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aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen

    Unterstützungsbedarf beim Arbeitsschutz bleibt hoch

    Eine aktuelle ifaa-Trendstudie zeigt: Die meisten Unternehmen setzen gesetzliche Vorgaben zum Arbeitsschutz bereits um, doch beim Thema psychische Gesundheit sehen viele weiterhin Nachholbedarf. Besonders kleine und mittlere Betriebe wünschen sich praxisnahe, niedrigschwellige Unterstützung. Psychische Belastungen sind weit verbreitet und führen häufig zu langen Ausfallzeiten von im Schnitt rund fünf Wochen. Zwar fühlen sich viele Führungskräfte gut informiert und Gefährdungsbeurteilungen sind weit verbreitet, dennoch fehle es oft an konkreten Hilfestellungen für den Alltag.

    MIT-Blog

    29. April 2026

    Netzwerken mit System

    Strategisches Networking löst Probleme, wie im Fall eines Pharmaunternehmens, das mit Carsten Sudhoffs „Koalitionsmethode“ die Markteinführung eines Medikaments sicherte. Sein Prinzip: „Wer braucht wen?“ und „Wie profitieren alle?“ statt zufälliger Kontakte. Der Experte betont, dass erfolgreiches Netzwerken lernbar ist und überall funktioniert, wenn klare Ziele und gegenseitiger Nutzen im Mittelpunkt stehen. Sein Tipp: Allianzen aufbauen, die konkrete Herausforderungen überwinden, ob in der Wirtschaft oder im Berufsalltag.

    Markt und Mittelstand

    22. April 2026

    Führung in unsicheren Zeiten

    In Veränderungsphasen unter hohem Druck brauchen Teams vor allem Orientierung und Sicherheit durch Führungskräfte. Viele Führungskräfte reagieren jedoch entweder mit Schweigen oder teilen die Unsicherheit der Beschäftigten, was die Situation verschärft. Am Beispiel einer Gruppenleiterin in einem von Verkauf bedrohten Unternehmen zeigt sich: Offene Kommunikation im Team ist entscheidend. Durch ein bewusstes Gespräch über Lage, Einschätzung und Fragen entsteht mehr Klarheit und Vertrauen. Ergebnis: stabilere Stimmung, bessere Zusammenarbeit und höhere Handlungsfähigkeit im Team.

    Unternehmer

    15. April 2026

    Führung im Handwerk

    Führung ist vor allem eine Frage des Mindsets, so sehen es Handwerksunternehmer Nico Lamberti und Dachdeckermeister Karl-Heinz Krawczyk. Sie betonen, dass es unerlässlich ist, Entscheidungen zu treffen, Lösungen zu finden und Fehler offen anzusprechen. Auch Wertschätzung, die Übernahme von Verantwortung und die eigene Vorbildfunktion seien weitere zentrale Erfolgsfaktoren. Veränderung beginne stets bei der eigenen Haltung: Wer Probleme ehrlich benennt, priorisiert und handelt, bringt den Betrieb voran.

    Handwerk

    08. April 2026

    Klar und konstruktiv kündigen

    Viele Führungskräfte schieben notwendige Kündigungen auf, weil persönliche Beziehungen im Handwerk stark sind. Das kostet jedoch Energie und Produktivität. Die Beraterin Andrea Eigel empfiehlt, innerlich Klarheit zu schaffen, direkt ohne Small Talk einzusteigen und die Entscheidung sachlich einzuordnen. Emotionen der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters dürfen gespiegelt werden, die Kündigung aber nicht verhandelbar sein. Anschließend sollten Kündigungsfrist, Resturlaub und weitere Schritte verbindlich geklärt werden. So entlastet die klare Trennung beide Seiten und ermöglicht Führungskräften, wieder fokussiert zu handeln.

    Handwerk Magazin

    01. April 2026

    „Wie geht’s?“ im Dresdner Hygiene-Museum

    Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden eröffnet mit der Jahresausstellung „Wie geht’s?“ einen interaktiven Blick auf mentale Gesundheit und psychische Erkrankungen.
    Die Ausstellung zeigt Perspektiven von Betroffenen und Künstlerinnen, thematisiert Herausforderungen im Alltag und verdeutlicht, dass die psychische Gesundheit in der Regel wechselhaft ist. Installationen wie kippelige Wände oder ein zehn Quadratmeter großes Bett machen Gefühle von Belastung, Rückzug und Resilienz körperlich erfahrbar. Erfahrungsexpertinnen und -experten teilen Strategien im Umgang mit mentaler Gesundheit. Auch persönliche Objekte geben Einblicke in individuelle Lebenswelten.

