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aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen
aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass Auszubildende unter eine Betriebsvereinbarung zur betrieblichen Altersvorsorge fallen können, wenn diese allgemein für „Betriebsangehörige" gilt. Ein Azubi, der seine Ausbildung von 2006 bis 2009 absolviert hatte, hat 15 Jahre später Versorgungsansprüche geltend gemacht. Das Gericht stellte klar: Der Begriff „Betriebsangehörige" umfasse auch Azubis, und bis zur Kündigung der Betriebsvereinbarung erworbene Ansprüche blieben bestehen.
Handwerk
Viele Schülerinnen, Schüler und Studierende nutzen die Ferienzeit zum Geldverdienen. Betriebe können mit den Aushilfen personelle Engpässe überbrücken oder potenzielle Azubis kennenlernen. Doch es gibt einiges zu beachten: Mindestalter, Arbeitszeiten, Arbeitsschutz, Urlaubsanspruch und Mindestlohn sind auch bei Ferienjobs gesetzlich geregelt. Ein schriftlicher befristeter Arbeitsvertrag wird hierfür dringend empfohlen. Übrigens: Wer nicht mehr als drei Monate oder 70 Tage im Jahr arbeitet, zahlt keine Sozialabgaben.
HWK Stuttgart
Das Oberverwaltungsgericht NRW hat entschieden: Wer auf dem Weg zur Arbeit von einer Biene gestochen wird, steht unter Unfallschutz, unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel. In dem konkreten Fall war ein Beamter mit dem Fahrrad unterwegs, als er mit dem Insekt aneinandergeriet. Der Dienstherr wollte den Stich nicht als Dienstunfall anerkennen, scheiterte damit aber vor Gericht. Ein Insektenstich gehöre zu den allgemeinen Gefahren des Verkehrs, und die müsse der Dienstherr tragen, so das Gericht.
Handelsblatt
Eine Befragung im Auftrag von Sodexo zeigt: Die Essenswahl am Arbeitsplatz entscheidet bei 63 Prozent der Beschäftigten der Geschmack. Der zweitwichtigste Faktor Gesundheit folgt mit 45 Prozent. Außerdem gewinnt der Preis an Bedeutung. 31 Prozent verzichten demnach sogar ganz auf den Besuch des Betriebsrestaurants wegen zu hoher Kosten, wobei die Schmerzgrenze bei 6,99 Euro pro Mittagessen liegt. Besonders für Jüngere ist die Mittagspause ein wichtiger Tagesanker: Mehr als die Hälfte der 18- bis 34-Jährigen misst ihr hohe Bedeutung bei.
Lebensmittelpraxis
Auch Unternehmerinnen und Unternehmer können Homeoffice-Kosten steuerlich geltend machen. Die einfachste Möglichkeit ist die Homeoffice-Pauschale: sechs Euro pro Tag für bis zu 210 Tage im Jahr, also maximal 1.260 Euro – ohne eigenes Arbeitszimmer. Wer ein Arbeitszimmer hat, das den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit bildet und zu mindestens 90 Prozent beruflich genutzt wird, kann die Raumkosten vollständig absetzen. Zusätzlich absetzbar sind Büroausstattung, Hardware sowie pauschal 20 Prozent der Telefon- und Internetkosten. Gut zu wissen: Die Pauschale gilt pro Person – Paare können sie doppelt nutzen.
Handwerk
Das Magazin hat 20 Essigreiniger aus Supermärkten, Discountern und Drogerien in Bezug auf Putzleistung und Inhaltsstoffe unter die Lupe genommen. Sieben schnitten mit „sehr gut“ ab – darunter auch günstige Eigenmarken von Rewe, Kaufland und Edeka für jeweils 0,75 Euro pro Liter. Acht Produkte wurden als „gut“ bewertet. Nur zwei erhielten lediglich „ausreichend“. Der eine fiel wegen kritischer Konservierungsstoffe und Kunststoffverbindungen negativ auf, der andere konnte bei der Putzleistung nicht überzeugen.
n-tv
Die Bundesregierung hat eine Reform des Baugesetzbuchs beschlossen, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und den Wohnungsbau zu stärken. Vorgesehen sind unter anderem digitale Bauleitverfahren, schnellere Umweltprüfungen sowie neue Instrumente gegen Wohnraummangel und Schrottimmobilien. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe begrüßt die Novelle als wichtigen Schritt, fordert jedoch weitere Maßnahmen, um das Bauen auch wirtschaftlich attraktiver zu machen.
Handwerksblatt
Der Spielfilm „Ich verstehe Ihren Unmut“ von Regisseur Kilian Armando Friedrich beleuchtet den Arbeitsalltag von Reinigungskräften und Objektleitungen und ist aus persönlichen Erfahrungen in der Gebäudereinigung entstanden. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie Arbeitsbelastung, Konflikte im Berufsalltag und Fragen der Wertschätzung in der Dienstleistungsarbeit. Auffällig ist die Besetzung: Die Hauptrollen werden von langjährig in der Branche tätigen Personen ohne klassische Schauspielausbildung gespielt, zum Teil in improvisierten Szenen. Seit letzter Woche ist der Film bundesweit in den Kinos zu sehen.
RHW Online
Diesen Monat treten in Deutschland mehrere Neuerungen in Kraft. Ende Juni läuft der Tankrabatt aus – die Kraftstoffpreise dürften danach schrittweise wieder steigen. Ab dem 7. Juni können sich Beschäftigte im öffentlichen Dienst auf die neue EU-Entgelttransparenzrichtlinie berufen, etwa beim Auskunftsrecht über Gehälter. Ab dem 19. Juni sind Unternehmen mit Online-Verkauf verpflichtet, einen gut sichtbaren Widerrufsbutton bereitzustellen. Und rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner erhalten Post: Zum 1. Juli steigen die Renten um 4,24 Prozent.
t-online
Das Drama „Ich verstehe Ihren Unmut“ beleuchtet die oft unsichtbare Arbeitswelt der Gebäudereinigung und erzählt von der Objektleiterin Heike, die zwischen wirtschaftlichen Zwängen und sozialer Verantwortung aufgerieben wird. Als ein Konflikt mit einem Subunternehmer eskaliert, gerät sie in ein moralisches Dilemma, das die harten Bedingungen und Machtverhältnisse im Niedriglohnsektor eindringlich sichtbar macht. Kinostart ist der 4. Juni.
Kinofans
Fast jeder Zweite in Deutschland fühlt sich durch personalisierte Werbung unwohl, 40 Prozent empfinden sie gar als gruselig – das zeigt eine aktuelle YouGov-Studie. Besonders Surf- und Social-Media-Daten gelten bei den Befragten als rote Linie. Gleichzeitig erkennt jeder Dritte einen Mehrwert: Relevante Werbung kann die Entdeckung neuer Produkte erleichtern. Opt-out-Möglichkeiten und Anonymisierung sind laut Studie entscheidend dafür, Vertrauen zurückzugewinnen.
YouGov
Laut dem KfW-Gründungsmonitor 2025 waren 40 Prozent der Gründerinnen und Gründer in Deutschland unter 30 Jahre alt – ein Rekordwert. Das Durchschnittsalter sank auf 34,2 Jahre. Insgesamt wuchs die Zahl der Gründungen auf 690.000, darunter vor allem Nebenerwerbsgründungen. Viele Menschen wollen in der Wirtschaftskrise etwas dazuverdienen. Im Handwerk verzeichnete das erste Halbjahr 2025 rund 47.900 Betriebszugänge, mit den Gebäudereinigern als deutlich stärkstem Gewerk.
Handwerk
Marcel ist gelernter Gebäudereiniger und seit 16 Jahren im Job – was ihn antreibt, erzählt er im Video: „Allein, dass es wieder glänzt." Er reinigt große Flächen in der Höhe und schätzt die frühen Morgenstunden mit Sonnenaufgang und den Ausblick über Bremen. Katja ist seit 31 Jahren Wagenpflegerin bei der Stadtbahn. Einen angebotenen Job als Zugführerin hat sie bewusst abgelehnt: Sie reinigt lieber und bevorzugt den Schichtdienst. Brigitte putzt seit 25 Jahren im Übersee-Museum, das sie schon seit ihrem 14. Lebensjahr liebt. An Rente denkt sie mit 64 noch nicht, auch weil sie es sich finanziell nicht leisten kann.
