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aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen

    KI-Werkzeugkasten für Reinigung und FM

    Drei internationale Branchenverbände, darunter der europäische Dachverband European Cleaning and Facility Services Industry, kurz EFCI, haben ein Toolkit zum Einsatz Künstlicher Intelligenz veröffentlicht. Es enthält unter anderem eine Vorlage für interne KI-Richtlinien, Checklisten zur Standortbestimmung und branchenspezifische Prompts. Das Angebot richtet sich an Einsteiger ebenso wie an Unternehmen, die KI schon nutzen, und ist in sechs Sprachen verfügbar.

    Cleaning and Maintenance

    02. November 2026

    Gefälschte WhatsApp-App im Play Store

    Rund 500.000 Android-Nutzende haben sich über den Google Play Store eine gefälschte Version von WhatsApp heruntergeladen. Die App sah dem Original täuschend ähnlich und tauchte aufgrund bezahlter Platzierung sogar ganz oben in den Suchergebnissen auf. Weil sie als Testversion veröffentlicht wurde, konnten keine Bewertungen abgegeben werden. Google hat die App inzwischen entfernt. Wer sie installiert hat, sollte sie sofort löschen, das Gerät auf Schadsoftware prüfen und vorsorglich alle seither genutzten Passwörter ändern.

    T3N

    02. November 2026

    Handwerk zeigt online kaum Gesicht

    Rund die Hälfte der Handwerksbetriebe stellt auf ihrer Website kein einziges Teammitglied vor. Das ergab eine Auswertung von 840 Firmenseiten aus Mainfranken, beauftragt von einem Hersteller von Berufskleidung. Selbst auf vielen „Über uns“-Seiten sind statt Menschen nur Werkstatt, Werkzeug oder Firmenfahrzeuge zu sehen. Holzbaubetriebe präsentieren ihre Beschäftigten dabei häufiger als Elektrofirmen, einheitliche Arbeitskleidung trägt das Team nur bei knapp 15 Prozent. Ob Fotos tatsächlich Vertrauen schaffen oder mehr Aufträge bringen, hat die Untersuchung allerdings nicht geprüft.

    Frankfurter Rundschau

    02. November 2026

    UV-Roboter überzeugt im Labortest

    Forschende der Universität Leiden haben den autonomen Desinfektionsroboter „Omnia“ des Herstellers Ryberg Healthcare in einem nachgebauten Krankenhauszimmer getestet. Mit UV-C-Licht reduzierte er die Zahl bestimmter Bakterien um mehr als sieben Zehnerpotenzen, also um über 99,9 Prozent. Weil er sich durch den Raum bewegt, erreichte er auch schlecht beleuchtete Ecken besser als ein fest aufgestelltes Gerät. Die Forschenden betonen allerdings, dass es sich um Laborergebnisse handelt und der Roboter die manuelle Reinigung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen solle.

    HCM Magazin

    02. November 2026

    Erneuter Rückruf zehntausender E-Autos von VW

    Volkswagen ruft weltweit fast 73.000 Elektroautos wegen fehlerhafter Batteriezellen in die Werkstätten, in Deutschland sind laut Kraftfahrt-Bundesamt etwa 10.000 Fahrzeuge betroffen. Es geht vor allem um die Modelle ID.3, ID.4, ID.7 und ID. Buzz aus den Baujahren 2022 bis 2025 sowie den Cupra Born. Durch Produktionsfehler bei Zulieferern könnten sich einzelne Zellen stärker erhitzen, im Extremfall drohe ein Brand. Bis zur Prüfung sollen Halterinnen und Halter ihre Fahrzeuge nur bis maximal 80 Prozent laden.

    n-tv

    26. Oktober 2026

    Digitales Ticket für Gelegenheitsfahrten

    Nordrhein-Westfalen und Hamburg wollen ein bundesweites Angebot für alle schaffen, die nur ab und zu Bus und Bahn nutzen und sich deshalb kein Deutschlandticket kaufen. Fahrgäste checken dabei per Smartphone ein und aus, abgerechnet wird automatisch der günstigste Preis für die jeweilige Strecke. Vorbild ist das Angebot „eezy.nrw“, mit dem allein im September mehr als 1,4 Millionen Fahrten bezahlt wurden. Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt den Vorschlag. Auf der Verkehrsministerkonferenz gab es noch keinen Beschluss, das Konzept soll nun weiter ausgearbeitet und im Frühjahr erneut beraten werden.

    n-tv

    26. Oktober 2026

    Der Ausweis wandert aufs Smartphone

    Ab Januar 2027 soll sich jede und jeder in Deutschland auch digital ausweisen können. Möglich macht das die App „d-you“, die der Bund im Rahmen einer EU-weiten Vorgabe entwickelt. Zum Start lässt sich darin nur der Personalausweis speichern, später sollen etwa Führerschein und Versicherungsnachweise folgen. Damit können Nutzende zum Beispiel online ein Konto eröffnen oder ihr Alter belegen, ohne weitere Daten preiszugeben. Die Nutzung der App bleibt freiwillig.

    RND

    26. Oktober 2026

    Handwerk sammelt Daten zur Erbschaftsteuer

    Der ZDH ruft Betriebe zur Teilnahme an einer Umfrage zur Erbschaftsteuer auf. Hintergrund sind politische Reformpläne und ein laufendes Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht. Steigt die Steuerlast, könnte das die Übergabe vieler Betriebe an die nächste Generation erschweren. Mit den Ergebnissen will der Verband seine Position gegenüber der Politik untermauern. Die Befragung ist anonym, dauert rund 20 Minuten und läuft bis 8. Dezember auf der Webseite des ZDH.

    Handwerk

    26. Oktober 2026

    Reinigungsroboter sind strategische Notwendigkeit statt Zukunftsmusik

    Autonome Reinigungsroboter werden angesichts des Fachkräftemangels zunehmend zum Erfolgsfaktor in der Gebäudereinigung. Kärcher-Robotikexperte Frank W. Fuchs erklärt im Interview, wann sich die Investition rechnet, welche Sicherheitszertifizierungen entscheidend sind und wie KI und vernetzte Systeme die Branche künftig verändern werden.

    Industriemagazin

    19. Oktober 2026

    Wachsende Gefahr von sexualisierter Gewalt im Netz

    Die unabhängige Missbrauchsbeauftragte des Bundes Kerstin Claus warnt, dass das Risiko sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche so hoch ist wie nie zuvor. Besonders der digitale Raum und die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz verschärfen die Gefahr. Claus fordert mehr Schutzkonzepte an Schulen und eine bessere Aufklärung über digitale Risiken.

    Tagesschau

    19. Oktober 2026

    Mini-Roboter hält Düsseldorfer Hafen sauber

    Ein kleines, gelbes Reinigungsboot unterstützt die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung in Düsseldorf dabei, den Alten Hafen von Zigarettenstummeln, Verpackungen und anderem Müll zu befreien. Das ferngesteuerte oder autonom fahrende „Jellyfishboat“ kann bis zu 1.000 Quadratmeter Wasserfläche pro Stunde reinigen und soll künftig auch in weiteren Gewässern zum Einsatz kommen.

    WDR

    19. Oktober 2026

    Digitalisierung belastet Beschäftigte körperlich stärker

    Eine Studie des ifo Instituts gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Universität Konstanz zeigt, dass mehr Digitalisierung bei Beschäftigten mit körperlichen Tätigkeiten mit schlechterer Gesundheit und rund 20 Prozent mehr Krankheitstagen einher geht. Gezielte Schulungen und eine unterstützende Führungskultur können die Belastungen abfedern, während sich bei Büro- und Wissensberufen keine vergleichbaren negativen Auswirkungen zeigen.

    ifo

    19. Oktober 2026

    KI wird für Sachsens Betriebe zur Pflicht

    Der sächsische Arbeitsmarkt steht vor großen Veränderungen, das zeigt das Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Mehr als jeder vierte Betrieb nutzt bereits KI, weitere acht Prozent planen den Einsatz. Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter sieht KI längst als Notwendigkeit, um Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Zugleich steigen die Anforderungen an digitale Kompetenzen und Weiterbildung. Ein Viertel der Betriebe konnte seinen Personalbedarf nur teilweise decken, während betriebsbedingte Kündigungen den höchsten Stand seit 15 Jahren erreichten.

    Sachsen

    12. Oktober 2026

    Betrug mit KI-Stimme kostet Millionen

    Bei der italienischen Privatbank Fideuram, einer Tochter von Intesa Sanpaolo, sollen Betrüger mithilfe künstlicher Intelligenz rund 36 Millionen Euro erbeutet haben. Der damalige Verwaltungsratschef erhielt im Februar eine gefälschte WhatsApp-Nachricht, scheinbar vom Konzernchef, und anschließend einen Anruf mit einer KI-imitierten Anwaltsstimme. Daraufhin veranlasste er Überweisungen von insgesamt 95 Millionen Euro, vor allem nach China und Hongkong. Dank internationaler Ermittlungen konnte mehr als die Hälfte zurückgeholt werden, der Rest wurde über ausländische Konten in Kryptowährungen umgewandelt.

