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aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen
aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen
Forschende der Universität Zürich und von Agroscope haben rund 1.000 Orte in der Schweiz untersucht – mit ungewöhnlichem Werkzeug, nämlich 2.000 vergrabenen Baumwollunterhosen. Je mehr Bakterien, Pilze und Regenwürmer im Boden aktiv sind, desto stärker zerfällt der Stoff. Gartenböden zeigen demnach mit 58 Prozent Abbau die höchste biologische Aktivität, Rasenflächen mit 40 Prozent die geringste. Dies liegt vermutlich am häufigen Mähen und geringer Pflanzenvielfalt. Ein fast verschwundener Slip ist aber noch kein Gütesiegel, denn Gartenböden sind teils überversorgt mit Nährstoffen, was Gewässer belasten kann. Die Forschenden schlagen dennoch einen „Unterhosenindex" als einfaches Werkzeug zur Einschätzung der Bodenfruchtbarkeit vor.
Ostdeutsche Allgemeine
Schülerinnen und Schüler, die morgens nichts trinken, damit sie nicht auf die gruseligen Toiletten müssen – das ist traurige Realität an der Bertha-von-Suttner-Schule in Geesthacht. Die Schulleitung beschreibt den Zustand der Sanitäranlagen „schlimmer als an einer Autobahntoilette ohne Gebühr“. Die Lösung soll ein Chipkartensystem sein, das den Zugang protokolliert und im Schadensfall Rückschlüsse auf mögliche Verursachende erlaubt. Damit wäre sie nicht die erste Schule Deutschlands: Die Ahnatalschule in Vellmar hat ein solches System bereits im Mai eingeführt. Kostenpunkt in Geesthacht: knapp 23.500 Euro, sofern der Beschluss fällt.
Abendblatt
Der Verlag Pons Langenscheidt hat die Top 10 der Jugendwörter 2026 veröffentlicht. Zwei Auszubildende aus einem Metallbaubetrieb in Isernhagen erklären, wie die Begriffe im Arbeitsalltag landen. Mit „Digga" kann jede Person angesprochen werden, und es ersetzt auch ein „Hey, komm mal". Es ist laut dem 16-jährigen Robert Reßler das meistgenutzte Wort überhaupt. „Crashout" beschreibt den Moment kurz vor dem inneren Ausrasten – etwa, wenn der Winkel an der Kantbank zum dritten Mal nicht stimmt. „Peak" steht für etwas besonders Gutes, was wörtlich „spitze“ ist. Ins Voting gehen unter anderem auch die Begriffe Ragebait, Schere, Süper und 67.
Handwerk
Bevor eine Toilette in Deutschland verkauft werden darf, muss sie eine besondere Prüfung bestehen. Die DIN EN 997 schreibt vor, wie ein sogenannter „Normprüfkörper" herzustellen ist. Das ist eine „Kunstwurst“ aus Kunstdarm, die schlicht mit Wasser befüllt wird. Vier davon kommen in die Schüssel, zehnmal wird gespült, alles muss verschwinden. Für realistischere Klo-Tests hat die Universität Paris ein inoffizielles Rezept aus Mehl, Ketchup, Haferflocken, Kakao, Senf und Speiseöl entwickelt, das einem menschlichen großen Geschäft deutlich näherkommt.
Chip
Wer sie in der Staatsgalerie Stuttgart sucht, sucht vergebens: Die ikonische „Putzfrau" von Duane Hanson liegt gerade auf dem Restaurierungstisch. Risse im Kittel, Löcher in der Unterwäsche, ausgeblichene Farben – nach mehr als 50 Jahren braucht das Kunstwerk ein Refresh. Im Schauatelier der Wüstenrot Stiftung können Besuchende durch eine Glasscheibe dabei zuschauen, wie Restauratorinnen die lebensechte Plastik hegen und pflegen. Sogar Röntgenaufnahmen werden erstellt. Kurios: Das Modell für die Figur war eine echte Reinigungskraft aus Düsseldorf, deren Originalkleidung der Künstler ihr sogar abkaufte.