    MDR

    25. März 2026

    Was einen Job erfüllend macht

    Die Arbeit muss einem nicht jeden Tag Freude bereiten, um erfüllend zu sein. Eine Studie der Universität Leipzig zeigt, dass Sinnhaftigkeit und psychologische Reichhaltigkeit genauso wichtig sein können. In der Befragung gaben nur rund 50 Prozent der Teilnehmenden an, den Spaß im Arbeitsleben zu priorisieren, ein Viertel wählte sinnstiftende Tätigkeiten und weitere 25 Prozent bevorzugten eine abwechslungsreiche Arbeit mit neuen Perspektiven. Arbeitgeber können Freude fördern, indem sie Austausch ermöglichen und Aufgaben an die Interessen der Beschäftigten anpassen, während Mitarbeitende durch Offenheit, Humor und eine positive Einstellung selbst ihr Arbeitsleben bereichern können. Dauerhafte Unlust wird dann zum Problem, wenn keine der drei Dimensionen – weder Freude noch Sinn oder Reichhaltigkeit – im Job erfüllt ist. In solchen Fällen ist ein Wechsel von Aufgabe oder Organisation sinnvoll.

    Unternehmer

    18. März 2026

    Generation Z = Generation Stress?

    In der deutschen Arbeitswelt zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Generationen. Laut aktueller Studie des Versicherers Swiss Life leidet fast jeder zweite Angehörige der Generation Z, also der unter 30-Jährigen, unter hohem Stress, während es bei den Babyboomern nur 20 Prozent sind. Gleichzeitig empfinden 37 Prozent der Jüngeren flexible Arbeitsformen wie Homeoffice als stressreduzierend, bei den Älteren sind es lediglich 17 Prozent. Die Gen Z leidet insbesondere unter Unsicherheit, finanziellen Sorgen, Krisen und digitaler Dauerpräsenz. Die Studie zeigt zudem Defizite bei der betrieblichen Prävention, da sich nur 20 Prozent der Beschäftigten über entsprechende Angebote ihres Arbeitgebers gut informiert fühlen. Flexible Arbeitszeiten und ergonomische Arbeitsplätze gelten für die meisten Befragten als wirksamste Maßnahmen gegen Stress.

    Swiss Life

    11. März 2026

    Weniger Einrosten in nur drei Minuten?

    Stundenlanges Sitzen belastet den Rücken, die Schultern sowie die Hüfte, reduziert außerdem die Durchblutung und verkürzt die Muskulatur. Drei kurze Mikroprogramme à drei bis vier Minuten brechen den statischen Teufelskreis effektiv. Sie lassen sich einteilen in Nacken- und Schulterdehnung, die Mobilisation von Rücken und Hüfte sowie die Aktivierung der Muskulatur. Tägliche Wiederholungen morgens, mittags und nachmittags fördern Haltung, Elastizität und Bandscheibenversorgung. Alles, was benötigt wird, ist ein stabiler Stuhl und eine Wand, ob im Home-Office oder im Büro spielt keine Rolle. Kontinuität ist allerdings entscheidend, denn durch unregelmäßige Übungen ergibt sich kein Präventionseffekt.

    Business Punk

    04. März 2026

    New Work verlangt New Learning

    Hybride Arbeit, internationale Teams und KI-gestützte Prozesse verändern nicht nur Arbeitsweisen, sondern auch die Anforderungen an berufliche Weiterbildung. Laut World Economic Forum benötigen bis 2027 rund 60 Prozent aller Beschäftigten gezielte Neu- oder Weiterqualifizierung. Dabei liegt der Engpass oft nicht im Fachwissen, sondern in Kommunikation, Interkulturalität und der Fähigkeit, Technologien sinnvoll einzusetzen, so Mattias Schwarz, Geschäftsführer der Berlitz Deutschland GmbH. Führungskräfte müssten dazu Lernkultur aktiv gestalten, personalisierte und praxisnahe Lernformate fördern und KI als unterstützendes Tool nutzen, ohne den menschlichen Austausch zu ersetzen. Unternehmen, die Weiterbildung strategisch in die Wertschöpfung integrieren, sichern Produktivität, Innovationsfähigkeit und Mitarbeiterbindung in einer sich rasant wandelnden Arbeitswelt.