    Spiegel Online

    12. Oktober 2026

    Elektroautos boomen dank Förderung

    Hohe Spritpreise und die staatliche Kaufprämie treiben den Absatz von Elektroautos kräftig an. Seit Jahresbeginn wurden in Deutschland bereits mehr als 600.000 Elektrofahrzeuge neu zugelassen, davon 88.600 im September. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahresmonat. Ihr Marktanteil steigt damit auf 34,5 Prozent. Experten warnen allerdings, dass der Boom stark von der staatlichen Förderung abhängt und nach deren Auslaufen wieder abflauen könnte.

    Süddeutsche

    12. Oktober 2026

    E-Mail im Impressum muss erreichbar sein

    Unternehmen müssen im Impressum eine E-Mail-Adresse angeben, über die Kunden tatsächlich schnell und unmittelbar Kontakt aufnehmen können. Eine automatische Antwort mit dem Hinweis, dass eingehende E-Mails nicht akzeptiert werden, reicht nicht aus. Das entschied das Kammergericht Berlin (Az. 5 UKI 1/26) und stellte klar, dass diese Pflicht auch dann gilt, wenn weitere Kontaktmöglichkeiten angeboten werden.

    Wiwo

    12. Oktober 2026

    Neues zum Thema E-Scooter

    Für E-Scooter gelten in Deutschland ab 2027 neue Vorgaben. Bei Unfällen ändern sich die Haftungsregeln, sodass Fahrende und unter bestimmten Umständen auch die Halterin oder der Halter beziehungsweise die Verleihunternehmen stärker in die Verantwortung genommen werden können. Ab März dürfen E-Scooter zudem einige für Fahrräder freigegebene Verkehrswege und Grünpfeil-Regelungen nutzen, während zugleich bestimmte Bußgelder steigen. Neu hergestellte Modelle müssen außerdem mit Blinkern ausgerüstet sein. Bereits zugelassene E-Scooter müssen nicht nachgerüstet werden.

    Focus

    05. Oktober 2026

    Gebrauchte E-Autos gehen schnell weg

    Gebrauchte Elektroautos gewinnen auf dem deutschen Automarkt an Wert. Zwischen Mai und August stiegen die Restwerte dreijähriger E-Autos um 1,4 Prozentpunkte, während sie bei Benzinern und Dieselfahrzeugen zurückgingen. Als wichtigen Faktor nennt die Deutsche Automobil Treuhand die hohen Kraftstoffpreise, die die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen verstärkt haben. Gleichzeitig verkaufen sich gebrauchte E-Autos inzwischen schneller als Benziner und Diesel, ihr Anteil am Gebrauchtwagenmarkt ist jedoch weiterhin vergleichsweise klein.

    Zeit Online

    05. Oktober 2026

    EU führt Gebühr für Importpakete ein

    Ab November wird für in die EU eingeführte Waren aus Drittstaaten eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von zwei Euro fällig. Zahlen sollen diese Abgabe die Online-Handelsplattformen, nicht unmittelbar die Verbrauchenden. Hintergrund ist die stark gestiegene Zahl kleiner Sendungen: 2025 wurden nach Angaben der EU-Staaten rund sechs Milliarden Pakete abgefertigt, davon kamen 90 Prozent aus China. Die Gebühr soll unter anderem den höheren Aufwand für Kontrollen und Abwicklung finanzieren und ist Teil einer umfassenderen Reform des europäischen Zollsystems.

    Heise

    05. Oktober 2026

    OpenAI drückt Pausetaste

    Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle vorerst ausgesetzt. Bei einem Test war es einem Modell gelungen, trotz abgeschotteter Umgebung über eine Lücke in den Netzwerkeinstellungen Kontakt zu einem externen Chatbot aufzunehmen. Es ist der erste Vorfall dieser Art, seit das Unternehmen seine Sicherheitsvorkehrungen verschärft hat, nachdem zuvor Software in Systeme der KI-Plattform Hugging Face eingedrungen war. Zuletzt wurden weitere Zwischenfälle bekannt, bei denen KI-Agenten unter anderem auf Webseiten von US-Behörden zugriffen und Bilder von Nutzenden ungeplant auf Online-Plattformen hochluden.

    n-tv

    05. Oktober 2026

    Über 400 Millionen Euro Strafe für Google

    Die irische Datenschutzbehörde DPC hat Google mit einer Geldstrafe von 403 Millionen Euro belegt. Der Konzern soll Ortungsdaten von Android-Nutzenden ohne ausreichende Zustimmung verwertet haben. Dies ist ein Verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung. Grundlage war eine Beschwerde von Verbraucherschutzorganisationen aus dem Jahr 2018. Der europäische Verbraucherschutzverband BEUC kritisiert, Google habe Nutzende aktiv daran gehindert, die Ortung zu deaktivieren. Standortdaten können besonders sensibel sein, denn sie verraten etwa, wo Kinder zur Schule gehen oder wie oft jemand ein Krankenhaus aufsucht. Google hat nun sechs Monate Zeit, seine Datenverarbeitung DSGVO-konform zu gestalten.

    Spiegel Online

    28. September 2026

    App „lebensmittelwarnung.de“ knackt 400.000 Downloads

    Gut zwei Jahre nach ihrer Einführung verzeichnet die App „lebensmittelwarnung.de“ mehr als 400.000 Downloads. Das kostenlose Angebot des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit informiert über Produktrückrufe bei Lebensmitteln, Kosmetika und Bedarfsgegenständen, mit Push-Benachrichtigungen, Filteroptionen nach Bundesland, Produkttyp und Warnungsgrund. Seit dem Start des Webportals im Jahr 2011 wurden insgesamt über 3.100 Meldungen veröffentlicht. Neu ist auch eine Filterkategorie für Baby- und Kinderprodukte.

    IDW

    28. September 2026

    Hört dein Handy mit?

    Viele Apps fragen nach Zugriff auf das Mikrofon, und das Mithören ist legal, sofern man die Berechtigung erteilt hat. Wer seine Privatsphäre schützen will, sollte die App-Einstellungen regelmäßig überprüfen. Beim iPhone lässt sich die Mikrofon-Option je App deaktivieren, bei Android über den Bereich „Berechtigungen". Auch Sprachassistenten können komplett abgeschaltet werden. Wer sie nutzt, sollte zudem den Gesprächsverlauf regelmäßig löschen, denn einige Entwickler nutzen diese Daten für personalisierte Werbung. Grundregel ist, nur Apps aus offiziellen Stores zu laden und Software stets aktuell zu halten.

    Südtirolnews

    28. September 2026

    Was Handwerksbetriebe zu Kassenpflicht wissen müssen

    Bisher gibt es in Deutschland keine gesetzliche Kassenpflicht, Betriebe dürfen Bargeld in einer einfachen Kassette aufbewahren und in einem Kassenbuch dokumentieren. Das soll sich ab 1. Juli 2028 ändern. Die Bundesregierung plant eine allgemeine Kassenpflicht für alle gewerblichen Betriebe mit mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz und mindestens 12.000 Euro an Bar- oder Kartenzahlungen. Betroffene müssten auf ein elektronisches Kassensystem mit zertifizierter Sicherheitseinrichtung umstellen. Überraschend: Auch Kartenzahlungen zählen zur Bemessungsgrundlage, was der Bund der Steuerzahler kritisiert. Ausnahmen für das Handwerk sind nicht vorgesehen.

    Handwerk

    28. September 2026

    Digitalwirtschaft überholt Automobilbau

    Eine jährliche Bruttowertschöpfung von über 480 Milliarden Euro verzeichnete die Digitalwirtschaft in Deutschland. Das sind knapp zwölf Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung und mehr als doppelt so viel wie der Automobilbau. Das zeigt eine Untersuchung des Bundesverbands Digitale Wirtschaft und des Forschungsinstituts ISTARI.AI. Rund 95 Prozent der erfassten Digitalunternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. BVDW-Präsident Dirk Freytag fordert eine politische Neuausrichtung: Digitalpolitik müsse auch als Wirtschaftspolitik verstanden werden.

    Heise

    21. September 2026

    Was steckt hinter den Warnungen der KI-Konzerne?