ARD
Ab dem 1. Januar 2027 können Riester-Sparende ihr Vermögen in neue Vorsorgeprodukte überführen, ohne die bisherige staatliche Förderung zu verlieren. Zur Wahl stehen ein sogenanntes Altersvorsorgedepot mit mehr Renditechancen sowie Rentenversicherungen mit 100- oder 80-Prozent-Garantie. Bestehende Riester-Verträge genießen weiterhin Bestandsschutz und können unverändert weitergeführt werden. Von einer Kündigung raten Fachleute ausdrücklich ab, da staatliche Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen.
n-tv
Die TU München hat am Campus Freising-Weihenstephan das Zentrum für Infektionsprävention eröffnet. Ziel ist es, resistente Erreger auch ohne Antibiotika kontrollieren zu können. Bund und Freistaat fördern das neue Forschungszentrum mit knapp 60 Millionen Euro. Heute sterben weltweit jährlich rund 1,3 Millionen Menschen an Infektionen, weil bewährte Therapien inzwischen versagen. Bis 2050 könnte diese Zahl laut Prognosen auf bis zu zehn Millionen ansteigen.
Merkur
Ein internationales Forschungsteam hat eine transparente Beschichtung für Solarglas entwickelt. Sie lässt Regentropfen leichter abrollen, die wiederum den Schmutz gleich mitnehmen. Im Labortest blieb das beschichtete Glas deutlich sauberer als unbeschichtetes, und der Wirkungsgrad einer Testzelle stieg von 13,9 auf 14,56 Prozent. Die Beschichtung kommt ohne toxische fluorierte Verbindungen aus und setzt stattdessen auf Siliziumdioxid. Bis zur Marktreife für Dachanlagen könnte es laut einem der beteiligten Forscher noch rund fünf Jahre dauern.
Chip
Die verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der EU-Richtlinie CSRD weitet sich schrittweise auf immer mehr Unternehmen aus. Das Bundeswirtschaftsministerium informiert über die Anforderungen der European Sustainability Reporting Standards, kurz ESRS, und gibt Orientierung für mittelständische Betriebe. Neben Umwelt- und Klimathemen müssen Unternehmen künftig auch soziale Aspekte und Governance-Strukturen transparent machen. Themen wie Ressourcenverbrauch, Arbeitsbedingungen und Lieferkettenverantwortung werden damit zunehmend berichtspflichtig.
Bundeswirtschaftsministerium
Der Cleaner Cup, das traditionsreiche Kleinfeld-Fußballturnier für Damen und Herren aus der Gebäudereinigungsbranche, geht in die 17. Runde. Austragungsort ist wieder die U Ground Arena in Korneuburg. Termin ist der 12. September 2026, Anmeldeschluss der 4. September. Neben dem sportlichen Wettkampf steht vor allem das Miteinander im Vordergrund: ein Tag, an dem Teams nicht nur miteinander, sondern auch füreinander spielen und Kolleginnen und Kollegen abseits des Arbeitsalltags zusammenkommen.
Reinigung Aktuell
Von Mitte April bis Ende Mai lässt die Deutsche Bahn insgesamt 1.400 deutsche Bahnhöfe reinigen. Allein am Frankfurter Hauptbahnhof investiert das Unternehmen knapp 200.000 Euro. Der letzte Fensterputz am Hauptbahnhof liegt zehn Jahre zurück – nun reinigen Industriekletterer die 25.000 Quadratmeter Glas der Hallenschürzen mit Seiltechnik. Täglich durchqueren bis zu einer halben Million Menschen den Bahnhof. Bundesweit gibt die Bahn in diesem Jahr rund 50 Millionen Euro zusätzlich für besseren Aufenthalt und Sicherheitsempfinden an Bahnhöfen aus.
Frankfurter Rundschau
US-Unternehmen schöpfen ihre organisationale Leistungsfähigkeit deutlich besser aus als deutsche – das zeigt der „Organizational Performance Report 2026“ von Ingentis und der Hochschule Pforzheim, basierend auf einer Befragung von über 1.200 Beschäftigten in Deutschland und den USA. Das ausgeschöpfte Leistungspotenzial liegt in den USA bei rund 70 Prozent, in Deutschland nur bei etwa 60 Prozent. Auch bei Reorganisationen schneidet Deutschland schlecht ab: Nicht einmal jede fünfte Person bewertet sie als erfolgreich, jede zweite empfindet sie als zäh und aufreibend. Zudem hat nur etwa jede dritte Person in Deutschland Klarheit darüber, wer wofür verantwortlich ist.
Haufe
Lukas Berger aus Magdeburg hatte schon zwei Ausbildungen zum Gebäudereiniger abgebrochen – einmal wegen eines Umzugs, einmal wegen psychischer Probleme. Über die Jugendberufsagentur kam er in das Projekt „STABIL“, das jungen Menschen beim Weg zurück in Alltag, Lernen und Beruf hilft. Auf 40 Jugendliche kommen dort zehn Betreuende. Neben Schulauffrischungskursen gibt es vier verschiedene Werkstätten. Lukas‘ Ziel ist es, nach dem Projekt eine Ausbildung zum Industriemechaniker oder Zweiradmechaniker zu beginnen.
MDR Sachsen-Anhalt
Wer mehrfach pünktlich nach dem Urlaub krankgeschrieben ist – und vorher noch vergeblich um Verlängerung gebeten hat – muss damit rechnen, dass der Arbeitgeber die Bescheinigung anzweifelt. Genau das hat das Arbeitsgericht Heilbronn in einem aktuellen Urteil bestätigt. Ein Arbeitnehmer, der dieses Muster mehrere Jahre in Folge zeigte, bekam keine Entgeltfortzahlung. Der behandelnde Arzt konnte sich weder an die Untersuchung noch an die Ausstellung der Bescheinigung erinnern. Eine Krankmeldung schützt also nicht automatisch, wenn das Muster zu auffällig ist.
ETL Rechtsanwälte
82 Prozent der Deutschen befürworten überdurchschnittlich stark demokratische Werte – die grundsätzliche Zustimmung zur liberalen Demokratie ist damit so hoch wie seit Jahren nicht. Das zeigt der neue Demokratiemonitor 2026 der Bertelsmann Stiftung. Gleichzeitig klafft eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und wahrgenommener Umsetzung: Besonders bei den Parteien ist nur jede sechste Person auch mit dem praktischen Funktionieren zufrieden. Die Studienautoren werten dies nicht als Krise, sondern als Zeichen demokratischer Resilienz – und als Auftrag zur Verbesserung.
Bertelsmann Stiftung
Die steuer- und abgabenfreie Krisenprämie von bis zu 1.000 Euro kann seit dem 1. Januar 2026 ausgezahlt werden – und gilt nun bis zum 30. Juni 2027. Arbeitgeber können die Prämie freiwillig und zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn zahlen. Voraussetzung ist, dass die Zahlung nachweislich zur Abmilderung der gestiegenen Verbraucherpreise dient. Eine Verpflichtung zur Auszahlung besteht nicht. Es sei denn, ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung schreibt sie vor.
anwalt.de
Sektflaschen, Grillreste, Zeitschriften – wer räumt das eigentlich weg? An der Elbe macht das ein sechsköpfiges Team der Stadtreinigung Hamburg. An 365 Tagen im Jahr ist es auf den zwölf Kilometern zwischen Övelgönne und Wedel unterwegs . In der Saison wächst die Zahl der Papierkörbe von 45 auf 220 – ein stiller Hinweis darauf, wie viele Menschen sich hier im Sommer niederlassen. Das Härteste an dem Job: das Laufen im Sand, so die Teammitglieder. Dafür gäbe es den schönsten Ausgleich: den Ausblick auf die Elbe, Bauch-Beine-Po-Training inklusive.
Zeit Online
Der Bundestag hat das Gesetz zur Reform der privaten Altersvorsorge beschlossen. Ab 2027 ersetzt das „Altersvorsorgedepot“ die Riester-Rente und ist erstmals auch für Selbstständige zugänglich. Wer mindestens 120 Euro jährlich einzahlt, erhält staatliche Zulagen, bis zu 540 Euro Grundzulage bei 1.800 Euro Einzahlung. Es gibt jedoch auch Kritik: Die Effektivkosten von bis zu einem Prozent könnten die komplette Förderung aufzehren. Bei langen Laufzeiten könnte daher ein Depot ohne Förderung mehr Rendite bringen.
Handwerk
Die Schweizer Reinigungsbranche steht unter Druck: Digitale Plattformen versprechen günstige Reinigungskräfte auf Knopfdruck. Doch wer trägt die Verantwortung? So bleibt Schwarzarbeit ein drängendes Problem. Gewerkschaften kritisieren, dass nur Arbeitgeber Löhne bei den Sozialversicherungen deklarieren können. Neue Modelle wie spezialisierte Unternehmen und der Arbeitscheck versuchen, Transparenz zu schaffen. Für eine Stunde Haushaltsreinigung beträgt ein seriöses Angebot rund 45 Franken.
