2027 umgesetzt werden, teils sind dafür Grundgesetzänderungen nötig.
Stern
Die Schattenwirtschaft in Deutschland wächst auf geschätzte 510 Milliarden Euro und damit auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren. Dies entspricht 11,6 Prozent der Wirtschaftsleistung. Haupttreiber sind die Konjunkturflaute und steigende Arbeitslosigkeit, die Anreize für nicht gemeldete Tätigkeiten erhöhen. Die Mindestlohnerhöhung kann ebenfalls Schwarzarbeit begünstigen, wobei die ausgeweitete Minijob-Grenze eher dämpfend wirkt. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland zwar unter dem Durchschnitt, verzeichnet seit 2021 aber einen besonders starken Zuwachs.
Spiegel Online
Beim Nordsee-Gipfel in Hamburg beschlossen die Energieminister der Anrainerstaaten den massiven Ausbau der Offshore-Windkraft. Rund 1.600 Windräder stehen schon, bis 2050 sollen Tausende weitere hinzukommen. So soll die Stromproduktion fast verzehnfacht werden. Die Vereinbarungen sehen eine grenzüberschreitende Vernetzung, Investitionssicherheit bis 2030 sowie Effizienzsteigerungen vor. Bis dahin sollen 9,5 Milliarden Euro investiert werden und 91.000 neue Jobs entstehen. Der NABU mahnt, dass beim Ausbau die Meere geschützt werden müssen und die Schifffahrt berücksichtigt wird. Für die Sicherheit der Energieinfrastruktur bedeutet der Ausbau eine Stärkung.
NDR
Die Stimmung der deutschen Unternehmen bleibt laut Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar unverändert bei 87,6 Punkten. Während die Beurteilung der aktuellen Lage leicht stieg, trübten sich die Erwartungen etwas ein. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zufriedenheit mit den laufenden Geschäften, die Kapazitätsauslastung bleibt aber unter dem Mittelwert. Dienstleister, Logistik und Tourismus melden eine sinkende Stimmung, während Handel und Bauhauptgewerbe die Geschäftslage positiver bewerten. Auch hier bleiben die Erwartungen jedoch gedämpft.
Ifo Institut
CSU-Innenminister Alexander Dobrindt wies den Vorstoß des Wirtschaftsflügels der Union zurück, das Recht auf Teilzeitarbeit einzuschränken. Arbeit solle individuell und flexibel gestaltet werden, betonte er und kritisierte den Begriff „Lifestyle-Teilzeit“. Auch NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann von der CDU sieht keinen Änderungsbedarf und verweist auf Eltern und pflegende Angehörige. Sozial- und Pflegeverbände warnten vor einem Generalverdacht gegen Arbeitnehmer und forderten, strukturelle Probleme wie Kinderbetreuung und Pflegeinfrastruktur zu lösen. Der Vorschlag des Wirtschaftsflügels, Teilzeit nur in bestimmten Fällen zuzulassen, stößt parteiübergreifend auf Ablehnung.
Zeit Online
Nach fast zwei Jahrzehnten Verhandlungen haben sich die EU und Indien auf ein umfassendes Freihandelsabkommen geeinigt, das Handel, Investitionen und Mobilität fördern soll. Zölle auf Fahrzeuge, Maschinen, Chemikalien und Pharmazeutika werden deutlich gesenkt, empfindliche Agrarsektoren bleiben geschützt. Die Vereinbarung gilt als geopolitischer Schritt angesichts der Spannungen mit den USA und Chinas wachsendem Einfluss. Langfristig könnte sich der Handel bis 2032 verdoppeln und neue Chancen für europäische Unternehmen und Landwirte eröffnen. Bevor das Abkommen in Kraft tritt, müssen die Parlamente dem Vertragstext noch abschließend zustimmen.
Süddeutsche Zeitung
Der Wirtschaftsflügel der CDU fordert, den gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit abzuschaffen oder stark einzuschränken. Künftig sollen Beschäftigte nur noch aus „besonderen Gründen“ wie Kindererziehung, Pflege oder Weiterbildung ihre Arbeitszeit reduzieren dürfen. Freiwillige Teilzeit ohne solche Gründe soll nach dem Willen der Parteigruppe nicht mehr möglich sein. Innerhalb der CDU regt sich jedoch Widerstand. Der Sozialflügel warnt vor einem Eingriff in die Wahlfreiheit von Arbeitnehmern.
Spiegel Online
Erstmals seit Jahren investieren ausländische Unternehmen mehr Kapital in Deutschland als deutsche Firmen im Ausland anlegen. Dies zeigt eine Schätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln auf Basis von Bundesbank-Zahlen. Demnach überstiegen die ausländischen Direktinvestitionen 2025 die Abflüsse um rund zehn Milliarden Euro. Dies war zuletzt 2003 der Fall, abgesehen vom Corona-Sonderjahr. Insgesamt flossen laut der Analyse etwa 96 Milliarden Euro aus dem Ausland nach Deutschland, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Die deutschen Auslandsinvestitionen blieben mit 86 Milliarden unter dem langjährigen Schnitt. Das Institut sieht darin ein positives Signal für Rechtssicherheit und Kalkulierbarkeit.
IW Köln
Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes waren von der Anhebung des Mindestlohns auf 13,90 Euro zum 1. Januar bis zu 4,8 Millionen Jobs betroffen, also rund 12 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse. Für die Betroffenen ergibt sich rechnerisch eine höhere Verdienstsumme von bis zu 275 Millionen Euro, wobei Destatis die Ergebnisse als Obergrenzen einstuft. Besonders häufig profitieren Frauen sowie Beschäftigte im Gastgewerbe und in der Landwirtschaft. Regional liegt der Anteil in Ostdeutschland höher als im Westen. Für die zweite Stufe auf 14,60 Euro ab 2027 rechnet Destatis mit bis zu sieben Millionen betroffenen Jobs.
Destatis
Die Bürokratiekosten für Unternehmen sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts erstmals leicht zurückgegangen, liegen aber weiter auf hohem Niveau. Demnach sanken die jährlichen Kosten für Berichtspflichten von 66,6 auf 62,5 Milliarden Euro, die Zahl der Informationspflichten reduzierte sich minimal auf knapp 12.400. Abgefragt wurden die Daten vom Bündnis Sahra Wagenknecht, das weiterhin von einem „Konjunkturkiller“ spricht und schärfere Entlastungen fordert. Die schwarz-rote Bundesregierung sieht den Rückgang zwar als kleinen Erfolg, räumt aber ein, dass die Bürokratie weiterhin zu teuer sei.
n-tv
Die Deutsche Bahn investiert 50 Millionen Euro zusätzlich in mehr Sauberkeit und Sicherheit an 25 ausgewählten Bahnhöfen, darunter Hamburg, Berlin, Köln, München-Pasing, Mainz und Kiel. Die Maßnahmen umfassen mehr Reinigung, zusätzliche Sicherheitsposten, engere Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und Ausbau der Kamera-Infrastruktur. Ein Hintergrund ist, dass Mitarbeitende immer häufiger angegriffen werden. 2025 etwa gab es durchschnittlich fünf körperliche Angriffe pro Tag. Das Sofortprogramm ist der erste von drei Schritten, mit denen Kundenerlebnis, Komfort und Sicherheit bundesweit verbessert werden sollen.
Business Insider
Sebastian Richter, Inhaber der SR Gebäudereinigung in Strausberg, ist einer der zwölf Finalisten für die Wahl zu „Miss & Mister Handwerk 2026”. Mit chemiefreier Reinigung und bis zu 90 Prozent Wassereinsparung möchte er zeigen, wie modern und innovativ Gebäudereinigung sein kann. Seit über zehn Jahren engagiert Richter sich zudem ehrenamtlich für das Handwerk und möchte das Image der Branche verändern. Das Online-Voting läuft noch bis zum 23. Februar 2026; die Siegerinnen und Sieger werden am 4. März beim Kongress Zukunft Handwerk in München gekürt.
Handwerk
2025 produzierten Wind- und Solarkraft in der Europäischen Union erstmals mehr Strom als Kohle, Öl und Gas zusammen. Gut 30 Prozent des EU-Strommixes stammen aus Sonne und Wind. Insgesamt machten Erneuerbare fast die Hälfte der Stromproduktion aus, während Kohle mit 9,2 Prozent einen historischen Tiefstand erreichte. Die EU bleibt aber abhängig vom Gas, wodurch geopolitische Erpressungspotenziale bestehen bleiben. Fachleute betonen, dass der Ausbau von Speicher- und Netzkapazitäten sowie Investitionen entscheidend für Versorgungssicherheit und stabile Preise seien.
n-tv
2025 lag die Nettokreditaufnahme des Kernhaushalts 400 Millionen Euro über der im Grundgesetz festgelegten Schuldengrenze. Das lag daran, dass die erlaubte Kreditsumme aufgrund der guten Konjunktur gesunken war. Der Bund hat an sich nicht mehr Schulden aufgenommen. Insgesamt waren es mit 103 Milliarden Euro statt 143 sogar weniger als geplant. Das Defizit des Kernhaushalts betrug 66,9 Milliarden Euro und lag 14,9 Milliarden unter dem Haushaltsplan, erklärbar durch höhere Einnahmen und geringere Ausgaben.
Zeit Online
Die Bundesregierung will mit strengeren Umweltauflagen die Industrie schneller klimafreundlich machen. Grenzwerte sollen stärker an den saubersten verfügbaren Technologien ausgerichtet werden, betroffen sind rund 10.000 Industrieanlagen. Das Kabinett hat den Gesetzentwurf bereits beschlossen, die Zustimmung des Bundesrates steht noch aus. Ziel ist die Umsetzung der EU-Richtlinie zu Industrieemissionen bis Juli 2026. Zugleich sind Vereinfachungen bei Genehmigungen und Übergangsfristen von bis zu acht Jahren für Unternehmen in der Transformation vorgesehen.
Zeit Online
Wie gestern an dieser Stelle berichtet, sieht die Bundesregierung die Krankschreibung per Telefon als Mitverursacher des hohen Krankenstands in Deutschland. Das Gebäudereiniger-Handwerk kritisiert diese Regelung ebenfalls und verweist auf steigende krankheitsbedingte Ausfallzahlen seit Ende 2023. Laut einer Branchenumfrage meldeten mehr als 70 Prozent der Betriebe seitdem höhere Ausfallzeiten. Der Bundesinnungsverband unterstützt daher die geplante Überprüfung dieser Regelung und fordert, sie ganz abzuschaffen.
Die Gebäudedienstleister
Das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen war bereits auf der Zielgeraden, doch nun schaltete das Europäische Parlament den Europäischen Gerichtshof ein. Kritiker warnen, dass südamerikanische Staaten bei neuen Umwelt- oder Verbraucherschutzregeln finanzielle Ausgleichszahlungen verlangen könnten. Zudem wird befürchtet, dass nationale Parlamente durch die Konstruktion des Abkommens umgangen werden. Auch mögliche Abstriche bei Umwelt-, Tierwohl- und Lebensmittelstandards sorgen für Widerstand. Die Prüfung durch den EuGH dürfte die Ratifizierung deutlich verzögern.
Spiegel Online
Steuerprivilegien für große Vermögen sollten abgeschafft, Lebensfreibeträge eingeführt und Steuertarife vereinfacht werden, empfiehlt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. Laut neuen Berechnungen würden Erbschaften gerechter belastet, obwohl künftig deutlich weniger Menschen steuerpflichtig wären. Dennoch könnten Mehreinnahmen von rund 2,3 Milliarden Euro erzielt werden, vor allem aus sehr großen Vermögen. Die Zahl der Steuerpflichtigen würde sich etwa halbieren, zugleich würde der Verwaltungsaufwand sinken. Für Unternehmensübertragungen schlägt das Institut Übergangsregelungen vor, um Betriebe nicht zu gefährden.
DIW Berlin
Der Deutsche Gewerkschaftsbund kündigt Widerstand gegen die Sozial- und Rentenreformen der Bundesregierung an und wirft ihr vor, Beschäftigte zu Sündenböcken der Wirtschaftskrise zu machen. DGB-Chefin Yasmin Fahimi kritisiert die Deregulierung zugunsten der Wirtschaft bei gleichzeitigen Mehrbelastungen für Arbeitnehmer als falschen Weg ohne Wachstumsimpulse. Als Gegenentwurf will der DGB eine eigene Rentenkommission mit alternativen Vorschlägen einsetzen. Die Gewerkschaften möchten Gespräche, sind aber konfliktbereit, auch gegenüber der SPD. Zudem fordert der DGB eine Reform der Erbschaftsteuer sowie eine stärkere Tarifbindung und mehr Mitbestimmung.
WiWo
Die deutsche Industrie zeigt laut Ifo Institut Anzeichen einer Erholung: Im Verarbeitenden Gewerbe stieg der Auftragseingang im November um 5,6 Prozent zum Vormonat, der Auftragsbestand wuchs den vierten Monat in Folge um 5,9 Prozent im Jahresvergleich. Besonders Automobilindustrie, Maschinenbau und der „Sonstige Fahrzeugbau“ trugen dazu bei, die Reichweite des Auftragspolsters liegt bei acht Monaten. Laut dem Ifo-Institut haben sich auch die Lieferketten entspannt, der Anteil der Unternehmen mit Engpässen bei Vorprodukten sank im Dezember auf 7,5 Prozent. Trotz dieser Fortschritte warnt das Institut vor neuen Risiken durch die steigende Nachfrage nach KI-relevanten Komponenten.
Spiegel
Die Zahl der Milliardäre weltweit steigt weiter, ihr Vermögen wuchs 2025 um 16 Prozent auf umgerechnet über 15,7 Billionen Euro, meldet Oxfam. Seit 2020 sind sie um über 80 Prozent reicher geworden, während fast die Hälfte der Menschheit in Armut lebt. Der wachsende politische Einfluss der Superreichen ist demnach eine reale Gefährdung der Demokratie. Auch in Deutschland stieg die Zahl der Milliardäre um ein Drittel auf 172 mit einem Gesamtvermögen von über 722 Milliarden Euro. Oxfam fordert daher höhere Steuern für Superreiche und eine globale Milliardärssteuer, um Ungleichheit und Machtkonzentration zu begrenzen.
Tagesschau
Hausärzte warnen die Bundesregierung vor der Abschaffung der telefonischen Krankschreibung: Sie entlaste Praxen, schütze Patienten vor Ansteckung und führe nicht zu mehr Missbrauch, sagt Hausärzteverbandschef Markus Beier. Bundeskanzler Merz kritisierte zuletzt den hohen Krankenstand und sieht die telefonische Krankschreibung als Teil des Problems. Gesundheitsministerin Warken kündigte nun eine Überprüfung an. Beier, SPD und Grüne betonen dagegen die Bedeutung des Instruments für Bürokratieabbau und Patientenschutz und warnen vor zusätzlichen Belastungen für Ärzte und Patienten.
Zeit Online
Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks bricht die Gespräche über einen möglichen „Gewerkschaftsbonus“ für IG-BAU-Mitglieder vorzeitig ab. Angesichts anhaltender Stagnation, hoher Kosten und wirtschaftlicher Unsicherheiten seien zusätzliche tarifliche Belastungen für die Betriebe nicht verantwortbar. Die Tarifkommission fasste den Beschluss einstimmig, da keine tragfähige Grundlage für weitere Verhandlungen gesehen wird.
Die Gebäudedienstleister
Die CDU-Spitze berät am Montag in Berlin über zentrale Vorhaben für 2026. Der Bundesvorstand will eine Erklärung zur Wirtschaftsbelebung, Sozialstaatsreform und Staatsmodernisierung verabschieden. Geplant ist unter anderem ein sofortiger Stopp von EU-Initiativen, die neue Belastungen für Unternehmen bringen könnten. Im Inland fordert die Partei eine umfassende Überprüfung der Staatsausgaben. Ineffiziente Subventionen möchte sie abbauen und staatliche Aufgaben neu priorisieren.
Stern
Beim Weltwirtschaftsforum kommen in dieser Woche zahlreiche Spitzenpolitiker zusammen, darunter EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, Frankreichs Präsident Macron und Bundeskanzler Merz. Im Fokus stehen die angespannten transatlantischen Beziehungen hinsichtlich Grönlands, mögliche neue Handelskonflikte und Europas Reaktion auf angekündigte US-Zölle. Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten dazu bei einem Sondergipfel über gemeinsame Positionen und Gegenmaßnahmen. Auch US-Finanzminister Bessent ist vor Ort und warnt Europa vor Vergeltungszöllen. Heute wird auch US-Präsident Trump in der Schweiz erwartet.
Deutschlandfunk
Der Wirtschaftsweise Martin Werding hält die aktuellen Gesetze zur Erbschaftsteuer für verfassungswidrig, weil sie Betriebsvermögen im Vergleich stark begünstigen. Mehrere Verfahren liegen beim Bundesverfassungsgericht, ein Urteil wird noch in diesem Jahr erwartet. Die SPD schlägt einen Lebensfreibetrag von einer Million Euro vor sowie höhere Freibeträge für Unternehmen und lange Stundung. Union und Wirtschaftsverbände lehnen das als wirtschaftsfeindlich ab. Für Unternehmen und Vermögensinhaber wächst damit die Unsicherheit über künftige Steuerregeln.
Zeit Online
Der Internationale Währungsfonds rechnet für Deutschland 2026 mit einem Wachstum von 1,1 Prozent und damit mehr als zuletzt erwartet. Staatliche Ausgaben sollen die Konjunktur stützen und Belastungen durch US-Zölle abfedern. Im Vergleich zu anderen G7-Staaten könnte Deutschland damit wieder aufholen und Japan, Italien sowie Frankreich hinter sich lassen. Für 2027 prognostiziert der IWF ein Plus von 1,5 Prozent. Risiken sieht der Fonds vor allem in Handelskonflikten und einer möglichen Korrektur bei KI-Investitionen.
n-tv
Der Ausbau der Windenergie an Land hat 2025 deutlich zugelegt: 958 neue Anlagen mit rund 5,2 Gigawatt gingen ans Netz, der Nettozuwachs lag bei etwa 4,6 Gigawatt. Besonders stark war der Ausbau in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Mit 106,5 Milliarden Kilowattstunden blieb die Windkraft an Land trotz eines windschwachen Frühjahrs der wichtigste Stromerzeuger in Deutschland. Gleichzeitig erreichten die Genehmigungen für neue Anlagen einen Höchststand. Die gesetzlichen Ausbauziele für 2026 könnten dennoch verfehlt werden. Die Branche fordert daher mehr Planungssicherheit und einen schnelleren Netzausbau.
Zeit Online
Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen 2025 im Jahresdurchschnitt um 2,2 Prozent und lagen damit auf dem Niveau des Vorjahres. Im Dezember schwächte sich die Teuerung weiter ab, die Inflationsrate sank auf 1,8 Prozent und fiel erstmals im Jahr unter zwei Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich erneut überdurchschnittlich um 3,5 Prozent, während Waren insgesamt nur um 1,0 Prozent teurer wurden. Preisdämpfend wirkten vor allem sinkende Energiepreise, die im Jahresverlauf um 2,4 Prozent zurückgingen.
Destatis
Das Mercosur-Abkommen kann die Belastungen durch die US-Zollpolitik abfedern, reicht allein aber nicht aus. Laut Ifo Institut könnten zusätzliche Freihandelsabkommen der EU mit sieben Partnern die Effekte sogar überkompensieren. Trotz US-Zöllen würden die deutschen Exporte um bis zu 4,1 Prozent wachsen, das Bruttoinlandsprodukt um bis zu 0,5 Prozent steigen. Besonders profitieren würden exportstarke Branchen wie Maschinenbau, Chemie und Automobilindustrie.
