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aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen
aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen
Im vergangenen Jahr haben sich in Deutschland mehr als 11.300 Menschen das Leben genommen, rund neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus Zahlen des Nationalen Suizidpräventionsprogramms und der Deutschen Akademie für Suizidprävention hervor. Zwar sind Männer weiterhin deutlich häufiger betroffen, bei Frauen ist die Zahl seit 2020 aber besonders stark gestiegen, vor allem im Alter ab 65 Jahren. Fachleute sehen darin ein Warnsignal und fordern mehr leicht erreichbare Beratungsangebote, gerade auch für ältere Menschen.
Hilfe in Krisen gibt es rund um die Uhr und kostenlos bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
Zeit Online
Frank Bleitner, Landesinnungsmeister des Gebäudereiniger-Handwerks in Niedersachsen, plädiert dafür, bei öffentlichen Reinigungsaufträgen nicht nur auf den Angebotspreis zu schauen. Unklare Ausschreibungen führten zu Reklamationen, Nacharbeit und Nachforderungen, die am Ende beide Seiten Geld kosten. Werde zudem falsch gereinigt, nutzten sich etwa Bodenbeläge schneller ab und müssten früher ersetzt werden. Bleitner fordert unter anderem, in den Vergabestellen Fachleute einzusetzen.
Handwerk
Wer in seinen Ferien erkrankt und eine ärztliche Krankschreibung vorlegt, verliert dadurch keine Urlaubstage. Die Betroffenen müssen den Betrieb allerdings umgehend informieren, bei einer Erkrankung im Ausland gelten zusätzliche Nachweispflichten. Die ausgefallenen Tage dürfen nicht einfach eigenmächtig an den Urlaub angehängt werden, sondern werden später nach Absprache nachgeholt. Wer schon vor Reiseantritt krankgeschrieben ist, darf trotzdem verreisen, solange das die Genesung nicht behindert.
Die Techniker
Für die Berufs-Europameisterschaft EuroSkills, die 2027 in Düsseldorf stattfindet, werden noch Entwürfe für die Siegermedaillen gesucht. Mitmachen können Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler berufsbildender Schulen aus Deutschland und Luxemburg, allein oder im Team mit bis zu drei Personen. Eingereicht werden die Entwürfe über eine Lehr- oder Ausbildungskraft, der Einsatz von KI ist nicht gestattet. Auf den Gewinnerentwurf warten 1.000 Euro und ein Medaillenset, alle Teilnehmenden auf der Shortlist reisen zur Preisverleihung nach Luxemburg. Einsendeschluss ist der 31. Dezember.
Euroskills 2027
In der rbb-Serie #Wiegehtesuns? berichtet Elke Marcovicz aus Potsdam über ihre Gründe, trotz Rente weiterzuarbeiten. Die 67-Jährige ist seit 2010 in der Reinigung tätig, aktuell beim Gebäudedienstleister 2M. Ihr Wecker klingelt mitten in der Nacht und der Job fordert körperlich, das spüre sie inzwischen deutlich. Trotzdem wolle sie noch einige Jahre weitermachen, weil sie sich fit fühlt, nicht untätig sein möchte und so ihre kleine Rente aufbessern kann. Die umstrittene Rente nach 45 Beitragsjahren hält sie dennoch für richtig: Wer nicht mehr kann, sollte aufhören dürfen.
RBB
Zahlt eine GmbH einer ihrer Gesellschafterinnen Geld für Dienstleistungen, schaut das Finanzamt genau hin. Das Finanzgericht Münster hat entschieden, dass solche Zahlungen komplett als verdeckte Gewinnausschüttung gelten können. Im konkreten Fall sollte eine Gesellschafterin die Geschäftsführung unterstützen und bekam dafür eine Pauschale plus ein Fünftel des Gewinns, ohne Obergrenze. Die Leistungen waren kaum beschrieben, eine Kündigung praktisch nicht möglich. Auf beiden Seiten unterschrieb derselbe Geschäftsführer. Unter fremden Geschäftspartnern wäre so ein Vertrag laut Gericht nie zustande gekommen.