SRF
Eine Woche lang reinigte ein Team von Kärcher-Fachkräften den Boden des Schlossgeländes Ludwigsburg mit Hochdruckreinigern – mehr als 600 Quadratmeter an nur einem Tag. Die sogenannte Denkmalreinigung war nötig, da die Bodenplatten durch Moos und Algen rutschig geworden waren. Experte Sebastian Nann gibt Tipps für alle: Fläche vorwässern, Mechanik an die Oberfläche anpassen und bei empfindlichen Materialien auf Flachstrahldüsen statt Dreckfräser setzen.
SWR
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Wohnungseigentümergemeinschaften für Erhaltungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum nicht zwingend mehrere Vergleichsangebote einholen müssen. Damit kippte das Gericht die bisherige „Drei-Angebote-Regel“ vieler Instanzgerichte. Eine gesetzliche Pflicht dafür gebe es nicht. Entscheidend sei vielmehr eine ausreichende Tatsachengrundlage für den Beschluss. Dafür könne auch der Einsatz bewährter Handwerksbetriebe ausreichen.
LTO
Das Landesarbeitsgericht Thüringen hat klargestellt, dass Arbeitgeber den Urlaub ihrer Beschäftigten nicht pauschal auf eine bestimmte Höchstdauer – etwa zwei Wochen – begrenzen dürfen. Eine Arbeitnehmerin setzte ihren Anspruch auf drei Wochen Urlaub per einstweiliger Verfügung durch. Nach dem Bundesurlaubsgesetz ist Urlaub grundsätzlich zusammenhängend zu gewähren. Eine Aufteilung ist nur in Ausnahmefällen zulässig, wenn dringende betriebliche oder persönliche Gründe vorliegen. Pauschale Vorgaben ohne nachvollziehbare Begründung sind damit rechtlich nicht haltbar.
Handwerk
In Belgien berichten immer mehr Reinigungskräfte über wachsenden Arbeitsdruck im Zuge teurer gewordener Dienstleistungsschecks. Das staatlich geförderte System soll eigentlich legale Beschäftigung im Haushalt sichern und Schwarzarbeit eindämmen. Seit der Preiserhöhung auf zehn Euro pro Gutschein buchen Kunden jedoch weniger Stunden, erwarten aber unverändert hohe Leistung. Viele Beschäftigte berichten laut Medien von stärkerem Zeitdruck und wachsender Angst vor Auftragsverlust. Einige sehen dadurch sogar eine Zunahme von Schwarzarbeit im privaten Bereich.
Focus Online
Die von der Bundesregierung geplante steuerfreie Entlastungsprämie von 1.000 Euro für Beschäftigte sorgt im Handwerk für deutliche Kritik. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer sehen darin keine Entlastung, sondern eine zusätzliche finanzielle Belastung für Betriebe. Sie verweisen auf steigende Energie- und Materialkosten sowie fehlende wirtschaftliche Spielräume. Einige kündigten an, die Prämie nicht zahlen zu können oder zu wollen. Stattdessen fordern sie strukturelle Maßnahmen wie Steuer- und Abgabensenkungen.
Handwerk
Der Dachdecker- und Klempnermeister Klaus Marquardt aus Waghäusel setzt konsequent auf Outsourcing, um seinen 30-köpfigen Betrieb effizienter zu steuern und sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Aufgaben wie Telefonservice, IT, Lohnbuchhaltung oder technische Planungen vergibt er gezielt an externe Dienstleister, die diese oft schneller und kostengünstiger erledigen können. So bleiben interne Ressourcen frei für wertschöpfende Tätigkeiten im Dach- und Metallbau. Marquardt betont, dass die Auslagerung nur dann Sinn ergibt, wenn sie sich wirtschaftlich rechnet und klare Vorteile in Zeit, Qualität oder Kosten bringt.
Handwerk
Die Reform des Arbeitsschutzes verpflichtet Arbeitgeber nun, auch Homeoffice-Arbeitsplätze in die Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen und ergonomische sowie psychische Belastungen zu berücksichtigen. Eine Kontrolle der privaten Wohnung ist dabei nicht erforderlich, die Umsetzung erfolgt über digitale Abfragen und Dokumentation. Arbeitgeber müssen gewährleisten, dass die Bildschirmarbeit sicher organisiert und Beschäftigte entsprechend unterwiesen werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder und mögliche Haftungsrisiken für Führungskräfte. Ziel der Reform ist eine bessere Einbindung flexibler Arbeitsmodelle in den Arbeitsschutz.
Frankfurter Rundschau
Es begann an einem Bankautomaten und dessen verschmutzter Umgebung – ohne Auftrag und ohne Aufmerksamkeit. Marcel Kante beschloss, der Stadt Köln „etwas zurückzugeben“ und reinigte die Stelle. Daraus entstand eine kleine, fleißige Bewegung. Die Arbeit von „Stadtherz“ finanziert sich über Spenden. Ehrenamtliche Helfer ziehen mit professionellem Equipment los. Die Wasseranschlüsse der Stadt werden dann genutzt, um zum Beispiel am Rote-Funken-Plätzchen das Funkenmariechen zu säubern. Bei Graffiti allerdings muss der Sandstrahler ran. Auch der Azubi der Truppe ist freiwillig dabei – und wie alle Beteiligten stolz auf sein gutes Werk.
ARD
Ab dem 27. September gelten in der EU strengere Vorgaben gegen irreführende Umweltwerbung. Die sogenannte „EmpCo-Richtlinie“ erlaubt allgemeine Begriffe wie „nachhaltig“ oder „klimafreundlich“ künftig nur noch, wenn sie durch anerkannte Siegel oder überprüfbare Nachweise belegt sind. Auch Aussagen zur „Klimaneutralität“ sind ohne belastbare Grundlage nicht mehr zulässig. Nachhaltigkeitssiegel müssen auf unabhängigen Zertifizierungssystemen basieren und transparent nachvollziehbar sein, selbsterfundene Labels sind dann verboten. Ziel der neuen Regeln ist mehr Klarheit und Vergleichbarkeit für Verbraucherinnen und Verbraucher.
Utopia
An der Universität Freiburg startet ab Juli das interdisziplinäre Projekt „CircEL“, in dem Ingenieurinnen und Juristinnen gemeinsam an Lösungen für eine echte Kreislaufwirtschaft arbeiten. Ziel ist es, Materialien, Produkte und Komponenten länger nutzbar zu machen und dafür auch passende rechtliche Rahmenbedingungen zu entwickeln. Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert das Vorhaben über sechs Jahre mit drei Millionen Euro, zusätzlich trägt die Universität rund 700.000 Euro bei. Im Fokus stehen dabei technische und rechtliche Fragen von Produktdesign über Nutzung bis hin zu Abfallrecht und Gewährleistungsrecht.
Universität Freiburg
Ein Gartenbaubetrieb bleibt auf seinen Kosten sitzen, weil laut Urteil des Amtsgerichts München kein wirksamer Auftrag für von ihm ausgeführte Arbeiten vorlag. Zwei Nachbarn hatten gemeinsam eine Grundstücksbepflanzung geplant, sich im Gartencenter beraten lassen und eine Empfehlung für einen externen Betrieb erhalten. Dem später erschienenen Mitarbeiter wurde die Planung zwar erläutert, jedoch kein verbindlicher Auftrag erteilt. Dennoch wurden Arbeiten durchgeführt und knapp 4.000 Euro in Rechnung gestellt. Das Gericht stellte klar: Eine bloße Empfehlung oder Kontaktvermittlung ersetzt keinen Vertrag, daher bestehe kein Anspruch auf Bezahlung.
Handwerk
Ab Juli 2026 können Minijobber ihre einmal beantragte Befreiung von der Rentenversicherungspflicht laut Minijob-Zentrale einmalig für die Zukunft rückgängig machen. Die Änderung erfolgt schriftlich über den Arbeitgeber und gilt ab dem Folgemonat, sofern keine Rückmeldung der Minijob-Zentrale erfolgt. Damit steigen zwar die eigenen Beiträge, gleichzeitig erhöhen sich aber auch Rentenansprüche und Leistungsansprüche der Rentenversicherung. Die Regelung betrifft Beschäftigungen bis zur Minijob-Grenze von 603 Euro monatlich im Jahr 2026.
Informationsportal Arbeitgeber
Restauratorinnen und Restauratoren haben gemeinsam mit Gemeindemitgliedern vor Ostern eine behutsame Reinigungsaktion im Halberstädter Dom durchgeführt. Ziel der Arbeiten im Dom St. Stephanus und St. Sixtus ist der Erhalt der wertvollen historischen Ausstattung und der mittelalterlichen Bausubstanz. Dabei kommen spezielle, materialschonende Methoden nach genauem Plan zum Einsatz, um Kunstwerke und Oberflächen nicht zu beschädigen. Die Aktion war Teil regelmäßiger Maßnahmen zur langfristigen Erhaltung des Doms.