    Wenn OpenAI und Anthropic vor den Risiken ihrer eigenen Technologie warnen, klingt das verdächtig – und Experten sind tatsächlich skeptisch. Digitalexperte Thomas Köhler hält die Warnrhetorik zumindest teilweise für eine gezielte PR-Aktion. Viele KI-Geschäftsmodelle seien noch immer ein Milliarden-Zuschussgeschäft ohne klare Gewinnperspektive. Zudem wachse der Druck durch leistungsfähige Open-Source-Modelle, die die Konzerne womöglich gerne gebremst sehen würden. Sozialethiker Elmar Nass hält eine Verlangsamung der KI-Entwicklung dagegen für wenig zielführend: Besser seien ethische Leitplanken und internationale Regeln, die sofort greifen können.

    n-tv

    21. September 2026

    EU plant Social-Media-Verbot für Kinder

    Die EU-Kommission will Kindern unter 13 Jahren den Zugang zu sozialen Medien ohne elterliche Aufsicht verbieten. Für 13- bis 14-Jährige sollen stark eingeschränkte Konten möglich sein, erst ab 15 Jahren eigene Profile. Offen bleibt, wie die Altersüberprüfung funktionieren soll. Eine EU-App wurde von Sicherheitsexperten bereits gehackt, der digitale Personalausweis fehlt vielen 13-Jährigen, und VPN-Zugänge umgehen ohnehin jede Sperre. Deutschland will bis zu einer EU-weiten Regelung ein nationales Sofortprogramm auf den Weg bringen.

    Zeit Online

    21. September 2026

    Gründungsrekord mit 3.000 neuen Start-ups in sechs Monaten

    Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland 3.053 neue Start-ups gegründet. Das sind so viele wie nie zuvor in einem Halbjahr und mehr als im gesamten Jahr 2024. Das zeigt eine Studie des Startup-Verbands. Zentraler Treiber ist Künstliche Intelligenz: Mehr als ein Drittel der neuen Unternehmen hat einen klaren KI-Bezug. Auch die Wirtschaftskrise spielt eine Rolle. Für viele Talente wird die Selbstständigkeit zur Alternative, während etablierte Unternehmen bei Neueinstellungen zurückhaltender werden. Berlin bleibt mit 429 Gründungen die Nummer eins, Hamburg überholt erstmals München.

    Wirtschaftswoche

    21. September 2026

    Stuttgart ist Deutschlands digitale Nummer eins

    Im diesjährigen Smart City Index des Digitalverbands Bitkom hat Stuttgart erstmals Platz eins belegt und damit München und Hamburg von der Spitze verdrängt. Ausschlaggebend war die Breite der Digitalisierung: In allen fünf Kategorien – Verwaltung, Mobilität, Bildung, Gesellschaft und Energie – gehört Stuttgart zu den Top Ten. Konkrete Beispiele sind Gewerbeanmeldungen per Videotermin, ein digitaler Zwilling der Stadt für Verkehrssimulationen in Echtzeit, vernetzte Wasserqualitätssensoren und KI-Chatbots im Bürgerservice. Trotz des Spitzenplatzes bleibt noch viel Arbeit. Bei wichtigen Dokumenten wie dem Personalausweis sind vollständig digitale Verfahren noch nicht möglich.

    Tagesschau

    14. September 2026

    Windows 11-Taskleiste lässt sich wieder verschieben

    Microsoft gibt nach: Mit dem September-Patch für Windows 11 lässt sich die Taskleiste wieder nach oben oder an die Seite verschieben, eine Funktion, die beim Wechsel von Windows 10 auf 11 weggefallen war und seitdem viele Nutzende ärgerte. Die Anpassung erfolgt über die Einstellungen, ein freies Verschieben per Maus ist noch nicht möglich. Auch das Startmenü lässt sich nun in zwei Größen darstellen. Microsoft-Manager Mark Linton kündigte auf der IFA an, Windows kontinuierlich auf Basis von Kundenfeedback zu verbessern.

    t3n

    14. September 2026

    Gericht erlaubt „Tweet" als Markenname

    Ein US-Gericht hat entschieden, dass das Start-up „Operation Bluebird“ sein geplantes soziales Netzwerk nicht „Twitter" nennen darf. Die Rechte an diesem Begriff liegen weiterhin bei Elon Musks X Corporation. Anders sieht es beim blauen Vogel-Logo und dem Begriff „Tweet" aus. Hier sieht das Gericht einen Markenverzicht durch Musk, der das alte Logo bekanntlich öffentlichkeitswirksam mit Schweißbrennern von der Firmenzentrale entfernen ließ. Operation Bluebird hat daraufhin sein Projekt in „Tweet" umbenannt und ist unter tweet.app erreichbar. Über 170.000 Nutzende haben bereits einen Account beantragt. Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen – X kann in Berufung gehen.

    Der Standard

    14. September 2026

    Samsung stellt „Quick Measure" ein

    Wer mit seinem Samsung Galaxy-Smartphone Abstände und Objekte vermessen will, nutzt dafür die App „Quick Measure". Ab dem 31. Dezember ist damit allerdings Schluss. Samsung stellt die Anwendung offiziell ein, sie verschwindet aus dem Galaxy Store und erhält keine Updates mehr. Bereits installierte Versionen laufen noch weiter, könnten aber mit der Zeit nicht mehr korrekt funktionieren. Der Grund: Die App war für ältere Modelle mit speziellem Tiefensensor entwickelt worden, in neueren Geräten ist die Messfunktion direkt in die Kamera-Software integriert.

    Giga

    14. September 2026

    Bill Gates warnt vor KI-Folgen

    In einem fast 6.000 Wörter langen Essay warnt Microsoft-Gründer Bill Gates eindringlich vor den Risiken Künstlicher Intelligenz. Niemand habe bisher einen Plan, wie sich die Gefahren eindämmen ließen. Gates befürchtet massive Jobverluste – besonders für junge Menschen – und fordert, bestimmte Arbeitsplätze Menschen vorzubehalten, selbst wenn KI effizienter wäre. Zudem plädiert er für eine Robotersteuer. Wer Mitarbeitende einstellt, zahlt Lohnsteuer, wer Roboter kauft, kann diese sofort abschreiben. Das Steuersystem dränge Unternehmen demnach, Menschen durch Maschinen zu ersetzen.

    Tagesspiegel

    07. September 2026

    Homeoffice macht produktiver

    Eine Studie der University of Iowa mit 219 Hybrid-Beschäftigten zeigt: Im Homeoffice waren die Mitarbeitenden produktiver, machten schneller Fortschritte bei ihren Zielen und hatten ein um rund 33 Prozent gleichmäßigeres Energielevel als im Büro. Weniger Ablenkungen und mehr Freiheit bei der Zeiteinteilung könnten dafür sorgen, dass sich Beschäftigte besser konzentrieren können.

    t3n

    07. September 2026

    Strengere Regeln für ChatGPT

    Die EU-Kommission zählt ChatGPT erstmals zu den „sehr großen Suchmaschinen“. Mit über 100 Millionen monatlich aktiven Nutzenden in der EU überschreitet das KI-Modell von OpenAI die Schwelle von 45 Millionen deutlich und unterliegt nun den strengsten Vorschriften des Gesetzes über digitale Dienste. Gleichzeitig wurden Reddit und Roblox als „sehr große Online-Plattformen" eingestuft. Die betroffenen Unternehmen haben bis Ende November Zeit, verschärfte Auflagen zu erfüllen, darunter ein stärkerer Schutz von Minderjährigen, Vorgehen gegen illegale Inhalte und Maßnahmen gegen Risiken für Wahlprozesse und öffentliche Sicherheit. Bei Verstößen drohen Millionenstrafen.

    n-tv

    07. September 2026

    Roboter putzt Wohnung – ferngesteuert, aber solide

    Ein humanoider Roboter des Start-ups Tau Robotics hat in San Francisco eine Wohnung gereinigt – Staubsaugen, Bett machen, Badezimmer putzen. Das Video der Kundin ging viral. Der Haken: Völlig autonom war der Roboter nicht. Ein menschlicher Bediener steuerte ihn per Fernsteuerung über Kameras, unterstützt von KI. Die Kundin war trotzdem zufrieden – nichts musste nachgearbeitet werden. Ein einstündiger Einsatz kostet 30 Dollar, eine erwachsene Person muss während des Einsatzes anwesend sein. Datenschutz-Vorbehalt: Die Kameras filmen durchgehend, das Material wird zum KI-Training genutzt.

    Berliner Kurier

    07. September 2026

    KI spart weniger als erhofft

    Sechs von zehn Unternehmen hatten sich von KI Kosteneinsparungen von mehr als zehn Prozent erhofft, erreicht hat dieses Ziel jedoch nur knapp die Hälfte. Das zeigt eine Studie der Managementberatung Bain unter 951 weltweit tätigen Unternehmen. Trotzdem stocken 90 Prozent der enttäuschten Firmen ihre KI-Budgets erneut auf. Wer seine Sparziele erreicht, behandelt anders als die meisten die Einführung von KI nicht als IT-Projekt, sondern als Topmanagement-Aufgabe und passt Prozesse und Verantwortlichkeiten entsprechend an. Die größte Hürde bleibt laut 41 Prozent der Befragten der Zugang zu und die Integration von Daten.