SWR
Zu wenig Rotwein-Durst: Die EU-Kommission hat Deutschland auf dessen Antrag hin erlaubt, den Überschuss an Rot- und Roséweinen aus Rheinhessen und Württemberg kurzerhand zu Industriealkohol zu destillieren. Das Ergebnis landet dann nicht im Glas, sondern in Desinfektionsmitteln oder Kraftstoffen.
n-tv
In China soll der humanoide Begleit-Roboter „U1" ab September für knapp 15.500 Euro erhältlich sein. Er soll über 20 emotionale Zustände erkennen und hält angeblich ein Leben lang. Aus den USA kommt auch ein Modell: „Isaac", ein Haushaltsroboter für 8.000 Dollar, faltet Wäsche, schüttelt Kissen auf und saugt den Boden. Den vorläufigen Höhepunkt der Roboter-Evolution markierten jedoch Robert und Matilda: Die beiden russischen Humanoiden haben kürzlich in einer Moskauer Bibliothek geheiratet. Die Ehegelübde verfasste selbstverständlich eine KI.
Süddeutsche Zeitung
Eine Website über Schultoiletten gewinnt einen Designpreis. Die Berliner Agentur Henkelhiedl hat gemeinsam mit der German Toilet Organization das Portal toiletten-machen-schule.de entwickelt und dafür Bronze beim Designpreis für Design aus Deutschland abgeräumt. Die Seite führt Schulleitungen, Eltern und Schülerinnen und Schüler in vier Schritten durch den Sanitär-Selbsthilfeprozess: Team finden, Realitäts-Check, Plan schmieden, umsetzen. Der Anlass ist ernst: Viele Kinder trinken tagsüber absichtlich nichts, um den Gang aufs Klo zu vermeiden.
Design made in Germany
Kein Titel, auf den man stolz ist: Der S-Bahnhof Hattingen-Mitte gilt laut Stationsreport des VRR als Schlusslicht im gesamten Ruhrgebiet. Nach Jahren voller Müll, Graffiti und Vandalismus soll nun ein Entwicklungskonzept die Wende bringen. Geplant sind bauliche Veränderungen statt immer weiterer Reinigungsaktionen ohne nachhaltige Wirkung. Dazu gehören eine bessere Beleuchtung sowie Maßnahmen gegen Angsträume und unübersichtliche Bereiche. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität dauerhaft zu verbessern.
WAZ
Eine Gesamtschule in Vellmar bei Kassel hat nach jahrelangen schlimmen Zuständen auf ihren Schultoiletten reagiert: Verschmutzungen, Vandalismus und zerstörte Einrichtungen hatten dazu geführt, dass Schülerinnen und Schüler morgens lieber aufs Trinken verzichteten als eine Schultoilette aufsuchen zu müssen. Eine Reinigungskraft brach zudem psychisch zusammen. Nach einer Sanierung für mehr als 5.000 Euro können die renovierten Toiletten nun nur noch mit einer personalisierten Chipkarte geöffnet werden. Das System wurde mit dem hessischen Datenschutzbeauftragten abgestimmt.
Hessenschau
Der Chef eines Dienstleistungsunternehmens mit 2.000 Beschäftigten hatte eine kreative Lösung für die IT-Sicherheit: die Passwörter aller Mitarbeitenden speicherte er in einer Excel-Tabelle – im Klartext direkt auf dem Desktop. Mehrfaktor-Authentifizierung? Abgelehnt. Dass das Unternehmen bereits Opfer eines Ransomware-Angriffs war, änderte daran nichts. Erst nach vier Monaten und zwei weiteren Datenpannen mit abgeflossenen Kundendaten sowie nach Einwirken eines IT-Sicherheitsberaters zog die Geschäftsführung Konsequenzen.