Tagesschau
Eine Kündigung ist auch während einer Krankschreibung zulässig, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, erläutert Arbeitsrechtlerin Kathrin Schulze Zumkley. Entscheidend sei eine negative Gesundheitsprognose sowie eine erhebliche betriebliche Belastung durch Fehlzeiten. Zudem muss eine Interessenabwägung zugunsten des Arbeitgebers ausfallen. In kleineren Betrieben gelten geringere Hürden, während größere Unternehmen das Kündigungsschutzgesetz und Mitbestimmung beachten müssen. Auch ein betriebliches Eingliederungsmanagement kann vor einer Kündigung relevant werden.
Handwerk
Hauswirtschaft umfasst heute weit mehr als Kochen und Putzen, wie Auszubildende und Lehrende der Landesakademie Kupferzell betonen, berichtet der SWR. Neben Versorgung und Betreuung gehören auch BWL, Unternehmensführung und Kommunikation zum Berufsbild. Die Einsatzfelder reichen von Kantinen über Pflegeeinrichtungen bis zur Familienhilfe. Allerdings bleibt der Frauenanteil weiter hoch, die Zahl der Weiterbildungen ist rückläufig. Ziel der Auszubildenden ist es, das moderne und vielfältige Berufsbild sichtbarer zu machen.
SWR
Die Deutsche Bahn investiert verstärkt in neue Technologien, um Graffiti und Verschmutzungen zu bekämpfen, berichtet das Unternehmen. Neben Lasern kommen auch autonome Reinigungsroboter und zusätzliche Teams zum Einsatz, etwa im Rahmen eines Frühjahrsputzes an über 200 Bahnhöfen. Hintergrund sind jährliche Schäden von rund 12 Millionen Euro durch Vandalismus. Parallel setzt die Bahn auf rechtliche Abschreckung, da Verursacher für Schäden bis zu 30 Jahre haftbar gemacht werden können. Das Programm ist Teil einer umfassenden Initiative für mehr Sauberkeit und Sicherheit an Bahnhöfen.
Mein KA
Eine Studie des Fraunhofer CSP hat gezeigt, dass gängige Reinigungsmittel die Antireflexbeschichtung von Solarmodulen beschädigen können. Drei von fünf getesteten Produkten führten zu messbaren Leistungsverlusten von bis zu 5,6 Prozent. Ursache sind chemische Reaktionen, die die Lichtdurchlässigkeit des Glases beeinträchtigen. Besonders bemerkenswert: Sogar die als materialverträglich beworbenen Reiniger speziell für PV-Anlagen schnitten teils schlecht ab. Die Forschenden empfehlen, jedes Reinigungsmittel sorgfältig zu prüfen und stärker auf materialschonende Verfahren zu achten.
Focus Online
Hochdruckreiniger entfernen hartnäckigen Schmutz von Terrassen, Einfahrten oder Gartenmöbeln deutlich effektiver als manuelles Schrubben. Im Test wurden Geräte bekannter Hersteller wie Stihl, Nilfisk, Bosch, Kärcher oder Hyundai auf Reinigungsleistung, Bedienkomfort und Ausstattung geprüft. Besonders leistungsstark zeigen sich Modelle mit etwa 140 bar oder mehr Druck. Flexible Hochdruckschläuche und durchdachtes Zubehör erleichtern die Arbeit deutlich, so eines der Ergebnisse. Unterschiede zeigen sich beim Wasserverbrauch, beim Gewicht und der Handhabung der Düsen, aber auch bei der Nutzungsfreundlichkeit. Insgesamt lohnt sich die Wahl eines hochwertigen Geräts, um Zeit zu sparen und saubere Ergebnisse zu erzielen.
Im Test
Rund 925.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst erhalten ab 1. April 2,8 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 100 Euro. Für bestimmte Jahrgänge öffnen sich im neuen Monat neue Wege zur Altersrente, teils mit Abschlägen, teils abschlagsfrei. Die digitale Ein- und Ausreise ersetzt den klassischen Passstempel an EU-Außengrenzen. Ebenfalls ab April werden USB-C-Ladebuchsen bei Laptops verpflichtend. Kundinnen und Kunden von „Miles & More“-Kreditkarten müssen auf die neue Karte der Deutschen Bank wechseln.
T-Online
Das Finanzgericht Hamburg musste in folgendem Fall entscheiden: Ein Unternehmen unterstützte einen gemeinnützigen Verein mit Geld, abhängig vom Absatz seiner Produkte. Im Gegenzug durfte es Name und Logo des Vereins werbewirksam nutzen. Das Finanzamt wollte die Zahlungen nur teilweise als Spende anerkennen. Das Finanzgericht entschied jedoch zugunsten des Unternehmens. In der Begründung hieß es, dass eine konkrete Gegenleistung in Form von Werbung vorlag und der Sponsoringzweck betrieblich motiviert war. Demnach gelten die Zahlungen als voll abzugsfähige Betriebsausgabe inklusive Vorsteuer.
Handwerk
Lufthansa hat auf rund 20 europäischen Kurzstreckenflügen im März ein „Light Cleaning“-Konzept in der Economy-Class getestet. Die Reinigung erfolgte nur noch punktuell, sprich: Abfall aus Sitztaschen wurde entfernt und Waschräume nur auf Anfrage gesäubert. Business- und First-Class-Kabinen wurden weiterhin voll gereinigt. Ziel ist es, Zeit und Personal effizienter einzusetzen, etwa durch weniger Reinigungskräfte an Außenstationen bei längerer Einsatzdauer. Das Feedback von Crew und Fluggästen fließt in die Auswertung ein. Einige ursprünglich geplante Maßnahmen wurden bereits wieder zurückgenommen, zum Beispiel das Zurechtlegen der Sitzgurte einzusparen.
Aerotelegraph
Ein Fotograf stürzte bei einem Shooting in einem Krankenhausflur und brach sich den Oberschenkelknochen. Er forderte Schmerzensgeld, weil kurz zuvor eine Reinigungsmaschine den Bereich passiert hatte. Das Landgericht Flensburg wies die Klage ab. Zwar müssen demnach Eigentümer und Betreiber im Sinne der Verkehrssicherungspflicht auf eine Rutschgefahr hinweisen, doch Warnhinweise sind nur dort nötig, wo die Gefahr nicht offensichtlich ist. Da die Reinigungsmaschine deutlich sichtbar war, war damit zu rechnen, dass der Boden feucht sein könnte. Das Urteil zeigt: Bei deutlich erkennbarer Reinigung muss nicht jede Fläche zusätzlich mit Schildern gesichert werden.
Rechtsdepesche
Ein Sohn erhielt von seinem Vater über neun Jahre verteilt mehrere Geldgeschenke zwischen 10.000 und 100.000 Euro, insgesamt 450.000 Euro. Diese Summe lag über dem Freibetrag von 400.000 Euro innerhalb von zehn Jahren. In der Erbschaftsteuererklärung bezeichnete er diese Zuwendungen als „übliche Gelegenheitsgeschenke“ und wollte sie steuerfrei geltend machen. Das Finanzamt akzeptierte ein Oster-Geschenk in Höhe von 20.000 Euro jedoch nicht und verlangte 1.400 Euro Schenkungsteuer. Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschied: „Übliche Gelegenheitsgeschenke“ müssten nach allgemeiner Verkehrsanschauung beurteilt werden. Nach dieser liegt die Grenze für ein unbedenkliches Geschenk zu Ostern unter 20.000 Euro.
Handwerk
2025 waren laut KfW-Mittelstandspanel 16 Prozent der rund 3,87 Millionen mittelständischen Unternehmen in Deutschland von Frauen geführt, überwiegend Kleinstunternehmen und Dienstleister. Mindestens eine Führungsposition war in 34 Prozent der Firmen weiblich, der Anteil über alle Managementebenen lag bei 24 Prozent. In frauengeführten Unternehmen besetzen Frauen rund 76 Prozent aller Führungsposten, in männergeführten Unternehmen nur 14 Prozent. Trotz steigender Erwerbstätigkeit bleibt die wirtschaftliche Bedeutung der frauengeführten KMU unterproportional. Sie beschäftigen etwa zehn Prozent der Erwerbstätigen im Mittelstand und erzielen rund acht Prozent des Umsatzes.
