Vorsichtige Hoffnungen durch US-Handelsurteil

    Der US-Supreme Court hat die meisten der von Trump verhängten Zölle für unrechtmäßig erklärt. Betroffen ist unter anderem der 15 Prozent-Basiszoll auf EU-Importe, nicht aber Stahl- und Aluminiumaufschläge. Deutsche Wirtschaftsverbände warnen trotz des Urteils vor anhaltender Unsicherheit. Rückzahlungen seien rechtlich und administrativ komplex, betont BGA-Präsident Dirk Jandura. Christoph Wenk-Fischer vom Bundesverband E-Commerce ​und Versandhandel sieht in der Entscheidung ein Signal für Recht und Gewaltenteilung, während BDI-Vertreter Wolfgang Niedermark auf die Fragilität internationaler Handelsbeziehungen hinweist. Die EU will weiter für niedrige Zölle kämpfen, um Stabilität für Unternehmen zu sichern, ergänzt ein Sprecher der Kommission.

    Zeit Online

    23. Februar 2026

    Lagarde plant Amtszeit bis zum Ende

    EZB-Präsidentin Christine Lagarde widerspricht Berichten über einen möglichen vorzeitigen Rücktritt und betont in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“, dass sie ihre Amtszeit bis Oktober 2027 vollständig absolvieren will. Sie verweist auf die Erfolge ihrer bisherigen Politik und die Notwendigkeit, diese Stabilität im Euro zu konsolidieren. Lagarde sieht ihre Kernaufgabe weiterhin in Preis- und Finanzstabilität sowie im Schutz des Euro für die Zukunft Europas. Vorabberichte der „Financial Times“ über einen Rücktritt zum Vorteil des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bezeichnet sie als Spekulation.

    Manager Magazin

    23. Februar 2026

    Mehr Aufträge im Verarbeitenden Gewerbe

    Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe stieg im Dezember 2025 um 1,2 Prozent gegenüber November, kalenderbereinigt lagen die Werte 7,0 Prozent über dem Vorjahresmonat, meldet das Statistische Bundesamt. Treiber des Anstiegs waren vor allem der Sonstige Fahrzeugbau mit 4,5 Prozent und die Herstellung von Metallerzeugnissen mit 5,4 Prozent, während die Automobilindustrie mit minus 2,9 Prozent zurückfiel. Inlandsaufträge wuchsen um 3,0 Prozent, Auslandsaufträge blieben stabil. Die Reichweite des Auftragsbestands stieg auf 8,2 Monate, bei Investitionsgütern auf 11,2 Monate. Dies deutet auf eine solide Auftragslage bei gleichbleibendem Umsatz hin.

    Destatis

    23. Februar 2026

    Handwerksklima zum Jahresende deutlich verbessert

    Die Stimmung im Handwerk hat sich zum Jahresende deutlich aufgehellt. Insbesondere Bauhaupt- und Ausbaugewerke sowie Kfz-Handwerke melden bessere Geschäfte und steigende Erwartungen. Der Geschäftsklimaindex erreicht 107 Punkte, den höchsten Wert seit 2019. Auch die Auftragslage stabilisiert sich, die Reichweite liegt bei 8,5 Wochen, und die Investitionsbereitschaft nimmt leicht zu. Trotz dieser positiven Impulse bleiben Umsätze insgesamt rückläufig und die Beschäftigung sinkt weiter, vor allem im Bau und gewerblichen Bedarf, da Fachkräfte knapp sind. Für 2026 wird ein moderates Umsatzwachstum von etwa einem Prozent erwartet, gestützt durch Bauaktivitäten, handwerkliche Vorleistungen, Pkw-Absatz und privaten Konsum, während strukturelle Herausforderungen bestehen bleiben.

    ZDH

    23. Februar 2026

    All Service: Führungsteam erweitert

    Die All Service Sicherheitsdienste GmbH hat Felicitas Haller und Timur Özkazanc ab dem 1. Januar zu Prokuristen ernannt und stärkt damit ihr Führungsteam. Haller verantwortet seit Jahren alle Leistungen im Bereich Luftsicherheit an großen deutschen Flughäfen und bringt Expertise aus Aviation Management und Wirtschaftspsychologie ein, während Özkazanc nach Stationen in Vertrieb und Marketing zu einer zentralen Führungspersönlichkeit des Unternehmens avancierte. Gemeinsam mit den bereits amtierenden Prokuristen Serife-Tülay Alkan-Haller und Kai-Olaf Benke bilden sie nun ein vierköpfiges Team, das die geschäftsführenden Gesellschafter Peter Haller und Christian Jäkel unterstützt.

    All Service

    23. Februar 2026

    Miele: Goldmedaille für Nachhaltigkeit

    Miele gehört mit 84 von 100 Punkten bei EcoVadis zu den besten zwei Prozent der weltweit bewerteten Unternehmen und erhält die Goldmedaille für seine Nachhaltigkeitsstrategie. Besonders stark ist das Unternehmen im Bereich Umwelt mit 96 Punkten, unter anderem in Umweltmanagement, Energieeffizienz und Klimaschutz. Auch Arbeits- und Menschenrechte, nachhaltige Beschaffung und Ethik zeigen deutliche Fortschritte durch Compliance, Korruptionsprävention und Datenschutz.