IT daily
Nach dem 2:2 gegen die Niederlande sorgten Japans Fußballfans beim WM-Auftakt in Dallas erneut für saubere Tribünen und sammelten ihren Müll konsequent ein. Unterstützung erhielten sie dabei von NFL-Quarterback Jameis Winston, der mit anpackte und damit eine japanische Tradition von Respekt und Höflichkeit würdigte.
Sport1
Pünktlich zum Wacken Open Air am 30. Juli bringt die Schweriner Firma Weiß & Schettler ein offizielles Festival-Zahnputzpulver auf den Markt. Das Produkt in der Blechdose besteht aus Rügener Heilkreide, Salz und Minze und ist frei von Aromen, Farb- und Konservierungsstoffen. Für diese Form der Festival-Zahnhygiene ist nicht mal Wasser notwendig, Ausreden also zwecklos. Wacken-Gründer Holger Hübner ist voll überzeugt – und gibt noch einen praktischen Tipp: Den Mund können die Headbanger anschließend auch mit Bier ausspülen.
Nordkurier
Auf Tastaturen tummeln sich laut einer Untersuchung der University of Arizona deutlich mehr Bakterien als auf Toilettensitzen – weil Tastaturen selten geputzt werden. Weitere Keimfallen im Arbeitsalltag sind Kaffeemaschinen mit Biofilmen in Wassertanks, Kühlschränke mit vergessenen Lebensmitteln sowie Spülschwämme, in denen sich Milliarden Bakterien pro Kubikzentimeter ansiedeln können. Gemeinsam genutzte Headsets und Telefone sind ebenfalls problematisch. Regelmäßiges Reinigen, klare Zuständigkeiten und einfache Hygieneregeln können Übertragungsketten unterbrechen.
SWR
Fische füttern vergessen, Wasser nicht gewechselt, Algen überall – der Pflegeaufwand eines Aquariums wird vor dem Kauf oft unterschätzt. Ein chinesischer Hersteller versucht das Problem mit KI zu lösen: Kameras sollen automatisch Art, Anzahl und Größe der Süßwasser-Fische erkennen und passen Beleuchtung, Wasserfluss, Sterilisation und Fütterung eigenständig an. Das Fütterungssystem umfasst den Vorrat für bis zu 180 Tage, ein duales Filtersystem hält das Wasser sauber. Ob das Konzept den Aquarium-Alltag wirklich vereinfacht oder ob der Glaskasten am Ende doch wieder im Keller verstaubt, bleibt abzuwarten.
Techbook
Das Pariser Biotech-Start-up „Neoplants“ hat eine genetisch veränderte Zimmerpflanze entwickelt, die so viele Schadstoffe aus der Raumluft filtert wie 30 herkömmliche Pflanzen. „Neo P1“ basiert auf der Pothos-Pflanze, auch bekannt als Efeutute. Sie ist gezielt darauf ausgelegt, gefährliche flüchtige organische Verbindungen wie Formaldehyd, Benzol und Toluol einzufangen – Stoffe, die aus Reinigungsmitteln, Möbeln oder Farben ausdünsten und Krebs verursachen können. Im Handel erhältlich ist die Pflanze noch nicht.
My Homebook
Hausarbeiten wie Fensterputzen oder Staubsaugen können tatsächlich Kalorien verbrennen und den Kreislauf anregen. Innerhalb von 30 Minuten kommen je nach Tätigkeit rund 75 bis 150 Kilokalorien zusammen, ähnlich viele wie bei einem zügigen Spaziergang. Ganz ersetzt das Lappenschwingen allerdings kein gezieltes Training, da die Belastung weniger konstant ist. Als zusätzliche Bewegung im Alltag kann Putzen aber spürbar zur Fitness und zum Wohlbefinden beitragen, so Fachleute des Centers for Disease Control and Prevention.