KfW
In Berlin-Neukölln verschärft sich die Situation an Schulen durch fehlende Grund- und Tagesreinigungen, was zu starker Verschmutzung und sogar gesundheitlichen Beschwerden bei Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften führt. Ursache sind vor allem Sparmaßnahmen, Personalmangel und ein strukturelles Problem durch ausgelagerte Reinigungsdienste sowie unklare Zuständigkeiten zwischen Bezirk und Land. Politik, Gewerkschaften und Betroffene fordern Lösungen, doch bislang leiden vor allem die Schülerinnen und Schüler unter den Zuständen.
rbb24
Der FM-Markt im Klinikbereich steht durch steigende Energie- und Sachkosten, Fachkräftemangel und Investitionsstaus unter starkem Druck. Dienstleister wie Apleona, Sodexo und Wisag können zwar mit modularen Servicegesellschaften, digitalen Lösungen, Reinigungsrobotik und nachhaltigen Konzepten Krankenhäuser entlasten und deren Effizienz steigern, trotzdem bleibt das Wachstum schwierig. Politische Unsicherheiten, Budgetrestriktionen und Konsolidierungen erschweren die Planbarkeit. Auch setzen Universitätskliniken wie Charité und UKB verstärkt auf eigenes Facility-Management. Fachleute erwarten zwar nach der Konsolidierung stabilisierte Abläufe, jedoch bleibt die Personalgewinnung herausfordernd.
KMA Online
Wer 2026 Steuerunterlagen aussortieren möchte, sollte die unterschiedlichen Aufbewahrungsfristen beachten. Zehn Jahre gelten für Jahresabschlüsse, Kassenbücher, Inventare, Lageberichte, Eröffnungsbilanzen sowie Handbücher und Verfahrensdokumentationen. Für Buchungsbelege wie Rechnungen, Quittungen und Zahlungsbelege sind es acht Jahre, für Handels- und Geschäftsbriefe, Angebote, Mahnungen und steuerlich relevante E-Mails sechs Jahre. Die Frist beginnt mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem ein Dokument erstellt oder bearbeitet wurde. Vorsicht ist geboten bei umsatzsteuerlichen Aufzeichnungen, vorläufigen Steuerbescheiden oder laufenden Betriebsprüfungen. Sie verlängern die Aufbewahrungsfrist, sodass eine zehnjährige Aufbewahrung oft sicherer ist.
Handwerk
Oliver Zander, Hauptgeschäftsführer von Gesamtmetall, beschreibt im Interview die historische Krise der Metall- und Elektroindustrie. Seit 2018 wurden demnach 270.000 Arbeitsplätze abgebaut, 2026 könnten weitere 150.000 folgen. Besonders stark betroffen seien Automobil- und Maschinenbau, während der Rüstungsbereich nur begrenzte Entlastung biete. Als Ursachen nennt Zander hohe Energiekosten, Unternehmenssteuern, Sozialabgaben und Bürokratie, die die nötigen Investitionen bremsen. Er fordert eine effizientere Verwaltung, Bürokratieabbau und Reformen im Renten- und Sozialversicherungssystem, zum Beispiel einen späteren Renteneintritt oder höhere Wochenarbeitszeiten.
Hamburger Abendblatt
Die Aktivrente soll Beschäftigte belohnen, die nach Erreichen des gesetzlichen Rentenalters weiterarbeiten. Ihr Einkommen bleibt bis 2.000 Euro monatlich steuerfrei. Arbeitgeber sollten wissen, dass die Einnahmen grundsätzlich sozialversicherungspflichtig sind, wobei für Rentnerinnen und Rentner unter Umständen der Arbeitnehmeranteil zur Renten- und Arbeitslosenversicherung entfällt. Alle laufenden Zulagen, Zuschläge und einmaligen Zahlungen zählen zum beitragspflichtigen Arbeitsentgelt, sodass die Sozialversicherungssysteme vom Bonus profitieren. Der Steuerfreibetrag gilt pro Monat und kann nicht übertragen werden. Gleichzeitig erhöhen die weiter gezahlten Beiträge die Rente der Beschäftigten, was weitere Anreize für eine längere Beschäftigung schaffen soll.
Die Techniker
Weltweit nennen 57 Prozent der Top-Manager die ökonomische Unsicherheit als größte Herausforderung, in den USA sogar 68 Prozent. Künstliche Intelligenz steigt auf Platz zwei mit 44 Prozent, Cyberrisiken folgen mit 31 Prozent. Deutsche Führungskräfte sorgen sich zusätzlich um geopolitische Konflikte und Lieferkettenprobleme, fühlen sich beim Klimaschutz aber besonders handlungsfähig mit 67 Prozent. Strategische Personalthemen wie Nachfolge, Führungskräfteentwicklung und Mitarbeiterbindung spielen dagegen nur eine geringe Rolle. Top-Manager zeigen demnach nur kurzfristig Resilienz, langfristige Zukunftssicherung bleibt ein Defizit.
Manager Magazin
41 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber brechen den Bewerbungsprozess ab, weil die Chemie mit der Recruiterin oder dem Rercuiter nicht stimmt. Die Studie „Karriere-Barometer 2026“ zeigt, dass Empathie, Zuhören, eine klare Gesprächsstruktur und eine authentische Unternehmensvertretung entscheidend für den Erfolg im Recruiting sind. Führungskräfte sollten daher sicherstellen, dass ihre Recruiting-Teams nicht nur Prozesse abarbeiten, sondern als Markenbotschafter agieren. Junge Talente planen durchschnittlich 17 Monate in einer Position und erwarten dort eine schnelle Entwicklung, Feedback und echte Karriereperspektiven.
Personalwirtschaft
Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie muss bis Juni 2026 in deutsches Recht umgesetzt werden. Arbeitgeber müssen künftig faire und nachvollziehbare Vergütungsstrukturen sicherstellen, jährliche Auskünfte über individuelle Gehälter und Vergleichsgruppen geben sowie den Gender-Pay-Gap ab fünf Prozent beheben. Das Einstiegsgehalt muss im Bewerbungsprozess offen kommuniziert werden, wohingegen frühere Gehälter nicht mehr erfragt werden dürfen. Auch Gehaltsgeheimhaltungsklauseln werden unwirksam. Für die Umsetzung empfiehlt sich ein Drei-Stufen-Plan, bei dem bestehende Strukturen geprüft, ein diskriminierungsfreies System eingeführt und Arbeitnehmervertretungen frühzeitig eingebunden werden.
Human Resources Manager
In 72 Metern Höhe sind derzeit die sogenannten „Skywalker“ im Einsatz, um die Kuppel der Wiener Karlskirche zu reinigen und zu restaurieren. Restauratorin und Bildhauerin Manuela Fritz sowie ihr Team kümmern sich um Reliefs, Säulen und Statuen. Dies reicht vom präzisen Säubern komplexer Figuren bis zum einfachen Staubsaugen der Kuppel. Die Arbeiten finden teils sitzend, teils auf Leitern oder Kränen statt und erfordern höchste Konzentration, Nervenstärke und absolute Höhenangstfreiheit. Besuchende müssen sich anstrengen, um die Teammitglieder aus der Ferne überhaupt erspähen zu können.
Mein Bezirk
Eine Abmahnung als schriftliche Warnung bei Fehlverhalten ist oft Voraussetzung für eine verhaltensbedingte Kündigung, erklärt Fachanwalt Markus Michalka. Gründe sind etwa Zuspätkommen, Fehler bei Zeiterfassung oder IT-Verstöße. Unzulässig sind dagegen Abmahnungen für unveränderbares Verhalten. Das Schreiben muss konkrete Vorfälle und eine Aufforderung zur Verhaltensänderung enthalten und kann persönlich oder per Post übergeben werden. Arbeitnehmende sollten sich entschuldigen, wenn die Abmahnung berechtigt ist, oder den Betriebsrat oder einen Arbeitsrechtler einschalten, wenn sie unberechtigt erscheint. Dann können eine Gegendarstellung, eine außergerichtliche Entfernung oder gerichtliche Schritte mögliche Wege sein. Strategisch kann sie auch als Hebel für Gespräche über das Arbeitsverhältnis genutzt werden.
n-tv
Der neue Teil der Handwerkskampagne startet unter dem Motto „Wir machen Karriere mit Gefühl.“ und soll zeigen, dass Berufung und Karriere im Handwerk vereinbar sind. Digitale Video- und Audioformate, Social-Media-Material sowie digitale Out-of-Home-Werbung sollen die erfüllenden Karrieremöglichkeiten in den Fokus rücken. Gesichter der Kampagne sind unter anderem Gebäudereiniger David Fiegenbaum, Bäckerin Malika Boymizoeva und Malerin Anna Hüllner. Handwerksbetriebe und Organisationen werden eingeladen, die Materialien kostenfrei über eigene Kanäle zu verbreiten, um die Reichweite der Kampagne zu erhöhen.