Ifo Institut
Nach neuen Zolldrohungen von US-Präsident Trump im Grönland-Konflikt fordert die deutsche Wirtschaft eine klare und einheitliche Reaktion der EU. Verbände warnen vor schweren Folgen für Industrie und Exporte, insbesondere im Maschinenbau, der Auto- und Stahlindustrie. Ein bereits ausgehandeltes Zollabkommen mit den USA gilt im EU-Parlament nun als kaum noch zustimmungsfähig. Die Wirtschaft mahnt Entschlossenheit an, warnt aber zugleich vor einer Eskalation des Handelskonflikts.
Cash
Die hessische Landesregierung will das Vergaberecht grundlegend reformieren und tarifgebundenen Unternehmen bessere Chancen verschaffen. Geplant sind deutlich höhere Freigrenzen, das heißt, Dienstleistungen bis 100.000 Euro und Bauaufträge bis 750.000 Euro sollen einfacher vergeben werden. Zugleich sollen Unternehmen durch weniger Bürokratie entlastet werden. Ab 20.000 Euro Auftragswert gilt künftig eine verbindliche Tariftreuepflicht gegen Lohndumping. Arbeitgeber und Gewerkschaften begrüßen die Reform als wichtigen Schritt zu einem fairen Wettbewerb.
Frankfurter Rundschau
Nach zwei Rezessionsjahren ist die deutsche Wirtschaft 2025 wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 0,2 Prozent zu. Getragen wurde das Plus vor allem vom privaten und staatlichen Konsum, während Exporte und Investitionen weiter schwächelten. Auch im Schlussquartal 2025 verzeichnete die Wirtschaft ein kleines Wachstum. Für 2026 erwarten Experten neuen Schwung durch staatliche Investitionen, ein stärkerer Aufschwung gilt aber erst ab 2027 als wahrscheinlich. Trotz der Konjunkturflaute sank das Staatsdefizit auf 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung, sodass sich die Staatsfinanzen leicht stabilisiert haben.
Zeit Online
Laut der Studie „Arbeiten 2025“ der Pronova BKK haben 60 Prozent der Beschäftigten schon einmal die sogenannte „Bettkantenentscheidung“ zugunsten der Krankmeldung getroffen. Die einen bleiben zu Hause, um gesundheitliche Probleme oder Überlastung nicht zu verschärfen, andere aus Motivations- oder Stressgründen. Auffällig ist, dass sich besonders junge Beschäftigte deutlich häufiger krankmelden als ältere, da sie im Schnitt höhere Erwartungen an Arbeitsbedingungen und Arbeitskultur haben. Gleichzeitig arbeitet ein großer Teil trotz Beschwerden oder psychischer Belastung weiter. Die Studie unterstreicht, wie wichtig eine offene Unternehmenskultur und gesundheitsbewusste Führung ist.
Pronova BKK
Die Gewerkschaften ver.di und dbb wollen ab kommender Woche ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder deutlich ausweiten, betroffen sind unter anderem Unikliniken, Verwaltungen, Kitas und Finanzämter. Grund ist, dass die Länder-Arbeitgeber laut ver.di bislang kein verbindliches Angebot vorgelegt haben, weshalb der Druck vor den nächsten Verhandlungsrunden erhöht werden soll. Die Streiks könnten bis zur entscheidenden Verhandlungsphase Mitte Februar andauern, während die Gewerkschaften sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro, für rund 920.000 Beschäftigte fordern.
Tagesschau
Künstliche Intelligenz ist im neuen Risikobarometer der Allianz Commercial vom zehnten auf den zweiten Platz der größten globalen Geschäftsrisiken gestiegen. Sie landet damit direkt hinter Cyberkriminalität. Beide Risiken hängen eng zusammen, da Hacker KI zunehmend für Angriffe, Manipulationen und Online-Erpressung nutzen. Gefahren entstehen aber auch intern, etwa durch falsche KI-Ergebnisse, die zu Fehlentscheidungen, rechtlichen Problemen oder Reputationsschäden führen. In Deutschland rangieren KI-Risiken auf Platz vier, in Österreich sogar auf Platz eins. Allianz-Experten sehen KI daher als zweischneidiges Schwert: große Chance, aber nur bei verantwortungsvollem Einsatz.
Maschinenmarkt
Handelskonflikte, Sanktionen und Strafzölle gelten laut „Global Risks Report 2026“ vom Weltwirtschaftsforum als wahrscheinlichster Auslöser globaler Krisen im laufenden Jahr. 18 Prozent der befragten Expertinnen und Experten sehen geoökonomische Konfrontationen an der Spitze, gefolgt von bewaffneten Konflikten und extremen Wetterereignissen. Langfristig dominieren dagegen klar die Risiken der Klimakrise. Der Bericht basiert auf einer Befragung von rund 1.300 Entscheidungsträgern weltweit und ist vorgestern erschienen, kurz vor dem Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos.
Zeit Online
Der Zuzug von Geflüchteten führt laut einer neuen Studie des Ifo Instituts zu mehr Gewerbeanmeldungen und zusätzlichen Arbeitsplätzen. Die neu entstehenden Unternehmen, die einen steigenden Bedarf etwa in der Gesundheits-, Verkehrs- oder Finanzdienstleistungsbranche abdecken, werden jedoch überwiegend von Deutschen gegründet . Der Großteil der neuen Arbeitsplätze entfällt allerdings auf bereits bestehende Unternehmen. Grundlage der Analyse sind bundesweite Kreis-Daten aus den Jahren 2007 bis 2021.
Ifo Institut
Der jahrelange Anstieg des Frauenanteils in den Vorständen großer deutscher Unternehmen ist vorerst gestoppt. Studien vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und der Initiative „Frauen in die Aufsichtsräte“ zeigen, dass der Anteil 2025 stagnierte oder sogar sank. Einzige Ausnahme war der Finanzsektor. Insgesamt fiel der durchschnittliche Frauenanteil in den Vorständen börsennotierter Unternehmen auf 19,2 Prozent. Das DIW spricht von einem Warnsignal, da vor allem mehr Männer neu in Vorstände berufen wurden. Die Langzeitentwicklung bleibt laut Instituten dennoch positiv, am besten stehen die großen Dax-Unternehmen da sowie Firmen mit staatlicher Beteiligung.
Süddeutsche Zeitung
Im Dezember 2025 stieg die Zahl der Firmenpleiten im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 Prozent, während es im November noch 5,7 Prozent waren. Besonders betroffen waren die Branchen Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe und Bau. Die offenen Forderungen der Gläubiger gingen im Oktober auf 2,6 Milliarden zurück, da weniger wirtschaftlich bedeutende Unternehmen pleite gingen. DIHK-Chefanalyst Volker Treier warnt vor der höchsten Zahl insolvenzbedingter Betriebsaufgaben seit elf Jahren und fordert Steuer-, Energie- und Bürokratieentlastungen. Auch die Verbraucherinsolvenzen stiegen im Oktober um 7,6 Prozent auf 6.709 Fälle.
n-tv
Bei der Kreditvergabe deutscher Banken spielen Klimarisiken eine immer größere Rolle.
Laut KfW wurden 2024 vor allem größere Mittelständler häufiger zu Nachhaltigkeit befragt. Besonders betroffen sind Unternehmen aus Industrie, Bau und Handel. Hintergrund sind zunehmende regulatorische Anforderungen an Banken. Die KfW mahnt Unternehmen aller Größen, ihr Nachhaltigkeitsprofil systematisch zu erfassen und fordert zugleich mehr Unterstützung für kleine Betriebe.
KfW
Mehr als ein Drittel der Selbständigen rechnet mit einer Verschlechterung der eigenen Geschäftslage, während nur 14 Prozent ein besseres Jahr erwarten. Damit ist die Stimmung pessimistischer als in der Gesamtwirtschaft. Der Jimdo-Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Dezember weiter, Unsicherheit und Finanzierungssorgen nahmen zu. Fast jeder zweite Selbständige berichtet von Problemen beim Kreditzugang. „Die Selbständigen starten mit mehr Sorge als Zuversicht in das neue Jahr“, so Ifo-Expertin Katrin Demmelhuber.
Ifo Institut
Die SPD will die Erbschaftsteuer von Grund auf reformieren, doch Wirtschaftsverbände wie die Stiftung „Familienunternehmen und Politik“ reagieren mit scharfer Kritik. Sie fürchten trotz geplanter Freibeträge und Stundungen zusätzliche Belastungen für große Familienunternehmen. Diese könnten Investitionen bremsen und Arbeitsplätze gefährden. Besonders in der aktuellen wirtschaftlichen Lage sende das Konzept falsche Signale. Die Verbände warnen vor negativen Folgen für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand.
n-tv
Der Generationswechsel im Mittelstand spitzt sich zu. 57 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer sind inzwischen 55 Jahre oder älter. Laut KfW-Mittelstandspanel erwägen bis Ende 2029 fast 570.000 Betriebe eine Stilllegung, also jährlich etwa 114.000 Unternehmen. 545.000 Unternehmen suchen eine Nachfolge, erstmals überwiegen damit die voraussichtlichen Schließungen. Hauptgründe sind das hohe Alter der Inhaber, fehlende Nachfolger in der Familie und die zunehmende Bürokratie. Gleichzeitig sind die Preisvorstellungen bei Unternehmensverkäufen deutlich gestiegen: Im Schnitt erwarten Nachfolgeplaner 499.000 Euro.
KfW
Die EU-Staaten haben dem Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten mit qualifizierter Mehrheit zugestimmt. Die Unterzeichnung soll kommende Woche in Paraguay erfolgen, ein sofortiges Inkrafttreten ist jedoch noch offen. Widerstand kommt vor allem aus der Landwirtschaft, die Wettbewerbsdruck durch günstige Importe fürchtet. Befürworter sehen in dem Abkommen ein Signal gegen Protektionismus und einen Impuls für Wachstum und Beschäftigung. Die neue Freihandelszone würde mehr als 700 Millionen Menschen umfassen und Zölle weitgehend abbauen.
Deutschlandfunk
Mit knapp 3.600 Gründungen traten in Deutschland 2025 so viele Start-ups wie nie zuvor in den Markt. Dies ein Plus von 29 Prozent gegenüber 2024, so der Report „Next Generation – Start-up-Neugründungen in Deutschland“. Treiber sind vor allem technologieorientierte Geschäftsmodelle, von denen mehr als ein Viertel auf KI setzt. Stark wachsende Sektoren sind Software mit einem Zuwachs von 38 Prozent, Medizintechnik mit 46 Prozent und Food mit einem Plus von 80 Prozent. Bayern führt mit über einem Fünftel der Gründungen die Bundesländer an. Die Zahlen zeigen laut Analyse das Potenzial deutscher Forschung und die Bedeutung von Innovation für die wirtschaftliche Zukunft.
Existenzgründungsportal
Kurz vor der zweiten Tarifrunde am 15. Januar erhöht die Gewerkschaft ver.di den Druck auf die Arbeitgeber der Länder und weitet ihre Proteste auf sieben Bundesländer aus. Mit Warnstreiks und Demonstrationen unter anderem in Berlin, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz sowie mit einer Kundgebung in Potsdam fordert ver.di Investitionen in Personal, faire Löhne und verlässliche Tarifregelungen. Betroffen sind rund 2,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Die Gewerkschaft warnt vor Personalmangel, der die öffentliche Daseinsvorsorge gefährde.
DGB
Der erneuerte Gesamtarbeitsvertrag Reinigung gilt ab 2026 für die ganze Deutschschweiz und verbessert die Arbeitsbedingungen von rund 75.000 Beschäftigten. In dem GAV sind höhere Mindestlöhne vereinbart, insbesondere für tiefere Lohnstufen und ausgebildete Fachkräfte. Zudem sind künftig alle Reinigungsangestellten unabhängig vom Pensum durch eine Krankentaggeldversicherung geschützt. Der vom Bundesrat allgemeinverbindlich erklärte GAV setzt nach 20 Jahren neue Mindeststandards für die Branche in der Schweiz.
Workzeitung
Trotz schwierigem Umfeld bleibt der Maschinenbau ein attraktiver Arbeitgeber für Ingenieurinnen und Ingenieure: Rund 70 Prozent der Unternehmen erwarten stabile Beschäftigtenzahlen, knapp 20 Prozent sogar Zuwachs. Dies ist das Ergebnis der neuen VDMA-Ingenieurerhebung. Gleichzeitig halten Fachkräfteengpässe an, besonders in Forschung, Entwicklung und IT. Künstliche Intelligenz gewinnt stark an Bedeutung, doch viele Firmen sehen Defizite in der Hochschulausbildung. Der Verband fordert deshalb rasche Anpassungen bei Qualifikations- und Kompetenzprofilen, um die Innovationskraft des Standorts zu sichern.
VDMA
Ende 2025 ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erneut gestiegen und lag im Dezember bei über 2,9 Millionen, die Quote kletterte auf 6,2 Prozent. Hauptgründe sind die schwache Konjunktur und saisonale Effekte wie die Winterpause. Im Jahresdurchschnitt waren so viele Menschen arbeitslos wie seit 2013 nicht, die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften ging im Dezember zudem deutlich zurück. Trotz der angespannten Lage sieht die Bundesagentur für Arbeit Anzeichen dafür, dass die Talsohle erreicht sein könnte, auch wenn für 2026 noch kein Wachstum erwartet wird.
Spiegel Online
Im dritten Quartal 2025 ist die Wirtschaftsleistung in der Hälfte der deutschen Bundesländer gegenüber dem Vorquartal gesunken, besonders deutlich im Saarland, aber auch Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Ursache ist laut Ifo Institut die anhaltende Industriekrise, die einzelne Regionen stärker trifft als andere. Während Länder wie Hamburg, Bayern und Niedersachsen noch leichte Zuwächse verzeichneten, bleibt der Ausblick für 2025 insgesamt gedämpft. Unterschiede ergeben sich vor allem aus der regionalen Wirtschaftsstruktur und der Bedeutung von Industrie, Dienstleistungen und Außenhandel.
Ifo Institut
Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand ist im Dezember erneut gefallen und liegt mit minus 15 Punkten deutlich unter dem Durchschnitt. Besonders der Dienstleistungssektor zeigt trübe Erwartungen für die kommenden sechs Monate, auch der Einzelhandel kämpft nach einem enttäuschenden Weihnachtsgeschäft. Ursachen sind unter anderem die schwächere Nachfrage aus China und Unsicherheiten in der Industrie. Trotz der Ernüchterung prognostiziert die KfW leichtes Wachstum für das letzte Quartal 2025 und eine spürbare Erholung 2026. Während die Großunternehmen Stellenabbau erwarten, bleiben die Beschäftigungserwartungen im Mittelstand vergleichsweise stabil.
KfW
Zum Jahreswechsel sind die Tariflöhne im Gebäudereiniger-Handwerk gestiegen: Der Branchenmindestlohn für Ungelernte steigt von 14,25 auf 15 Euro, für Fachkräfte von 17,65 auf 18,40 Euro. Die Azubivergütungen bleiben bei 1.000 bis 1.300 Euro je Lehrjahr. Der Rahmentarifvertrag sichert zudem 30 Urlaubstage, Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit sowie Belastungszulagen. IG BAU-Mitglieder in Innungsbetrieben erhalten zwar seit 2007 zusätzliches Urlaubsgeld, derzeit wird jedoch über eine zweite Jahressonderzahlung verhandelt. Mit rund 700.000 Beschäftigten ist die Gebäudereinigung Deutschlands größtes Handwerk.
Die Gebäudedienstleister
Auch 2026 endet die wirtschaftliche Schwäche nicht, zeigt die aktuelle Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft. 22 von 46 Wirtschaftsverbänden rechnen mit Stellenabbau, nur neun mit mehr Beschäftigung. Besonders betroffen ist die Industrie, während Bauwirtschaft und Dienstleister bessere Aussichten haben. Viele Branchen planen keine oder nur geringe Steigerungen bei ihren Investitionen. Einige Wirtschaftszweige wie Luft- und Raumfahrt, Schiffbau und Teile des Baugewerbes profitieren vom Sondervermögen und Verteidigungsausgaben.
iW
Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Dezember 2025 geschätzt um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet das Statistische Bundesamt Destatis. Im Vergleich zum November blieben die Preise unverändert. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie lag bei 2,4 Prozent, während die Energiepreise weiter fielen und Dienstleistungen um 3,5 Prozent teurer wurden. Die Preise für Waren stiegen nur leicht um 0,4 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2025 liegt die Inflationsrate voraussichtlich bei 2,2 Prozent.
Destatis
In weiten Teilen Deutschlands sorgt Tief „Gunda“ für Schnee und gefrierenden Regen mit hoher Glättegefahr, besonders im Westen und Süden. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer überregionalen Unwetterlage durch Glatteis, weshalb Autofahrer unnötige Fahrten vermeiden sollen. In mehreren Bundesländern, darunter Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen, bleibt der Schulbetrieb aus Sicherheitsgründen heute aus oder findet nur eingeschränkt statt. Die Deutsche Bahn rechnet nur mit geringen Einschränkungen.
Stern
Laut der aktuellen Creditreform-Herbststudie kommen kleine und mittlere Unternehmen in Österreich trotz leichter Stabilisierung nicht aus der Rezession, das Geschäftsklima bleibt mit –8,2 Punkten klar negativ. Aufträge und Umsätze sinken weiter. Über ein Drittel meldet Rückgänge, nur eine Minderheit verzeichnet Zuwächse. Auch die Erträge stehen unter Druck, der Anteil eigenkapitalschwacher Betriebe steigt auf 19,7 Prozent. Parallel dazu setzt sich der Personalabbau fort, besonders im Bau, während Investitions- und Einstellungslust gering bleiben.
Kleine Zeitung
Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hat entschieden, dass Krankenhäuser wichtige Hygieneaufgaben nicht aus Kostengründen an externe Dienstleister abgeben dürfen. Anlass war ein Streit über die Abrechnung spezieller Behandlungen, bei dem der Medizinische Dienst sich für internes Hygienepersonal ausgesprochen hat. Das Gericht stellte klar, dass Qualität und Sicherheit Vorrang vor wirtschaftlichen Überlegungen haben. Da es für das Krankenhaus finanziell nicht um die Existenz ging, lehnte das Gericht ein Eilverfahren ab. Die Entscheidung macht deutlich: Zentrale Qualitätsanforderungen wie Hygiene müssen mit eigenem Personal erfüllt werden.
Recht und Politik
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Dezember weiter eingetrübt, der ifo Geschäftsklimaindex sank auf 87,6 Punkte. Die Unternehmen schauen mit wachsendem Pessimismus auf das erste Halbjahr 2026, während die Einschätzung der aktuellen Lage unverändert bleibt. Im Verarbeitenden Gewerbe belasteten sinkende Auftragseingänge und zurückhaltende Produktionspläne das Klima, auch wenn die Lage leicht besser bewertet wurde. Im Dienstleistungssektor rutschte das Geschäftsklima wieder ins Minus, einzig die Gastronomie profitierte von einem starken Dezember. Handel und Bau bleiben schwach: Einzelhändler sind enttäuscht vom Weihnachtsgeschäft, im Bau überwiegt trotz etwas besserer Erwartungen weiterhin Zurückhaltung.
Ifo Institut
Betriebe in Kurzarbeit erhalten mehr Planungssicherheit. Das Bundeskabinett hat beschlossen, die geltende Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld auf bis zu 24 Monate zu verlängern, bis maximal zum 31. Dezember 2026. Unternehmen können damit weiterhin deutlich länger als die regulären zwölf Monate die Unterstützung für ihre Beschäftigten nutzen. Ab 2027 soll wieder die normale Bezugsdauer gelten. Ziel der Verlängerung ist es, Unternehmen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zu entlasten und Arbeitsplätze zu sichern. Beschäftigte erhalten während der Kurzarbeit 60 Prozent ihres ausgefallenen Nettoentgelts, haben sie Kinder, sind es 67 Prozent.