    Business Punk

    25. Februar 2026

    TÜV Süd setzt auf mentale Gesundheit

    Mit einem Employee Assistance Program unterstützt der TÜV Süd Mitarbeitende zur Förderung der mentalen Gesundheit, inklusive Terminen bei Psychotherapeutinnen und Webinaren für Führungskräfte. Hintergrund ist die steigende Zahl psychischer Erkrankungen: 2025 waren Beschäftigte laut DAK im Schnitt 19,5 Tage krankgeschrieben. Neben der App bietet der TÜV Süd klassische Gesundheitsförderung mit Betriebsärzten, Trainings und Sportangeboten. Auch kleinere Unternehmen können von niedrigschwelliger betrieblicher Gesundheitsförderung profitieren, wie Projekte der Ludwig-Maximilians-Universität zeigen. Ziel ist es, die Arbeitszufriedenheit zu steigern, Fehlzeiten zu reduzieren und die Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen.

    Tagesschau

    18. Februar 2026

    Reue als Führungskompass?

    Viele Führungskräfte empfinden manchmal Bedauern über verpasste Chancen oder Fehlentscheidungen. Dies ist kein Manko, denn Reue kann eine wertvolle Ressource sein. Der Experte für Motivation, Management und Arbeitspsychologie Daniel Pink erklärt, wie reflektiertes Nachdenken über eigene Fehler Klarheit schafft, empathisches Handeln fördert und strategische Entscheidungen verbessert. Entscheidend sei, sich selbst wohlwollend zu begegnen, statt sich hart zu verurteilen, und aus der Reflexion konkrete Schritte abzuleiten. Wer Reue aktiv nutzt, stärkt demnach Vertrauen, Lernkultur und Innovationsfähigkeit im Team. Offenheit über Fehler signalisiere heutzutage Führungsstärke und schaffe ein Umfeld, in dem sich Organisationen weiterentwickeln.

    Manager Magazin

    11. Februar 2026

    Mittagsschlaf boostet die Lernfähigkeit

    Forschende aus Freiburg und Genf zeigen, dass ein Nickerchen am Mittag das Gehirn gezielt entlasten und die Lernfähigkeit steigern kann. Tagsüber sammeln Synapsen ständig neue Eindrücke, bis sie eine Art Sättigung erreichen – ein „synaptischer Reset“ durch Schlaf bringt sie wieder in Balance. Schon 45 Minuten reichen, damit das Gehirn danach wieder lernbereit ist und konzentrierter arbeitet. Besonders sinnvoll ist der Powernap für Menschen mit geistig oder körperlich anspruchsvollen Jobs, etwa in Musik, Sport oder sicherheitskritischen Bereichen. Wer mittags kurz ins Land der Träume verschwindet, ist also nicht faul, im Gegenteil: Es macht sogar schlauer.

    SWR

    04. Februar 2026

    Falsche Debatte um Krankenstand?

    Arbeitspsychologinnen und -psychologen kritisieren die aktuelle Diskussion um die Fehlzeiten deutscher Arbeitnehmer als irreführend. Die Kritik an der Zahl der Fehltage widerspricht wissenschaftlichen Erkenntnissen. „Blaumachen“ ist demnach selten und in der Regel ein Selbstschutz vor schlechten Arbeitsbedingungen. Hoher Zeitdruck, fehlende Wertschätzung und mangelhafte Führung führten zu Überlastung, Schlafproblemen und steigender Fluktuation. Fachleute mahnen, dass Krankschreibungen nicht erschwert werden sollten, sondern Unternehmen Arbeitsbedingungen analysieren und verbessern müssten. Nur so bleiben Beschäftigte motiviert, leistungsfähig und wirtschaftlich erfolgreich.

    n-tv

    28. Januar 2026

    Oft gewollt, selten gekonnt: interne Kommunikation

    Interne Kommunikation gewinnt als strategisches Instrument in Unternehmen immer mehr an Bedeutung, doch oftmals fehlt es an ausreichenden Ressourcen und Konzepten.
    Außerdem hat sich ihr Fokus verschoben und liegt heute eher auf Orientierung für Mitarbeitende, Begleitung von Veränderungen und Stärkung der Beteiligung. Eine Herausforderung bleibt zudem die Erfolgskontrolle, denn nur wenige messen systematisch die Wirkung der internen Kommunikation. Führungskräfte als die eigentlichen zentralen Akteure werden selten gezielt geschult. Auch Künstliche Intelligenz spielt eine Rolle und ist im Alltag angekommen, für sie fehlen jedoch organisatorische Regeln und Freigaben.