Handwerkskammer Region Stuttgart
Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe wollen bis Mitte April Splitt und Müll von stark frequentierten Straßen in Berlin entfernen, damit die Stadt zu Ostern sauber ist. Im Winter war es besonders kalt und langanhaltend eisig, sodass die BSR knapp 4.000 Tonnen Splitt ausgebracht hat – dreimal so viel wie üblich. Bürgerinnen und Bürger können unterstützen, indem sie Splitt zu kleinen Häufchen zusammenfegen oder bis zu 30 Liter gebührenfrei bei einem der BSR-Recyclinghöfe abgeben. Rund 85 Prozent der Fußwege liegen in der direkten Verantwortung der Eigentümer. Die BSR räumt vor allem Bereiche ohne Anliegerpflicht, wie Brücken und Grünanlagen, und verwertet den gesammelten Splitt als Baumaterial. Kommen Eigentümer ihrer Räumpflicht nicht nach, kann es passieren, das die BSR die Wege an ihrer Stelle räumt und die Kosten später in Rechnung stellt.
Berliner Morgenpost
Handwerksbetriebe können Nachwuchskräfte gezielt fördern, indem sie Studiengänge anbieten, die die praktische Ausbildung oder Weiterbildung mit einem betriebswirtschaftlichen Studium verbinden. Bei einem dualen Studium erhalten die Studierenden zwei Abschlüsse, zum Beispiel Gesellenbrief und Bachelor oder Meister und Bachelor. Ein triales Studium bietet sogar drei Abschlüsse: Gesellenbrief, Meisterbrief und Bachelor. Die Vorteile für Betriebe liegen in der gezielten Entwicklung künftiger Führungskräfte und in der Bindung von Talenten, für Studierende in gesichertem Einkommen, Praxisbezug und betriebswirtschaftlichem Wissen. Beispiele sind das Handwerksmanagement an der FHM Fachhochschule des Mittelstands, BWL-Handwerk an der DHBW Stuttgart sowie Holzbau-Projektmanagement und Bauingenieur Plus an der Hochschule Biberach.
Handwerk
Im Produktcheck von N-TV wurden fünf günstige Schreibtischstühle getestet, darunter Modelle von Valkenstol, Clouvou, Songmics, Topstar und Amazon Basics. Testerin Maren Mangold lobt den Valkenstol-Stuhl für Material und schnellen Aufbau, Physiotherapeut Jannes Wichelhaus empfiehlt den Clouvou für beste Beweglichkeit und dynamisches Sitzen. Songmics punktet als Preis-Leistungssieger mit verstellbarer Lordosenstütze, Armlehnen und guter Bewegungsfreiheit. Wichtig für Rückengesundheit sind laut Fachleuten Sitzhöhe, Lordosenstütze, Rückenlehnenwinkel von mindestens 110 Grad und verstellbare Armlehnen, dazu sollten regelmäßig Positionswechsel und Pausen eingelegt werden. Bodenschutzmatten können helfen, den Untergrund zu schonen, das Rollen zu erleichtern und Geräusche zu reduzieren.
n-tv
Arbeitgeber haben die Möglichkeit, ihre Mitarbeitenden beim Deutschlandticket zu unterstützen. Zuschüsse bis zu 63 Euro monatlich sind steuer- und sozialversicherungsfrei, sofern sie zusätzlich zum Gehalt gewährt werden. Alternativ kann die Pauschalversteuerung mit 25 Prozent gewählt werden, wodurch der Zuschuss ebenfalls für den Mitarbeitenden steuerfrei bleibt und nicht auf die Entfernungspauschale angerechnet wird. Die Regelungen gelten auch für Jobtickets, bei privater Nutzung oder Dienstreisen. Zuzahlungen durch Mitarbeitende reduzieren den steuerfreien Vorteil entsprechend.
Steuertipps
Im Juli steigen die Renten voraussichtlich um 3,73 Prozent – sowohl Altersrenten als auch Witwen- und Erwerbsminderungsrenten. Ab dem 31. März steht die neue Funktion „okELSTER“ bereit: Altersbezieher und Arbeitnehmer können dann eine vorausgefüllte Steuererklärung nutzen, die mit einem Klick bestätigt oder um zusätzliche Angaben ergänzt werden kann. Kreditinteressenten können ab Ende März erstmals ihren neuen digitalen Schufa-Score einsehen, der die Bonität künftig transparent auf einer Skala von 100 bis 999 darstellt. Am letzten März-Wochenende beginnt außerdem die Sommerzeit: In der Nacht auf Sonntag, den 29. März, werden die Uhren von 2 Uhr auf 3 Uhr wieder vorgestellt.
T-Online
Die Regierungskoalition aus CDU und Grünen in Schleswig-Holstein plant die Gründung eines „Azubiwerks“, um Auszubildende künftig ähnlich zu unterstützen wie Studierende durch das Studentenwerk. Angeboten werden sollen Beratung, Wohnraum – besonders in teuren Regionen – sowie digitale Services und mindestens eine Anlaufstelle in Kiel. Zudem sind ein Notlagenfonds und eine finanzielle Starthilfe von 350 Euro für Lehrlinge aus sozial schwachen Familien vorgesehen. Das Land stellt dafür jährlich sieben Millionen Euro bereit. DGB und IHK begrüßen das Vorhaben als bundesweit einmaligen Schritt zur Stärkung der dualen Ausbildung.
SHZ
Die Logimat-Messe in Stuttgart vom 24. bis 26. März setzt auf Wissenstransfer und Praxisnähe mit Vorträgen auf zwei Bühnen, rund 25 Expertenforen, 80 Exhibitor Insights, Live-Demos und dem neuen Expertennetzwerk „InstandX – Smart Maintenance Network“. Themenschwerpunkte sind Software und KI, Robotik, Smart Maintenance, Nachhaltigkeit, Verpackung, Automatisierung und Startups. Als Highlights der Messe gelten der „Logimat-CareerDay“ für junge Talente, das „Young Innovators-Format“ mit Startups sowie Fahrzeug- und Technik-Demonstrationen im Outdoorbereich. Mit dem erweiterten Rahmenprogramm möchte die Messe erneut ihre Position als international führende Plattform für Intralogistik untermauern.
Logimat
Für Hora Soruika beginnt der Arbeitstag früh und endet oft erst um 20 Uhr – für ihn kein Problem, denn seine Reinigungsfirma in Neuhausen ob Eck bei Stuttgart ist für ihn weit mehr als ein Job. Die kurze Reportage zeigt, wie Familie und Hund Nero ihn dabei regelmäßig ins Büro begleiten. Die Firma hat er selbst gegründet, nachdem er zunächst nebenbei als Gebäudereiniger gearbeitet hatte. Zuvor war er Realschullehrer für verschiedene Fächer und hat seinen heutigen Azubi damals bereits als Schüler unterrichtet. Gute Arbeitsbedingungen sind ihm besonders wichtig, denn das Handwerk Gebäudereinigung sei von der Gesellschaft oft unterschätzt, obwohl es ein anspruchsvoller Beruf ist, so Soruika.
SWR
Auf der 76. Berlinale, die derzeit stattfindet, werfen zwei Filme einen eindringlichen Blick auf die Realität der Reinigungsbranche. In „Enjoy Your Stay“ kämpfen philippinische Reinigungskräfte in der Schweiz unter illegalen Bedingungen, Zeitdruck und ohne Rechte um ihr Überleben und den Weg zurück zu ihren Familien. In „Ich verstehe Ihren Unmut“ folgt die Kamera einer Objektleiterin in München, die trotz fester Anstellung permanent unter Leistungsdruck, Kundenbeschwerden und prekären Arbeitsverhältnissen steht. Beide Werke thematisieren eindrucksvoll Ausbeutung, Schwarzarbeit und die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung dieser harten Arbeit.
Tagesspiegel
Hygienebeauftragte sind Pflegekräfte mit einer speziellen Weiterbildung, die Hygiene und Infektionsschutz überwachen, Schulungen durchführen und Infektionsdaten auswerten. Sie kontrollieren auch Pflegeabläufe sowie die Wäsche- und Speisenversorgung. Pro Station arbeiten die Spezialkräfte meist rund einen Tag pro Monat, nach Bedarf auch mehr. Das Gehalt richtet sich nach Tarif und Erfahrung. Im öffentlichen Dienst verdienen sie meist 3.414 bis 4.535 Euro brutto, plus mögliche Zulagen zwischen 75 und 150 Euro. In privaten Einrichtungen ist die Vergütung vergleichbar, Zulagen sind aber nicht garantiert.