Kanzlei Reese
Eine Verwaltungsangestellte einer Universität fühlte sich von einer Kollegin ausgegrenzt und machte das für gesundheitliche Probleme verantwortlich. Sie verklagte ihren Arbeitgeber, weil dieser die Kollegin nicht versetzt oder entlassen hatte. Das Arbeitsgericht Mannheim wies die Klage ab. Von Mobbing könne nur die Rede sein, wenn jemand gezielt und über einen längeren Zeitraum schikaniert werde, etwa durch Herabsetzung, Gerüchte oder das Entziehen von Aufgaben. Normale Spannungen im Team reichen dafür nicht aus, selbst wenn Betroffene stark darunter leiden. Wie der Arbeitgeber solche Konflikte löst, darf er weitgehend selbst entscheiden.
Handwerk
Der Facility-Management-Dienstleister Treureal Gebäudeservice setzt bei Führungskräften gezielt auf den eigenen Nachwuchs. Geschäftsführer Uwe Lippmann etwa begann als Gas- und Wasserinstallateur, machte nebenbei seinen Meister und eine Weiterbildung zum Fachwirt Facility Management. Alexander Sygor fing 2007 als Hausmeister in Essen an, übernahm nach und nach Teams und ganze Regionen und ist seit Juni Prokurist. Gerade in Zeiten knapper Fachkräfte will das Unternehmen Beschäftigten echte Aufstiegschancen bieten, unabhängig davon, wo sie einmal angefangen haben.
Asset Physics
Rund 27.000 selbstständige Frauen werden jährlich schwanger und stehen oft ohne finanzielle Absicherung da, wenn sie ihre Arbeit nicht mehr ausüben können. Das „Bündnis Mutterschutz für Selbstständige“ fordert deshalb Schutz schon während der Schwangerschaft und ein solidarisch finanziertes Modell nach österreichischem Vorbild.
SWR
Die Ticketpreise für Flüge in und ab Deutschland haben sich von 2010 bis 2024 auf durchschnittlich rund 300 Euro verdoppelt und damit deutlich stärker als die allgemeine Inflation und der europäische Durchschnitt. Als Preistreiber gelten vor allem gestiegene staatliche Abgaben sowie höhere Personal- und Betriebskosten. Gleichzeitig verliert Deutschland als Luftverkehrsstandort an Bedeutung.
Süddeutsche
Xena Kaiser ist erst 24 und bereits Mitglied der Geschäftsleitung des Familienunternehmens Kaiser Facility Services, wo sie gemeinsam mit ihrer Schwester rund 20 Mitarbeitende führt. In der männerdominierten Facility-Branche wird sie wegen ihres Alters und Geschlechts immer wieder unterschätzt und muss sich gegen Vorurteile behaupten. Im Interview erzählt sie von schwierigen Anfangsjahren, Kritik aus der eigenen Familie und davon, wie sie gelernt hat, selbstbewusst aufzutreten und sich als junge Chefin durchzusetzen.
20min
Wann zählt die Fahrt zum Einsatzort als Arbeitszeit und muss sie entsprechend bezahlt werden? Neue Urteile sorgen für Bewegung im Arbeitsrecht und könnten besonders Beschäftigte ohne festen Arbeitsort betreffen. Eine Modellrechnung zeigt die finanziellen Folgen: Wird die gesamte Fahrzeit berücksichtigt, kann sich bei einem Maler die monatliche Lohndifferenz auf bis zu 428 Euro summieren. Je nach Rechtsbereich gelten unterschiedliche Regeln für Arbeitszeit, Vergütung und Gesundheitsschutz.
In Franken
Ob Mitarbeiter bleiben, entscheidet sich nicht allein auf Karriereseiten und im Recruiting, sondern vor allem im Arbeitsalltag: Wertschätzung, faire Bezahlung, gute Führung, moderne Ausstattung und verlässliche Perspektiven spielen eine zentrale Rolle. Studien zeigen zugleich eine geringe emotionale Bindung vieler Beschäftigter – ein Hinweis darauf, wie wichtig die tatsächlichen Arbeitsbedingungen für langfristige Mitarbeiterbindung sind.
Handwerk
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass Beschäftigte nicht allein wegen einer gesetzlichen Mindestlohnerhöhung von einer freiwilligen Inflationsausgleichsprämie ausgeschlossen werden dürfen. Differenzierungen bei freiwilligen Sonderzahlungen müssen sachlich begründet sein und dürfen nicht gegen die Wertungen des Mindestlohngesetzes verstoßen.