    Manager Magazin

    31. August 2026

    Was bedeutet der Digitale Euro ab 2029?

    In rund drei Jahren soll der Digitale Euro eingeführt werden, als europäische Alternative zu Visa, Mastercard und Paypal, kostenlos und mit stärkerem Datenschutz als bei privaten Zahlungsanbietern. Für Handwerksbetriebe mit Ladengeschäft, Onlineshop oder Kartenzahlung bedeutet das: Wer heute digitale Zahlungen akzeptiert, wird den Digitalen Euro künftig ebenfalls annehmen müssen. Kleinstbetriebe ohne bisherige digitale Zahlung sollen jedoch ausgenommen werden. Derzeit zahlen Betriebe im Schnitt 1,7 Prozent pro Transaktion an Gebühren, für den Digitalen Euro ist ein Deckel geplant.

    Handwerk

    31. August 2026

    Social Media im Privaten, Folgen im Job

    Was Beschäftigte privat in sozialen Medien posten, kann arbeitsrechtliche Konsequenzen haben, auch bei auf „privat" eingestellten Profilen. Arbeitgeber dürfen zwar grundsätzlich nicht vorschreiben, was in der Freizeit gepostet wird. Anders sieht es aus, wenn ein Beitrag Bezug zum Arbeitsverhältnis hat, etwa weil der Arbeitgeber im Profil genannt wird, Kolleginnen oder Kollegen erwähnt oder Betriebsgeheimnisse ausgeplaudert werden. Auch rassistische Inhalte, Beleidigungen oder Posts, die Zweifel an einer Krankmeldung wecken, können zur Abmahnung oder Kündigung führen. Sachliche Kritik am Arbeitgeber ist erlaubt, die Grenze ist das Persönlichkeitsrecht.

    n-tv

    31. August 2026

    Girocard bricht Rekord

    Die Girocard, also die klassische Bankkarte an deutschen Ladenkassen, hat im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Rekord aufgestellt. Über 4,2 Milliarden Mal wurde die „EC-Karte“ eingesetzt, vier Prozent häufiger als im Vorjahreszeitraum. Besonders das kontaktlose Bezahlen boomt. Im Juni wurden 92 Prozent aller Zahlungen per Karte, Smartphone oder Smartwatch im Vorbeigehen erledigt. Gleichzeitig sinkt der durchschnittliche Betrag pro Zahlung kontinuierlich, auf zuletzt 36,12 Euro, weil die Karte zunehmend auch in der Bäckerei, am Kiosk oder am Automaten genutzt wird.

    Spiegel Online

    31. August 2026

    KI-Governance für den Gebäudebetrieb?

    Das Beratungsnetzwerk hat ein Positionspapier zur KI-Verordnung im Facility-Management veröffentlicht und fordert klare Governance-Strukturen für den Einsatz intelligenter Systeme im Gebäudebetrieb. Geschäftsführer Kay Meyer empfiehlt als ersten Schritt ein KI-Inventar: Viele Organisationen wüssten heute nicht, wo KI bereits in CAFM-Systemen, Service-Desk-Software, Kameras oder Gebäudeautomation steckt. Zudem plädiert FM-Connect dafür, KI-Anforderungen künftig verbindlich in Ausschreibungen und FM-Verträge aufzunehmen.

    Businessportal24

    24. August 2026

    Klagenfurt testet Drohnen-Reinigung an Schule

    Das Facility-Management der Stadt Klagenfurt hat gemeinsam mit Dussmann und dem Spezialisten Tidly Drones eine Drohne zur Fensterreinigung an einem Schulgebäude in St. Ruprecht erprobt. Die Drohne reinigte die Fensterfront aus rund 1,20 Metern Abstand, mit biologisch abbaubarem Reinigungsmittel und Osmosewasser, ohne Gerüst. Einsätze bis 150 Meter Höhe sollen demnach möglich sein. Neben Kosten- und Zeitersparnis steht die Arbeitssicherheit im Vordergrund, denn die Risiken für das Reinigungspersonal sinken dadurch deutlich.

    Mein Klagenfurt

    24. August 2026

    Servicerobotik als Rückgrat moderner Facility-Services

    Reinigungsroboter, autonome Logistiksysteme, digitale Grünpflege: Servicerobotik verändert den Gebäudebetrieb grundlegend und macht Leistungen planbarer, transparenter und weniger abhängig von Personalverfügbarkeit. Das zeigt ein neues Whitepaper von Lünendonk & Hossenfelder, das in Zusammenarbeit mit Wisag entstanden ist. Das wichtigste Anwendungsfeld bleibt die Gebäudereinigung, besonders auf großen Flächen in Flughäfen, Einkaufszentren und Krankenhäusern. Das Whitepaper steht kostenlos zum Download bereit.

    Lünendonk

    24. August 2026

    Deutsche Firmen abhängig von US-Software

    Fast neun von zehn deutschen Unternehmen nutzen Software, Cloud-Dienste oder KI-Tools von US-Anbietern wie Microsoft, Google oder Amazon. Ein Drittel hält sich für stark davon abhängig. Mehr als 40 Prozent der Unternehmen, die das Risiko sehen, planen trotzdem keine Gegenmaßnahmen. Das zeigt eine aktuelle Ifo-Umfrage. Wer handeln will, schaut vor allem nach Europa, doch dort stehen erst weniger als fünf Prozent der weltweiten KI-Rechenkapazität zur Verfügung. Ifo-Präsident Clemens Fuest fordert: Europa muss beim Ausbau von Rechenzentren und bei Genehmigungsverfahren deutlich schneller werden.

    Ifo Institut

    24. August 2026

    Gesundheitsdaten haben im Job-Chat nichts zu suchen

    Wer in einer betrieblichen WhatsApp-Gruppe Gesundheitsdaten von Kolleginnen oder Kollegen teilt, riskiert rechtliche Konsequenzen. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Siegburg. Eine Stationsärztin hatte die Diagnosen eines erkrankten Kollegen in den Gruppen-Chat geschrieben und sich gleichzeitig abfällig über ihn geäußert. Das Gericht verurteilte sie zur Unterlassung und zu 1.000 Euro Schadenersatz. Auch in geschlossenen Messenger-Gruppen gelten die Datenschutzregeln, besonders für sensible Gesundheitsdaten.

    Handwerk

    17. August 2026

    KI-Verordnung: Was Betriebe jetzt wissen müssen

    Seit dem 2. August gelten neue Transparenzpflichten für Unternehmen, die KI einsetzen. Wer einen Chatbot betreibt oder KI-generierte Inhalte veröffentlicht, muss das für Nutzende erkennbar machen. Auch eine maschinell lesbare Kennzeichnung von mit KI erstellen Bild-, Audio- oder Textinhalten ist Pflicht. Bereits seit Februar 2025 müssen Betriebe außerdem sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden, die mit KI arbeiten, entsprechend geschult sind. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Verboten sind weiterhin KI-Systeme mit unannehmbaren Risiken, etwa zur Emotionserkennung am Arbeitsplatz.

    Handwerk

    17. August 2026

    Mit KI resistente Bakterien besiegen?

    Einem internationalen Forschungsteam ist es erstmals gelungen, mithilfe von KI neuartige Bakteriophagen zu entwickeln, also Viren, die gezielt Bakterien angreifen. Im Laborversuch töteten sie E.-coli-Bakterien ab, gegen die natürliche Viren bereits wirkungslos waren. Gleichzeitig warnen Fachleute der Johns Hopkins University, dass die Rahmenbedingungen für eine sichere Steuerung dieser Technologie fehlen.

    Chip

    17. August 2026

    Roboter checkt Reinigung und kommt in die Tagesschau

    Im Potsdamer Seminaris-Seehotel übernimmt seit Anfang des Jahres ein Roboter die Qualitätskontrolle nach der Zimmerreinigung: Billie rollt durch die Gänge, öffnet Türen, scannt Räume per Kamera und meldet Mängel – etwa fehlendes Toilettenpapier – per App an die Hauswirtschaftsleiterin. Nach mehr als einem halben Jahr Training kontrolliert er gut zehn Prozent der Zimmer, Tendenz steigend. Laut DEHOGA arbeiten derzeit schätzungsweise 200 bis 500 der rund 12.500 deutschen Hotels mit Robotern.

    Tagesschau

    17. August 2026

    Schwarz Gruppe: Eröffnung Hightech-Campus

    Mit der offiziellen Eröffnung des Schwarz Digits Campus bündelt das Handelsunternehmen seine digitalen Aktivitäten in einem neuen Technologiezentrum für bis zu 3.500 Mitarbeitende in Bad Friedrichshall. Auf dem 15 Hektar großen Campus entstehen IT-Lösungen in den Bereichen Cloud, Cyber Security, Data und KI – mit dem Ziel, technologische Unabhängigkeit und digitale Souveränität für Unternehmen und öffentliche Institutionen zu stärken.