Handwerksblatt
Die ISSA kündigt die Rückkehr der International Cleaning Week vom 22. bis 28. März an, mit zentralen Veranstaltungen in Washington, D.C.. Die Aktionswoche möchte die Arbeit von Reinigungs- und Facility-Fachkräften würdigen und die Interessenvertretung der Branche stärken. Zu den Highlights zählen der zweite „Spotless Spaces Wettbewerb“ sowie das erste „ICW Awards Dinner“ in der US-Hauptstadt. Der von Tork gesponserte Wettbewerb zeichnet Teams und Einrichtungen aus, die Maßstäbe in Sauberkeit, Nachhaltigkeit und Inklusion setzen. Nominierungen sind noch bis zum 23. Januar möglich.
ISSA
Seit dem Frühjahr 2025 hat die Bundesregierung laut einer DZ-Bank-Umfrage deutlich an Vertrauen im Mittelstand verloren. Nur noch 39 Prozent der befragten Unternehmen trauen der Regierung Merz zu, für mehr Wachstum zu sorgen, nach noch 62 Prozent zu Jahresbeginn. Auch bei Infrastruktur und Planungssicherheit sind die Erwartungen stark gesunken. Vom „Investitionsbooster” erhoffen sich lediglich 20 Prozent positive Effekte, insbesondere steuerliche Entlastungen werden vermisst. Laut DZ-Bank-Vorstand Stefan Beismann bremsen Bürokratie, hohe Kosten und Fachkräftemangel den Mittelstand aus, der stärker unter der Lage leidet als große Unternehmen, die international ausweichen können.
Zeit Online
Künftig soll das bisherige Bürgergeld als Grundsicherungsgeld ausgezahlt werden, mit stärkerem Druck auf Arbeitsaufnahme. Dazu werden Sanktionen bei Pflichtverletzungen und Terminversäumnissen verschärft. Wer eine zumutbare Arbeit ablehnt, kann bis zu zwei Monate die komplette Leistung verlieren, andere Pflichtverstöße führen zu Kürzungen von 30 Prozent, mehrfaches Versäumen von Terminen kann den Anspruch komplett entfallen lassen. Das Gesetz soll am 1. Juli 2026 in Kraft treten, nennenswerte Einsparungen sind allerdings nicht zu erwarten. Politisch ist die Reform sensibel. Während die Union ein Wahlversprechen umsetzt, korrigiert die SPD Teile ihres eigenen Vorgängerprojekts trotz Widerstand aus der Parteibasis.
T-online
Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer. Unterschiede zeigen sich je nach Branche, Region und Arbeitszeit. Im öffentlichen Dienst liegt die Lücke bei vier Prozent, in der Privatwirtschaft bei 17 Prozent, in Ostdeutschland bei fünf Prozent, in Westdeutschland bei 17 Prozent. Hauptfaktoren sind Teilzeitarbeit, niedrigere Bezahlung in frauendominierten Berufen, geringere Qualifikationen und höhere Anteile im Minijob-Sektor. Dennoch bleibt eine Lücke von rund sechs Prozent bestehen, die selbst bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation bestehen bleibt und als bereinigter Gender-Pay-Gap gilt. Laut Expertinnen liegt dies weniger an offener Diskriminierung, sondern an fehlenden Möglichkeiten, Erwerbs- und Sorgearbeit zu vereinbaren.
Süddeutsche Zeitung
Die Ticketpreise im Fernverkehr bleiben nächstes Jahr stabil. Trotz steigender Kosten verzichtet die DB wegen hoher Unpünktlichkeit auf Preiserhöhungen. Neu sind 14 zusätzliche ICE-Sprinter, darunter erstmals Berlin–Stuttgart in 4:45 Stunden sowie mehr schnelle Verbindungen nach München und Frankfurt. Gleichzeitig streicht die Bahn schwach genutzte Angebote, etwa zwischen Berlin und Köln, Leipzig und Nürnberg oder komplett in Lübeck und Berchtesgaden. Ausgebaut werden der Halbstundentakt in 21 Städten, internationale Verbindungen und der Einsatz des neuen barrierefreien ICE L.
ZDF Heute
Gezielte Verbesserungen in der Bildung könnten Deutschland langfristig eine zusätzliche Wirtschaftsleistung in Billionenhöhe bringen, zeigt eine Studie des ifo Instituts für die Bertelsmann Stiftung. Nach anfänglichen Investitionen entstünden die größten Effekte aber erst über die Zeit, und zwar rund 6,7 Billionen Euro nach 50 Jahren und über 20 Billionen Euro nach 80 Jahren. Dafür müssten drei Ziele erreicht werden: halb so viele Schülerinnen und Schüler unter den Mindeststandards, 20 Prozent mehr auf Regelstandard-Niveau und 30 Prozent mehr an der Leistungsspitze. Auch die Bundesländer würden stark profitieren, etwa Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern mit jeweils mehreren Billionen Euro zusätzlichem BIP.
Ifo Institut
Ein möglicher Zivildienst im Handwerk könnte jungen Menschen wertvolle Orientierung in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen wie Bau, Daseinsvorsorge und Gesundheitshandwerk bieten, so ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Dies könnte den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern und praktische Fähigkeiten vermitteln. Bereits bestehende Modelle wie das Freiwillige Handwerksjahr zeigten, wie erfolgreich ein solches Konzept sein kann. Der Zivildienst könnte als sinnvolle Ergänzung dienen, indem er praxisnahes Lernen und gesellschaftliche Verantwortung verbindet. Besonders Bereiche wie Gebäudetechnik, Bauhandwerk und Katastrophenschutz bieten sich laut Schwannecke für diesen Ansatz an.
ZDH
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat erneut Wohnungen und Geschäftsräume zweier Unternehmer durchsuchen lassen, die mit Scheinrechnungen Schwarzarbeit in der Gebäudereinigung verdeckt haben sollen. Dabei werden Rechnungen für Leistungen ausgestellt, die nie erbracht wurden. Firmen überweisen die Rechnungssummen offiziell, erhalten das Geld abzüglich einer Provision in bar zurück und schaffen so Schwarzgeld. Mit diesen Bargeldflüssen werden Löhne illegal gezahlt sowie Steuern und Sozialabgaben umgangen, Beschäftigte sind oft gar nicht oder nur niedrig gemeldet. Die Durchsuchungen sind Teil eines bundesweiten Verfahrens gegen 25 Beschuldigte. Der Schaden soll rund 40 Millionen Euro betragen.
Tagesspiegel
Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft waren 2024 nur rund 250.000 Haushaltshilfen angemeldet, wobei mehr als vier Millionen Haushalte eine solche beschäftigen. Der Umsatz der Schattenwirtschaft in diesem Bereich stieg innerhalb von zwei Jahren um 15 Prozent auf rund 11,4 Milliarden Euro. Dabei entlasten Haushaltshilfen vor allem Frauen, die weiterhin den Großteil der Hausarbeit übernehmen, und ermöglichen ihnen mehr Erwerbstätigkeit. Das Institut fordert daher politische Anreize wie ein Gutscheinmodell nach schwedischem Vorbild, um legale Beschäftigung attraktiver zu machen.
IW Köln
Die Aktivitäten der österreichischen Landesinnung für Chemische Gewerbe und Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger standen 2025 im Zeichen der Mitgliederunterstützung, unter anderem durch Förderungen für Ausbildung und Normen, kostenlose Schulungen und Branchenveranstaltungen, gezielte Kampagnen zur Lehrlings- und Fachkräftegewinnung, Fachkräfteaustausch mit Deutschland und Kollektivvertragsverhandlungen. Für 2026 plant die Organisation verstärkte Image- und Öffentlichkeitsarbeit, weitere Lobbying-Maßnahmen und gezielte Weiterbildungsangebote. Auch Beratungsleistungen zu Fach- und Rechtsfragen sowie die Fortführung digitaler Lernangebote sollen den Mitgliedern weiterhin zugutekommen.
WKO
Im Jahr 2025 nahm die Zahl der Insolvenzen in Deutschland spürbar zu. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die beantragten Regelinsolvenzen im November um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den ersten drei Quartalen wurden insgesamt 18.125 Unternehmensinsolvenzen gemeldet, ein Plus von 11,7 Prozent. Die Forderungen der Gläubiger gingen trotz steigender Fallzahlen zurück. Besonders hoch war die Insolvenzhäufigkeit in den Bereichen Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe sowie Bau. Auch die Verbraucherinsolvenzen legten zu und lagen von Januar bis September 2025 um 8,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Destatis
Führende Ökonominnen und Ökonomen haben die geplante Lockerung der CO₂-Vorgaben für Neuwagen in der EU deutlich kritisiert. Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, warnte, dass eine Abkehr vom Verbrenner-Aus weder die strukturellen Probleme der Autoindustrie löse noch langfristig Arbeitsplätze sichere. Auch Fachleute von IW, IMK und Ifo bezeichneten die Debatte als Symbolpolitik und verwiesen darauf, dass Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge bis 2035 ohnehin die besseren Produkte sein dürften. Statt politischer Kurswechsel sehen sie den eigentlichen Handlungsbedarf im technologischen Rückstand der deutschen Hersteller und in klaren, verlässlichen Rahmenbedingungen für die Transformation der Branche.
Zeit Online
Die angespannte wirtschaftliche Lage führt 2025 zu einem Rückgang auf 476.000 neue Ausbildungsverträge. Das sind insgesamt 2,1 Prozent weniger, mit deutlichen Einbrüchen vor allem in Industrie und Handel. Gleichzeitig sinkt das Ausbildungsplatzangebot mit rund 530.000 Stellen so stark wie seit der Coronapandemie nicht mehr, insbesondere unter den betrieblichen Angeboten. Während die Nachfrage bei den Jugendlichen leicht steigt, nimmt die Zahl unbesetzter Stellen ab, doch 84.400 junge Menschen bleiben weiterhin ohne Ausbildungsplatz. Das ist der höchste Wert seit 2010. Laut BIBB-Präsident Esser droht ein künftiger Fachkräftemangel, wenn Betriebe jetzt nicht in Ausbildung investieren.
BIBB
Die EU-Kommission will laut Presse-Informationen vorschlagen, auch nach 2035 Neuwagen mit Verbrennertechnologie zuzulassen. Damit kehrt sie dem ursprünglich geplanten Verbot deutlich den Rücken. EVP-Chef Manfred Weber spricht von einer 90- statt 100-prozentigen CO₂-Reduktion und erklärt das „Technologieverbot“ damit für erledigt. Während CDU und CSU die Wende begrüßen, warnt die Industrie vor neuer Unsicherheit und einem Rückstand in der Elektromobilität. Klimaschützer sehen die EU-Klimaziele gefährdet, Branchenexperten kritisieren zusätzliche Parallelentwicklungen. Die offiziellen Vorschläge der Kommission werden kommende Woche erwartet.
Merkur
Die deutsche Wirtschaft steckt in einem tiefgreifenden Strukturwandel, der Produktivität und Wachstum spürbar dämpft. Dekarbonisierung, Digitalisierung, Demografie und geopolitische Spannungen treffen das industriestarke Deutschland besonders hart, während zusätzlich Bürokratie und Defizite in der Infrastruktur Anpassungen erschweren. Entsprechend wächst das Bruttoinlandsprodukt 2025 nur um 0,1 Prozent, bevor es sich in den nächsten beiden Jahren moderat auf 0,8 Prozent und 1,1 Prozent erholt. Belastend wirken zudem die US-Zölle, die den Welthandel bremsen und europäische Exporte schwächen. Eine bessere Entwicklung wäre durch Reformen möglich, die das Arbeitsangebot und die Produktivität erhöhen.
Ifo Institut
Der Berliner Senat hebt den Landesmindestlohn ab Januar auf 14,84 Euro an, 2027 auf 15,59 Euro und liegt damit deutlich über dem bundesweiten Mindestlohn. Rund 350.000 Beschäftigte in landesnahen Bereichen und Organisationen profitieren von der Erhöhung.. Der Landesmindestlohn ist an die bundesweite Entwicklung gekoppelt, liegt aber weiterhin spürbar höher. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe betont den Schritt als Signal für soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität. Berlin will damit eine Vorreiterrolle für faire Löhne einnehmen.
Haufe
Die EU hat sich politisch darauf geeinigt, die Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Dies ist eine Zwischenetappe zur Klimaneutralität 2050. Um Preissteigerungen für Verbraucher zu vermeiden, müssen für Brennstoffe noch ein Jahr länger keine Klimazertifikate gekauft werden. Bis zu fünf Prozentpunkte des Ziels dürfen ab 2036 durch solche Zertifikate aus dem Ausland erbracht werden. Dies löst Kritik wegen möglicher Schlupflöcher aus. Die Kommission soll alle zwei Jahre prüfen, ob der Kurs wirtschaftlich und wissenschaftlich tragfähig bleibt. Trotz Abschwächungen sehen Befürworter ein wichtiges Signal für Planungssicherheit, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.
WiWo
Der Maschinen- und Anlagenbau warnt vor einer Abwanderung von Produktion und Innovation, sofern Deutschland keine besseren Standortbedingungen schaffe. VDMA-Präsident Kawlath fordert niedrigere Steuern, flexiblere Arbeitszeiten und Reformen im Sozialstaat, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Bürokratie, hohe Abgaben und neue Vorgaben wie das Tariftreuegesetz belasteten besonders kleine Betriebe. Gleichzeitig setzen US-Zölle und der wachsende Wettbewerb aus China die exportorientierte Branche stark unter Druck. Trotz einzelner Fortschritte in der EU sieht der Verband nur mit umfassenden Reformen Chancen für Wachstum, Innovation und den Erhalt von Arbeitsplätzen.
VDMA
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die Grundsteuerreform der Verfassung nicht widerspricht und die Finanzämter zur Bewertung von Immobilien Bodenrichtwerte nutzen dürfen. Durchschnittswerte statt individueller Berechnungen verletzen nach Ansicht des Gerichts nicht den Gleichheitsgrundsatz. Geklagt hatten Eigentümer aus Köln, Berlin und Sachsen, die bereits in erster Instanz verloren hatten. Kritiker und Verbände wie „Haus & Grund“ wollen die Reform möglicherweise dennoch vor das Bundesverfassungsgericht bringen. Das Gesetz betrifft rund 36 Millionen Grundstücke und ist eine wichtige Einnahmequelle der Kommunen.
Spiegel Online
Die Clean Pro Expo feiert vom 15. bis 17. September 2026 ihre Premiere in Friedrichshafen und verzeichnet bereits in der frühen Anmeldephase eine unerwartet starke Ausstellerresonanz, sodass die Hallenplanung eher als geplant beginnen kann. Zahlreiche renommierte Marken und Dienstleister bestätigen mit ihrer Teilnahme den Bedarf an einer neuen, klar fokussierten Fachmesse für moderne Reinigungslösungen in der D-A-CH-Region und Norditalien. Mit rund 200 Ausstellern, praxisnahen Themenschwerpunkten sowie einem hochwertigen Rahmenprogramm setzt die Messe auf Innovation, Effizienz und regionale Vernetzung.
Clean Pro Expo
Die neue Ifo-Studie zeigt deutliche regionale Unterschiede darin, wie sich die US-Zölle in Höhe von 15 Prozent auswirken. Besonders Industriezentren wie Salzgitter, Böblingen, Wolfsburg und Ingolstadt verzeichnen spürbare Wertschöpfungsverluste, während Dienstleistungsregionen wie Potsdam leichte Zugewinne erzielen. Ursache sind vor allem die unterschiedlichen lokalen Wirtschaftsstrukturen: Industriegebiete leiden stärker, während Dienstleister Marktanteile gewinnen können. Am stärksten betroffen sind Regionen mit hohem Automobil- und Metallanteil, die teils über ein Prozent Wertschöpfung einbüßen.
Ifo Institut
Die EU hat sich darauf geeinigt, das Lieferkettengesetz deutlich abzuschwächen. Es soll nun nur noch für sehr große Unternehmen ab 5.000 Beschäftigten und 1,5 Milliarden Euro Umsatz gelten. Zivilrechtliche Haftungsregeln entfallen, Klimahandlungspläne werden gestrichen, und bei Verstößen drohen maximal drei Prozent Umsatzstrafe. Die Reform ist Ergebnis eines politischen Machtkampfs, in dem Konservative mit Unterstützung rechter Parteien die Abschwächung durchsetzten – gegen den Widerstand von Sozialdemokraten, Liberalen und Grünen. Kritiker sprechen von einem Rückschritt für Menschenrechte und Klimaschutz und warnen vor langfristigen Folgen für die Zusammenarbeit im Europaparlament.
Süddeutsche Zeitung
Die „maintenance Dortmund“ und die parallel laufende Messe „Pumps & Valves“ erwarten im Februar mit über 310 Ausstellern eine Rekordbeteiligung und bilden den zentralen Treffpunkt für industrielle Instandhaltung und Prozesstechnik. Der Messeverbund mit „Logistics & Automation“ und „Empack Special“ will ein synergiereiches Umfeld für Innovationen und Investitionsentscheidungen schaffen. Unter dem Leitmotiv „Zukunft sichern – Stillstand vermeiden“ erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in Smart Maintenance, Arbeitsschutz, Digitalisierung und neue Technologien.
My Factory
Zumindest was die Anzahl der Arbeitstage betrifft, können sich Unternehmen freuen. Im Jahr 2026 steigt diese bundesweit auf durchschnittlich 250,5 und damit um rund 2,4 Tage. Grund ist, dass mehrere Feiertage auf Wochenenden fallen. Für Unternehmen bedeutet das eine höhere potenzielle Kapazitätsauslastung und zusätzliche Produktionstage, auch wenn der tatsächliche Effekt je nach Branche variiert. Da ein zusätzlicher Arbeitstag das Bruttoinlandsprodukt im Schnitt um etwa 0,1 Prozentpunkte erhöht, können Betriebe insgesamt mit einem leichten konjunkturellen Impuls rechnen. Besonders relevant ist die Lage dieser Tage im Kalenderjahr: extra Arbeitstage außerhalb der ruhigen Jahresendphase wirken besonders produktivitätssteigernd.
Destatis
Die EU-Staaten haben sich auf schärfere Rückführungsregeln geeinigt. Abgelehnte Asylsuchende sollen neue Mitwirkungspflichten erhalten und bei fehlender Kooperation mit Leistungskürzungen rechnen müssen. Die Innenminister wollen zudem Rückführungszentren an den EU-Außengrenzen ermöglichen und das Konzept sicherer Drittstaaten erweitern, sodass Abschiebungen auch ohne persönliche Verbindung zum Drittstaat möglich werden. Parallel dazu wurden neue Solidaritätsbeiträge beschlossen, die besonders belastete EU-Länder entlasten sollen. Die Zahl der Asylsuchenden in Europa ist zuletzt deutlich gesunken. Die Maßnahmen müssen noch vom EU-Parlament gebilligt werden.
Zeit Online
Die deutsche Produktion ist im Oktober überraschend um 1,8 Prozent gestiegen und damit auf den höchsten Wert seit März. Ökonomen hatten nur ein leichtes Plus erwartet, warnen aber weiter wegen schlechter Stimmung und Materialmangel vor zu viel Optimismus. Trotz des aktuellen Anstiegs bleibt das Produktionsniveau niedrig. Der BDI rechnet insgesamt mit einem zweiprozentigen Rückgang für 2025 und spricht von einem „strukturellen Abstieg“. Besonders Maschinenbau und Elektronik legten zuletzt zu, während die Autoindustrie Einbußen verzeichnete.
