Was bringt der neue Schufa-Score?

    Derzeit revolutioniert die Schufa ihr Bonitätssystem: Statt undurchsichtiger Prozentwerte gibt es nun einen klaren Punktescore. 18- bis 25-Jährige beispielsweise starten mit 655 „akzeptablen“ Punkten, nach drei Jahren sind 789 „hervorragende“ Punkte möglich. Dieser Score basiert auf nur noch 12 nachvollziehbaren Kriterien, als Reaktion auf jahrelange Kritik von Verbraucherschützern und Gerichten. Vorsicht ist dennoch geboten, denn wer zu oft Kreditanfragen stellt, den Dispo dauerhaft stark nutzt oder Rechnungen verzögert, riskiert Abzüge, während Ältere mit langjähriger Finanzhistorie profitieren. Dieses System begünstige junge Menschen zwar formal, aber strukturelle Ungleichheiten baue es kaum ab, so die Kritik.

    BR24

    19. März 2026

    Mangelnde Digitalisierung im Mittelstand

    Jedes fünfte kleine Unternehmen unter 100 Beschäftigten und jedes sechste mittelgroße mit 100 bis 499 Beschäftigten verzichtet komplett auf eine Digitalstrategie, zeigt eine aktuelle Bitkom-Umfrage unter über 600 deutschen Betrieben. Nur 21 Prozent der Kleineren und 23 Prozent der Mittleren steuern ihre Transformation zentral. Selbst bei Unternehmen ab 500 Mitarbeitenden fehlt jedem achten eine Strategie, und nur ein Viertel setzt auf ganzheitliche Pläne. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst mahnt, dass Digitalisierung „eine Daueraufgabe, unabhängig von Größe oder Budget“ sei.

    Computerwoche

    19. März 2026

    Zeitverschwendung im Jobcenter

    Fast die Hälfte der Langzeitarbeitslosen sieht keine Verbesserung ihrer Jobchancen durch Jobcenter-Termine, obwohl 72 Prozent ihre Beraterinnen und Berater als kompetent bewerten. Das zeigt eine Bertelsmann-Studie mit 1.000 Befragten. Während 60 Prozent eine gezielte Unterstützung bestätigen, klagen 40 Prozent über reine Forderungskultur und 39 Prozent über schlechte Erreichbarkeit. Besonders alarmierend: Bei 46 Prozent der Bürgergeld-Beziehenden mit Mehrfachhemmnissen wie Krankheit oder Qualifikationslücken versagen Vermittlung und Beratung oft komplett, kritisiert Experte Tobias Ortmann. Ab Juli verschärft sich die Lage, wenn Kürzungen in der neuen Grundsicherung schneller greifen.

    BR24

    19. März 2026

    EU will Stromkosten drücken

    Seit Beginn des Iran-Kriegs hat Europa sechs Milliarden Euro zusätzlich für fossile Importe ausgegeben. Jetzt legt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen Notfallplan vor. Um die Strompreise zu senken, setzt sie auf drei Hebel. Erstens soll der Ausbau erneuerbarer Energien und Stromnetze die Notwendigkeit von Gas verringern, unterstützt durch langfristige Stromabnahmeverträge und den Erhalt bestehender Kernkraftwerke. Zweitens plant sie, Netzentgelte für energieintensive Industrien zu senken und die Besteuerung von Strom fairer zu gestalten, da dieser aktuell bis zu fünfzehnmal höher belastet ist als Gas. Drittens bleibt zwar das Emissionshandelssystem bestehen, doch die Regeln für kostenlose CO₂-Zertifikate sollen angepasst werden, um Wettbewerbsnachteile abzufedern.

    Tagesspiegel

    19. März 2026

    Wisag: über fünf Prozent bei Coor

    Die Wisag Service Holding Europa hat ihren Anteil am Facility-Management-Dienstleister Coor leicht aufgestockt und dabei die Meldeschwelle überschritten. Zum 13. März hält Wisag nun 5,01 Prozent der Aktien und Stimmrechte. Der Schritt reiht sich in eine Serie ähnlicher Beteiligungen ein. Zuletzt hatten mehrere deutsche und schweizerische Investoren jeweils rund 5 Prozent an Coor erworben und damit verstärkt Aufmerksamkeit auf das Unternehmen gelenkt.

    Marketscreener

    19. März 2026

    Nilfisk: 120 Jahre Reinigungsinnovation

    Seit 1906 prägt der dänische Hersteller die Reinigungsbranche – vom ersten europäischen Elektrosauger im Jahr 1910 bis zu smarten Robotern und autonomen Systemen heute. Nilfisk setzt laut eigenen Angaben auf nachhaltige Lösungen für Industrie, Gesundheitswesen und Privathaushalte, kombiniert mit Kreislaufwirtschaft und dem Ziel „Netto Null“ bis 2040. Mit vierfacher EcoVadis-Gold-Auszeichnung und kontinuierlichen Investitionen in Digitalisierung und Effizienz will Nilfisk sich als Vorreiter für saubere, gesunde und ressourcenschonende Umgebungen positionieren.

    Nilfisk

    19. März 2026

    ISS: weiter bei Virgin Media O2

    ISS hat in UK seine Partnerschaft mit Virgin Media O2 um zwei Jahre verlängert und ausgebaut. Das Unternehmen erbringt an allen wichtigen Standorten weiterhin umfassende Facility-Services wie Reinigung, Sicherheit, Gebäudetechnik, kritische Instandhaltung, Empfangs- und Concierge-Services, Abfallmanagement sowie Unterstützungsleistungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Projekte und Kommunikation. Ein Transformationsprogramm soll Effizienz steigern und Kosteneinsparungen erzielen. Zusätzlich soll die Zusammenarbeit durch verstärkte Digitalisierung optimiert werden. Ziel ist es, langfristigen Mehrwert und bessere Nutzererlebnisse zu schaffen.

    ISS

    19. März 2026

    Schneidereit: stärkt Kundenbetreuung im Vertrieb

    Schneidereit Professional baut seinen Außendienst weiter aus und setzt verstärkt auf persönliche Kundennähe. Mit Marcel Winkels und Raffaele Fiorillo kommen zwei erfahrene Vertriebsmitarbeiter ins Team. Winkels wechselt aus dem Backoffice in den Außendienst und übernimmt Oberfranken und Thüringen. Fiorillo bringt 25 Jahre Vertriebserfahrung mit und betreut künftig Süd-NRW. Das Unternehmen möchte damit seinen Fokus auf kompetente und direkte Kundenbetreuung unterstreichen.

    Schneidereit

    19. März 2026

    Kleingeld fürs Restaurant-Klo?

    Ein Berliner Gericht hat entschieden: Wer im Restaurant oder auf Veranstaltungen konsumiert, muss die Toilette kostenlos nutzen dürfen. Beim Berliner Oktoberfest verlangte der Veranstalter bis zu fünf Euro fürs WC, selbst von den Gästen. Die Verbraucherzentrale Berlin klagte erfolgreich gegen dieses Modell. Das Gericht stellte klar, dass laut Gaststättenverordnung die kostenlose Nutzung für Gäste Pflicht ist. Nur Nicht-Gäste dürfen demnach abgewiesen oder zur Kasse gebeten werden, wie etwa auch an Raststätten oder in Einkaufszentren.

    Frankfurter Rundschau

    19. März 2026