Handwerksblatt
Viele Krankmeldungen allein rechtfertigen noch keine Kündigung. Das Bundesarbeitsgericht stellte im Mai 2026 klar, wenn der Arbeitgeber ein ordnungsgemäß angebotenes BEM nicht nachweisen kann, bringt das die Kündigung ins Wanken. Automatisch unwirksam ist sie deshalb aber nicht. Entscheidend bleiben Zukunftsprognose, betriebliche Belastungen und die Frage, ob eine Kündigung tatsächlich das letzte Mittel ist.
Kununu
An einer Mindener Grundschule konnten Eltern selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder wegen der mangelnden Sauberkeit zum Unterricht schicken. Grund war ein Reinigungsunternehmen, das wegen Personalmangels seine Leistungen nicht ausreichend erbringen konnte. Die Stadt hat den Vertrag deshalb gekündigt, ab November soll eine neue Firma übernehmen.
WDR
Ehepaare mit größeren Vermögenswerten können durch einen gezielten Wechsel des Güterstands Schenkungsteuer vermeiden. Dabei wird die Zugewinngemeinschaft vorübergehend beendet, der entstandene Zugewinn steuerfrei ausgeglichen und anschließend kann wieder zur ursprünglichen Regelung zurückgekehrt werden. Das kann auch die spätere Vermögensübertragung an Kinder erleichtern. Voraussetzung sind eine notarielle Vereinbarung und ein tatsächlich vollzogener Vermögensausgleich.
Handwerk
Forschende der Hochschule Furtwangen haben untersucht, warum manche Waschmaschinen unangenehm riechen. Demnach lässt sich der Geruch nicht auf eine einzelne Bakterienart zurückführen, vielmehr könnten das Zusammenspiel verschiedener Mikroorganismen und eine insgesamt höhere Keimmenge eine Rolle spielen. Begünstigt wird deren Wachstum unter anderem durch Feuchtigkeit und niedrige Waschtemperaturen. Zur Vorbeugung empfehlen die Forschenden regelmäßige 60-Grad-Wäschen mit bleichehaltigem Vollwaschmittel sowie das Trocknen und Reinigen der Maschine zwischen den Waschgängen.
SWR
In Deutschland warten mehr als 8.000 Menschen auf ein Spenderorgan, während die Zahl der Organspenden deutlich darunterliegt. Im Bundestag wird deshalb erneut über eine Widerspruchsregelung beraten: Volljährige könnten danach grundsätzlich als potenzielle Organspendende gelten, sofern sie zu Lebzeiten nicht widersprochen haben. Daneben liegt ein Gegenentwurf vor, der am bisherigen Prinzip der freiwilligen Zustimmung festhalten und stattdessen Information sowie Registrierung verbessern will. Die Vorlagen wurden nach der ersten Beratung an den Gesundheitsausschuss überwiesen.
SWR
Grundsätzlich müssen Beschäftigte außerhalb ihrer Arbeitszeit keine dienstlichen Nachrichten beantworten. Für Arbeitgebende bedeutet das, Erreichbarkeit klar zu regeln und Arbeitszeiten sowie Ruhezeiten zu respektieren. Ausnahmen können etwa bei Führungskräften, vertraglich vereinbarter Rufbereitschaft oder bestimmten kurzen Vorbereitungshandlungen gelten.
n-tv
Das Ozonloch über der Antarktis war 2025 so klein wie selten seit Anfang der 1990er-Jahre. Zum zweiten Mal in Folge lagen Ausdehnung und Tiefe deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Weltwetterorganisation führt das auf das schrittweise Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffen, kurz FCKW, zurück, das 1987 mit dem Montrealer Protokoll eingeleitet wurde. WMO-Chefin Celeste Saulo spricht von einer „Erfolgsgeschichte im Umweltschutz" – und rechnet damit, dass sich die Ozonschicht über der Antarktis bis 2066 vollständig erholen könnte.