WiWo
Deutschland erzeugte im dritten Quartal über 64 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien, ein neuer Höchstwert für diesen Zeitraum. Wind- und Solarenergie stellten zusammen fast die Hälfte der Gesamtproduktion, während der Kohleanteil deutlich weiter sank. Insgesamt wurden 98,3 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt, ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Stromimporte gingen um fast 12 Prozent zurück, Exporte stiegen um knapp sechs. Der Eigenverbrauch privater PV-Anlagen gewinnt dabei an Bedeutung, da laut Fraunhofer Institut 17 Prozent des erzeugten Solarstroms direkt genutzt oder gespeichert werden.
n-tv
Unbekannte sind vergangene Woche gewaltsam in den Lagerraum einer Gebäudereinigung in Eutingen bei Pforzheim eingedrungen. Die Täter entwendeten zwei Industriestaubsauger, eine Bodenputzmaschine und einen Wischmopp im Wert von rund 2.000 Euro. Die Polizei Pforzheim hat die Ermittlungen aufgenommen und hofft auf Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Inside BW
Im dritten Quartal 2025 wurden in Deutschland etwas über eine Million offene Stellen gezählt, also zwei Prozent weniger als im Vorquartal und 19 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie die IAB-Stellenerhebung zeigt. Die Nachfrage bleibt damit schwach, vor allem in Ostdeutschland, wo auf 100 Stellen 354 Arbeitslose kommen. Rund 80 Prozent der offenen Stellen waren sofort zu besetzen, die Vakanzrate sank auf 2,3 Prozent. Arbeitsmarktforscher sehen darin ein Signal für eine anhaltende Zurückhaltung bei Neueinstellungen und ein Stagnieren der Arbeitsmarktnachfrage.
IAB
Beim Deutschen Handwerkstag in Frankfurt am Main bestätigte die ZDH-Vollversammlung Jörg Dittrich einstimmig für eine zweite Amtszeit als ZDH-Präsident bis 2028. Die Delegierten wählten zudem ein neues Präsidium und verabschiedeten sechs langjährige Mitglieder mit Dank für ihr Engagement. Dittrich kündigte an, die Einheit des Handwerks zu stärken und bessere politische Rahmenbedingungen einzufordern. Begleitet wurden die Vollversammlungen von der Ehrung der Bundessiegerinnen und Bundessieger der Deutschen Meisterschaft im Handwerk. Den Abschluss bildete die Festveranstaltung mit der Vergabe des Heribert-Späth-Preises im Palmengarten.
ZDH
Der Bundestag hat das umstrittene Rentenpaket beschlossen, das das Rentenniveau bis 2031 stabilisieren und dafür Milliarden an Steuergeldern mobilisieren soll. Wirtschaftsverbände kritisieren, dass echte Reformen vertagt würden und das System für kommende Generationen finanziell aus dem Ruder laufe. ZDH-Präsident Jörg Dittrich warnt, Leistungsausweitungen wie die festgeschriebene Haltelinie oder die Mütterrente verschärften die Finanzierungskrise, und Prüfaufträge ersetzten keine Reformen. Auch andere Verbände sprechen von einem ungedeckten Scheck und fordern etwa eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung. Eine Rentenkommission soll bis 2026 Vorschläge vorlegen.
n-tv
Bei der 74. Deutschen Meisterschaft im Handwerk wurden im Rahmen des oben genannten Handwerkstags insgesamt 292 junge Talente ausgezeichnet – 120 Bundessiegerinnen und -sieger, 95 Zweit- und 77 Drittplatzierte aus über 3.000 Teilnehmenden. Die Gewinnerinnen und Gewinner überzeugten in ihren Gewerken mit außergewöhnlicher Präzision und Kreativität. ZDH-Präsident Jörg Dittrich würdigte sie als Zukunftsträger des Handwerks und betonte ihre Vorbildfunktion. Ergänzend wurden 50 Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs „Die gute Form“ geehrt, davon 22 Erstplatzierte. Die Feier zeigte eindrucksvoll die Leistungsstärke und Gestaltungskraft des jungen Handwerks.
ZDH
Der Bundestag hat das umstrittene Rentenpaket in namentlicher Abstimmung mit 318 Ja-Stimmen bei 224 Nein-Stimmen und 53 Enthaltungen verabschiedet und damit die notwendige Kanzlermehrheit von 316 Stimmen erreicht. Alle Ja-Stimmen kamen aus der Regierungskoalition, während es vor allem in der Union vereinzelt Widerstand junger Abgeordneter gegen die aus ihrer Sicht generationenungerechten Kosten gab. Beschlossen wurden unter anderem die Stabilisierung des Rentenniveaus bis 2031, die Ausweitung der Mütterrente sowie Maßnahmen zur Stärkung der Betriebs- und Aktivrente.
Zeit
Das Geschäftsklima in Deutschland bewegt sich laut den aktuellen Zahlen des Ifo Instituts 2025 kaum und bleibt deutlich hinter den Vorjahren zurück. Die Geschäftslage ist demnach nahezu unverändert, nur die Erwartungen stiegen leicht. Dabei zeigen sich Branchenunterschiede: Industrie und Handel bleiben überwiegend pessimistisch, Bau und Gastgewerbe verbessern sich moderat. Einzelne Sektoren wie Chemie oder Verlage verzeichnen Rückgänge. Insgesamt sei von einer echten Erholung keine Spur, so Klaus Wohlrabe vom Ifo Institut.
Ifo Institut
Bund und Länder haben sich auf der Ministerpräsidentenkonferenz auf eine umfassende „Föderale Modernisierungsagenda“ mit über 200 Maßnahmen geeinigt, um die Verwaltung handlungsfähiger zu machen und Bürger sowie Wirtschaft zu entlasten. Große Wirkung wird insbesondere bei IT-Strukturen und digitalen Verfahren erwartet. Einzelne Punkte, vor allem im Bau- und Planungsrecht, bleiben vorerst offen. Vereinfachte Personalausweise für Senioren und die Anerkennung digitaler Kommunikation sollen Erleichterung bringen. Trotz des ambitionierten Ansatzes bleiben viele Details unklar, die praktische Umsetzung wird Jahre in Anspruch nehmen.
Heise
Eine aktuelle Befragung zeigt, dass mehr als die Hälfte der Bürgergeldempfänger in den letzten vier Wochen keinen Job gesucht hat, häufig wegen psychischer oder chronischer Erkrankungen. Gleichzeitig haben knapp 43 Prozent noch nie ein Stellenangebot vom Jobcenter erhalten, und Weiterbildungsmaßnahmen erreichen oft nur Personen mit niedrigem Bildungsgrad. Viele sehen den Mangel an passenden Stellen, fehlende Kinderbetreuung oder Pflegepflichten als Hindernis. Experten fordern eine bessere Vermittlung, passgenaue Qualifizierungen und mehr geförderte Beschäftigung, um Arbeitsmarktchancen realistisch zu erhöhen.
Bertelsmann-Stiftung
Der gesetzliche Mindestlohn steigt zum 1. Januar von 12,82 auf 13,90 Euro, was laut Ifo-Institut zahlreiche Unternehmen unter Druck setzt. Nach einer Befragung sind 37 Prozent der Betriebe direkt betroffen und planen zum Teil Stellenabbau, Preiserhöhungen oder geringere Investitionen. Besonders stark trifft es das Gastgewerbe mit 77 Prozent betroffenen Unternehmen sowie den Einzelhandel mit 71 Prozent. Ifo-Forschende warnen, die Erhöhung komme in einer Phase wirtschaftlicher Schwäche und zeige deutlich stärkere Effekte als im Jahr 2022. Gleichzeitig profitieren rund sechs Millionen Beschäftigte. Die politische Debatte über weitere Anhebungen hält an.
Stern Online
Die gesetzlichen Krankenkassen schlagen ein Sparpaket von 50 Milliarden Euro vor, um einen möglichen Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 17,5 Prozent auf bis zu 22,7 Prozent bis 2040 zu bremsen. Der GKV-Spitzenverband fordert konkret Einsparungen in Krankenhäusern, bei niedergelassenen Ärzten und in der Pharmaindustrie, etwa durch gedeckelte Pflegekosten in Kliniken und strengere Preisregeln für Medikamente. Die Kassen fordern zudem mehr staatliche Beteiligung, darunter voll kostendeckende Beiträge für Bürgergeldempfänger, steuerfinanzierte Ausbildungskosten und einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Arzneimittel.
Spiegel Online
Im deutschen Einzelhandel gab es zwischen August 2024 und August 2025 insgesamt 2.490 Insolvenzen und damit den höchsten Wert seit 2016. Betroffen waren zuletzt unter anderem Görtz, Gerry Weber, Wormland und Esprit, während Händler wie Depot und Kodi ihre Filialnetze stark verkleinerten. Fachleute erwarten aber künftig eine langsamer steigende Zahl von Insolvenzen, da sich die wirtschaftlichen Aussichten leicht verbessern. Besonders stark belastet bleibt die Branche durch strukturelle Veränderungen und den Druck großer Online-Marktplätze, denen viele kleinere Händler technologisch kaum standhalten.
Zeit Online
Die EU-Kommission will mit einem neuen Zentrum für Kritische Rohstoffe gemeinsame Einkäufe koordinieren und Vorräte anlegen, um die starke Abhängigkeit von chinesischem Lithium und Seltenen Erden zu verringern. China nutzt seine Dominanz zunehmend als politisches Druckmittel, was zu Lieferverzögerungen führt. Brüssel reagiert mit vereinfachten Genehmigungen für Minen und Fabriken sowie rund einer Milliarde Euro Förderung, ergänzt durch EIB-Kredite wie für das Unternehmen „Vulcan Energy“. Zusätzlich sollen Recyclingquoten steigen und Exportbeschränkungen für Metallabfälle kommen. Die EU sucht zudem verstärkt nach alternativen Lieferpartnern weltweit.
n-tv
Zum Jahreswechsel müssen rund 60 Prozent der Privatversicherten mit höheren Krankenkassenbeiträgen rechnen. Laut Verband der Privaten Krankenversicherung steigen ihre Tarife im Schnitt um etwa 13 Prozent. Grund sind dauerhaft wachsende Ausgaben im Gesundheitswesen. Neben mehreren privaten Anbietern warnen auch gesetzliche Kassen vor steigenden Beiträgen. Ein geplantes Sparpaket der Bundesregierung steckt jedoch fest, weil der Bundesrat es vorerst blockiert.
Deutsches Ärzteblatt
In vielen Berliner Bezirken wird die Gebäudereinigung weiter überwiegend nach dem niedrigsten Preis vergeben, wie eine Publikation von „Joboption Berlin“ zeigt. Dies hat spürbare Folgen für Qualität und Arbeitsbedingungen. Ohne konsequente Konzeptbewertung bleiben demnach entscheidende Kriterien wie Reinigungsplanung, Arbeitsorganisation und Qualifizierung der Beschäftigten unberücksichtigt, was besonders in der Tagesreinigung problematisch ist. Beim überbezirklichen Fachaustausch im Mai 2025 arbeiteten Vertreterinnen und Vertreter aus acht Bezirken anhand anonymisierter Bieterkonzepte an einer praxisnahen, rechtssicheren Bewertung.
Arbeit gestalten
Die deutsche Industrie steuert laut aktuellem Industriebericht des BDI auf das vierte Schrumpfungsjahr in Folge zu, ein Minus von zwei Prozent gilt als wahrscheinlich. BDI-Präsident Peter Leibinger spricht von einem strukturellen Abstieg, der Schlüsselbranchen wie Chemie, Maschinenbau und Stahl hart treffe, während Baubranche und Autoindustrie leichte Stabilisierung zeigen. Der Verband kritisiert fehlende Reformen, mahnt konsequenten Bürokratieabbau und fordert eine wirtschaftspolitische Wende mit klaren Prioritäten für Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Wachstum.
n-tv
Die Teuerungsrate in der Eurozone ist im November überraschend auf 2,2 Prozent gestiegen und liegt damit erneut über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. Besonders Dienstleistungen trieben die Preise nach oben, während die Energiepreise nicht mehr so stark dämpften. Die Kerninflation verharrte bei 2,4 Prozent, was laut Ökonomen zeigt, wie zäh der Rückgang verläuft. Auch Lebensmittel wie Kaffee und Schokolade wurden teurer. Einige Notenbanker deuten bereits an, dass weitere Zinssenkungen vorerst vom Tisch sein könnten.
Tagesschau
Die Bahn sperrt im Advent erneut wichtige Strecken für den Ausbau des digitalen Zugsicherungssystems ETCS. Bis 21. Dezember kommt es in der Region Stuttgart zu Zugausfällen, Umleitungen und Verspätungen mit Auswirkungen auf ganz Süddeutschland. Fernzüge Richtung München fahren nur eingeschränkt, teils über Esslingen statt über Stuttgart. Der IC nach Nürnberg fällt sogar komplett aus. Grund sind komplexere Arbeiten am digitalisierten Bahnknoten Stuttgart, die auch die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 verzögern.
n-tv
Die KfW hebt den Höchstbetrag des „ERP-Gründerkredits“ von 125.000 auf 200.000 Euro an und erweitert den Rahmen für Betriebsmittel auf 80.000 Euro. Gründer, Nachfolger und Jungunternehmen, die bis zu fünf Jahren am Markt sind, können das zinsgünstige Darlehen über ihre Hausbank beantragen. Dabei übernimmt die KfW 80 Prozent des Ausfallrisikos. Förderfähig sind kleine Unternehmen im Haupt- oder Nebenerwerb mit weniger als 50 Beschäftigten und maximal zehn Millionen Euro Umsatz oder Bilanzsumme. Finanziert werden können etwa Gebäude, Maschinen oder Warenbestände. Laut KfW-Vorständin Melanie Kehr soll die Erhöhung das Gründungsgeschehen stärken und zu unternehmerischen Schritten ermutigen.
Handwerksblatt
Die SPD-Arbeitsministerin Bärbel Bas kritisierte beim Juso-Kongress die ablehnende Reaktion von Wirtschaftsvertretern auf das Rentenpaket und sprach von einem „Kampf“ zwischen Arm und Reich. Arbeitgeberverbände reagierten scharf und werteten die Aussagen als beispiellose Kampfansage sowie ökonomisch falsch. Mittelstands- und Bauverbände warnten vor spaltender Rhetorik, FDP-Chef Dürr forderte sogar Bas’ Entlassung. Die Ministerin verteidigte sich in Brüssel und betonte, sie habe auf die schwindende Tarifbindung und Gefahren für die Sozialpartnerschaft hingewiesen.
RND
Eine aktuelle Studie der DZ-BANK und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken meldet eine auf 63 Prozent gesunkene Investitionsbereitschaft mittelständischer Firmen. Dies sei der niedrigste Wert seit 2009. Trotz leicht verbesserter aktueller Geschäftslage trüben sich die Erwartungen deutlich ein, die Bürokratie bleibe der größte Belastungsfaktor und die Sorge um Auftragsmangel ist sehr hoch. Der Druck durch chinesische Konkurrenz wächst demnach, während hierzulande bessere Standortbedingungen und schnellere Innovationsprozesse gefordert werden.
BVR
Die Teuerung verharrte in Deutschland im November wie im Oktober bei 2,3 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich dabei deutlich, während die Lebensmittelpreise nur noch moderat stiegen. Die Energiepreise brachten kaum mehr Entlastung. Damit lag die Inflation bereits den vierten Monat über der wichtigen Zwei-Prozent-Marke. Fachleute verweisen auf die schwache Konjunktur und die gedrückte Konsumstimmung trotz anhaltender Preissteigerungen. Eine spürbare Erleichterung für Verbraucherinnen und Verbraucher dürfte demnach noch mehrere Monate auf sich warten lassen.
Rheinische Post
Nach harter Kritik und Austritten von Mitgliedsunternehmen wie Rossmann, Vorwerk und Fritz-Kola hat der Verband der Familienunternehmer seine Haltung gegenüber der AfD geändert. Präsidentin Marie-Christine Ostermann räumte ein, dass die Einladung von AfD-Abgeordneten zu einem parlamentarischen Abend ein Fehler war. Es sei der falsche Eindruck vermittelt worden, die Partei stärken zu wollen. Künftig sollen andere Wege der kritischen Auseinandersetzung gefunden werden, während sich der Verband klar von Extremisten distanziert. In den kommenden Wochen sollen Mitgliedsunternehmen über den Umgang mit der AfD diskutieren und sich bei Landtagswahlen deutlich positionieren. Der Schritt wurde von CDU- und SPD-Politikerinnen und -Politikern begrüßt.
Zeit Online
Im dritten Quartal stiegen die Nominallöhne um 4,9 Prozent, während die Verbraucherpreise nur um 2,3 Prozent zulegten. Demnach wuchsen die Reallöhne, also die inflationsbereinigten Einkommen, um 2,7 Prozent. Besonders hohe Lohnzuwächse erzielten Beschäftigte in Erziehung, Finanzdienstleistungen sowie Wasser- und IT-Versorgung, während Bau, Handel und Gastgewerbe ein kleineres Lohnwachstum verzeichneten. Geringverdienende profitierten mit einem Plus von 7,2 Prozent überdurchschnittlich, während die obersten Einkommen auf 4,9 Prozent kamen. Auszubildende legten um 7,6 Prozent zu, Minijobber hingegen nur um 0,5 Prozent.
Destatis
Während die Löhne im Mittelstand seit 2022 stark gestiegen sind, haben sich die Gehälter von Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern nicht so weit nach oben entwickelt. Ihr Plus liegt bei rund 12 Prozent und damit deutlich unter dem durchschnittlichen Lohnanstieg von etwa 20 Prozent in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Während besonders Beschäftigte mit niedrigen Einkommen vom kräftigen Mindestlohnwachstum profitieren, bleibt der Zuwachs an der Unternehmensspitze vergleichsweise moderat.
Datev
Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt im November ein gemischtes Bild. Während die Anschaffungsneigung zum zweiten Mal in Folge steigt und die Sparneigung sinkt, gehen sowohl die Einkommenserwartungen als auch die Konjunkturaussichten erneut zurück. Insgesamt führt dies dennoch zu einem leichten Anstieg des Konsumklimas, das für Dezember 2025 um 0,9 Punkte auf –23,2 Zähler klettert. Die aktuelle Entwicklung deutet auf ein stabiles Weihnachtsgeschäft hin, da die Konsumlaune nahezu dem Vorjahresniveau entspricht.
NIM
Deutschland braucht mehr Investitionen in neue Wirtschaftszweige, vor allem durch privates Kapital. So das Ergebnis des KfW Research, das zeigt, dass Finanzierungen durch Wagniskapital als Wachstumsmotor wirken. Solche durch Venture Capital gestützte Start-ups schaffen im Schnitt mehr als doppelt so viele Jobs wie nicht VC-finanzierte und wachsen deutlich schneller als klassische Mittelständler. Mangelhafte Exit-Bedingungen treiben erfolgreiche Gründungen jedoch oft ins Ausland, weshalb regulatorische und steuerliche Reformen nötig sind. Zusätzlich empfiehlt KfW Research, traditionelle Standortfaktoren wie Arbeitskosten, Bürokratie und Unternehmenssteuern zu verbessern sowie Zölle als wirtschaftspolitisches Instrument zu nutzen.
KfW
Die schwache Konjunktur hinterlässt weiterhin deutliche Spuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Zwar sank die Zahl der Arbeitslosen im November leicht auf knapp 2,9 Millionen, doch gegenüber dem Vorjahr sind es 111.000 Arbeitslose mehr. Auch die Beschäftigung stagniert, und die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt gedämpft. BA-Chefin Andrea Nahles spricht von einem Arbeitsmarkt ohne Schwung, der trotz minimaler Entlastung im Monatsvergleich auf der Stelle tritt. Saisonbereinigt steigt die Arbeitslosigkeit sogar leicht, während die Zahl der Kurzarbeiter im September deutlich zulegte- Dies gilt als weiteres Signal für die anhaltende wirtschaftliche Schwäche.
n-tv
Bis in die Tief in die Nacht hatten CDU und SPD am letzten Freitag getagt. Herausgekommen sind eine neue einkommensabhängige Kaufprämie für E-Autos und Plug-in-Hybride. Mit einer umfassenden Novelle des Baugesetzbuchs sollen Wohnungsbau und Bauen vereinfacht und beschleunigt werden. Außerdem hat sich der Ausschuss entschlossen, trotz Kritik aus der Jungen Union, am Rentenpaket festzuhalten, ergänzt jedoch um einen Entschließungsantrag, der weiteren Reformbedarf betont und die Arbeit einer Rentenkommission bis 2026 vorsieht.
