Reinigungsjobs durch Firmenwechsel in Gefahr

    Ab April übernimmt Apleona die Reinigung am Flughafen Hannover. Damit droht den rund 50 Beschäftigten der bisher beauftragten Firma Klüh die Kündigung, obwohl sie über die nötigen Sicherheitsüberprüfungen verfügen. Die IG BAU kritisiert, dass Firmenwechsel in der Branche oft auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen würden, und fordert einen Betriebsübergang nach §613a BGB, um Arbeitsplätze unbefristet zu sichern. Während Klüh „zuversichtlich“ von einer Weiterbeschäftigung spricht, prüft Apleona noch „Personalkonzepte“. Konkrete Zusagen gibt es jedoch noch nicht. Die Gewerkschaft betont, dass gerade in Zeiten des Fachkräftemangels Unternehmen Planungssicherheit bieten müssten, statt prekäre Bedingungen zu normalisieren.

    AZ Online

    16. Februar 2026

    Fachleute besorgt wegen Gasspeichern

    Mit nur noch 27 Prozent Füllstand im Februar – vor genau einem Jahr waren es fast 50 Prozent – drohen höhere Gaspreise im Sommer und Engpässe bei neuen Krisen. Die Politik ist derweil uneins über Lösungen. Sebastian Heinermann, Geschäftsführer der „Initiative Energien Speichern e.V.“, kritisiert fehlende Anreize für die Speicherbefüllung und fordert eine nationale Gasreserve, um die Versorgung abzusichern. Die Grünen warnen vor einer möglichen Abhängigkeit von US-Flüssiggas und mahnen die schnellere Unabhängigkeit von fossilen Energien an. Das Wirtschaftsministerium sieht dagegen keine akute Gefahr, mit dem Verweis auf gesunkenen Verbrauch und neue Importkapazitäten.

    Augsburger Allgemeine

    16. Februar 2026

    Merz fordert stärkeres Europa in der NATO

    Friedrich Merz erklärte in seiner Eröffnungsrede auf der Münchner Sicherheitskonferenz am Freitag, das transatlantische Verhältnis zu den USA sei tief gestört und Europa müsse ein selbsttragender Pfeiler der NATO werden. Dazu schloss er auch Gespräche über eine stärkere europäische nukleare Abschreckung, etwa mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, nicht aus und betonte die Notwendigkeit einer neuen, gleichberechtigteren transatlantischen Partnerschaft.

    Tagesschau

    16. Februar 2026

    Mehr Insolvenzen, weniger Forderungen

    Laut Statistischem Bundesamt stiegen die beantragten Unternehmensinsolvenzen im November 2025 um 0,4 Prozent auf knapp 1.800 Fälle, die Gläubigerforderungen fielen dagegen von 2,8 auf 1,5 Milliarden Euro. Grund hierfür ist, dass weniger Großunternehmen betroffen waren. Besonders hoch war die Insolvenzrate in Verkehr und Lagerei mit elf Fällen pro 10.000 Unternehmen, gefolgt von Baugewerbe mit 8,1 und Dienstleistungen mit 7,7 Fällen. Von Januar bis November 2025 gab es zehn Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen sowie 7,3 Prozent mehr Verbraucherinsolvenzen, auf insgesamt knapp über 6.400.

    Destatis

    16. Februar 2026

    Spie: Tarifeinigung auf 2,5 Prozent Erhöhung

    Nach zähen Verhandlungen einigten sich die Spie Efficient Facilities GmbH und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Anfang Februar auf einen neuen Tarifvertrag. Ab 1. März steigen die Entgelte der Gruppen 2 bis 14 sowie die Ausbildungsvergütungen um 2,5 Prozent, zusätzlich gibt es eine Einmalzahlung von 150 Euro für Januar und Februar 2026. Auszubildende erhalten 75 Euro als Extra. Der Vertrag gilt bis 31. Dezember 2026, die Anpassung der Entgeltgruppe eins an den Mindestlohn ist bereits umgesetzt.

    IG BAU

    16. Februar 2026

    ISS: stufenweise Lohnerhöhungen zugesagt

    Am 9. Februar 2026 einigte sich die IG BAU mit der ISS Facility Services Holding GmbH ebenfalls auf einen neuen Tarifvertrag: Ab 1. März steigen die Entgelte um drei Prozent, IG BAU-Mitglieder erhalten zusätzlich einen Bonus von 200 Euro brutto. Ab Januar 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 2,7 Prozent plus 100 Euro Bonus. Der Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2027.