Zeit Online
94 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher halten persönliche Hygiene für wichtig, 92 Prozent wollen Körpergeruch vermeiden, aber nur 40 Prozent sind mit der Hygiene ihrer Mitmenschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln zufrieden. Das zeigt der Hygiene-Report von IMAS im Auftrag von dm. Situationsbedingt unterscheiden sich die Gewohnheiten stark: 87 Prozent waschen sich nach dem Toilettengang die Hände, nach dem Händeschütteln tun das lediglich 15 Prozent. Küchenschwämme wechseln nur 45 Prozent wöchentlich.
Kurier
Einen Fehler dürfen Rita Gretzler und ihr Team nicht machen, denn er könnte Patienten das Leben kosten. Die Reinigungskräfte der Universitätsmedizin Rostock reinigen unter Zeitdruck OP-Säle, bereiten Betten auf und sorgen dafür, dass Instrumente keimfrei und wieder einsetzbar sind. Ihre Arbeit bleibt meist unsichtbar und ist doch unverzichtbar für den gesamten Krankenhausbetrieb. Eine sehenswerte Reportage über einen der anspruchsvollsten Reinigungsjobs überhaupt, verfügbar in der ARD-Mediathek.
ARD
Bezüglich des beschlossenen Tankrabatts, siehe auch unter „Aktuelles”, sind sich nahezu alle unabhängigen Ökonominnen und Ökonomen einig – in ihrer Ablehnung. Der Rabatt sei teuer, ein Teil lande bei den Mineralölkonzernen statt bei Verbrauchenden, und die Entlastung komme überproportional bei wohlhabenden Vielfahrenden an. Wer am meisten tankt, spart am meisten. Energieexperte Georg Zachmann nennt den Tankrabatt sogar eine „ansteckende Krankheit": Senkt ein Land die Preise, geraten Nachbarländer unter Druck, nachzuziehen, dies sei ein Teufelskreis.
n-tv
Die Betriebshaftpflichtversicherung schützt Handwerksbetriebe bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden und übernimmt auch die Schadenregulierung sowie Prozesskosten bei Streitfällen. Besondere Vorsicht gilt bei zwei Risiken: Gabelstapler unter 20 km/h sind nicht bei allen Versicherern automatisch mitversichert. Und wer Drohnen einsetzt – etwa für Gebäudeinspektion oder Dacharbeiten – muss aufpassen: Drohnen sind in der Standardpolice in der Regel nicht abgedeckt und brauchen einen gesonderten Schutz. Vor Vertragsabschluss sollte es daher eine gründliche Prüfung geben.
Handwerk
Arbeitgebende dürfen Beschäftigte grundsätzlich nicht zwingen, ihr privates Auto für dienstliche Fahrten zu nutzen. Sie sind verpflichtet, notwendige Dienstmittel selbst bereitzustellen. Anders sieht es aus, wenn die Nutzung des Privatwagens vertraglich vereinbart wurde. Wer zustimmt oder einen entsprechenden Vertrag unterschreibt, sollte vorher klären: Welches Kilometergeld wird gezahlt, welcher Aufwandsersatz steht Fahrzeughalterinnen zu, und wer haftet bei einem Unfall? Letzteres ist laut Fachanwalt Volker Görzel oft unklar: Wer den eigenen Wagen auf Dienstreisen nutzt, trägt das allgemeine Unfallrisiko selbst und hat in der Regel keinen Ersatzanspruch gegen den Arbeitgeber.
n-tv
Florian Kobler ist seit August Regionalleiter der Gewerkschaft Unia Ostschweiz-Graubünden. Im Interview spricht er über seinen Ansatz: Gewerkschaft als Sozialpartner, aber mit klarer Haltung gegen Lohndumping und Schwarzarbeit. Der größte Denkfehler vieler Arbeitgeber sei die Überzeugung, gute Arbeitsbedingungen seien vor allem ein Kostenfaktor. Dabei seien faire Löhne und verlässliche Arbeitszeiten oft der entscheidende Hebel gegen Fachkräftemangel. Kobler möchte daher verbindliche Mindestlöhne für alle Beschäftigten in der Schweiz erreichen.