Morgenpost
Das Ifo-Beschäftigungsbarometer ist im November auf 92,5 Punkte gesunken und zeigt eine zunehmend restriktive Personalplanung der Unternehmen. Viele Firmen streichen weiter Stellen, da die schwache Konjunktur den Arbeitsmarkt belastet. In der Industrie setzt sich der Personalabbau nahezu flächendeckend fort. Auch Dienstleister agieren wieder vorsichtiger. Insbesondere das Gastgewerbe plant zusätzliche Stellenstreichungen, während allein Rechts- und Steuerberatungen kräftig einstellen wollen. Im Handel sinkt der Personalbedarf trotz Weihnachtsgeschäft, wohingegen das Baugewerbe einen leichten Anstieg verzeichnet und den höchsten Wert seit Mai 2022 erreicht.
Ifo Institut
Der Verband „Die Familienunternehmer“ hat sich für Gespräche mit der AfD geöffnet. Dies war für die Drogeriekette Rossmann Anlass, ihre Mitgliedschaft zu kündigen. Auch Vorwerk will seine ruhende Mitgliedschaft nun formal beenden und kritisiert den Umgang des Verbands mit einer Partei, die nicht mit demokratischen Grundwerten vereinbar sei. Die Melitta-Gruppe zeigt sich überrascht und prüft ebenfalls eine mögliche Trennung. Während die Oetker Collection eine politische Stellungnahme verweigert, verteidigt der Verband seine Kursänderung: Man müsse sich inhaltlich mit der AfD auseinandersetzen, ohne deren Positionen zu akzeptieren.
FAZ
Am 14. und 15. September 2026 findet im „b’mine Frankfurt Airport“ das Forum der Fachzeitschrift „Der Facility Manager“ statt. Teilnehmende wählen die besten Projekte beim „Best Practice FM-Award” 2026 aus. Gesucht werden nun Einreichungen zu Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Gebäudetechnik und Dienstleistungssteuerung. Teilnahmeberechtigt sind Menschen aus dem Facility-Management, dem Immobilienmanagement, der Gebäudeverwaltung sowie Beratung gemeinsam mit Kundinnen und Kunden. Vorschläge mit Titel, Kurzbeschreibung und Angaben zu Vortragenden können bis 31. März 2026 eingereicht werden.
Der Facility Manager
Im Bayerischen Landtag sorgen ab Dezember die Dr. Hoffmann Facility Services für Sauberkeit, der Vertrag mit der Wackler Service Group endet. Die bisherigen Reinigungskräfte sollen zwar übernommen werden, aber formal neu angestellt werden. Dies stellt ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und tarifliche Sicherheit infrage. Die IG BAU kritisiert das Vorgehen als „moralisch höchst verwerflich“ und bemängelt, dass Beschäftigte zur Kündigung gedrängt wurden, ohne ihre neuen Verträge gesehen zu haben. Der Landtag dagegen betont, dass alle neuen Verträge den tariflichen Bestimmungen entsprechen und die Situation rechtlich geprüft werde. Der Reinigungsauftrag wird alle vier Jahre neu ausgeschrieben.
Abendzeitung München
Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte im dritten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal, lag aber 0,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Schwache Exporte dämpften die Konjunktur, während Ausrüstungsinvestitionen und staatlicher Konsum leichte Impulse setzten. Der private Konsum gab erstmals seit 2023 nach, Exporte sanken um 0,7 Prozent und Importe blieben insgesamt stabil. Die Dienstleistungsbereiche legten zu, während Baugewerbe und Verarbeitendes Gewerbe erneut rückläufig waren. Im europäischen Vergleich blieb Deutschland hinter Ländern wie Spanien und Frankreich zurück.
Destatis
Bundeskanzler Merz fordert beim Arbeitgebertag eine stärkere Beteiligung von Arbeitnehmern an Wohlstandsgewinnen und verweist auf betrieblichen Vermögensaufbau als zentrale Stellschraube. Arbeitgeber-Präsident Dulger warnt vor einem zu schnell wachsenden Sozialstaat und wünscht sich mehr Mut zu Reformen in der Koalition. Das geplante Rentenpaket solle gestoppt werden, da das Rentenniveau nur mit hohen Steuermitteln zu halten sei. Wirtschaftsministerin Reiche sieht Deutschland wirtschaftlich zurückfallen und fordert ein „Fitnessprogramm“ für niedrigere Energiekosten, weniger Bürokratie und tragfähige Sozialsysteme. Zudem plädiert sie für einen flexibleren Renteneintritt und eine stärkere private Altersvorsorge.
Deutschlandfunk
Die Baubranche meldete im September den stärksten Auftragseingang seit März 2022 mit einem preis- und kalenderbereinigten Plus von 20,7 Prozent zum Vorjahr. Besonders dynamisch entwickelte sich der Tiefbau mit 22,4 Prozent Zuwachs, während der Hochbau um 18,9 Prozent zulegte. Gegenüber August stiegen die Aufträge im Tiefbau um 13,2 Prozent und im Hochbau um 1,7 Prozent. Die Umsätze erhöhten sich insgesamt um 5,1 Prozent zum Vormonat und 7,4 Prozent zum Vorjahr. Für die ersten neun Monate ergibt sich damit ein leichtes Wachstum von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Zeit Online
Brandenburg hat vier Handwerksbetriebe für herausragende Ausbildungsqualität geehrt und ihnen und ihnen je 1000€ und eine Urkunde überreicht. Alpro Metallbau hat mit praxisnahen Projekten, digitaler Unterstützung und individueller Förderung überzeugt. Die HIS Dommisch GmbH setzt auf moderne Technik, hohe Praxisanteile und digitale Anwendungen in der Heizungs- und Sanitärtechnik. Der Familienbetrieb SGP Schwan Gerüstbau punktet bei der Jury mit nachhaltiger Ausbildung, KI-gestützten Abläufen und intensiver Betreuung. HTB Haustechnik wurde für innovative Schulungsformate, die enge Kooperationen mit Schulen und für ihr Engagement für Menschen mit Behinderung mit dem Sonderpreis ausgezeichnet.
Handwerksblatt
Laut IW-Studie gibt die Bundesrepublik im internationalen Vergleich besonders viel für soziale Sicherung aus: 2023 entfielen 41 % der Staatsausgaben darauf, vor allem für die Alterssicherung. Bildung und öffentliche Investitionen werden im Verhältnis zu Nachbar- und nordischen Ländern deutlich unterdurchschnittlich finanziert. Gleichzeitig sind die Verwaltungsausgaben in Deutschland auf 11 Prozent gestiegen und liegen damit über dem Niveau der anderen Länder.
IW Köln
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November erneut eingetrübt. Der Ifo-Index sank auf 88,1 Punkte, vor allem wegen zunehmend pessimistischer Erwartungen. Zwar beurteilen viele Unternehmen ihre aktuelle Lage etwas besser, doch im Verarbeitenden Gewerbe drücken rückläufige Aufträge und wachsende Skepsis auf das Klima. Der Dienstleistungssektor präsentiert sich stabiler, mit deutlicher Aufhellung im Tourismus, aber einem Rückschlag in Transport und Logistik. Im Handel verschlechtern sich Lage und Erwartungen, und der Einzelhandel startet enttäuschend ins Weihnachtsgeschäft. Auch im Bauhauptgewerbe belastet die schwache Nachfrage weiterhin die ohnehin vorsichtigen Aussichten.
Ifo Institut
Die Zahl der krankheitsbedingten Ausfalltage ist seit 2022 deutlich gestiegen. Besonders häufige Ursachen sind Atemwegs-, Muskel-, Skelett- und psychische Erkrankungen, die zusammen mehr als die Hälfte aller Fehltage ausmachen. Während Atemwegserkrankungen meist kurz, aber häufig auftreten, führen Belastungen von Psyche und Bewegungsapparat oft zu langen Ausfallzeiten. Ein ausgeprägtes regionales Gefälle zeigt zudem höhere Krankenstände im Norden als im Süden. Besonders stark betroffen ist die Reinigungsbranche, deren Beschäftigte sich am häufigsten krankmelden, gefolgt von Mitarbeitenden in Verkehr und Logistik, in der Fertigung sowie im Sicherheitsbereich.
Augsburger Allgemeine Zeitung
Politiker von CDU, SPD und Grünen haben den überraschenden Kurswechsel des Verbands der Familienunternehmer verurteilt. Dieser hatte erstmals AfD-Vertreter zu einem parlamentarischen Abend eingeladen. Vertreter aus CDU-Sozial- und Wirtschaftsflügel warnten vor den Folgen nationalistischer AfD-Positionen für Export, Lieferketten und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Auch SPD und Grüne betonten, eine als rechtsextrem eingestufte Partei könne kein normaler Gesprächspartner sein. Die Stiftung Familienunternehmen und der CDU-Wirtschaftsrat distanzierten sich ebenfalls klar von einer Öffnung gegenüber der AfD.
Zeit Online
Rund 130 Ermittelnde von Zollfahndung und Polizei haben in Hessen und im Saarland 22 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Dabei wurden Haftbefehle gegen zwei Beschuldigte vollstreckt und das Vermögen einer Reinigungsfirma gesichert. Ermittlungen richten sich gegen sechs Personen wegen Sozialversicherungsbetrug, Steuerhinterziehung und illegaler Schwarzlohnauszahlungen. Die beteiligte Firma soll bundesweit Dienstleistungen im Wert von 4,6 Millionen Euro erbracht haben. Ausgangspunkt der Aktion waren allerdings Drogenermittlungen, unter anderem wegen des Betriebs einer Marihuana-Plantage.
FAZ
Ab dem 1. Januar 2026 können Minijobberinnen und -jobber bis zu 603 Euro monatlich verdienen, 2027 steigt die Grenze auf 633 Euro. Grundlage ist die Koppelung an den Mindestlohn, der auf 13,90 Euro und dann auf 14,60 Euro steigt. Fast sieben Millionen Menschen arbeiten derzeit geringfügig, vor allem im Handel, der KFZ-Instandhaltung und in der Reinigungs- und Gastrobranche. Minijobs bieten flexible Verdienstmöglichkeiten ohne volle Steuer- und Sozialabgaben. Für die Einstufung als Minijob zählt das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt.
Spiegel Online
22 führende Wirtschaftswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, darunter Jörg Rocholl, Clemens Fuest und Michael Eilfort, plädieren in einem Appell für ein Aussetzen des Rentenpakets der Bundesregierung. Sie warnen, dass die geplanten Maßnahmen wie Mütterrente, Aktivrente und Frühstartrente die öffentlichen Finanzen erheblich belasten würden. Stattdessen empfehlen sie, den gesetzlichen Status quo beizubehalten und Reformen über die Rentenkommission zu planen. Auch junge Unionsabgeordnete und die Grünen äußern Bedenken zur Finanzierbarkeit. Zu den Unterzeichnenden zählen unter anderem aktuelle und ehemalige Mitglieder des Sachverständigenrats.
Zeit Online
Die Tarifparteien haben ihre Verhandlungen über einen möglichen zweiten Gewerkschaftsbonus für Reinigungskräfte nach der ersten Gesprächsrunde ergebnislos auf Januar 2026 verschoben. Während die IG BAU eine zusätzliche Jahressonderzahlung fordert, verweist die Arbeitgeberseite auf die schwache Wirtschaftslage und bereits hohe Lohnsteigerungen. Laut Arbeitgeberverband liegen die Positionen der Tarifpartner weit auseinander, sodass inhaltliche Differenzen vorerst nicht überwunden werden konnten.
Die Gebäudedienstleister
Der Anteil der Firmen, die ihre wirtschaftliche Existenz als akut bedroht sehen, ist laut Ifo-Konjunkturumfrage auf 8,1 Prozent gestiegen. Im Oktober 2024 waren es noch 7,3 Prozent. Besonders der Auftragsmangel, hohe Kosten und bürokratische Hürden setzen Unternehmen unter Druck. Im Einzelhandel spüren 15 Prozent der Betriebe tiefgreifende wirtschaftliche Probleme, bei Dienstleistern sind es 7,6 Prozent. In der Industrie ist die Lage leicht entspannter als zuletzt mit 8,1 Prozent, im Bauhauptgewerbe geht der Anteil auf 6,3 Prozent zurück. Das Institut erwartet zudem einen weiteren Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in den kommenden Monaten.
Ifo-Institut
Die Entwicklungsorganisation Oxfam weist auf eine steigende Vermögensungleichheit weltweit hin. Das Vermögen der Milliardäre in den G20-Staaten wuchs im vergangenen Jahr umgerechnet um 1,9 Billionen Euro. Diese Summe wäre ausreichend, um 3,8 Milliarden Menschen aus der Armut zu helfen. Oxfam fordert die Staats- und Regierungschefs der G20 auf, ein internationales Gremium gegen Ungleichheit einzurichten und die Besteuerung von Superreichen voranzutreiben. Die Bekämpfung der Ungleichheit soll beim Gipfeltreffen in Johannesburg ein zentrales Thema sein.
FAZ
Der Bundesrat hat die finanzielle Absicherung des Deutschlandtickets bis 2030 beschlossen. Insgesamt sollen dafür drei Milliarden Euro bereitgestellt werden, je zur Hälfte von Bund und Ländern, um Einnahmeverluste der Verkehrsunternehmen auszugleichen. Ab 2026 steigt der Preis von derzeit 58 Euro auf 63 Euro pro Monat, ab 2027 wird ein Preisindex eingeführt, der unter anderem Strom- und Personalkosten berücksichtigt. Rund 14 Millionen Menschen nutzen aktuell das Ticket, das als starkes Signal für den ÖPNV gilt und die Landeshaushalte entlastet.
Zeit Online
Handwerks- und Mittelstandsverbände der Bau- und Planungswirtschaft fordern, den Losgrundsatz im Vergabebeschleunigungsgesetz beizubehalten, um den fairen Wettbewerb und die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen zu sichern. Eine Ausweitung von Generalunternehmervergaben würde viele Mittelständler praktisch von öffentlichen Aufträgen ausschließen. Studien zeigten zudem, dass Generalunternehmer die Baukosten im Durchschnitt um zehn bis zwanzig Prozent erhöhen, ohne Projekte schneller fertigzustellen. Die Verbände betonen, dass nur Fach- und Teillosvergaben regionale Expertise, Arbeitsplätze und Wertschöpfung vor Ort sichern.
ZDH
Zwischen 2021 und 2023 haben deutsche Unternehmen laut Statistischem Bundesamt rund 71.000 Stellen ins Ausland verlagert, während nur etwa 20.300 neue Jobs entstanden sind. Besonders die Warenproduktion verzeichnete starke Verluste. Hauptgründe für die Verlagerungen sind Kosteneinsparungen, strategische Entscheidungen sowie der Fachkräftemangel. Die Mehrheit der Unternehmen verlagerte ihre Aktivitäten in andere EU-Staaten.
Zeit Online
Die gesetzlichen Renten sollen laut neuem Rentenversicherungsbericht bis 2039 um rund 47 Prozent steigen, das sind durchschnittlich 2,8 Prozent pro Jahr. Für Juli 2026 wird sogar ein Plus von 3,7 Prozent erwartet, während der Beitragssatz ab 2028 spürbar anzieht. Eingepreist sind bereits die Effekte des umstrittenen Rentenpakets, das hohe Milliardenkosten mit sich bringt. Genau darüber diskutiert derzeit die Merz-Regierung: Die Junge Gruppe der Union will die langfristigen Belastungen nicht mittragen. Scheitert das Paket, drohen Verzögerungen bei mehreren zentralen Reformen und erneute Unruhe in der Rentenpolitik.
Merkur
Die Volksrepublik ist wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner, allerdings vor allem durch stark steigende Importe getrieben, die laut Statistischem Bundesamt um 8,5 Prozent zulegten. Gleichzeitig brachen die deutschen Exporte in die USA und nach China deutlich ein, wodurch die Handelsbilanz weiter unter Druck gerät. Studien des Instituts der deutschen Wirtschaft warnen vor subventionierten Niedrigpreisen aus der Volksrepublik, die besonders die Autoindustrie treffen. Während chinesische Waren den deutschen Markt demnach zunehmend „fluten“, fordert das Institut von der EU entschlossene Gegenmaßnahmen wie Ausgleichszölle.
n-tv
Gebäudereinigerinnen und -reiniger sorgen täglich für Sauberkeit in Büros, Schulen und Krankenhäusern, doch leider oft ohne Anerkennung. Die Gewerkschaft IG BAU fordert nun eine Jahressonderzahlung als sichtbares Zeichen des Respekts für diese Arbeit. Ab dem 24. November starten die Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Bundesweit machen Beschäftigte mit kreativen Protestaktionen auf ihre Forderungen aufmerksam. Auch in Frankfurt am Main und Offenbach formiert sich deutliche Unterstützung, zum Beispiel bei Piepenbrock und in der Sana DSK Klinik.
IG BAU
Das jährlich veröffentlichte „BMC Facility Management Quality Ranking“ von Bell Management Consultants misst anhand von Bewertungen durch Auftraggeber die Leistungsqualität führender FM-Dienstleister. Die Ausgabe 2025 zeigt eine stabile Zufriedenheit, erstmals getrennt nach Real-Estate- und Corporate-Kunden, die unterschiedliche Prioritäten in Strategie, Effizienz und Kommunikation haben. In den drei Umsatzklassen setzen Spie, Caverion und Treureal demnach die Qualitätsmaßstäbe und gelten als Benchmark für den Markt. Beide Kundengruppen identifizieren jedoch trotz genereller Zufriedenheit das Energiemanagement als zentrales Entwicklungsfeld.
Deal Magazin
Bei der Preisverleihung auf dem Gefma-Jahresevent in Düsseldorf wurden neun herausragende akademische und praxisorientierte Arbeiten aus dem Facility-Management ausgezeichnet. Der Hauptpreis ging an Julian Ramsauer von der TH Nürnberg für einen Masterplan zur klimaneutralen Transformation eines großen Immobilienportfolios. Fünf Sonderpreise ehrten Beiträge zu Smart Technologies, sozialverträglicher energetischer Sanierung, BIM-Fabrikplanung, Reinraumtechnik und Carbon Footprint. Zudem wurden drei exzellente Projektarbeiten aus der Fachwirtausbildung prämiert, darunter CAFM-Strategien, FM-Risikomanagement und Digitalisierung. Unterstützt von zahlreichen Sponsoren will das Format die Nachwuchsförderung und Innovationskraft der Branche stärken.
Gefma
Ein Ausfall beim Internetdienstleister „Cloudflare“ hat am Montag zahlreiche bekannte Dienste wie X, Paypal und ChatGPT stundenlang beeinträchtigt. Ursache war ein versteckter Fehler nach einer routinemäßigen Konfigurationsänderung. Er führte zu einem massiven Anstieg von Datenverkehr und Abstürzen. Auch Dienste wie DataWrapper, League of Legends und einige Google-Anwendungen waren betroffen. Cloudflare bietet Sicherheits- und Performance-Dienste, die zwischen Websites und Nutzern geschaltet werden, sodass sich Ausfälle oft weltweit auswirken. Die Störung wurde inzwischen behoben, hat aber erneut die Verwundbarkeit zentraler Cloud-Systeme gezeigt.
n-tv
Innerhalb der Union eskaliert der Konflikt über die Rentenreform, nachdem die Junge Union wegen möglicher Mehrkosten von 120 Milliarden Euro mit einer Blockade droht. Kanzler Friedrich Merz verteidigt den Gesetzentwurf und verweist auf den Koalitionsvertrag. Er bietet der Jungen Union als Kompromiss eine gemeinsame Erklärung für eine grundlegende Rentenreform ab 2032 an. Die Rentenkommission soll noch dieses Jahr eingesetzt werden und bis 2026 Empfehlungen vorlegen. Scheitert die Haltelinie, geraten auch die Aktivrente und die Mütterrente in Gefahr, und damit zentrale Projekte der Koalition.
n-tv
Die EU-Kommission erwartet für Deutschland 2026 ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent. Das ist leicht höher als in ihrer Frühjahrsprognose. Damit bleibt die größte EU-Volkswirtschaft jedoch unter dem erwarteten EU-Schnitt von 1,4 Prozent. Ein robuster Arbeitsmarkt, steigende Kaufkraft und günstige Finanzierungsbedingungen sollen für positive Impulse sorgen. Andere Institute sind jedoch vorsichtiger mit ihren Schätzungen. Der IWF und Wirtschaftsweise rechnen nur mit 0,9 Prozent Wachstum.