    Südkurier

    27. Juli 2026

    Bundesregierung legt Startup-Strategie vor

    Im ersten Halbjahr 2026 wurden über 3.000 Start-ups gegründet. Das waren fast so viele wie im gesamten Vorjahr. Die Bundesregierung will diese Dynamik mit einer neuen ressortübergreifenden Strategie gezielt unterstützen. Kernelemente sind mehr als 30 Milliarden Euro Anschubfinanzierung über den Deutschlandfonds, vereinfachte Gründungsprozesse und weniger Bürokratie – 88 Prozent der Start-ups nennen diese als größtes Hemmnis. Auch der Zugang zu öffentlichen Aufträgen soll erleichtert werden, denn bislang hatten nur sieben Prozent der Start-ups öffentliche Kunden. Erstmals werden zudem Start-ups aus dem Sicherheits- und Verteidigungsbereich systematisch in die Förderung einbezogen.

    Bundesregierung

    27. Juli 2026

    Experteneinschätzung zu KI-Angriff

    Dass ein KI-System bei OpenAI eigenständig aus seiner Testumgebung ausbrach und ein anderes Unternehmen angriff, sei nicht überraschend, sagt Cybersicherheitsexperte Prof. Dennis-Kenji Kipker. Der Vorfall zeige, was Fachleute seit Langem befürchten: Selbst die Entwickelnden fortschrittlichster KI-Modelle haben keine vollständige Kontrolle über ihre Systeme. Besonders gefährlich sei das Szenario, wenn Cyberkriminelle ähnliche Systeme gezielt einsetzten. Kipker mahnt zudem eine breitere gesellschaftliche Debatte an: Unternehmen integrierten KI schneller, als sie die nötigen Sicherheitsvorkehrungen schaffen könnten. Als Konsequenz fordert er die Gründung eines KI-Sicherheitsinstituts.

    ZDF Heute

    27. Juli 2026

    Weniger Social Media, weniger Angst

    Eine Zwischenauswertung der Ulmer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie zeigt: Wer Social Media auf eine Stunde täglich reduziert, fühlt sich weniger gestresst, schläft besser und leidet seltener unter Angst und Depressionssymptomen. Vor der Studie nutzten die 16- bis 29-Jährigen täglich über vier Stunden soziale Medien. Nach einem Monat Digital Detox hatten sich Depressionssymptome und Ängste halbiert. Besonders interessant: Der Effekt hält an, auch nach der Auszeit blieb die Nutzung dauerhaft niedriger als zuvor. Studienleiter Jörg Fegert plädiert dennoch nicht für Verbote, sondern für mündige Nutzung und stärkere Pflichten für die Plattformanbieter.

    SWR

    27. Juli 2026

    Handwerk setzt auf Video-Recruiting

    Klassische Stellenanzeigen und Messeauftritte verlieren im Handwerk an Zugkraft. Immer mehr Betriebe setzen daher auf kurze Videoformate wie Instagram-Reels oder TikToks, um Nachwuchs und Fachkräfte anzusprechen. Authentische Einblicke in den Arbeitsalltag, gedreht mit dem Smartphone, können Nähe und Vertrauen schaffen. Wichtig für die Wirkung ist, dass Betriebe vorab klar definieren, wofür sie stehen – und das dann konsequent in ihren Clips umsetzen.

    Handwerksblatt

    20. Juli 2026

    Schufa hat Löschfristen überschritten

    Recherchen von NDR und Süddeutscher Zeitung enthüllen eine bislang unbekannte Schufa-Datenbank: Millionen Verbraucherdaten – etwa zu beglichenen Krediten, Pfändungen oder Privatinsolvenzen – sollen über die gesetzlich vorgeschriebenen Löschfristen hinaus gespeichert worden sein. Betroffene erfahren davon selbst bei einer Auskunftsanfrage nichts. Die Schufa gibt an, die Daten würden nur für Testzwecke genutzt, um ihren neuen Bonitätsscore rückwirkend zu prüfen. Fachleute sehen darin einen klaren Verstoß gegen geltendes Recht, zumal die Schufa erst im März 2026 mehr Transparenz beim Scoring versprochen hatte.

    Handwerksblatt

    20. Juli 2026

    „Helene Wischer" säubert Passauer Kino

    Seit Mitte Februar ist im Cineplex Passau ein autonomer Reinigungsroboter im Einsatz – von den Beschäftigten liebevoll „Helene Wischer" getauft. Das Gerät des Passauer Unternehmens Log-Robot übernimmt die Grundreinigung von Fliesen, Teppichen und Sanitärbereichen, auch während des laufenden Betriebs. Die Bilanz nach knapp fünf Monaten: drei bis dreieinhalb eingesparte Personalstunden pro Tag. Besonders profitieren laut Kinobetreiberin Juli Marie Vesper ältere Mitarbeitende, deren körperlich anstrengendste Arbeit somit wegfällt.

    PNP

    20. Juli 2026

    Arztüberweisung wird bis 2029 digital

    Das Bundeskabinett hat die schrittweise Einführung der elektronischen Überweisung bis 2029 beschlossen. Gleichzeitig soll die elektronische Patientenakte ausgebaut und Gesundheitsdaten besser nutzbar gemacht werden – mit erwarteten Einsparungen von rund 445 Millionen Euro an Bürokratiekosten. Ebenfalls neu: Sicherheitsprüfungen elektrischer Geräte in Büros und Betrieben sollen künftig nicht mehr im festen Zwei-Jahres-Rhythmus, sondern nur noch bei erhöhtem Gefährdungspotenzial vorgeschrieben sein.

    MDR

    20. Juli 2026

    Start-up-Rekord im ersten Halbjahr

    Deutschland verzeichnet so viele Start-up-Gründungen wie noch nie: Im ersten Halbjahr 2026 entstanden 3.053 neue Firmen – 52 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2025. Treiber ist vor allem KI, die das Gründen schneller und günstiger macht. Jedes dritte neue Start-up hat zudem selbst einen KI-Bezug. Auch die Wirtschaftskrise spielt eine Rolle: Für viele Fachkräfte wird die eigene Firma zur attraktiven Alternative, wenn etablierte Unternehmen weniger Menschen einstellen. Deutschland zählt nun 36 Start-ups mit Milliardenbewertung.

    Tagesschau

    13. Juli 2026

    Kostenloser Online-Check für Winterdienste

    Der nächste Winter kommt bestimmt: Der Facility-Dienstleister Facilio hat einen interaktiven Räumpflicht-Checker veröffentlicht, der Eigentümern, Hausverwaltungen und Mietern zeigt, welche Räum- und Streupflichten in ihrem Bundesland gelten. Nach Auswahl des Bundeslandes erscheinen Räumzeiten, Bußgeldrahmen, Mindesträumbreiten und erlaubte Streumittel. Ergänzt wird das Tool durch eine Tabelle für 43 deutsche Großstädte – von Aachen bis Wuppertal. In Hamburg drohen bei Verstößen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Das Tool ist kostenlos online zugänglich.

    Open PR

    13. Juli 2026

    Insta-Trend: Reels und Karussells gewinnen

    Eine Analyse von 24 Millionen Instagram-Posts zeigt, dass die Plattform enorm wächst: Views stiegen um 26,6 Prozent, Interaktionen um 19,3 Prozent. Doch nicht alle Formate profitieren gleichermaßen. Einzelbild-Posts verloren rund 22 Prozent Reichweite und 25 Prozent Interaktionsrate, während Reels und Karussell-Posts zulegen. Reels erzielen die höchste Engagement-Rate, Karussells punkten mit neunmal mehr Saves als Einzelbilder. Ebenfalls auffällig: Hashtags bringen weniger als früher. Posts mit Hashtags erhalten im Schnitt sogar fast ein Drittel weniger Views als der Plattformdurchschnitt.

    T3N

    13. Juli 2026

    Förderung für Handwerks-Digitalisierung

    Der regionale Digital Hub ReDiKo in Rutesheim startet mit rund 400.000 Euro Landesförderung in seine zweite Phase. Das Kompetenzzentrum unterstützt Handwerksbetriebe bei Digitalisierungs- und KI-Projekten von Software-Einführungen über 3D-Druck bis zu Cybersicherheit. Seit 2023 wurden bereits 1.400 Digitalisierungsprojekte angestoßen. Bis 2028 investiert Baden-Württemberg insgesamt sechs Millionen Euro in zwölf solcher regionalen Digital Hubs im Land.