    Staffbase

    21. Januar 2026

    Danke – mehr als ein Wort

    Dankesbriefe sind offensichtlich aus der Mode gekommen. Dabei wären sie ein starkes Werkzeug, um Wertschätzung zu zeigen. Sally Susman, Executive Vice President bei Pfizer, erklärt, wie handgeschriebene Botschaften Beziehungen stärken, motivieren und sogar geschäftlichen Erfolg fördern können. Konkret sollte man sich genügend Zeit nehmen, auch Menschen im Hintergrund einbeziehen, konkret und persönlich danken und das Schreiben individuell gestalten. Der Zeitpunkt ist dabei gar nicht so entscheidend, denn für ein “Danke” ist es nie zu spät.

    Harvard Business Manager

    14. Januar 2026

    Anzeichen schon vor dem Burnout erkennen

    Boris Nannt, ehemaliger Brigadegeneral und heutiger Vorstand der Akademie Deutscher Genossenschaften, erklärt, dass ein Burnout nicht nur von „zu viel Arbeit“ kommt. Er unterscheidet drei Lebenswelten: den eigenen inneren Zustand, das persönliche Umfeld mit Familie und Freunden sowie das berufliche Umfeld. Wenn mindestens eine, eher zwei, dieser Welten langfristig aus dem Gleichgewicht geraten, kann ein Burnout entstehen. Führungskräfte sollten daher nicht nur auf Leistung und KPIs achten, sondern auch auf Veränderungen im Team, wie Verhalten, Energie oder Stimmung. Wichtig sei es, präsent zu sein, zuzuhören und bei Bedarf ein ehrliches Gespräch zu führen. Führung bedeutet, Schritt für Schritt zu erkennen, wo Aufmerksamkeit nötig ist – im eigenen Leben wie bei den Mitarbeitenden – und Prioritäten zu setzen.

    Business Insider

    17. Dezember 2025

    55 Tipps für fitte 55-Jährige

    Kevin Dahlstrom, Gründer der Online-Klinik Bolt.Health, teilt zu seinem 55. Geburtstag 55 Gründe für seinen guten Gesundheits- und Fitnesszustand. Fünf davon gelten als besonders wirksam: täglich rund 5.000 Schritte gehen, regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining machen, einen Lebenssinn finden, acht Stunden schlafen pro Nacht und auf Alkohol verzichten. Studien zeigen, dass diese Gewohnheiten das Risiko chronischer Krankheiten senken und die Lebenserwartung deutlich erhöhen können. Dahlstrom betont, dass seine Vitalität auf konsequenter Lebensweise beruhe, nicht auf Geheimrezepten.

    Business Insider

    10. Dezember 2025

    Gründer aufgepasst: Höhenflüge können gefährlich sein

    Erfolg kann Gründer schnell übermütig machen, warnt Jason Modemann, CEO der Social-Media-Agentur „Mawave“. Entscheidend sei, den eigenen Erfolg richtig einzuordnen und zwischen Selbstbewusstsein und Übermut zu balancieren. Modemann empfiehlt, den Zyklus aus Hochs und Tiefs zu erkennen, stets die harten Fakten zu berücksichtigen und Ergebnisse über einen längeren Zeitraum zu bewerten. Außerdem rät er, sich mit einem Umfeld zu umgeben, das erdet, motiviert und herausfordert. So lassen sich seiner Ansicht nach Fehlentscheidungen durch Selbstüberschätzung vermeiden und realistische, nachhaltige Entscheidungen treffen.

    Business Insider

    03. Dezember 2025

    Bye-bye Sitzfleisch! Bewegung im Büro

    Stundenlanges Sitzen kann langfristig Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes begünstigen, warnen Experten der Berufsgenossenschaft „Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse“. Doch schon kleine Maßnahmen bringen Bewegung in den Büroalltag: die Sitzpositionen öfter mal wechseln, zwischendurch aufstehen und kurze Wege im Büro nutzen. Übungen wie Liegestütze, Kniebeugen oder Hampelmänner regen Kreislauf und Muskeln an. Struktur und gemeinsame Pausen helfen, Bewegung regelmäßig einzubauen, zum Beispiel bei einem kurzen Spaziergang um den Block. Wichtig ist auch die positive Einstellung. Bewegungspausen fördern Gesundheit und Produktivität und sollten aktiv gelebt werden, Führungskräfte sind als Vorbild gefragt.