Süddeutsche Zeitung
Der Ifo-Geschäftsklimaindex im Wohnungsbau ist im Oktober nach dem starken September-Anstieg wieder leicht von –22,0 auf –23,0 Punkte gefallen. Die Unternehmen bewerten sowohl das laufende Geschäft als auch die Erwartungen für die kommenden Monate skeptischer. Positiv anzumerken ist, dass der Anteil der Firmen mit Auftragsmangel auf 44,4 Prozent gesunken und damit so niedrig wie zuletzt vor zwei Jahren ist. Gleichzeitig bleiben Stornierungen mit acht Prozent weiterhin hoch. Laut Ifo brauche es vor allem mehr Baugenehmigungen, damit sich die Auftragslage nachhaltig entspannt.
Ifo Institut
Die Fachmesse „maintenance Dortmund“ findet am 25. und 26. Februar 2026 auf der Messe Dortmund statt, die Registrierung ist bereits möglich. Erstmals wird sie gemeinsam mit „Pumps & Valves Dortmund“, „Logistics & Automation“ sowie „Empack Special“ ausgerichtet. Die Kombination soll Synergien schaffen und ein umfassendes Bild der gesamten Instandhaltungs-Wertschöpfungskette bieten. Das Fachpublikum erhält vielfältige Einblicke, von der Wartung und Betriebstechnik bis hin zu Automatisierung, Logistik und Verpackung.
B & I
Bundesweit durchsuchten 850 Ermittler mehr als 90 Objekte von Reinigungsfirmen mit Schwerpunkt München und in weiteren vier Bundesländern. 18 Beschuldigte stehen unter Verdacht, Schwarzarbeit, Menschenhandel und Zwangsarbeit organisiert zu haben. Der Schaden soll über sieben Millionen Euro liegen. Vier Personen wurden im Zuge dessen festgenommen, ein Vermögen von rund 6,7 Millionen Euro beschlagnahmt. Im Zentrum steht ein Firmengeflecht aus 14 Gesellschaften, die über Scheinrechnungen Lohnzahlungen verschleiert haben sollen. Ermittler fanden zudem menschenunwürdige Unterkünfte für Beschäftigte, darunter zwei Minderjährige, die unterbezahlt und ohne Sozialversicherung arbeiteten.
BR
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen steigt weiter deutlich: Im Oktober lag sie 6,5 Prozent über dem Vorjahr, im August sogar 12 Prozent mit fast 2.000 Fällen und Gläubigerforderungen von 5,4 Milliarden Euro. Besonders betroffen sind Verkehr und Lagerei, Baugewerbe und Gastronomie. Zugleich stiegen die Verbraucherpleiten um acht Prozent. DIHK-Experte Volker Treier warnt vor einer „äußerst angespannten“ Lage und fordert schnellere Entlastungen, zum Beispiel weniger Bürokratie und niedrigere Stromsteuern sowie gedeckelte Sozialabgaben. Für 2025 erwarten Auskunfteien und Allianz Trade erneut mehr Firmenpleiten nach dem Höchststand 2024 mit über 21.800 Fällen. Eine leichte Entspannung wird erst für 2027 prognostiziert, wenn die Konjunkturmaßnahmen greifen könnten.
Tagesspiegel
Laut Schuldneratlas 2025 gelten 5,67 Millionen Menschen hierzulande als überschuldet, ein Plus von zwei Prozent und zunehmend auch außerhalb klassischer Risikogruppen. Besonders betroffen sind junge Menschen unter 30 und ältere über 60. Nordrhein-Westfalen – und dort vor allem das Ruhrgebiet – gilt als Brennpunkt. Ursachen sind aufgezehrte Ersparnisse, hohe Lebenshaltungskosten, steigende Zinsen und ein schwächerer Arbeitsmarkt. Creditreform unterscheidet Überschuldungstypen wie zum Beispiel Notfall- und Lifestyle-Überschuldete, letztere nehmen besonders zu. Fachleute raten zu Haushaltsbuch, Priorisierung von Miete und Energie sowie regelmäßiger Kontrolle von Kontoauszügen, um Überschuldung vorzubeugen.
WDR
Das Vergleichsportal Verivox registriert zum kommenden Jahreswechsel 113 Strompreissenkungen in der Grundversorgung um durchschnittlich neun Prozent, wovon rund 2,2 Millionen Haushalte profitieren. Einzelne Versorger wie Rheinenergie und MVV reduzieren sogar besonders deutlich. Gleichzeitig gibt es vier moderate Erhöhungen. Auch Gas wird für viele günstiger: 69 Grundversorger senken ihre Preise im Schnitt um sieben Prozent, was für ein Einfamilienhaus etwa 183 Euro Entlastung bedeutet, während zehn Anbieter Verteuerungen melden. Gründe sind sinkende Beschaffungskosten und staatliche Entlastungen wie der Zuschuss zu den Netzentgelten und die Abschaffung der Gasspeicherumlage. Rund ein Viertel der Haushalte bezieht Strom und ein Fünftel Gas weiterhin im Grundversorgungstarif.
Spiegel Online
Im kommenden Jahr sollen die gesetzlichen Renten um rund 3,7 bis 3,8 Prozent steigen, also deutlich mehr als die erwartete Inflation. Möglich macht das der Mechanismus, der die Höhe der Renten an die Lohnentwicklung koppelt. Gleichzeitig warnt die Rentenversicherung vor zunehmendem Druck. Die Rücklagen schrumpfen demnach stark, und ab 2028 dürfte der Beitragssatz von derzeit 18,6 auf etwa 19,8 Prozent steigen. Zwar bleibe das Rentenniveau vorerst bei 48 Prozent, langfristig wird es jedoch etwas sinken. Umso wichtiger wird künftig eine stärkere betriebliche und private Altersvorsorge.
BR
Der Sachverständigenrat der „Wirtschaftsweisen“ bemängelt, dass das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität nicht zusätzlich zum regulären Haushalt eingesetzt wird, obwohl dies gesetzlich so vorgesehen sei. Viele Ausgaben seien zudem wenig zielgerichtet. Die deutsche Wirtschaft stagniert 2025 bei rund 0,9 Prozent Wachstum, belastet durch Wettbewerbsdruck und demografische Herausforderungen. Die Expertinnen und Experten fordern ein konsequentes Monitoring sowie ein zentrales Projektregister, um die Investitionen wirksam und effizient umzusetzen.
Zeit Online
Die Inflationsrate in Deutschland lag im Oktober 2025 bei 2,3 Prozent und ging damit leicht zurück nach 2,4 Prozent im September. Treibend wirkten erneut die überdurchschnittlich steigenden Preise für Dienstleistungen mit 3,5 Prozent, während Waren nur moderat teurer wurden, nämlich um 1,2 Prozent. Energieprodukte verbilligten sich um 0,9 Prozent, vor allem leichtes Heizöl, Strom und Fernwärme, während Kraftstoffe leicht teurer wurden. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresvergleich um 1,3 Prozent, besonders Zucker, Fleisch und Obst, während Gemüse und Speisefette günstiger wurden. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise insgesamt um 0,3 Prozent, hauptsächlich durch teurere Flugtickets und leicht höhere Energiepreise.
Destatis
32 Wirtschaftsverbände, darunter Gesamtmetall, der VDMA und der Handelsverband HDE und der BVMV für den Mittelstand, fordern die Bundesregierung auf, das geplante Rentenpaket vorerst nicht zu beschließen. Sie vertreten nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Kritisiert wird, dass das Paket bis 2050 fast 480 Milliarden Euro zusätzlich kosten könnte und weder generationengerecht noch finanzierbar sei. Besonders problematisch sei, dass die Rentenkommission, die eine langfristige Neuordnung des Systems prüfen soll, ihre Arbeit noch nicht aufgenommen habe. Die Verbände sprechen sich für die Abschaffung der Rente mit 63, einen moderaten Anstieg des Renteneintrittsalters und höhere Abschläge für Frührentner aus.
Spiegel Online
Durch die geplante Aktivrente könnten laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung bis zu 33.000 zusätzliche Vollzeitstellen entstehen. Das Modell sieht vor, dass Rentnerinnen und Rentner ab 67 künftig bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen dürfen. Ziel ist es, den Fachkräftemangel abzufedern und die Erwerbstätigkeit der 66- bis 70-Jährigen um bis zu zehn Prozent zu steigern. Damit die Reform wirtschaftlich sinnvoll ist, müssten laut DIW mindestens 40.000 neue Stellen besetzt werden. Experten fordern begleitende Informationskampagnen und attraktivere Arbeitsbedingungen für Ältere.
Zeit Online
Das Traditionshaus „Monopol“ in St. Pauli wird abgerissen und durch einen modernen Hotel-Neubau mit 184 Zimmern ersetzt. Eigentümer Andreas Fraatz plant ein „High-End-Hotel mitten auf der Reeperbahn“ mit Dachbar, Pool und Blick über den Hafen. Der Entwurf des Architekturbüros „Thüs Farnschläder“ sieht eine markante, blau glasierte Klinkerfassade sowie energieeffiziente Technik mit Wärmepumpen, Eisspeicher und Photovoltaik vor. Neben dem Hotel soll auch ein Wohngebäude entstehen. Der Abriss ist für Ende 2026 geplant, Baubeginn voraussichtlich Anfang 2027.
T-Online
Laut aktueller Ifo-Umfrage sieht mehr als jedes dritte Industrieunternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Ländern außerhalb der EU sinken. Das sind so viele wie noch nie. Auch im Vergleich zu europäischen Konkurrenten melden deutlich mehr Firmen Einbußen. Besonders betroffen sind energieintensive Branchen wie Chemie, Maschinenbau sowie die Elektro- und Optikindustrie. Ifo-Experte Klaus Wohlrabe warnt vor den Folgen struktureller Probleme und fordert tiefgreifende Reformen. Ohne entschlossenes Handeln drohe Deutschland international weiter zurückzufallen.
Ifo Institut
Der Europäische Gerichtshof hat zwei zentrale Bestimmungen der EU-Mindestlohnrichtlinie für unzulässig erklärt. Brüssel habe mit den Vorgaben zum Teil seine Zuständigkeiten überschritten, urteilte das Gericht. Die Richtlinie bleibt dennoch weitgehend bestehen und verpflichtet die Mitgliedstaaten weiterhin, Tarifbindungen zu stärken. Deutschland muss dafür bis Jahresende einen Aktionsplan vorlegen, da weniger als 80 Prozent der Beschäftigten tarifgebunden sind. Arbeitgeber kritisieren das Urteil als zu weitgehend, während Gewerkschaften höhere Löhne nach dem 60-Prozent-Kriterium fordern.
Spiegel Online
Die Bundesregierung hat ein umfassendes Paket mit acht Sofortmaßnahmen und rund 50 weiteren Punkten zum Abbau bürokratischer Hürden beschlossen. Ziel sind effizientere, digitalisierte Verfahren, vereinfachte Bau- und Berichtspflichten sowie schnellere Genehmigungsprozesse. Laut Bundesdigitalministerium sollen die sofort wirksamen Schritte Unternehmen und Verwaltung jährlich um rund 100 Millionen Euro entlasten. Auch das Handwerk begrüßt die Initiative als überfälligen Impuls, mahnt jedoch an, den begonnenen Kurs konsequent fortzuführen. Wirtschaftsvertreter betonen, dass der Abbau überflüssiger Vorschriften ein entscheidender Faktor bleibt, um Betriebe zu stärken, Innovationskraft zu fördern und den Standort Deutschland zukunftsfähig zu halten.
Handwerk
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will mit einem Rohstofffonds Projekte in Deutschland, Kanada und Australien fördern, um die Abhängigkeit von China zu verringern. Der Fonds beteiligt sich unter anderem an der Lithium-Gewinnung im Oberrheingraben sowie an Kupfer- und Seltene-Erden-Projekten, insgesamt mit bis zu 150 Millionen Euro pro Vorhaben. Begleitend kündigte Unionsfraktionschef Jens Spahn einen „Chinacheck“ an, um wirtschaftliche Abhängigkeiten regelmäßig zu überprüfen und gezielt gegenzusteuern.
Zeit Online
Laut einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft weist das Gesundheitswesen 2024 mit rund 46.000 unbesetzten Stellen für Fachkräfte die größte Lücke aller Branchen auf. Insbesondere fehlen Physiotherapeutinnen, Pflegekräfte und zahnmedizinische Fachangestellte. Insgesamt konnten in den zehn am stärksten betroffenen Branchen über 260.000 Stellen rechnerisch nicht besetzt werden. IW-Expertin Valeria Quispe warnt, die Engpässe gefährdeten auch andere zentrale Versorgungsbereiche und verlangsamten etwa den Wohnungsbau. Sie fordert gezielte Aus- und Weiterbildung, Anreize für längeres Arbeiten und eine stärkere Fachkräftezuwanderung.
IW Köln
Laut der aktuellen Ifo-Umfrage befürchten 19 Prozent der Selbständigen, ihr Geschäft aufgeben zu müssen. Fast die Hälfte klagt über fehlende Aufträge, deutlich mehr als im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft. Der „Jimdo-Ifo-Geschäftsklimaindex“ fiel im Oktober auf –23,7 Punkte und signalisiert anhaltend schwierige Bedingungen. Ifo-Expertin Katrin Demmelhuber sieht die Ursachen in der Zurückhaltung bei Auftragsvergaben und der schwachen Konsumlaune. Zugleich wächst laut der Analyse die Unsicherheit. Über ein Drittel der Befragten kann die eigene Geschäftsentwicklung kaum einschätzen.
Ifo Institut
Die chemische Industrie erlebte im Oktober den stärksten Stimmungseinbruch seit über zwei Jahren. Das Ifo-Geschäftsklima sank um 7,4 Punkte auf minus 19,4. Besonders pessimistisch sehen die Unternehmen ihre Zukunftsaussichten, die um 9,6 Punkte auf minus 13,3 fielen. Hauptgründe sind demnach steigender Wettbewerbsdruck, Auftragsmangel und eine schwache Auslastung. Laut Ifo-Expertin Anna Wolf reichen die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung nicht aus. Viele Betriebe müssten trotzdem Preise senken, Investitionen kürzen und Personal abbauen.
Handelsblatt
Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sollte Deutschlands Investitionsstau lösen, doch fast die Hälfte der Mittel wird laut dem Institut der deutschen Wirtschaft zweckentfremdet. Statt neuer Projekte stopft die Bundesregierung demnach Haushaltslücken. Weitere 133 Milliarden Euro verschwinden als bereits geplante Ausgaben. Durch Buchungstricks und eine weich definierte sogenannte „Zusätzlichkeit“ verschwimmen die Grenzen zwischen Kernhaushalt und Sondervermögen. Selbst Verteidigungs- und Krankenhausinvestitionen werden umetikettiert. IW-Experte Tobias Hentze warnt, dass die Regierung so Deutschlands Zukunftsfähigkeit gefährde und die Chance auf nachhaltiges Wachstum vergebe.
IW Köln
Was einst als unbürokratische Beschäftigungsform gedacht war, hat sich laut der Unions-Arbeitnehmergruppe zu einem „Systemfehler“ entwickelt. Vorsitzender Stefan Nacke kritisiert, dass Millionen Menschen in Minijobs ohne soziale Absicherung arbeiten und im Alter „mit leeren Händen“ dastehen. Die Gruppe fordert daher eine weitgehende Abschaffung von Minijobs an den Stellen, wo sie reguläre Arbeit verdrängen. Das Prinzip „brutto gleich netto“ sei unsozial, da es die Kosten der Absicherung auf die Allgemeinheit verlagere. Ihr Ziel sei es, Minijobs schrittweise in reguläre, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu überführen.
n-tv
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche von der CDU warnt vor einer strukturellen Krise und will mit einer „Agenda 2030“ die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands stärken. Der Staat solle sich auf Kernaufgaben wie Sicherheit, Infrastruktur und Bildung konzentrieren und Subventionen kritisch prüfen. Unternehmen bräuchten weniger Bürokratie und günstigere Energiepreise, forderte Reiche, da deutsche Betriebe vielfach höhere Gas- und Stromkosten als in den USA zahlten. Auch die Klimapolitik müsse einfacher und effizienter werden. Zudem sprach sie sich für Reformen im Sozialstaat, eine längere Lebensarbeitszeit und mehr Eigenverantwortung bei der Heizungsförderung aus.
Zeit Online
Die A+A 2025 in Düsseldorf schloss mit 2.340 Ausstellenden aus 70 Ländern und rund 67.000 Gästen erfolgreich ab. Unter dem Leitmotiv „Der Mensch zählt“ zeigte die Weltleitmesse für Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und Gesundheit bei der Arbeit die Innovationen der Branche – von smarter PSA über KI-gestützte Lösungen bis zu nachhaltiger Arbeitskleidung. Der internationale Kongress mit 3.000 Teilnehmenden vertiefte aktuelle Themen wie Digitalisierung, Prävention und mentale Gesundheit. Neue Formate wie die „Vision Zero Bühne“ stärkten die Praxisnähe. Die A+A 2025 wurde in ihrer Rolle als globale Plattform für eine sichere und gesunde Arbeitswelt bestätigt, so die Messe Düsseldorf.
A+A
Auch im Herbst 2025 stagniert die Handwerkskonjunktur weiter. Umsätze, Auftragsbestände und Beschäftigung gehen zurück, auch die Investitionsneigung bleibt niedrig. Hauptursachen sind strukturelle Standortprobleme, Fachkräftemangel und hohe Kostenbelastungen. Der Geschäftsklimaindikator verharrt mit 110 Punkten auf schwachem Niveau. Handwerksorganisationen rechnen erst 2026 mit einem moderaten Umsatzplus von rund einem Prozent. Dafür sprächen eine expansivere Finanzpolitik und dadurch angeregte Bau- und Investitionstätigkeiten.
ZDH
Ab Januar steigen die Löhne in der österreichischen Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung im Schnitt um 3,25 Prozent. Fachkräfte mit Lehrabschluss erhalten ein Plus von 4,5 Prozent, Lehrlinge sogar sechs Prozent. Der Abschluss liegt damit über der aktuellen Inflationsrate und gilt als wichtiges Signal für die stark weiblich geprägte Branche. Zugleich wird das Lohnschema von sechs auf vier Gruppen vereinfacht. Trotz schwieriger Wirtschaftslage bewertet die Gewerkschaft Vida das Ergebnis als klaren Erfolg für die rund 66.000 Beschäftigten.
Mein Bezirk
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kündigt an, den durchschnittlichen Zusatzbeitrag der Krankenkassen für 2026 bei 2,9 Prozent zu belassen, also auf aktuellem Niveau. Die Festlegung folgt damit den Berechnungen des sogenannten „Schätzerkreises“ und soll Stabilität signalisieren. Krankenkassen warnen jedoch, dass steigende Kosten und Pflichtreserven dennoch zu Beitragserhöhungen führen könnten. Der Gesamtbeitrag bleibt bei 14,6 Prozent plus kassenabhängigem Zusatzbeitrag. Über konkrete Anpassungen entscheiden die einzelnen Kassen in den kommenden Wochen selbst.