Leader Digital
17 Objekte, 48 Mitarbeitende, ein Handy und innerhalb einer Stunde fünf Krisen. Rudolf Bleicher von „Die Chefberater" zeigte in seinem Impulsvortrag auf der Clean Pro Expo anhand eines typischen Arbeitstags, warum das Bild der unverzichtbaren Objektleitung zwar vertraut ist, aber ein Problem hat: Wer immer einspringt, füttert diese Erwartungshaltung. Gute Führung dagegen fördert Fähigkeit statt Abhängigkeit. Den vollständigen Artikel mit dem Vier-Schritte-Modell zum Loslassen gibt es auf unserer Website.
SAUBERE SACHE Heute
Der Wechsel zur GmbH lohnt sich für Handwerksbetriebe oft eher aus steuerlichen Gründen als wegen der Haftungsbeschränkung. In der GmbH werden einbehaltene Gewinne nur mit rund 30 Prozent besteuert, beim Einzelunternehmen mit bis zu 45 Prozent. Wer den Betrieb später verkaufen will, kann durch den Wechsel Steuern sparen – allerdings nur, wenn der Verkauf mindestens sieben Jahre nach dem Wechsel erfolgt. Für die Umwandlung gibt es vier Varianten, die sich in Haftung, Grunderwerbsteuer und Formvorschriften unterscheiden.
Handwerk
Die BioTech Aqua Solution GmbH mit Sitz im österreichischen Oberwart bringt eine ungewöhnliche Technologie auf den Markt: Die sogenannte Blue Surface Technologie ermöglicht die Herstellung eines Desinfektionsmittels direkt vor Ort, aus Wasser und Salz. Aggressive Chemikalien, aufwendige Lieferketten und die Lagerung von Gefahrstoffen sollen damit entfallen. Einsatzmöglichkeiten sieht das Unternehmen in Gesundheitseinrichtungen, Schulen, öffentlichen Gebäuden, Lebensmittelbetrieben und dem öffentlichen Verkehr.
Mein Bezirk
Wer öffentliche Ausschreibungen für Gebäudereinigung vergibt und nur auf den Preis schaut, hat oft bald ein Problem. Reinigungskräfte fehlen, Leistungen werden nicht erbracht, und es kommt zu Nachverhandlungen. Der Grund liegt in unrealistischen Leistungswerten, also der Fläche, die eine Reinigungskraft pro Stunde bewältigen kann. Wenn diese zu hoch angesetzt sind, öffnet das Dumpingpreisen Tür und Tor. Dabei lässt das Vergaberecht bereits heute auch qualitative Kriterien wie Personalkonzepte, Onboarding oder Ausfallmanagement in der Bewertung zu.
Der Facility-Manager
Die Kommission für Infektionsprävention, kurz: Krinko, hat ihre Empfehlung zur Händehygiene aktualisiert: Warmwasser ist an medizinischen Handwaschplätzen aus hygienischer Sicht nicht mehr erforderlich. Wissenschaftliche Studien von WHO und CDC zeigen, dass die Wassertemperatur keinen relevanten Einfluss auf die Entfernung von Krankheitserregern hat. Entscheidend sind Waschdauer, Technik und verwendete Reinigungsmittel. Der Wegfall der Warmwasserpflicht spart Energie und senkt das Legionellenrisiko. Warmes Wasser darf weiterhin bereitgestellt werden, ist aber keine Pflicht mehr.
KTM-Journal
Auch im Handwerk ist ein Pläuschchen zu empfehlen, denn ein kurzes Gespräch über das Wetter oder den Garten kann Vertrauen aufbauen und die Kundenbindung stärken. Kommunikationsexpertin Doris Märtin empfiehlt, keine Scheu vor banalen Themen zu haben, Interesse zu zeigen und den Gesprächsfaden aufzugreifen. Gleichzeitig gibt es potenzielle Fettnäpfchen, die man vermeiden sollte. Politik, Krankheiten und Kritik an anderen Handwerksbetrieben gehören nicht in den Smalltalk. Wenn man merkt, dass das Gegenüber einsilbig wird, lieber zum eigentlichen Termin übergehen.
Handwerk
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt vergibt den mit 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis 2026 an zwei Preisträger: Dr. Klaus Vossenkaul, der aus einer Garagenfirma einen Technologiepionier für Membranfilter zur Abwasserreinigung gemacht hat, und die Hamburger Umweltjuristin Dr. Roda Verheyen, die seit über zwei Jahrzehnten Klimabetroffenen vor Gericht eine Stimme gibt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht die Auszeichnung am 25. Oktober in Aachen.