    Baden-Württemberg

    13. Juli 2026

    EuGH bestätigt Rekordstrafe gegen Google

    Der Europäische Gerichtshof hat die Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission gegen Google endgültig bestätigt. Der Konzern muss 4,1 Milliarden Euro zahlen, weil er Smartphone-Hersteller und Mobilfunkanbieter durch illegale Verträge dazu zwang, Googles Suchmaschine und Browser vorzuinstallieren. Die ursprünglich 2018 verhängte Strafe war die bis dahin höchste in der EU-Wettbewerbsgeschichte. Google hatte die beanstandeten Praktiken zwar geändert, sich aber bis zuletzt juristisch gegen die Geldbuße gewehrt – ohne Erfolg.

    ZDF heute

    06. Juli 2026

    Samsung Messages wird heute abgeschaltet

    Samsung stellt seine eigene Messaging-App zum 6. Juli ein. Davon betroffen sind vor allem Nutzende in den USA. Wer seine Nachrichtenhistorie nicht verlieren will, muss die Daten manuell zu Google Messages übertragen, denn der Wechsel läuft nicht automatisch. Sicherheitsfachleute warnen zudem vor Phishing-Versuchen, die die Verunsicherung in der Übergangsphase ausnutzen.

    Borncity

    06. Juli 2026

    Wird Google-Suche wieder besser?

    Wer bei Google auf ein Suchergebnis klickt und mit dem Zurück-Button wieder zur Trefferliste will, landet manchmal auf einer ganz anderen Seite – ein Trick namens Back Button Hijacking. Seit dem 15. Juni wertet Google das als Spam und stuft solche Seiten herab. Parallel läuft ein Spam-Update, das minderwertige, oft KI-generierte Masseninhalte aus den Suchergebnissen herausfiltern soll. Ob die Maßnahmen spürbar wirken, wird sich erst nach und nach zeigen.

    Smartdroid

    06. Juli 2026

    Weltweit größte Halbleiterfabrik eröffnet in Dresden

    Drei Monate früher als geplant hat der Chiphersteller Infineon in Dresden eine neue Chipfabrik für rund fünf Milliarden Euro eröffnet. Sie ist die bislang größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte. Die sogenannte Smart Power Fab verdoppelt die Kapazität am Standort und schafft rund 1.000 neue Arbeitsplätze. Produziert werden Leistungshalbleiter für Elektroautos, Rechenzentren und erneuerbare Energien. Der Bau wurde mit knapp einer Milliarde Euro aus Steuermitteln gefördert – das entspricht rund einer Million Euro pro Arbeitsplatz.

    Spiegel Online

    06. Juli 2026

    Wenn KI lügt – und keiner es merkt

    KI-Sprachmodelle erfinden manchmal Fakten, Quellen oder Zitate. Dieses Phänomen ist als „Halluzination" bekannt. Dass das auch in professionellen Kontexten zum Problem wird, zeigen aktuelle Fälle: KPMG veröffentlichte einen Bericht über KI-Einsatz in Unternehmen, der selbst fehlerhafte KI-generierte Fallstudien enthielt. EY Kanada und Deloitte Australien mussten Analysen korrigieren, weil darin erfundene Quellen auftauchten. In der Wissenschaft fanden Forschende unter 2,5 Millionen Artikeln fast 150.000 durch Sprachmodelle gefälschte Zitate. Fachleute fordern daher klare Qualitätsstandards und vor allem konsequentes Gegenlesen.

    Tagesschau

    29. Juni 2026

    Einheitliches Meldeportal für Arbeitnehmerentsendung

    Wer als Unternehmen Mitarbeitende vorübergehend in ein anderes EU-Land entsendet, musste bisher bis zu 27 verschiedene nationale Formulare ausfüllen. Das soll sich ändern: EU-Parlament, Rat und Kommission haben sich auf ein einheitliches digitales Meldeportal geeinigt. Künftig reicht ein einziges Formular für alle Mitgliedstaaten. Das Handwerk begrüßt die Einigung als überfälligen Bürokratieabbau.

    Handwerksblatt

    29. Juni 2026

    EU-Fachleute bewerten Social-Media-Verbot

    Eine 18-köpfige Expertenkommission hat der Bundesregierung ihre Empfehlungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in sozialen Netzwerken vorgelegt. Die politischen Lager sind dabei bereits positioniert: Die SPD will ein Verbot für unter 14-Jährige, die Union differenzierte Altersgrenzen je nach App. Der entscheidende Knackpunkt bleibt die Kontrolle. Ein Blick nach Australien, wo ein Verbot für unter 16-Jährige seit Dezember gilt, zeigt: Viele Kinder umgehen es einfach. Als technische Lösung setzt die Politik auf die digitale Brieftasche auf dem Smartphone, die ab Anfang 2027 starten soll und den Altersnachweis absichert.

    BR

    29. Juni 2026

    Braucht mein Betrieb KI – und wie?

    Das Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk hat seinen kostenlosen Digitalisierungs-Check um eine neue Kategorie „Künstliche Intelligenz" erweitert. Das Online-Tool hilft Betrieben ohne technisches Vorwissen einzuschätzen, ob und wie KI für sie relevant ist. Nach 46 Fragen zu sechs Themenbereichen – von Prozessen über IT-Sicherheit bis KI – zeigt es individuelle Handlungsfelder auf. Der Check ist ohne Registrierung unter bedarfsanalyse-handwerk.de verfügbar.

    Handwerk

    29. Juni 2026

    Social Media: Teens entspannter als ihre Eltern

    Eine EU-Studie zeigt eine deutliche Wahrnehmungslücke: Knapp die Hälfte der befragten Teenager geht davon aus, dass Plattformen wie TikTok oder Instagram ihrer psychischen Gesundheit eher nützen – unter Eltern teilt nur etwa jeder Fünfte diese Einschätzung. Hinzu kommt, dass Mütter und Väter die tatsächliche Bildschirmzeit ihrer Kinder systematisch unterschätzen: Am Wochenende verbringen diese nach eigenen Angaben mehr als sechs Stunden täglich mit digitalen Medien. Im Juli sollen EU-Fachleute Empfehlungen vorlegen – unter anderem zur Frage, ob ein Mindestalter für soziale Netzwerke sinnvoll wäre.

    Zeit Online

    22. Juni 2026

    Erstmals überwiegen bargeldlose Zahlungen in Deutschland

    Eine neue Bundesbank-Studie markiert eine Zäsur: 2025 wurden mit 55 Prozent erstmals mehr als die Hälfte aller Zahlungen in Deutschland bargeldlos abgewickelt. Damit liegt bargeldloses Zahlen erstmals seit Beginn der Erhebungen 2008 vorn. Damals kam Bargeld noch bei 83 Prozent aller Transaktionen zum Einsatz. Beliebtestes Zahlungsmittel ist die Debitkarte, mobiles Zahlen per Smartphone legte erneut zu. Dennoch wollen 80 Prozent der Befragten die Möglichkeit zur Barzahlung behalten.

    T-Online

    22. Juni 2026

    Mit Offline-Karten ohne Netz navigieren

    Wer im Urlaub oder in schlecht versorgten Gebieten ein Navi braucht, kann auch ohne Mobilfunknetz zurechtkommen. Sowohl Google Maps als auch Apple Karten ermöglichen das Herunterladen von Kartenausschnitten zur Offline-Nutzung – das Smartphone bestimmt den Standort dann weiterhin per GPS. Die Karten sollten idealerweise vorab über WLAN geladen werden und bleiben mehrere Wochen gespeichert.

    Teltarif

    22. Juni 2026

    US-Regierung sperrt KI-Modelle von Anthropic

    Das US-Handelsministerium hat angeordnet, dass die leistungsfähigsten KI-Modelle des US-Unternehmens Anthropic „Mythos 5“ als auch „Fable 5“ weltweit nicht mehr zugänglich sind – für Ausländer ebenso wie für Nicht-Amerikaner innerhalb der USA. Als Begründung werden Sicherheitsbedenken genannt, ohne diese zu konkretisieren. Fachleute gehen davon aus, dass die Maßnahme auch das Vertrauen in andere US-KI-Anbieter erschüttert – und andere Länder motiviert, stärker in eigene, unabhängige KI-Modelle zu investieren.

    Tagesschau

    22. Juni 2026

    Bosch: Stellenabbau und Fokus auf Robotik

    Trotz massiver Ertragskrise im Kerngeschäft setzt Bosch auf Wachstum durch humanoide Robotik und KI. Der Konzern will dabei nicht selbst Roboter bauen, sondern als Lieferant von Sensorik und Steuerungstechnik auftreten – einem Markt, der bis 2030 auf über 19 Milliarden US-Dollar wachsen soll. Der Hintergrund ist düster: 2025 verbuchte Bosch erstmals seit 2009 einen Verlust, plant den Abbau von rund 22.000 Stellen im Zulieferbereich und kämpft mit schwächelnder Nachfrage, US-Zöllen und chinesischer Konkurrenz.