WiWo
Nur knapp über 29 Prozent der Führungskräfte in Deutschland sind Frauen. Das sind deutlich weniger als im EU-weiten Durchschnitt mit 35,2 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt. Seit 2014 hat sich der Anteil hierzulande kaum verändert, während andere EU-Länder wie Schweden oder Polen deutlich zulegten. Dabei ist der Frauenanteil an allen Erwerbstätigen hierzulande mit fast 47 Prozent vergleichsweise hoch. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung bezeichnet die Entwicklung als „besorgniserregend“. Fehlende Vereinbarkeit von Beruf und Sorgearbeit bleibe ein zentrales Hemmnis für die Karriere von Frauen.
BR24
Die Bundesregierung hat ein umfassendes Paket zur Entbürokratisierung beschlossen, um Verwaltung, Wirtschaft und Bürger um Milliarden zu entlasten. Geplant sind digitale Verfahren etwa bei Grundstückskäufen, Führerscheinen und Behördengängen. Pflichten wie das Heizungslabel oder Weiterbildungen für Immobilienverwalter sollen entfallen. Bis Mitte 2026 sollen rund 50 weitere Maßnahmen folgen, darunter eine digitale „Work-and-Stay-Agentur“ für Fachkräfte. Wirtschaftsverbände begrüßen die Pläne, Gewerkschaften mahnen soziale Ausgewogenheit an.
Stern
Kurz vor der Weltklimakonferenz in Brasilien haben sich die EU-Umweltminister auf eine Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 90 Prozent bis 2040 geeinigt. Fünf Prozentpunkte dürfen dabei durch den Kauf von Klimazertifikaten außerhalb Europas ausgeglichen werden, es bleibt also bei einem Reduktionsziel von 85 Prozent. Zudem wird der Start des neuen Emissionshandels für Verkehr und Gebäude auf 2028 verschoben. Bundesumweltminister Carsten Schneider sprach dennoch von einem „wichtigen Fortschritt für das Klima“. Kritiker warnen, dass Auslandszertifikate Schlupflöcher schaffen und den Klimaschutz in Europa schwächen.
Zeit Online
Nach Monaten des Rückgangs sind die deutschen Exporte im September überraschend deutlich gestiegen – um 1,4 Prozent auf 131,1 Milliarden Euro. Besonders stark zog die Nachfrage aus den Vereinigten Staaten an. Die Ausfuhren dorthin stiegen um 11,9 Prozent. Aber auch die Exporte in die EU legten zu, während das China-Geschäft weiter schrumpfte. Die Importe wuchsen um 3,1 Prozent und deuten auf eine bessere Binnenkonjunktur hin. Trotz der positiven Zahlen bleibt die Stimmung in der Exportwirtschaft verhalten, und Fachleute erwarten keine schnelle Trendwende.
n-tv
Die Zahl der Erwerbstätigen in kleinen und mittleren Unternehmen erreichte 2024 laut KfW einen Rekordwert von rund 33 Millionen, das ist ein Plus von 207.000 binnen eines Jahres. Trotz dieser Stabilität leidet der Mittelstand unter hohen Energie-, Material- und Lohnkosten. Die Investitionsbereitschaft bleibt mit 39 Prozent niedrig, da Unsicherheiten und Bürokratie bremsen. Preisbereinigt sanken die Umsätze 2024 leicht um ein Prozent, nachdem das Minus im Vorjahr noch bei zehn Prozent lag. KfW-Chefvolkswirt Schumacher fordert politische Entlastungen für den Mittelstand als tragende Säule der deutschen Wirtschaft.
Zeit Online
Eine gemeinsame Studie des Ifo-Instituts, IAB und der Universität Konstanz zeigt, dass Unternehmen mit Betriebsräten deutlich stärker von Automatisierung profitieren als andere. Nach Einführung von Robotern liegt ihre Produktivität im Schnitt fast 30 Prozent höher als in Betrieben ohne Arbeitnehmervertretung. Grund sind intensivere Mitarbeiterschulungen und gezieltere Entscheidungen zum Thema Automatisierung. Auch die Einkommen entwickeln sich besser, was bedeutet, dass sie drei Jahre nach Automatisierung rund zehn Prozent höher liegen. Allerdings kann die Lohnangleichung innerhalb der Betriebe zulasten anderer Beschäftigtengruppen gehen.
Westdeutsche Zeitung
Die Fachmesse „maintenance München“ feierte am 29. und 30. Oktober 2025 im MOC Event Center eine erfolgreiche Premiere mit über 110 Ausstellern und 1.770 Fachbesucherinnen und -besuchern. Präsentiert wurden innovative Lösungen rund um industrielle Instandhaltung, Smart Maintenance und KI-gestützte Verfahren. Besonders gefragt waren Themen wie Predictive Maintenance und Datenmanagement. Die Veranstaltung überzeugte durch intensiven Austausch zwischen Industrie, Dienstleistern und Forschung, so das Resümee. Die zweite Ausgabe findet am 7. und 8. Oktober 2026 erneut in München statt.
B & I
Die 26-jährige Lea-Marie Kosakow aus Sachsen sicherte sich im Bundesfinale der Deutschen Meisterschaft im Gebäudereiniger-Handwerk den ersten Platz und damit den Bundessieg. Im Heide Park Resort in Soltau setzte sie sich gegen neun Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch und überzeugte bei anspruchsvollen Reinigungsaufgaben an Poollandschaft, Karussell-Gondel und Achterbahn. Kosakow, die ihre Ausbildung in Schneeberg absolvierte, plant nun den nächsten Karriereschritt – den Meistertitel.
Die Gebäudedienstleister
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft DKG schlägt Alarm. Ein EU-Biozidverfahren könnte dazu führen, dass Ethanol in Desinfektionsmitteln verboten wird. DKG-Chef Dr. Gerald Gaß warnt vor gravierenden Folgen für den Infektionsschutz und die Patientensicherheit. Ethanol sei seit Jahrzehnten ein unverzichtbarer, sicherer Wirkstoff in der Krankenhaushygiene. Die Einstufung als CMR-Substanz basiere auf irreführenden Studien zur oralen Aufnahme. Die DKG fordert die Bundesregierung auf, sich in Brüssel entschieden für den Erhalt von Ethanol einzusetzen.
Deutsche Krankenhausgesellschaft
Laut aktuellem OECD-Migrationsbericht sind in Deutschland nur 69,6 Prozent der Migrantinnen und Migranten angestellt. Das sind über zehn Prozentpunkte weniger als bei Einheimischen. Der Abstand ist damit einer der größten im OECD-Vergleich. Besonders hochqualifizierte Zugewanderte sind demnach stark betroffen, vor allem wegen der schwierigen Anerkennung ihrer Abschlüsse. Zudem verdienen Migrantinnen und Migranten in Deutschland beim Jobeinstieg im Schnitt 43 Prozent weniger als Einheimische. Die OECD fordert mehr Anerkennung ausländischer Qualifikationen und bessere Unterstützung beim Berufseinstieg.
Zeit Online
Deutschland und 18 weitere EU-Länder verlangen tiefgreifende Reformen für eine stärkere, innovationsfreundliche Industriepolitik in Europa. Bei der „Friends of Industry“-Konferenz in Berlin übergaben sie die „Berliner Erklärung“ an EU-Vizepräsident Stéphane Séjourné. Darin fordern die Staaten eine Überprüfung bestehender EU-Regeln, um überflüssige Bürokratie abzubauen, und plädieren für eine innovationsfreundliche Umsetzung der KI-Verordnung. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, Europa müsse „Silicon Valley des technologischen Aufbruchs“ werden.
n-tv
Die österreichischen Facility-Service-Unternehmen erzielten 2024 mit einem Umsatzplus von über neun Prozent das stärkste Wachstum seit Beginn der Lünendonk-Erhebung. Besonders dynamisch entwickelten sich technische Dienstleister mit über zehn Prozent Wachstum. Marktführer bleibt ISS Facility Service mit 352,7 Mio. Euro Umsatz, gefolgt von der CKV-Gruppe und Simacek, die erstmals die 200-Millionen-Euro-Marke überschritten. Die Branche profitiert von Digitalisierung, Nachhaltigkeit und KI-Innovationen und wird zunehmend als strategischer Partner wahrgenommen. Die Lünendonk-Studie 2025 ist ab sofort online verfügbar.
Lünendonk
Die Zahl der Asylerstanträge in Deutschland hat sich laut Bundesinnenministerium im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert – von rund 200.000 auf gut 97.000. Innenminister Alexander Dobrindt von der CSU sieht den Rückgang in strengeren Kontrollen und Rückführungen begründet und spricht von „Migrationswende“. Besonders die Zahl syrischer Antragsteller sank um etwa 40.000, nachdem sich die Lage im Land verändert hat. Innerhalb der Regierung gibt es jedoch Uneinigkeit. Außenminister Johann Wadephul von der CDU warnt vor Rückführungen nach Syrien. Migrationsexperten bezweifeln zudem, dass die deutsche Politik überhaupt der Auslöser für den Rückgang ist.
Tagesspiegel
Laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft wollen 36 Prozent der deutschen Unternehmen nächstes Jahr Personal abbauen, während nur 18 Prozent neue Jobs planen. Besonders betroffen ist die Industrie, in der 41 Prozent der Betriebe mit Kürzungen rechnen. Auch bei den Investitionen herrscht Zurückhaltung. Ein Drittel der Firmen will weniger Geld aufwenden als 2025. Regional zeigt sich ein geteiltes Bild, das nur im Norden und in Bayern Optimismus zeigt. IW-Experte Michael Grömling warnt, dass ohne strukturelle Reformen aus der Konjunkturflaute eine dauerhafte Standortkrise werden könne.
IW Köln
Fahrgäste müssen sich 2026 auf steigende Ticketpreise im Nahverkehr einstellen. In Berlin-Brandenburg erhöht der VBB die Preise ab Januar um durchschnittlich sechs Prozent, im Rhein-Ruhr-Verbund um knapp fünf Prozent und in München um rund vier Prozent. Auch das Deutschlandticket soll teurer werden. Aktuell kostet es 58 Euro im Monat. Hauptgründe sind gestiegene Energie-, Personal- und Infrastrukturkosten. Verkehrsunternehmen beklagen zudem Einnahmeverluste durch das günstige Deutschlandticket und fordern eine verlässliche Finanzierung durch Bund und Länder.
Spiegel Online
Die Bundesregierung will mit 6,5 Milliarden Euro die Stromkosten für Verbraucher senken, indem sie die Netzentgelte reduziert. Haushalte könnten dadurch im Schnitt rund 17 Prozent weniger zahlen, wobei der Effekt regional unterschiedlich stark ausfallen wird. Besonders Ostdeutschland und Süddeutschland dürften profitieren. Zugleich plant die Regierung einen subventionierten Industriestrompreis von fünf Cent je Kilowattstunde für energieintensive Betriebe. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigte den Start zum 1. Januar an. Ziel ist es, Verbraucher und Industrie zugleich zu entlasten und den Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten.
Zeit Online
Nach einem Rückgang im Frühjahr stagnierte die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnet laut Statistischem Bundesamt kein Wachstum. Vor allem Industriebranchen wie Auto- und Chemieproduktion leiden unter schwacher Nachfrage und Exportproblemen durch US-Zölle. Verbraucher bremsen den Konsum wegen hoher Preise, während Investitionen leicht zulegen. Wirtschaftsministerin Reiche spricht von einer „strukturellen Wachstumsschwäche“ und fordert tiefgreifende Reformen. Für 2025 erwartet die Bundesregierung nur ein moderates Wachstum von 1,3 Prozent.
Zeit Online
Im Oktober 2025 lag die Inflationsrate in Deutschland bei 2,3 Prozent und damit etwas niedriger als in den Vormonaten. Dienstleistungen verteuerten sich mit 3,5 Prozent überdurchschnittlich, Lebensmittel dafür um 1,3 Prozent, während Energiepreise um 0,9 Prozent günstiger wurden. Die Kerninflation blieb stabil bei 2,8 Prozent. Trotz nachlassender Teuerung erwarten Ökonomen für 2025 eine Inflationsrate von rund 2,1 Prozent. Damit bleibt die Preisentwicklung noch über dem Zwei-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank.
Tagesspiegel
Apps erleichtern Reinigungskräften zunehmend den Arbeitsalltag. Sie erfassen zum Beispiel Arbeitszeiten, Aufgaben und erledigte Tätigkeiten digital. Bei der Leipziger Agentur „Dreamin“ nutzen Beschäftigte eine App, um effizienter planen und dokumentieren zu können. Gewerkschafterin Ulrike Laux von der IG BAU begrüßt die Vorteile, kritisiert jedoch, dass viele Firmen keine Dienstgeräte stellen und Angestellte eigene Smartphones nutzen müssen. Damit trügen sie oft selbst die Kosten. Bei „Dreamin“ kommen zwar auch die Handys der Beschäftigten zum Einsatz, diese werden jedoch mit einem monatlichen Zuschuss von 50 Euro entschädigt.
MDR
Im Oktober 2025 sank die Zahl der Arbeitslosen um 44.000 auf 2,91 Millionen, die Quote lag insgesamt bei 6,2 Prozent. Trotz des Rückgangs bleibt die Beschäftigungsentwicklung schwach, und die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften ist gering. Die Unterbeschäftigung ging leicht zurück, stagniert aber im Jahresvergleich. Kurzarbeit nahm zuletzt ab, bleibt jedoch immer noch über dem Vorjahresniveau. BA-Chefin Andrea Nahles spricht von einer „schwunglosen“ Herbstbelebung und einem insgesamt verhaltenen Arbeitsmarkt.
Arbeitsagentur
Vom 31. März bis 3. April 2026 findet im Shanghai New International Expo Center die 27. China Clean Expo, kurz CCE, statt. Auf Asiens führender Fachmesse für Reinigung und Hygiene präsentieren rund 500 Aussteller innovative Reinigungslösungen mit Schwerpunkt auf kommerzieller Reinigungstechnik und moderner Batterietechnologie. Neu sind die Themenbereiche Property-Management, Hochdruckreinigung und Wäschereiprodukte, ergänzt durch Smart Cleaning und Umwelthygiene. Begleitend bieten Fachforen und Wettbewerbe praxisnahe Einblicke und Austauschmöglichkeiten.
Finanznachrichten
Viele Auszubildende wissen zu Beginn ihrer Lehre nicht genau, welche Rechte sie haben, zum Beispiel bei Überstunden, Urlaub oder Handyverbot. Darauf weist Uwe Behrendt, Bezirksvorsitzender der IG BAU Oberfranken, hin. Unterstützung bietet der Online-Service „www.dr-azubi.de“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes mit einer kostenlosen 24/7-Beratung rund um Ausbildung, Arbeitszeiten, Vergütung und Gesundheitsschutz. Ziel ist es, junge Menschen zu stärken und ihnen bei Problemen im Betrieb zur Seite zu stehen. Auch eine Vertragsprüfung durch die Gewerkschaft ist möglich.
Der neue Wiesentbote
Führende Ökonomen warnen vor einer anhaltenden Belastung der deutschen Wirtschaft durch die US-amerikanische Wirtschaftspolitik. Besonders der Mittelstand leide unter Zöllen und hohen Energiekosten, die Investitionen erschweren. Experten sehen Deutschland mit strukturellen Problemen konfrontiert, unter anderem marode Infrastruktur oder alternde Bevölkerung. Europa fehle die politische und wirtschaftliche Stärke, um den USA auf Augenhöhe zu begegnen. Während die USA weiter Wachstum und Stabilität zeigen, drohen Deutschland und der EU anhaltende Wettbewerbsnachteile.
Tagesschau
Die US-Notenbank Federal Reserve hat den Leitzins erneut gesenkt, und das trotz hoher Inflation aus Sorge um den Arbeitsmarkt. Die Spanne liegt nun bei 3,75 bis 4,0 Prozent. Fed-Chef Powell warnt jedoch, dass eine weitere Senkung im Dezember nicht feststehe, was die Märkte verunsichert. Anders die Europäische Zentralbank, die angesichts stabiler Inflation von 2,1 Prozent und politischer Unsicherheiten in Frankreich den Einlagenzins vermutlich bei 2,0 Prozent belässt.
Spiegel Online
Das Bundeskabinett hat gestern eine Verordnung zum Mindestlohn beschlossen. Dieser beträgt dann ab Januar 2026 13,90 Euro, ab 2027 dann 14,60 Euro pro Stunde. Das ist die deutlichste Steigerung seit der Mindestlohneinführung vor zehn Jahren. Laut Statistischem Bundesamt profitieren davon bis zu 6,6 Millionen Beschäftigte, vor allem Frauen und Arbeitnehmer in Ostdeutschland. Vollzeitkräfte verdienen im Falle der Umsetzung künftig rund 190 Euro brutto mehr im Monat. Während die SPD eine noch stärkere Erhöhung auf 15 Euro gefordert hatte, warnte die Mindestlohnkommission vor politischer Einflussnahme auf ihre unabhängige Arbeit.
Für Gründer
Die zehn größten Facility-Management-Anbieter der Schweiz steigerten ihren Umsatz 2024 um vier Prozent und erwirtschafteten zusammen rund 22 Prozent des auf umgerechnet 14,5 Milliarden Euro geschätzten Marktvolumens. Marktführer bleibt ISS mit rund 940 Millionen Euro Umsatz und starkem Wachstum durch die Übernahme von GammaRenax. Auf Rang zwei folgt Equans Switzerland, dahinter CBRE Global Workplace Solutions und Vebego. Neu im Ranking sind die PHM Gruppe und die Enzler Holding AG. Trotz Konsolidierung bremst der Fachkräftemangel die Branche.
Lünendonk
Das deutsche Konsumklima verschlechtert sich weiter. Der GfK-Indikator sinkt im November 2025 um 1,6 Punkte auf -24,1 Zähler. Hauptgrund ist der deutliche Einbruch der Einkommenserwartung um knapp 13 Punkte auf 2,3 Zähler. Obwohl die Anschaffungsneigung leicht zunimmt und die Sparneigung stabil bleibt, kann dies den Abwärtstrend kaum bremsen. Geopolitische Unsicherheiten, Inflationsängste und Jobsorgen dämpfen die Kauflaune. Eine spürbare Erholung des Konsums ist laut Expertinnen und Experten vorerst nicht in Sicht.
NIM
Die Europäische Chemikalienagentur ECHA erwägt, Ethanol als potenziell gesundheitsschädlich einzustufen. Laut einem internen Bericht könnte der Wirkstoff in Händedesinfektionsmitteln Krebsrisiken bergen und Schwangerschaftskomplikationen verursachen. Ende November soll der zuständige EU-Ausschuss über mögliche Einschränkungen beraten. Ein Verbot hätte erhebliche Folgen für Hersteller und Verbraucher. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält Ethanol jedoch weiterhin für sicher in der Handhygiene.
Tagesanzeiger
Trotz Ukraine-Krieg und Inflation zeigen die Deutschen laut Glücksatlas 2025 eine leicht gestiegene Lebenszufriedenheit. Im Schnitt sind es 7,09 Punkte auf der Zehnerskala. Besonders Ostdeutschland holt auf, die „Glückslücke“ zum Westen schrumpft. Spitzenreiter im Ländervergleich bleibt Hamburg mit 7,33 Punkten. Sorgen bereiten den Menschen dagegen wachsende Einkommensunterschiede und sinkende Zufriedenheit mit dem Einkommen. Insgesamt wird das Land demnach emotionaler, das heißt, die Befragten empfinden mehr Ärger, aber auch deutlich mehr Glücksgefühle.
n-tv
Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Oktober auf 88,4 Punkte gestiegen und damit höher als erwartet. Zwar bleibt die aktuelle Lage laut der befragten 9.000 Unternehmen schwierig, doch die Erwartungen für die kommenden Monate hellen sich deutlich auf. Besonders im Dienstleistungssektor und in der Industrie wächst die Zuversicht. Im Handel zeigt sich vorsichtiger Optimismus, während der Bau weiterhin unter Auftragsmangel leidet. Insgesamt sieht das Ifo-Institut einen „leichten Hoffnungsschimmer“ für die deutsche Wirtschaft.