    Office Roxx

    26. November 2025

    Mit Resilienz gegen psychische Belastungen

    Fast jeder dritte Deutsche ist von psychischen Erkrankungen betroffen, worauf Unternehmen mit Investitionen in sogenannte „Resilienzprogramme“ reagieren. Besonders die 31- bis 40-Jährigen stehen demnach unter Spannung. Hoher Zeitdruck, emotionale Überforderung und ständige Unterbrechungen insbesondere erhöhen das Burnout-Risiko. Nur 28 Prozent der Betriebe allerdings führen psychische Gefährdungsbeurteilungen durch. Trainings wie nach den „Sieben Säulen der Resilienz“ gewinnen daher an Bedeutung. Wissenschaftlich begleitete Programme wie „Rasmus“ und digitale Tools zeigen erste Erfolge und stärken die Widerstandskraft der Beschäftigten. Psychische Gesundheit wird zunehmend vom Privatproblem zur strategischen Ressource für Unternehmen.

    Börse Express

    19. November 2025

    Deutsche haben zu viel Sitzfleisch

    Beschäftigte hierzulande verbringen an Werktagen durchschnittlich über zehn Stunden sitzend, ob im Büro, im Homeoffice oder unterwegs, und oft auch noch auf ungeeignetem Mobiliar. Das ergab eine Studie der Deutschen Krankenversicherung. Facharzt Dominik Pförringer spricht von einer „verfaulenden Gesellschaft“ und beobachtet zunehmende Rückenschmerzen durch einseitige Belastung und ein falsches Freizeitverhalten. Ergonomische Arbeitsplätze, individuell anpassbare Möbel und Bildschirmpositionen können Rücken, Nacken und Augen entlasten. Andreas Stephan von der gesetzlichen Unfallversicherung VBG betont, dass Ergonomie keine Gefälligkeit ist, sondern gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers nach dem Arbeitsschutzgesetz. Die Anpassung des Arbeitsplatzes an den Menschen sei entscheidend, um Gesundheit und Leistungsfähigkeit langfristig zu sichern.

    RND

    12. November 2025

    Je mehr Kontrolle, desto weniger Stress?

    Eine Langzeitstudie der Penn State University zeigt: Wer das Gefühl hat, alltägliche Stressfaktoren unter Kontrolle zu haben, löst sie mit 62 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit. Die Untersuchung, die über zehn Jahre hinweg mehr als 1.700 Erwachsene begleitete, betont, dass diese „wahrgenommene Kontrolle“ kein fester Charakterzug ist, sondern täglich schwankt. Kleine Steigerungen des Kontrollgefühls stärken die Selbstwirksamkeit und motivieren zu aktivem Handeln, etwa durch Priorisierung, Reframing oder das Zerlegen großer Aufgaben in kleinere, erreichbare Schritte. Besonders mit zunehmendem Alter wird der Zusammenhang zwischen Kontrolle und Problemlösung stärker. Die Studie weist jedoch auch darauf hin, dass individuelle Strategien systemische Belastungen wie toxische Arbeitsumgebungen nicht systemische Belastungen wie toxische Arbeitsbedingungen nicht lösen können.

    T3N

    05. November 2025

    Wie Fehlzeiten sich reduzieren lassen

    Ein systematisches Fehlzeitenmanagement hilft Unternehmen, Muster frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern, erklärt Beraterin Maren Ulbrich. Besonders Rückkehrgespräche nach längeren Erkrankungen sollten gut vorbereitet und lösungsorientiert geführt werden. Regelmäßige Check-Ups der Arbeitszufriedenheit und offene Kommunikation können helfen, Krankmeldungen vorzubeugen. Studien zeigen deutliche Unterschiede der Fehltage je nach Gewerk, etwa von 7,7 Tagen bei Augenoptikern bis zu 19,2 Tagen bei Maurern. Eine wertschätzende Führung und gute Teamkultur sind demnach entscheidend, um Fehlzeiten dauerhaft zu reduzieren.

    Handwerk

    29. Oktober 2025