    Heise

    15. Juni 2026

    Rechenzentren wachsen bis ins Umland

    Der deutsche Rechenzentrumsmarkt soll laut einer JLL-Analyse bis 2030 von umgerechnet sieben auf 11,6 Milliarden Euro wachsen. Treiber ist vor allem die steigende KI-Nachfrage – der KI-Anteil an der installierten Leistung soll von 15 auf 40 Prozent steigen. Da klassische Standorte wie Frankfurt an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen – mit Wartezeiten für Netzanschlüsse von über zehn Jahre – entstehen zunehmend Großprojekte im ländlichen Raum, etwa in Hamm, Lübbenau und Rackwitz bei Leipzig.

    Immobilienmanager

    15. Juni 2026

    Revolutionieren Tandemsolarzellen den Strom?

    Herkömmliche Siliziumsolarzellen stoßen mit einem Wirkungsgrad von rund 22 Prozent an physikalische Grenzen. Forscher des Fraunhofer ISE arbeiten an Tandemmodulen, die eine hauchdünne Perowskit-Schicht mit Silizium kombinieren und theoretisch bis zu 43 Prozent des Sonnenlichts in Strom umwandeln könnten. Das Unternehmen Oxford PV produziert solche Module bereits in Brandenburg – und will bis 2030 einen Wirkungsgrad von 30 Prozent bei 20 Jahren Lebensdauer erreichen. Die größte Hürde bleibt die Haltbarkeit, die aktuell nur bei fünf bis zehn Jahren liegt.

    Tagesschau

    15. Juni 2026

    OpenAI will ChatGPT zur Super-App ausbauen

    Der US-Entwickler OpenAI plant den bislang größten Umbau von ChatGPT. Die Anwendung soll zu einer Super-App mit Programmierwerkzeugen, KI-Agenten und Partnerdiensten wie Booking.com und Canva ausgebaut werden. Ziel ist es, den Umsatz mit Firmenkunden vor einem möglichen Börsengang zu steigern. Derzeit machen zwei Millionen Geschäftskunden rund 40 Prozent des Umsatzes aus – bis Jahresende soll der Anteil auf 50 Prozent steigen. Ein leitender Mitarbeiter wird mit den Worten zitiert: „Der Chat ist tot."

    n-tv

    15. Juni 2026

    Datensicherung ist Chefsache

    Backups gelten oft als technische Aufgabe des IT-Teams – doch Führungskräfte sollten die strategische Richtung vorgeben. Das betrifft die Priorisierung kritischer Daten, die Einhaltung von Compliance-Anforderungen wie der DSGVO sowie die Kontrolle der Speicherkosten. Zu den empfohlenen Grundregeln zählen die sogenannte 3-2-1-Regel – drei Kopien auf zwei verschiedenen Medien, davon eine extern – sowie die Verschlüsselung aller Backups und regelmäßige Wiederherstellungstests. Wichtig ist es auch, als Vorbild voranzugehen und zum Beispiel selbst an entsprechenden Schulungen teilzunehmen.

    Computer Weekly

    08. Juni 2026

    Gerüstbauer kämpfen auf Fortnite um Nachwuchs

    Die Gerüstbau-Branche setzt bei der Nachwuchsgewinnung auf Gaming: Ab sofort ist in Fortnite eine eigene Gerüstbau-Erweiterung verfügbar. Gamer sammeln Rohstoffe, beantworten Quizfragen und bauen Schritt für Schritt ein Gerüst. Fortnite wurde nicht zufällig gewählt – es ist bei Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren nach Minecraft das beliebteste Spiel. Die Erweiterung kommt ohne Waffengewalt aus und soll bei Schulbesuchen oder Ausbildungsmessen eingesetzt werden.

    Handwerksblatt

    08. Juni 2026

    Wärmebildkameras in der Instandhaltung

    In der Gebäude- und Anlagenwartung kommen Wärmebildkameras vielseitig zum Einsatz. Sie erkennen Blockaden in Lüftungskanälen, überhitzte elektrische Komponenten wie Relais und Schalter sowie lose Kabel. So können kostspielige Ausfälle oder Brände verhindert werden. Auch bei der Gebäudediagnostik helfen sie, Luftlecks, Isolierungslücken und Wärmebrücken sichtbar zu machen. Dies kann gerade auch bei der Verbesserung von Nachhaltigkeit und für Zertifizierungen genutzt werden.

    Elektro.net

    08. Juni 2026

    Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen nutzt KI

    Der Anteil der deutschen Unternehmen, die KI-Software einsetzen, ist binnen eines Jahres von knapp 41 auf 54,4 Prozent gestiegen – das zeigt eine Umfrage des Ifo-Instituts. Großunternehmen sind dabei deutlich weiter als der Mittelstand: Mehr als zwei Drittel der Konzerne nutzen KI, bei kleinen und mittleren Betrieben liegt der Anteil zwischen 47 und 51 Prozent. Besonders häufig kommt KI in Verwaltung, Datenanalyse, Programmierung und Schriftverkehr zum Einsatz. In der Industrie ist die Technologie mit 58,7 Prozent am weitesten verbreitet.

    Heise

    08. Juni 2026

    Wer haftet, wenn der Chatbot lügt?

    Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass Unternehmen für fehlerhafte Aussagen ihrer KI-Chatbots verantwortlich sind. Im konkreten Fall hatte ein Klinikbetreiber einen Chatbot eingesetzt, der falsche Angaben über die fachlichen Qualifikationen von Ärzten generierte. Das Gericht wies die Argumentation zurück, die Verantwortung liege bei der Software und nicht beim Betreiber. Ein KI-Chatbot ist laut Urteil rechtlich Teil der geschäftlichen Organisation. Da der Fall grundlegende Rechtsfragen aufwirft, wurde die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen.

    Golem

    01. Juni 2026

    Roboter als Kollege – Automatisierung in der Gebäudereinigung

    In der Thüringer Gebäudereinigungsbranche hält die Automatisierung Einzug – nicht aus Technikbegeisterung, sondern wegen Personalmangels. Beim Ziegelhersteller Creaton in Großengottern übernimmt ein vollautonomer Scheuersaugmaschinenroboter namens „Kehrbert“ rund um die Uhr die Hallenreinigung. Werkleiter Jean-Christophe Jop betont: „Wir werden keine Mitarbeiter durch unsere autonome Maschine einsparen." Derzeit lassen sich allerdings nur rund 30 Prozent der Tätigkeiten in der Branche automatisieren.

    MDR

    01. Juni 2026

    Neue Nutzungslimits für Google Gemini

    Seit dem 17. Mai gelten für Googles KI-Assistenten Gemini neue Nutzungslimits. Anders als bei starren Obergrenzen hängt das individuelle Limit von qualitativen Faktoren ab: Komplexität der Anfragen, Länge der Chats und genutzte Funktionen. Wer Videos generiert, Musik erstellt oder das Pro-Modell nutzt, erreicht das Limit schneller. Das Limit wird alle fünf Stunden aktualisiert. Kostenpflichtige Abos bieten entsprechend höhere Kontingente.

    T3N

    01. Juni 2026

    Widerrufsbutton ab Juni Pflicht

    Ab dem 19. Juni müssen Unternehmen, die Verbraucherinnen und Verbrauchern über ihre Website oder App Waren verkaufen oder Dienstleistungen buchbar machen, eine elektronische Widerrufsfunktion anbieten. Der Button soll die Formulierung „Vertrag widerrufen" tragen – bei abweichenden Beschriftungen besteht laut ZDH Rechtsunsicherheit. Ausnahmen gelten unter anderem für maßgefertigte Waren, schnell verderbliche Produkte und dringende Reparaturen. Bei Online-Terminbuchungen greift die Pflicht nur, wenn bei der Buchung bereits Preis und Leistung hinreichend klar sind.

    Handwerk

    01. Juni 2026

    Drohne im Reinigungseinsatz

    Am Dresdner Stadtforum wurde ein innovativer Praxistest durchgeführt: Eine Drohne übernahm die Fensterreinigung des markanten Gebäudes. Der Einsatz zeigt das wachsende Potenzial unbemannter Flugsysteme für schwer zugängliche Reinigungsaufgaben in großer Höhe. Neben der Arbeitssicherheit – der Einsatz von Arbeitsbühnen oder Alpintechnik entfällt – versprechen die Entwicklungsteams auch Zeit- und Kosteneffizienz. Der Test in Dresden gilt als wichtiger Schritt für den möglichen Serieneinsatz von Reinigungsdrohnen im gebäudewirtschaftlichen Bereich.