Spiegel Online
Der Europäische Rechnungshof kritisiert, dass das Corona-Wiederaufbauprogramm der EU deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt. Viele Mitgliedstaaten hätten die vereinbarten Wirtschaftsreformen gar nicht oder nur verspätet umgesetzt. Auch dort, wo Gesetze verabschiedet wurden, blieben greifbare Ergebnisse oft aus. Laut den Prüfern hätte mit den Geldern aus dem 650-Milliarden-Euro-Fonds deutlich mehr für Unternehmen erreicht werden können. Besonders untersucht wurde die Umsetzung in Österreich, Spanien, Bulgarien und Zypern.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die Stimmung im Gebäudereiniger-Handwerk bleibt angespannt, wie die Herbst-Konjunkturumfrage des Bundesinnungsverbands zeigt. Nur knapp ein Viertel der Betriebe blickt optimistisch auf das laufende Jahr, der Ausblick auf 2026 ist noch trüber. Das Hauptproblem bleibt demnach die Bürokratie. Rund ein Drittel der Arbeitszeit entfällt laut Umfrage allein auf Verwaltung und Dokumentation. Besonders belastend seien Unterweisungen, Datenschutz, elektronische Krankmeldungen und Nachhaltigkeitsberichte. Bundesinnungsmeister Dietrich fordert spürbare Vereinfachungen und mehr Digitalisierung statt neuer Auflagen.
Die Gebäudedienstleister
Vom 4. bis 7. November 2025 präsentiert die A+A in Düsseldorf Innovationen rund um Arbeitsschutz, Gesundheit und Sicherheit. Fachbesucherinnen und -besucher erwartet ein vielseitiges Rahmenprogramm mit Live-Formaten, Fachforen und dem A+A-Kongress. Elf Start-ups am BMWK Young Innovators Gemeinschaftsstand zeigen Lösungen zu KI, Ergonomie und digitaler Prävention. Mit Themen von Nachhaltigkeit über Exoskelette bis zu smarter PSA möchte die Messe praxisnahe Einblicke in gesunde, sichere und effiziente Arbeitswelten bieten. Die A+A gilt als zentrale Plattform für Austausch, Wissenstransfer und Zukunftsimpulse der Branche.
Industrial Production
Am 14. Oktober 2025 lud die Landesinnung Wien der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger in die „Wolke 21“ im Saturn Tower zur Fachgruppentagung und Ehrung langjähriger Mitglieder sowie neuer Meisterinnen und Meister ein. Innungsmeister Gerhard Komarek betonte die Bedeutung des Handwerks und die Wertschätzung für die täglich geleistete Arbeit. Experten und Branchenvertreter diskutierten die wirtschaftliche Relevanz, Strategien zur Sichtbarkeit und Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Die Veranstaltung klang mit einem gemeinsamen Buffet und Networking über den Dächern Wiens aus.
Leadersnet
Ifo-Präsident Clemens Fuest sieht die deutsche Wirtschaft in einer dramatischen Lage. Während der Staatskonsum seit 2015 um rund 25 Prozent gestiegen sei, liegen die Unternehmensinvestitionen auf dem Niveau von vor acht Jahren. Dies gefährde langfristig Wachstum, Steuereinnahmen und staatliche Leistungen. Fuest warnt vor einer wachsenden gesellschaftlichen Spaltung und möglichen „italienischen Verhältnissen“ in Deutschland. Er fordert von der Bundesregierung bis Frühjahr 2026 ein umfassendes Reformpaket mit Sozialreformen und Bürokratieabbau für Unternehmen, um Wohlstand zu sichern.
Zeit Online
Am Mittwoch wurde im EU-Parlament keine Mehrheit für den geplanten Kompromiss zur Lockerung des Lieferkettengesetzes erreicht. Dieser sah unter anderem vor, die Unternehmensgrenzen von 1.000 auf 5.000 Mitarbeiter und den Umsatz von 450 Millionen auf 1,5 Milliarden Euro anzuheben. Trotz vorheriger Einigung von EVP, Sozialdemokraten und Liberalen stimmten offenbar Abgeordnete aus den eigenen Reihen dagegen. Kritik kam besonders von Grünen und Linken, während Rechtsaußen-Fraktionen die Änderungen als zu schwach ablehnten. Eine erneute Abstimmung ist für November geplant, bis dahin können weitere Änderungsvorschläge eingebracht werden.
Onlinehändler News
In Garz auf der Insel Rügen ist Mitte Oktober eine 87-jährige Frau Opfer eines dreisten Betrugs geworden. Zwei Männer boten ihr an, die Hausfassade für 220 Euro zu reinigen. Nach getaner Arbeit verlangten sie jedoch plötzlich 2.200 Euro. Die Seniorin zahlte, erstattete später aber Anzeige. Die Polizei ermittelt wegen Betrugs und warnt vor unseriösen Haustürgeschäften, die gezielt ältere Menschen ins Visier nehmen.
Ostsee-Zeitung
Laut einer Umfrage der IHK Schleswig-Holstein können 43 Prozent der Betriebe offene Stellen nicht besetzen – besonders im Bereich dual ausgebildeter Fachkräfte, Fachwirte und Meister. Der Mangel führt zu steigenden Personalkosten um 74 Prozent, Mehrbelastung der Belegschaft um 65 Prozent und Wissensverlust um 26 Prozent. Zudem bereitet die geplante Mindestlohnerhöhung vielen Unternehmen Sorgen. IHK-Präsident Thomas Buhck fordert deshalb schnelle politische Entlastungen, um mittelständische Betriebe zu stärken und Fachkräfte langfristig zu sichern.
NDR
Am 29. und 30. Oktober 2025 findet erstmals die „Maintenance München“ im MOC Event Center statt. Mit über 115 Ausstellern ist die Fachmesse für industrielle Instandhaltung ausgebucht und richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Süddeutschland und Österreich. Das zweitägige Rahmenprogramm beleuchtet Themen wie KI-gestützte Instandhaltung, Predictive Maintenance und digitales Anlagenmanagement. Ein besonderes Highlight ist die Premiere des Maintenance-Instandhaltungspreises, bei dem sieben nominierte Projekte ausgezeichnet werden, unter anderem von Bayer, Bilfinger und Wien Energie.
B & I
Die Tagesreinigung verändert Arbeitszeiten und erhöht den Kontakt mit Kundinnen und Kunden. Dadurch entstehen neue Anforderungen an Reinigungskräfte. Das Working Paper präsentiert Ergebnisse eines Projekts, das zeigt, wie gezielte Weiterbildungen in Sozialkompetenz und Arbeitsorganisation Überforderung vermeiden und neue berufliche Perspektiven eröffnen können.
Hans Böckler Stiftung
Raser und Trunkenheitsfahrer sollen künftig EU-weit zur Verantwortung gezogen werden. Das Europaparlament hat neue Führerschein-Regeln verabschiedet, nach denen Fahrverbote grenzübergreifend gelten sollen. Bislang konnten Verstöße nur im jeweiligen Land geahndet werden. Künftig kann der Staat, in dem der Verstoß begangen wurde, den Ausstellungsstaat informieren und dieser muss das Fahrverbot dann übernehmen. Betroffen sind schwere Delikte wie Trunkenheit am Steuer, Drogenkonsum, extremes Rasen oder tödliche Unfälle. Die EU-Staaten haben nun drei Jahre Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.
Echo24
Hamburg verzeichnet 2024 das stärkste Beschäftigungswachstum Deutschlands. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg dort um 0,8 Prozent auf 1,36 Millionen. Am anderen Ende der Skala stehen das Saarland und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Minus von jeweils 0,9 Prozent. Bundesweit legte die Beschäftigung leicht um 0,1 Prozent auf fast 46 Millionen zu. Ursachen sind neben der Konjunktur auch Zuwanderung, Demografie und mehr Teilzeit. Im 20-Jahres-Vergleich führen Berlin und Hamburg, während Thüringen und Sachsen-Anhalt Rückgänge verzeichnen.
Fundresearch
Mehr als die Hälfte der EU-Mitgliedstaaten hat 2024 ihre eigenen Haushaltsregeln verletzt. Laut Eurostat gaben fast alle Länder mehr aus, als sie einnahmen – zwölf davon überschritten mit Defiziten über drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes die EU-Obergrenze. Spitzenreiter war Rumänien mit 9,3 Prozent. Deutschlands Defizit lag bei 2,7 Prozent, die Schuldenquote bei 62,2 Prozent und damit über der zulässigen 60-Prozent-Grenze. Gegen Frankreich, Italien und weitere Länder laufen bereits Defizitverfahren.
Zeit Online
Die 25 führenden Sicherheitsdienstleister in Deutschland steigerten 2024 ihren Umsatz um 7,5 Prozent auf rund 5,4 Milliarden Euro und beschäftigen über 96.500 Personen. Laut neuer Lünendonk-Studie setzen immer mehr Unternehmen auf digitale Technologien, KI und Robotik, um Effizienz und Qualität zu sichern. An der Spitze bleibt Securitas vor Kötter und der Kieler Wach- und Sicherheitsgesellschaft. Piepenbrock erreicht mit mehr als 200 Millionen Euro Rang acht. Die Branche wandelt sich vom klassischen Wachdienst zum technologiegestützten Sicherheitsdienstleister mit wachsender Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft.
Lünendonk
Eine aktuelle Allensbach-Studie im Auftrag der Unternehmensberatung FTI-Andersch zeigt, dass die deutsche Industrie in einer strukturellen Krise steckt. Maschinen- und Anlagenbauer fürchten den Verlust der Technologieführerschaft, viele Automobilzulieferer sind kaum auf chinesische OEMs vorbereitet. Energieintensive Unternehmen sehen hohe Energiepreise und internationalen Wettbewerbsdruck als zentrale Herausforderung. Investitionsstopps, Arbeitsplatzabbau und eingeschränkte Planbarkeit belasten die Betriebe zusätzlich. Die Studie macht deutlich, dass die Probleme tief in der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen liegen und jetzt transformative Maßnahmen erforderlich sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
FTI-Andersch
Beim Mittelstandsdialog in Berlin machten Vertreter aus Handwerk und Industrie ihrem Ärger über die Wirtschaftspolitik der Merz-Regierung Luft. Handwerkspräsident Jörg Dittrich beklagte, politische Versprechen führten meist nicht zu echten Verbesserungen, und forderte Entlastung statt neuer Kommissionen. DIHK-Vizepräsident Ralf Stoffels warnte, Deutschland verliere wegen hoher Energiekosten und überzogener EU-Regeln an Wettbewerbsfähigkeit, ein Aufschwung sei „nicht sichtbar“. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche versuchte zu beschwichtigen, versprach mehr Freiräume für Betriebe und kündigte an, den Mittelstandsdialog regelmäßig fortzuführen.
Merkur
Beim „Reinigungstag 2025“ im Hilton Vienna Park diskutierten Branchenvertreter über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen der Reinigungswirtschaft. Auf Einladung der Fachzeitung „Reinigung aktuell“ und mit Unterstützung der Bundesinnung sprachen unter anderem IV-Generalsekretär Christoph Neumayer über wirtschaftliche Aufschwungsperspektiven und Gerald Loacker über Entbürokratisierung. Ein Innovationsforum, eine Diskussionsrunde zur Vergabe sowie ein Vortrag zu Digitalisierung in der Praxis ergänzten das Programm. Zudem wurden die neuesten Reinigungsroboter vorgestellt.
WKO
Die Steuereinnahmen in Deutschland stiegen im September 2025 um rund 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Während die Lohnsteuer deutlich zulegte, stagnierten die Einnahmen aus der Umsatzsteuer. Besonders stark fiel der Zuwachs bei den Bundessteuern aus: Tabak- und Versicherungssteuer trieben das Aufkommen nach oben. Die Länder profitierten vor allem von steigenden Erbschaft- und Grunderwerbsteuern. Dagegen verzeichnete die Körperschaftsteuer ein leichtes Minus, was auf die Schwäche der exportorientierten Industrie zurückgeführt wird.
Bundesfinanzministerium
Laut einer EY-Studie sind die Gehälter von Vorständen großer deutscher Börsenkonzerne 2024 im Schnitt um drei Prozent gesunken. Betroffen sind jedoch fast ausschließlich Frauen. Ihre jährliche Vergütung fiel im Schnitt um elf Prozent auf 2,15 Millionen Euro, während die männlicher Vorstände leicht auf 2,27 Millionen Euro stieg. Damit verdienten Frauen in dieser Position erstmals seit 2014 wieder weniger als Männer. EY erklärt das mit einer größeren Zahl weiblicher Vorstände, die heute mit niedrigeren Einstiegsgehältern beginnen. Insgesamt liegt der Frauenanteil in den Vorständen bei knapp 24 Prozent.
ZDF
Die EU-Staaten haben sich mehrheitlich darauf geeinigt, die immer noch großen Gasimporte aus Russland bis Ende 2027 zu beenden. Ein neues Gesetz sieht einen schrittweisen Ausstieg vor, trotz des Widerstands aus Ungarn und der Slowakei. Kurzfristige Verträge sollen bereits Mitte 2026 auslaufen, langfristige Lieferungen bleiben bis 2027 möglich. Für Länder ohne Zugang zu einem Hafen gelten Ausnahmen. Eine Notfallklausel erlaubt es zudem, das Verbot bei der Gefährdung der eigenen Energieversorgung auszusetzen.
n-tv
Die Tarifkommission von ISS Deutschland hat in Abstimmung mit der IG BAU die Forderungen für die kommende Entgeltrunde beschlossen. Auf Basis einer Beschäftigtenumfrage fordert sie sechs Prozent mehr Lohn, eine 38-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, eine Laufzeit von zwölf Monaten ab Januar 2026 sowie eine Einmalzahlung von 300 Euro für IG-BAU-Mitglieder. Gespräche zur Altersteilzeit sollen separat fortgesetzt werden. Die erste Verhandlungsrunde fand bereits statt, die nächsten Termine sind im November und Dezember angesetzt.
IG BAU
Laut einer aktuellen Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat die Bürokratiebelastung in deutschen Unternehmen in den vergangenen drei Jahren deutlich zugenommen und zwar unabhängig von der Betriebsgröße. Besonders die DSGVO gilt als Haupttreiber. Rund elf Prozent der Betriebe mussten zusätzliches Personal einstellen – insgesamt etwa 325.000 Beschäftigte –, um gesetzliche Vorgaben umzusetzen. Etwa 80 Prozent der Unternehmen berichten von steigenden Verwaltungskosten, mehr als die Hälfte von sinkender Produktivität. Dem sollte das neue Bürokratieentlastungsgesetz ab Januar 2025 gegensteuern. Laut Branchenverbänden wie dem VDMA bleibt der Abbau übermäßiger Bürokratie jedoch eine der größten wirtschaftlichen Herausforderungen.
IAB Forum
Der Präsident des Ifo-Institus Clemens Fuest sieht in Deutschland strukturelle Probleme bei der Instandhaltung der Infrastruktur. Geld allein, wie zum Beispiel durch den Sonderschuldenfonds, reiche nicht, um die Defizite zu beheben. Fuest plädiert für institutionelle Reformen nach dem Vorbild anderer Länder, wie zum Beispiel in Österreich. Dort finanziert sich die Asfinag über Mauterlöse und kann dadurch unabhängiger planen. Dieses Modell schaffe laut Fuest mehr Stabilität und Planungssicherheit. Seine Vorschläge stellt er beim ifo-Wirtschaftsdialog am 22. Oktober vor.
Ifo Institut
Trotz steigender Schäden durch Extremwetter und neuer Rekordwerte bei den CO2-Emissionen verliert der Klimaschutz politisch an Bedeutung. Laut Klimaökonom Matthias Kalkuhl vom Potsdam-Institut liegt das an der schwierigen Umsetzung, ungleich verteilten Kosten und fehlender internationaler Zusammenarbeit. Der Chef des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft Jörg Asmussen warnt, dass Klimaschäden immer teurer werden, und fordert klimaangepasstes Bauen sowie Bauverbote in Risikogebieten. Fachleute sehen den CO2-Preis als zentrales Instrument für wirksamen Klimaschutz. Ohne entschlossenes Handeln drohen weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Belastungen.
Tagesschau
Bundeskanzler Friedrich Merz war gestern beim Kongress der Chemie-Gewerkschaft IG BCE in Hannover zu Gast. Zum Auftakt bezog sich der Gewerkschaftsvorsitzende Michael Vassiliadis auf Superreiche und plädierte für sogenannte „Zukunftsgebühren” auf hohe Vermögen, Einkommen und Erbschaften als „Beiträge zur Krisenbewältigung“. SPD-Finanzminister Klingbeil schloss solche Steuern nicht aus, Merz erteilte ihnen dagegen bereits im Vorfeld eine Absage. Auf dem Kongress diskutieren die rund 400 Delegierten noch bis kommenden Samstag über Industriepolitik, Arbeitsplätze und künftige Strategien der Gewerkschaft.
NDR
Amazon Web Services (AWS) hat ein am Montagmorgen aufgetretenes Server-Problem behoben. Der Ausfall hatte weltweit zahlreiche Online-Dienste wie Snapchat, Fortnite, Slack, Zoom sowie Amazon-eigene Dienste wie Alexa und Prime Video beeinträchtigt. Die meisten Dienste funktionieren am Nachmittag wieder normal. Da viele Unternehmen und Organisationen ihre IT-Infrastruktur über AWS betreiben, führte die Störung zu weitreichenden Ausfällen bei Websites und Apps.
Zeit online
Ende 2024 waren rund 0,6 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland Geflüchtete aus der Ukraine, nach 0,2 Prozent 2022, zeigt die aktuelle Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Insgesamt 242.000 Personen aus der Ukraine arbeiteten vor allem in kleinen und mittleren Betrieben mit zehn bis 249 Beschäftigten. 14 Prozent der Betriebe hatten in den letzten zwölf Monaten Kontakt zu ukrainischen Geflüchteten, 41 Prozent stellten mindestens eine Person ein. Das Job-Turbo-Programm zur Arbeitsmarktintegration war rund neun Prozent aller Betriebe bekannt. IAB-Forscher warnen, dass Änderungen bei Sozialleistungen ab April 2026 die Integrationserfolge gefährden könnten.
IAB
Der Mittelstand in Deutschland bleibt laut aktuellem Mittelstandsmonitor in einer anhaltend schwierigen Lage. Auf einer Skala von –3 bis +3 wird die Gesamtsituation mit –2 bewertet. Hauptprobleme sind geopolitische Unsicherheiten, Fachkräftemangel, Bürokratie und hohe Energiekosten. Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand fordert schnellere Genehmigungen, steuerliche Entlastungen und verlässliche Rahmenbedingungen. Nur so könne der Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig werden.
ZDH
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände fordert zügige Fortschritte bei der geplanten Reform des Arbeitsschutzes. Laut Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter leiste das Arbeitsministerium von Bärbel Bas mit dem Abbau von über 123.000 Sicherheitsbeauftragten einen wichtigen Beitrag zur Bürokratieentlastung. Arbeitgeber sehen die Gefährdungsbeurteilung als zentrales Instrument für gelebten Arbeitsschutz. Gewerkschaften und Unfallversicherung warnen dagegen vor einem Verlust an Expertise und sinkenden Sicherheitsstandards. Die Vereinigung drängt auf eine schnelle Umsetzung der Reform.
Spiegel Online
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig von der SPD plant die Einführung einer neuen Unternehmensrechtsform – der „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“. Sie soll Betriebe auf langfristiges, nachhaltiges Wirtschaften ausrichten und verhindern, dass Gewinne an Eigentümer ausgeschüttet werden. Besonders mittelständische Unternehmen mit Nachfolgeproblemen könnten profitieren, da Mitarbeitende leichter Verantwortung übernehmen können. Bisher sind solche Modelle nur über komplexe Stiftungsstrukturen möglich. Auch die Union begrüßt den Vorschlag, fordert aber klare Regeln zum Missbrauchsschutz.
Zeit Online