    DGB

    16. Februar 2026

    Stölting: Übernahme von „Putzteufel“

    Das Dienstleistungsunternehmen erweitert seine Marktpräsenz in Süddeutschland und übernimmt den Augsburger Gebäudereinigungsbetrieb Putzteufel im Rahmen eines Asset-Deals. Der 1989 gegründete Betrieb wird als neue Niederlassung weitergeführt, geleitet von den bisherigen Inhabern Günther und Angelika Ninger, die für Stabilität und operative Entwicklung sorgen sollen. Parallel setzt das Unternehmen auf soziale Verantwortung, etwa durch den Stölting Kicker Cup 2025, der 25.000 Euro für die Kinderhospizstiftung Balthasar einbrachte, und eine Wunschbaum-Aktion für traumatisierte Kinder in Gelsenkirchen.

    Stölting

    16. Februar 2026

    MVGM: Grabovac neuer Geschäftsführer

    Seit dem 1. Februar verstärkt Daniel Grabovac die Geschäftsführung der MVGM Facility Management GmbH und verantwortet den Ausbau sowie die Steuerung der Facility-Management-Sparte. Der Experte für technisches Property-Management, zuletzt bei ODDO BHF SE tätig, bringt laut Unternehmen umfassende Kenntnisse in Brandschutz, Energieeffizienz und digitalen Systemen mit. Grabovac sieht seine Aufgabe darin, Prozesse zu optimieren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens in Deutschland voranzutreiben.

    Deal Magazin

    16. Februar 2026

    Digitale Steuerbescheide doch erst ab 2027

    Ab 2027 werden digitale Steuerbescheide Standard, ohne dass man zustimmen muss. Der Start wurde um ein Jahr verschoben, um Steuerpflichtigen mehr Vorbereitungszeit zu geben. Wer seine Erklärung elektronisch einreicht, erhält den Bescheid dann online als PDF, mit Benachrichtigung per E-Mail. Ein formloser Antrag genügt, um weiterhin Post zu erhalten. Neu ist auch: Bei gemeinsam veranlagten Ehegatten reicht es, wenn einer den Bescheid abruft und den anderen informiert. Hier entfällt der bisherige Einwilligungscode . Die Einspruchsfrist beginnt vier Tage nach Bereitstellung des digitalen Bescheids.

    Handwerk

    16. Februar 2026

    Belastungen durch Künstliche Intelligenz

    Laut der Pronova-BKK-Studie „Arbeiten 2025“ sparen vier von zehn Beschäftigte durch KI-Nutzung wöchentlich sechs Stunden, doch über die Hälfte empfindet die Arbeit als fehleranfälliger und unsicherer. Besonders junge Arbeitnehmende unter 30 fühlen sich überfordert, da sie oft Aufgaben übernehmen, die ihre Kompetenzen übersteigen – zwei Drittel berichten von sogenanntem „Techno-Stress“. Gleichzeitig fürchtet fast die Hälfte der KI-Nutzenden um ihren Job, bei den Jüngeren sind es sogar 60 Prozent. Wirtschaftspsychologin Patrizia Thamm warnt, dass ohne aktive Auseinandersetzung mit KI in Kombination mit Selbstfürsorge Überforderung und Burn-out drohen.

    Krankenkassen direkt

    16. Februar 2026

    Widerrufsbutton kommt: neue Pflicht für Online-Shops

    Ab 19. Juni 2026 müssen Online-Händlerinnen und -Händler bei Fernabsatzverträgen eine leicht zugängliche elektronische Widerrufsfunktion auf ihrer Webseite bereitstellen, den sogenannten „Widerrufsbutton“. Die Pflicht gilt unabhängig von Größe oder Umsatz für alle B2C-Online-Verträge über Waren, Dienstleistungen, Finanzdienstleistungen und digitale Inhalte. Für Führungskräfte heißt das: Technik rechtzeitig anpassen, Widerrufsbelehrung aktualisieren und den Prozess konsequent aus Sicht der Kundschaft denken, um Abmahnungen und verlängerte Fristen zu vermeiden. Der Gesetzgeber will mit dieser Umsetzung einer EU-Richtlinie verbraucherinnenfreundliche, transparente digitale Prozesse fördern.

    Trusted Shops

    16. Februar 2026

    Muss WhatsApp KI-Konkurrenz zulassen?

    Die EU-Kommission verlangt vom Mutterkonzern Meta, seinen Messenger WhatsApp auch für andere KI-Chatbots zu öffnen und droht mit einstweiligen Maßnahmen sowie Bußgeldern. Meta weist den Vorwurf eines Wettbewerbsverstoßes zurück mit der Begründung, dass WhatsApp kein zentraler Vertriebskanal für KI-Dienste sei. Hintergrund sind geänderte Geschäftsbedingungen, die reine KI-Anbieter seit Oktober von WhatsApp ausschließen, während Meta einen eigenen KI-Bot prominent integriert hat. Der Fall zeigt grundsätzlich, wie stark Plattformmacht, Marktzugang und faire Wettbewerbsbedingungen im KI-Zeitalter politisch umkämpft sind.

    Spiegel Online

    16. Februar 2026