    Miele

    23. Februar 2026

    Evocenta: Partnerschaft mit Bechtle

    Die Unternehmen Evocenta GmbH aus Gelsenkirchen und die Bechtle Managed Services GmbH kooperieren, um Unternehmen und öffentliche Auftraggeber mit praxisnahen, DSGVO-konformen KI-Lösungen zu versorgen. Im Fokus stehen Datenschutz, IT-Sicherheit und nachvollziehbare Implementierung, sodass KI auch in stark regulierten Bereichen wie Behörden sicher eingesetzt werden kann. Bechtle bringt technisches Know-how ein, Evocenta ergänzt rechtssichere Lösungen mit hohem Automatisierungsgrad, Halluzinationsfreiheit und Transparenz. Geplant sind gemeinsame Kundenprojekte, Beratungsangebote und die Integration in bestehende IT-Infrastrukturen, wodurch die Effizienz gesteigert und gesetzliche Vorgaben erfüllt werden sollen.

    Regional Update

    23. Februar 2026

    DB Cargo: radikaler Stellenabbau

    Bei der kriselnden Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn stehen tiefgreifende Veränderungen an: DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg plant den Abbau von 6.200 der rund 14.000 Vollzeitstellen in Deutschland. Betroffen sind nahezu alle Bereiche, von Fahrbetrieb über Planung, Administration, Vertrieb bis IT. Ziel des Umstrukturierungsplans ist es, das hochdefizitäre Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu führen, da infolge eines EU-Beihilfeverfahrens noch in diesem Jahr schwarze Zahlen notwendig sind. Osburg legt eine mittelfristige Strategie bis 2030 vor, nachdem das Konzept seiner Vorgängerin gescheitert war.

    Stern

    23. Februar 2026

    Debatte um Social-Media-Verbot

    In Australien gilt seit Dezember 2025 ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 16 Jahren, betroffen sind Plattformen wie Instagram, TikTok, Snapchat, Facebook und YouTube. Befürworter sehen darin Schutz vor Online-Mobbing, nicht jugendfreien Inhalten und psychischen Belastungen, Gegner warnen vor massiven Eingriffen in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und digitale Teilhabe. In der EU wäre für eine einheitliche Regelung die Europäische Kommission zuständig. Entscheidungen zu diesem Thema sollen bis Sommer fallen, nationale Alleingänge wie in Frankreich gelten als rechtlich riskant. In Deutschland zeigt sich die Politik abwartend und will Empfehlungen der Fachkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ berücksichtigen. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa befürworten 60 Prozent der Deutschen ein solches Verbot, 24 Prozent sind dagegen.

    Merkur

    23. Februar 2026

    Deutschland und Indien starten KI-Pakt

    Deutschland und Indien wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich Künstliche Intelligenz intensivieren. Am Rande des KI-Gipfels in Neu-Delhi vereinbarten Bundesdigitalminister Karsten Wildberger und sein indischer Kollege Ashwini Vaishnaw einen "KI-Pakt". Geplant sind gemeinsame Initiativen in Industrie, Energie, Gesundheit und Landwirtschaft sowie die Förderung der Mobilität indischer Studierender und Fachkräfte. Beide Länder verpflichten sich, KI verantwortungsvoll, sicher und im Einklang mit demokratischen Werten zu gestalten. Der Pakt baut auf gemeinsamen Projekten in KI, Halbleitern, Industrie 4.0, digitalen Zahlungen und Start-ups auf und ergänzt das kürzlich geschlossene EU-Indien-Freihandelsabkommen.

    n-tv

    23. Februar 2026

    Kleinunternehmer und E-Rechnungen

    Handwerksbetriebe, die unter die Kleinunternehmerregelung fallen, dürfen elektronische Rechnungen künftig ohne vorherige Zustimmung des Empfängers ausstellen. Das hat das Bundesfinanzministerium in einem aktuellen Schreiben klargestellt und damit eine frühere Regelung von März 2025 korrigiert. Das Wahlrecht der Kleinunternehmer bleibt bestehen: Sie können weiterhin auch „sonstige Rechnungen“ wie Papier- oder PDF-Rechnungen nutzen. Eine Zustimmung des Empfängers ist nur erforderlich, wenn die elektronische Rechnung in einem anderen Format als der standardisierten E-Rechnung übermittelt wird.

    Handwerk

    23. Februar 2026

    Jeder fünfte Betrieb in Bayern von Cyberangriff betroffen

    Mindestens 20 Prozent der bayerischen Unternehmen berichteten im vergangenen Jahr von einem erheblichen Cyberangriff, wie die IHK-Digitalisierungsumfrage zeigt. Besonders kleine und mittlere Betriebe schützen sich häufig noch unzureichend. Nur rund die Hälfte führt Risikoanalysen durch und weniger als die Hälfte schult Mitarbeitende regelmäßig in IT-Sicherheit. Größere Unternehmen zeigen deutlich bessere Vorsorge, etwa 82 Prozent analysieren Sicherheitslücken und 85 Prozent schulen ihre Teams. Cyberangriffe zielen oft auf Betrug, Spionage, Datendiebstahl oder Lösegeldforderungen ab. Der BIHK appelliert an Firmen und Politik, Schutzmaßnahmen zu verstärken, um die zunehmenden Risiken für die Wirtschaft abzufedern.

    IHK München

    23. Februar 2026