Allgäuer Zeitung
Prof. Dr. Simon Werther, Professor für Leadership an der Hochschule München, zeigt im Interview, dass längere Arbeitszeiten oder Präsenz allein Teams nicht produktiver machen. Entscheidend seien Autonomie und echte Flexibilität. Teilzeit ist demnach oft strukturell notwendig, und Modelle wie Vertrauensarbeitszeit oder die Vier‑Tage-Woche können Motivation und Leistung steigern, während starre Präsenzkulturen kaum Einfluss auf Produktivität haben. Wichtig seien familienfreundliche Rahmenbedingungen, passende Anreize und Freiräume. Dann können laut Werther Mitarbeitende in Teilzeit genauso oder sogar leistungsfähiger sein als in Vollzeit.
Springer Professional
Handwerkspräsident Jörg Dittrich warnt im Interview vor zunehmender Schwarzarbeit, weil steigende Lohnzusatzkosten, Steuern und Abgaben reguläre Handwerksleistungen für viele Kunden unerschwinglich machten. Er fordert von der Bundesregierung tiefgreifende Strukturreformen, mehr Flexibilität bei Arbeitszeiten und einen pragmatischen Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge, um Betriebe und Fachkräfte zu stärken. Dittrich kritisiert, dass aktuelle Reformen noch nicht ausreichen, Investitionen und Innovationen stagnieren und das Handwerk unter Kapazitätsengpässen leidet. Gleichzeitig plädiert er für Planungssicherheit bei der Gebäudetechnik und günstigere Stromkosten, um Investitionen in neue Technologien zu ermöglichen. Ohne rasches Handeln drohe ein wachsender Wohlstands- und Strukturverlust, betont Dittrich eindringlich.
NOZ
Werkstätten verfügen oftmals über zahlreiche Gefahrstoffe wie Lacke, Lösungsmittel, Benzin oder Gase, die dicht verschlossen sowie gekennzeichnet sein müssen und niemals auf Fluchtwegen oder in Pausenräumen gelagert werden dürfen. Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie empfiehlt dafür das STOP-Prinzip: Substitution sowie Technische, Organisatorische und Persönliche Schutzmaßnahmen. Sicherheitsbeauftragte sollten Gefährdungsbeurteilungen begleiten, Unterweisungen durchführen und Sprachbarrieren berücksichtigen. Regelmäßige Kontrolle, Kenntnis der Gefahrstoffsymbole und gelebte Sicherheitskultur machen die Werkstatt demnach zum sicheren Arbeitsplatz.
Arbeit Gesundheit
Laut einem Rechtsgutachten der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist Deutschland das einzige europäische Land, in dem sexuelle Belästigung rechtlich ausschließlich am Arbeitsplatz verboten ist. In anderen Ländern gilt der Schutz auch im Alltag, etwa beim Einkaufen, in Restaurants, bei Arztbesuchen, in Schulen oder bei der Wohnungssuche. Praktisch heißt das: Wer in Deutschland etwa in einer Bar oder vom Vermieter belästigt wird, kann zivilrechtlich nichts ausrichten, anders als in vielen Nachbarländern, die deutlich weitergehende Regeln haben.
n-tv
Wer einen Betrieb erbt, kann Erbschaftsteuer sparen, wenn er ihn mehrere Jahre weiterführt und eine vorgeschriebene Lohnsumme erreicht. Dabei gilt, je höher diese im Verhältnis zur Betriebsgröße, desto größer die Steuerbefreiung. Streit gab es bisher darum, ob Gehälter geschäftsführender Gesellschafter in Personengesellschaften mitzählen. Die Finanzverwaltung sagte zwar nein, aber das Finanzgericht Münster sieht das anders und erlaubt die Anrechnung als Lohnaufwand. Nun muss der Bundesfinanzhof endgültig entscheiden.
Handwerk
Jährlich gelangen rund 19 Millionen Tonnen Plastik in die Meere, was laut WWF dazu führen könnte, dass bis 2050 mehr Plastik als Fische im Ozean treibt. Die Organisation The Ocean Cleanup hat vergangenes Jahr einen Rekord erzielt, indem sie über 25 Millionen Kilogramm Müll aus dem Wasser entfernte. Sie will 90 Prozent des schwimmenden Plastiks bis 2040 beseitigen und setzt dabei auch auf Flussbarrieren sowie ein Programm zur Müllbekämpfung in 30 Städten in Asien und Afrika.
Krone
Eine neue Studie zeigt, dass Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen sich zu selten die Hände reinigen, was zu häufigen Krankheitsausbrüchen an Bord führen kann. Allein 2025 wurden 23 davon gezählt. Oft handelt es sich hierbei um die Verbreitung von Noroviren. Sorgfältige Händehygiene wäre entscheidend bei der Eindämmung. Die Forschenden empfehlen vor allem besser sichtbare und strategisch platzierte Händedesinfektionsspender, um die Compliance deutlich zu verbessern.
Ophardt News
Gibt es im Werkvertrag keinen festgelegten Starttermin, dürfen Auftraggeber die Leistung laut § 271 BGB sofort verlangen. Handwerker müssen also „alsbald“, sprich so schnell wie möglich, mit der Arbeit beginnen und sie zügig fertigstellen. Wer Aufträge ohne Absprache lange aufschiebt, riskiert, rechtlich in Verzug zu geraten. Das kann Schadensersatzforderungen oder sogar eine Kündigung nach sich ziehen. Experten raten deshalb, früh klare Ausführungszeiträume zu vereinbaren und Kunden bei Verzögerungen umgehend zu informieren.
Handwerksblatt
Das Oberlandesgericht Köln entschied, dass ein Eigentümer, der sein Grundstück nach einem Karnevalsumzug selbst vom Konfetti säubert, nicht den vollen Stundenlohn eines Gebäudereinigers ansetzen darf. Zwar muss der Betreiber der Konfettikanone die Reinigungskosten übernehmen, der selbst durchgeführte Aufwand wird jedoch nur anteilig erstattet. Das Gericht setzte einen Aufwand von 65 Stunden zu 60 Prozent eines Profi-Stundensatzes von 37 Euro an, da der Kläger als Versicherungskaufmann nicht die Qualifikation eines Handwerkers hat. Eine Rechnung, die er an sich selbst ausgestellt hatte, wurde nicht anerkannt, der Veranstalter des Umzugs haftete nicht weiter.
Handwerksblatt
Die 264 Volks- und Raiffeisenbanken im Genoverband haben 2025 ihre Kredite an mittelständische Unternehmen geschätzt um rund vier Prozent ausgeweitet, trotz stagnierender Konjunktur. Gleichzeitig erschwert die wachsende Nachhaltigkeitsregulierung die Kreditvergabe. Laut Umfrage unter Bankvorständen haben 46 Prozent der Firmenkunden Probleme, notwendige ESG-Daten bereitzustellen. Nur fünf Prozent gelten als gut vorbereitet. Der Genoverband warnt, dass hoher administrativer Aufwand die nachhaltige Transformation im Mittelstand hemmt und die Kreditvergabe unnötig kompliziert macht.
Genoverband
Nächsten Monat treten mehrere Änderungen in Kraft: Für neue Photovoltaik- und Balkonkraftwerke sinkt die Einspeisevergütung leicht, bei Volleinspeisung um rund ein Prozent. In Großbritannien gilt ab dem 25. Februar, dass Fluggesellschaften Passagiere ohne die gültige elektronische Reisegenehmigung „ETA“ nicht mehr an Bord lassen dürfen. In Bulgarien ersetzt ab dem 1. Februar der Euro den Lew als einziges gesetzliches Zahlungsmittel. Weitere Neuerungen betreffen in Deutschland Finanzen, Steuern und Mobilität, etwa Rentenanpassungen, Mindestlohnänderungen sowie das Deutschlandticket.
T-Online
Ein Sturz auf dem Weg zur Kaffeemaschine gilt grundsätzlich nicht als Arbeitsunfall, entschied das Bundessozialgericht. Allerdings gibt es Ausnahmen. Es besteht eine besondere betriebliche Verantwortung, etwa wenn der Arbeitgeber die Getränkeversorgung im Sozialraum organisiert und für die Sicherheit zuständig ist. Dann ist der Unfall versichert, wie der aktuelle Fall einer Verwaltungsfachangestellten zeigt, die auf frisch gewischtem Boden ausgerutscht war. Kaffeeholen im Homeoffice ist dagegen meist nicht versichert, nur Tätigkeiten direkt am häuslichen Arbeitsplatz fallen unter den Schutz der Unfallversicherung.
Echo24
Ein Urteil des Landgerichts Hannover stärkt selbstständige Frauen. Sogenannte „Betriebsausfallversicherungen“ müssen künftig auch zahlen, wenn die Inhaberin wegen Schwangerschaft, Fehlgeburt, Schwangerschaftsabbruch oder Mutterschutz ausfällt. Geklagt hatte eine Kosmetikerin, der die Police solche Ausfälle verweigern wollte. Das Gericht sah darin eine Diskriminierung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und sprach der Klägerin 6.000 Euro Schadenersatz zu. Versicherungen dürfen Schwangere also nicht länger benachteiligen, Ansprüche bestehen schon jetzt. Betroffene sollten ihre Versicherer anschreiben und ihre Ansprüche notfalls rechtlich durchsetzen, auch vor Eintritt einer Schwangerschaft.
