Staatsdefizit wächst parallel zum BIP
Trotz eines Zuwachses des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent 2025 und eines starken Schlussquartals bleibt die Haushaltslage in Deutschland angespannt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts lag das Staatsdefizit bei 2,7 Prozent der Wirtschaftsleistung statt der zunächst gemeldeten 2,4 Prozent. Mit gut 119 Milliarden Euro überstiegen die Ausgaben die Einnahmen deutlich, getrieben von höheren Sozial- und Zinsausgaben sowie Investitionen. Die Deutsche Bundesbank erwartet bis 2027 einen Anstieg der Defizitquote auf bis zu 4,5 Prozent, da Milliarden in Infrastruktur und Verteidigung fließen sollen. Zugleich wirken staatliche Ausgaben zunehmend als Konjunkturstütze, insbesondere durch höheren privaten und öffentlichen Konsum sowie anziehende Bauinvestitionen.
Handelsblatt
26. Februar 2026