    TAG24

    18. Mai 2026

    Europa sucht Social-Media-Alternativen

    Der Abschied von US-Plattformen wie X, Facebook und Instagram gewinnt in Europa etwas an Fahrt. Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer sowie Institutionen wechseln zu europäischen Alternativen wie Mastodon oder Bluesky. Die Gründe sind neben politischen Bedenken auch Datenschutzfragen und die veränderte Eigentümerstruktur einiger Dienste. Für Unternehmen stellt sich damit neu die Frage, welche Kanäle künftig für die Markenkommunikation relevant sind und ob eine breitere Plattformstrategie sinnvoll ist.

    Tagesschau

    18. Mai 2026

    Jeder Zehnte von Cyberkriminalität betroffen

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI und das Programm Polizeiliche Kriminalprävention haben den Cybersicherheitsmonitor 2026 veröffentlicht. Demnach war allein in den vergangenen zwölf Monaten jeder Zehnte von einer Straftat im Internet betroffen. Häufigste Tatbestände sind Betrug beim Onlineshopping und -banking, Fremdzugriffe auf Online-Accounts sowie Phishing. 88 Prozent der Betroffenen berichten von einem Schaden, ein Drittel von finanziellen Verlusten. Dabei zeigen sich deutliche Lücken beim Schutzverhalten: Nur 14 Prozent informieren sich regelmäßig über Cybersicherheit.

    BSI

    18. Mai 2026

    Dresden erprobt autonome Serviceroboter im Sportpark

    Im Rahmen des EU-Projekts „Mobilities for EU“ erprobt die Stadt Dresden autonome Serviceroboter im Sportpark Ostra. Ein Reinigungsroboter vom Typ „Taski GS Ecobot 50 Pro“ ist seit November dauerhaft im Heinz-Steyer-Stadion im Einsatz: Er reinigt Innenflächen mit KI-gestützter Navigation, schafft bis zu 1.800 Quadratmeter pro Stunde und kann den Frischwasserverbrauch durch intelligentes Wasserrecycling um bis zu 80 Prozent senken. Ergänzend wird ein Kunstrasenpflege-Roboter des Typs „Turfrob“ vorbereitet.

    IDW Online

    18. Mai 2026

    USB-C sorgt nicht für Einheitlichkeit

    Seit Ende April gilt in der EU die USB-C-Pflicht auch für Notebooks. Doch der erhoffte Komfort bleibt aus, denn USB-C beschreibt nur die Form des Steckers – nicht jedoch seine technischen Eigenschaften. Zwei äußerlich identische Kabel können sich also massiv unterscheiden. Manche laden nur langsam, andere unterstützen Schnellladen, wieder andere übertragen gleichzeitig Daten und Videosignale für externe Monitore. Wer das falsche Kabel kauft, lädt seinen Laptop im schlimmsten Fall gar nicht oder extrem langsam. Der Kabelsalat bleibt also – nur unter einem einheitlichen Steckerformat.

    Verbraucherschutzforum Berlin

    11. Mai 2026

    Digitalabgabe für Internetkonzerne soll kommen

    Kulturstaatsminister Wolfram Weimer will noch vor der Sommerpause im Bundestag über eine Digitalabgabe für Internetkonzerne abstimmen lassen. Die Abgabe soll Plattformen wie Google, Meta und TikTok zur Kasse bitten – mit dem Ziel, klassischen Journalismus gezielt zu fördern. Vorbild ist Österreich, wo seit 2020 eine vergleichbare Digitalsteuer gilt. Der Bundesrat hat bereits mit einer Zweidrittelmehrheit für die Abgabe gestimmt. Hintergrund ist, dass wichtige Werbegelder und Aufmerksamkeit zunehmend zu den großen Plattformen wandern, auf Kosten von Regional- und Lokalmedien.

    Zeit Online

    11. Mai 2026

    Wer vom KI-Boom in Deutschland profitiert

    Während US-Konzerne die KI-Wertschöpfung dominieren, profitieren auch einige deutsche Unternehmen vom weltweiten Boom. Infineon liefert Leistungshalbleiter für energiehungrige KI-Rechenzentren, Jenoptik stellt optische Schlüsselkomponenten für Chip-Fertigungsmaschinen her. SAP sitzt laut Analysten auf einem „Goldschatz" an Unternehmensdaten von über 400.000 Firmen weltweit, Siemens treibt KI in der Industrie voran. Auch Siemens Energy, E.ON und RWE profitieren vom wachsenden Strombedarf der Rechenzentren. Das Fazit der Experten: Deutschland hat starke Zulieferer und Enabler – aber keine Hyperscaler. Ein großer Teil der hohen Margen landet nicht in Walldorf, sondern im Silicon Valley.

    Tagesschau

    11. Mai 2026

    Von der Bürokauffrau zur Cleantokerin

    Lisa-Sophie Heisig hat ihre Stelle als Bürokauffrau gekündigt und verdient ihren Lebensunterhalt inzwischen als Putz-Influencerin auf TikTok und Instagram. Ihre Videos – meist nur Hände beim Entkalken der Dusche oder Reinigen des Airfryers – erreichen regelmäßig zwischen 150.000 und 350.000 Aufrufe. Das Phänomen „Cleantok“ ist längst ein Massentrend: Laut YouGov schauen sich 64 Prozent der deutschen Social-Media-Nutzer Haushalts-Content an. Das ist mehr als Mode und fast so viel wie Fitness. Besonders die Generation Z holt sich ihre Putzroutinen von Influencern und verbindet Hausarbeit zunehmend mit Lifestyle und Selbstfürsorge.

    Yahoo

    11. Mai 2026

    Was das Digitalministerium bisher geschafft hat

    Ein Jahr nach Start des neuen Digitalministeriums zeigt der Bitkom-Monitor, dass lediglich neun Prozent der 221 Vorhaben abgeschlossen sind, gut die Hälfte läuft, 38 Prozent wurden noch nicht begonnen. Zwar hat die Bundesregierung wichtige Projekte angeschoben, doch das Tempo reicht laut Bitkom nicht aus. Bleibt es dabei, wären bis zum Ende der Legislatur nur 43 Prozent umgesetzt. Besonders das Ministerium selbst treibt viele Projekte voran. Jetzt kommt es laut Verband darauf an, Schlüsselvorhaben wie Verwaltungsdigitalisierung und KI schneller in die Praxis zu bringen.

    Bitkom

    04. Mai 2026

    Schwächelndes Netz jetzt offiziell nachweisbar

    Seit dem 20. April gelten in Deutschland neue verbindliche Vorgaben der Bundesnetzagentur zur Überprüfung von Mobilfunkleistungen. Die dazugehörige App „Breitbandmessung“ ist für iOS und Android verfügbar und ermöglicht erstmals einen rechtssicheren Nachweis von Minderleistungen im Mobilfunk. Nach einer fünftägigen Messkampagne mit 30 Messungen erstellt die App ein PDF-Protokoll, das als Grundlage für Entgeltminderungen oder außerordentliche Kündigungen gegenüber dem Mobilfunkanbieter dient. In dicht besiedelten Gebieten gelten bereits unter 25 Prozent der vereinbarten Maximalgeschwindigkeit als Mangel.

    Caschys Blog

    04. Mai 2026

    Machen KI-Chatbots dumm?

    Schon 15 Minuten Chatbot-Nutzung können die kognitive Leistungsfähigkeit messbar senken, so eine aktuelle Studie von Forschenden der Carnegie Mellon University und der University of Oxford. 354 Probandinnen und Probanden lösten Rechenaufgaben mit und ohne KI-Unterstützung. Sobald der Chatbot wegfiel, sank die Leistung der KI-Gruppe deutlich unter den Schnitt der Kontrollgruppe. Auch Geduld und Durchhaltevermögen litten. Die Forschenden erklären den Effekt damit, dass KI-Nutzung den eigenen Maßstab für Aufgabendauer verschiebt und die Fähigkeit zur realistischen Selbsteinschätzung schwächt. Eine zweite Studie der Middlesex University ergänzt: Wer KI-Vorschläge kritisch hinterfragt statt blind übernimmt, zeigt dagegen mehr Selbstvertrauen und kognitive Eigenverantwortung.

    t3n

    04. Mai 2026

    E-Autos im Vergleich

    Elektroautos sind deutlich zuverlässiger als Verbrenner – das bestätigt die aktuelle Pannenstatistik des ADAC. Bei einem vier Jahre alten E-Auto wurden 6,5 Pannenfälle pro 1.000 Fahrzeuge registriert, bei gleichaltrigen Verbrennern waren es 12,5. Grund dafür sei die geringere Anzahl verschleißanfälliger Teile im Elektroantrieb. Ausgewertet wurden 158 Modelle von 27 Herstellern. Häufigste Pannenursache bei allen Antriebsarten ist ein Defekt der Starterbatterie – sie allein macht fast die Hälfte aller Fälle aus. Eine Ausnahme: Bei der Bordelektronik schneiden E-Autos schlechter ab als Verbrenner, was Fachleute auf die komplexere Elektronik zurückführen.

    Tagesschau

    04. Mai 2026