Computerbild
Am Matsuda-Fluss-Staudamm in der Präfektur Tochigi entsteht ein 5.700 Quadratmeter großes Wandbild des deutschen Künstlers Klaus Daowen – allerdings nicht mit Farbe, sondern durch Reinigung. Die Technik „Reverse Graffiti“ legt Motive frei, indem Schmutz und Moos gezielt entfernt werden. Zu sehen sind vier Samurai-Porträts, die unterschiedliche Charaktere darstellen und an frühere Arbeiten des Künstlers vor Ort anknüpfen. Für die Umsetzung sorgt ein Reinigungsteam der japanischen Kärcher-Tochter mit Hochdrucktechnik. Das Kunstwerk ist vergänglich, es verschwindet mit der Zeit wieder unter neuer Patina.
Sumikai
Forschende des Trinity College Dublin haben gezeigt, dass weggeworfene Austernschalen verschmutztes Wasser reinigen und dabei gelöste Metalle wie Seltene Erden binden können. Die Schalen wirken dabei wie ein natürlicher „Kristall-Filter“, der Schadstoffe ohne Chemie oder technische Anlagen in feste Minerale umwandelt. Besonders effektiv sind sie durch ihre poröse Struktur, die große Mengen an Metallen aufnehmen kann. Spannend ist auch der wissenschaftliche Nebeneffekt: Je nach Zeitpunkt der Kristallbildung werden verschiedene Seltene Erden unterschiedlich eingebaut – ein möglicher Ansatz für neue, umweltfreundliche Trennverfahren.
Ökonews
In Leipzig-Schleußig musste am Gründonnerstag die Feuerwehr ausrücken, nachdem jemand beim Putzen Chlorreiniger in seine Toilette gekippt hatte. Durch die entstandenen giftigen Dämpfe erlitt die Person beim Einatmen leichte Verletzungen und musste ins Krankenhaus. Die Wohnung wurde gelüftet, die Bewohnbarkeit war zunächst unklar. Fachleute warnen immer wieder, dass Chlorreiniger gefährlich werden kann, besonders wenn er mit sauren Reinigern wie Essig oder Zitronensäure in Kontakt kommt. So entsteht unter Umständen giftiges Chlorgas, das Augen, Atemwege und Lunge schädigen kann – im Extremfall sogar mit Todesfolge.
Leipziger Volkszeitung
Friseurmeister Emidio Gaudioso aus Bückeburg hat auf der Internationalen Handwerksmesse den mit 5.000 Euro dotierten Bundesinnovationspreis gewonnen. Für sein Projekt „Hair Help the Oceans“ werden Haarreste aus rund 1.000 Friseursalons in Haarschläuche gepresst, die Fette und Öle in Gewässern binden und so zur Reinigung beitragen. Ergänzt werden die Haare in den Baumwollschläuchen durch Korkschrot aus der Gastronomie, wodurch ein nachhaltiges Recycling von Schnittabfällen entsteht. Gaudioso überzeugte zudem beim „Founders Fight“-Pitch und konnte Publikum und Jury für sich gewinnen.
Handwerk
„Swedish Death Cleaning“ klingt dramatischer, als es ist. Bei diesem Konzept räumen ältere Menschen ihr Zuhause aus, um sich und ihren Angehörigen das Leben zu erleichtern. Der Buchklassiker von Margareta Magnusson empfiehlt, Überflüssiges auszusortieren, Erinnerungen zu behalten und nichts anzuhäufen, was andere nach dem Tod entsorgen müssen. Es geht dabei nicht ums hektische Wegwerfen, sondern um bewusstes, befreiendes Entrümpeln, einen Frühjahrsputz fürs Leben quasi. Dabei trifft man auf alte Fotos, Erinnerungsstücke und Kuriositäten, die Geschichten erzählen und ein bisschen Nostalgie bringen. Am Ende bleibt ein luftiges, geordnetes Zuhause mit der Gewissheit, dass die Familie später nicht im Chaos versinkt.
n-tv