Handwerk
Handwerkliche Teams werden heterogener, wodurch Konflikte mit diskriminierenden Aussagen leider zunehmen. Führungskräfte müssen daher klare Regeln und Werte vermitteln und sich nicht scheuen, einzuschreiten. Schweigen wirkt in solchen Fällen wie Zustimmung. Gespräche mit Betroffenen und Verursachern sind entscheidend, um Unterstützung zu bieten und Grenzen aufzuzeigen. Dabei sollte es immer um die konkreten Aussagen gehen und nicht um allgemeine politische oder gesellschaftliche Themen. Eine grundsätzlich offene Kommunikationskultur ermöglicht frühzeitiges Eingreifen und schützt Mitarbeitende schon im Vorfeld. Das Verhalten von Chefinnen und Chefs prägt die Teamatmosphäre und kann verhindern, dass Diskriminierung von den Beschäftigten toleriert wird.
Handwerk
Die geplante Arbeitszeitreform ersetzt den starren Acht-Stunden-Tag durch eine wöchentliche Obergrenze von 48 Stunden, diese allerdings gekoppelt an eine verpflichtende elektronische Zeiterfassung. Das neue Mutterschutzanpassungsgesetz gewährt Frauen nach einer Fehlgeburt gestaffelte Schutzfristen und Selbstbestimmung beim Wiedereinstieg. Mindestlohn und Minijob-Grenzen steigen, während Betriebsratswahlen und die Aktivrente zusätzliche organisatorische Aufgaben für Unternehmen bedeuten. Arbeitgeber müssen jetzt Gehaltsstrukturen anpassen, Zeiterfassungssysteme prüfen und Führungskräfte für sensible Situationen schulen. Insgesamt fordert 2026 von Firmen Flexibilität, Aufmerksamkeit für Compliance und die Integration sozialer Schutzregelungen.
Ad Hoc News
Millionen Deutsche müssen alte Papierführerscheine bis 2033 in das EU-einheitliche Scheckkartenformat umtauschen, gestaffelt nach Ausstellungsjahr. Die Fristen enden jeweils am 19. Januar. Aktuell sind Führerscheine dran, die zwischen 1999 und 2001 ausgestellt wurden. Wer die Frist verpasst, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die Fahrerlaubnis an sich gilt jedoch weiterhin. Der Umtausch erfordert den Personalausweis, ein Foto und Gebühren zwischen 33 und 45 Euro. Sehtests werden zudem empfohlen. Der neue EU-Führerschein ist 15 Jahre gültig und soll den Fälschungsschutz verbessern sowie die Verwaltung erleichtern.
NDR
Zwei Urteile des Bundessozialgerichts aus dem letzten Jahr machen deutlich, dass der gesetzliche Unfallschutz nun auch in Pausenräumen und Sanitäranlagen gilt, wenn dort spezifische Betriebsgefahren bestehen, etwa nasse Böden oder fehlende Haltegriffe. Für Arbeitgeber bedeutet das, dass sie Sicherheitsvorkehrungen in allen betrieblich bereitgestellten Bereichen überprüfen und anpassen müssen. Reinigungspläne, Warnsysteme und Gefährdungsbeurteilungen sollten entsprechend aktualisiert werden, um Haftungsrisiken zu reduzieren.
Ad hoc News
Ab Januar ergeben sich für Unternehmen und Beschäftigte relevante Änderungen. Der gesetzliche Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro, wodurch sich auch die Verdienstgrenze für Minijobs und die Mindestausbildungsvergütung erhöhen. Berufspendler profitieren von einer höheren steuerlichen Pauschale, während das Deutschlandticket auf 63 Euro im Monat steigt. Für Firmen mit Fuhrpark bleiben E-Autos bis 2030 von der Kfz-Steuer befreit, gleichzeitig erhöhen gestiegene CO2-Preise und Gasnetzentgelte voraussichtlich die Betriebskosten. Arbeitgeber müssen daher Lohnabrechnungen, Fahrtkostenzuschüsse und Energieplanung entsprechend anpassen.
Zeit Online
Über vier Millionen Haushalte beschäftigen eine Haushaltshilfe, doch nur rund 275.000 sind angemeldet. Das bedeutet, dass knapp 92 Prozent laut der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft schwarzarbeiten. Viele sehen die Tätigkeit als Nachbarschaftshilfe, obwohl die regelmäßige Bezahlung offiziell gemeldet werden müsste. Hauptgründe sind die Verweigerung der Anmeldung durch die Beschäftigten selbst oder die Sorge der Haushalte vor Kosten. Diese ist jedoch laut Institut unbegründet, weil der Staat über Steuer- und Sozialabgabenregelungen Vergünstigungen gewährt.
IW Köln
Deutschland hat 2025 sein Klimaziel erreicht, der Rückgang der Treibhausgasemissionen fielmit 1,5 Prozent jedoch deutlich geringer aus als 2024. Dies zeigt eine Untersuchung der Denkfabrik Agora Energiewende. Solar- und Windkraft sorgten für Zuwächse bei der Stromerzeugung, Photovoltaik war erstmals die zweitgrößte Stromquelle. Gleichzeitig stiegen die Emissionen im Gebäude- und Verkehrssektor, vor allem durch höheren Heizöl- und Gasverbrauch. Trotz wachsender Verkäufe von Wärmepumpen und Elektroautos reicht das Tempo nicht, um die Ziele für 2030 zu erreichen. Agora Energiewende mahnt beschleunigte Genehmigungsverfahren, mehr Flächen für Windparks und stärkere Förderung klimafreundlicher Technologien an.
Stern
Die geplante „Mütterrente III“ im Rentenpaket 2025 sieht die vollständige Gleichstellung aller Kindererziehungszeiten vor. Eltern von vor 1992 geborenen Kindern erhalten künftig 2,5 Entgeltpunkte pro Kind statt bisher zwei, für alle ab 1992 geborenen Kinder bleiben es drei Punkte. In bestimmten Fällen, etwa bei Adoption oder Erziehung im Ausland, können zusätzlich sechs Monate angerechnet werden. Die Aufwertung der Erziehungszeiten erhöht automatisch die spätere monatliche Rente, etwa um rund 204 Euro bei zwei älteren Kindern, und wird auch für aktuelle Rentnerinnen und Rentner berücksichtigt. Die Auszahlung erfolgt schrittweise bis 2028, finanziert teils über Steuern. Kritik kommt wegen hoher Kosten, begrenztem Nutzen für bestimmte Gruppen und zusätzlichem Verwaltungsaufwand.
Merkur
Der Bundesgerichtshof hat Klauseln in fondsgebundenen Riester-Rentenversicherungen für unwirksam erklärt, die Versicherern einseitig erlauben, den Rentenfaktor zu senken, ohne ihn später wieder anzuheben. Im konkreten Fall betraf dies Verträge der Allianz, die zwischen Juni und November 2006 abgeschlossen wurden. Rund eine Million Verträge könnten betroffen sein. Versicherte sollten ihre Policen entsprechend prüfen und gegebenenfalls rechtliche Beratung einholen.
Zeit Online
Jörg Dittrich wurde einstimmig für weitere drei Jahre zum Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks wiedergewählt. In seiner zweiten Amtszeit will er laut Interview das Engagement des Ehrenamts stärken und sich für spürbare Reformen bei Energiepreisen, Sozialabgaben, Bürokratie und Investitionen einsetzen, um Handwerksbetrieben Planungssicherheit zu geben. Dittrich betont die Bedeutung von Geduld und Beharrlichkeit in der Selbstverwaltung und sieht die größten Herausforderungen in der digitalen Transformation, dem demografischen Wandel und der Sicherung fairer Rahmenbedingungen für die Betriebe.
Handwerk
Markus Miele, geschäftsführender Gesellschafter des Haushaltsgeräteherstellers Miele, hat Deutschland als Wirtschaftsstandort gegen aktuelle Kritik verteidigt. Er betont Vorteile wie die zentrale Lage, Rechtssicherheit und qualifizierte Arbeitskräfte. Trotz Produktionsverlagerungen nach Polen will das Unternehmen rund 500 Millionen Euro in Deutschland investieren. Miele lobt das Engagement seiner Mitarbeitenden, hält die Debatte über strukturelle Probleme der Wirtschaft für überzogen und kritisiert die wachsende Bürokratie, die die Staatsquote erhöhe und das System belaste.
Capital