IDW
Wer Urlaub genehmigt bekommen hat, kann diesen nicht einfach entzogen bekommen, auch nicht bei Personalengpässen oder hohem Krankenstand. Das stellen Arbeitsrechtler und die IHK Darmstadt klar. Nur in absoluten Ausnahmefällen wie einem großflächigen Brand kann ein Rückruf aus dem Urlaub zulässig sein, und auch nur, wenn die betroffene Person wirklich unersetzlich ist. In diesem Fall müssen verlorene Urlaubstage erstattet und alle entstandenen Kosten wie Stornogebühren und Reisekosten übernommen werden. Vertragsklauseln, die Beschäftigte zum Urlaubsabbruch verpflichten, sind laut Bundesarbeitsgericht unwirksam.
Mittelbayerische
Auszubildende des Hans-Schwier-Berufskollegs Gelsenkirchen und des Pictorius-Berufskollegs Coesfeld haben mit ihrem Videobeitrag „Hoffnung braucht Verantwortung" den Sonderpreis der DGB Jugend NRW im Wettbewerb „Die Gelbe Hand" gewonnen. Der Film entstand nach einer von der IG BAU Westfalen organisierten Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz und Krakau, an der junge Menschen verschiedener Bauberufe aus ganz Deutschland teilnahmen. In Interviews, Bildern und vertonten Reflexionen verarbeiteten sie ihre Eindrücke und formulierten eine klare Botschaft: „Wir haben gelernt, wie gefährlich Ausgrenzung, Vorurteile und Hass sind."
IG BAU
Swissmedic, die Schweizer Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Heilmittel, stellt bei Klinik-Inspektionen immer wieder Hygienemängel fest. Schmutz- und Reinzonen sind bei der Aufbereitung von Medizinprodukten oft nicht klar genug voneinander getrennt. Sterilgut werde teils in Räumen gelagert, die den hygienischen Anforderungen nicht entsprechen. Dazu komme veraltete Gebäudeinfrastruktur und mangelhaftes Qualitätsmanagement. Der Krankenhausverband H+ erkennt den Verbesserungsbedarf an, verweist aber auf knappe Finanzmittel.
SRF
Wer eine Krankmeldung einreicht, die per Fragebogen und ohne jedes Arztgespräch ausgestellt wurde, riskiert die fristlose Kündigung. Das entschied das Landesarbeitsgericht Hamm in einem aktuellen Urteil. Ein Beschäftigter hatte eine im Internet erworbene Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt, die optisch dem offiziellen Muster glich, jedoch den Hinweis enthielt, sie sei „aufgrund Fernuntersuchung nur mittels Fragebogen" ausgestellt worden. Der Arbeitgeber wertete das als bewusste Täuschung und kündigte fristlos. Das Gericht bestätigte: Der Vertrauensbruch war so schwerwiegend, dass eine Abmahnung nicht erforderlich war.
n-tv
Ein WC-Reiniger muss nicht teuer sein. In einem Test der Stiftung Warentest überzeugten günstige Eigenmarken, während bekannte Markenprodukte als mangelhaft durchfielen. Drei der sechs Testsieger kosten nur zehn Cent pro 100 Milliliter, während andere Produkte im Test viermal so teuer waren. Auch bei der Reinigungsleistung zeigten sich teils massive Unterschiede: Der beste Reiniger löste auf senkrechten Flächen fast 20-mal so viel Kalk wie die schlechtesten. Der beworbene Langzeitschutz gegen Kalk überzeugte dagegen bei keinem Produkt.
Stiftung Warentest
Körperlich zu schwach, fehl am Platz, nicht ernstzunehmen – Vorurteile gegenüber Frauen im Handwerk gibt es viele. Vier junge Handwerkerinnen erzählten im Interview mit dem Radiosender ffn, wie ihr Alltag wirklich aussieht. Moderne Geräte und Hilfsmittel machen körperliche Stärke demnach unwichtiger, fachliches Können dagegen überzeuge die Kundschaft schneller als jedes Argument. Was sie sich wünschen: keine Sonderbehandlung, sondern einfach die Chance, von Beginn an nach Leistung bewertet zu werden.
Handwerk
Fast 4,7 Millionen Beschäftigte in Deutschland hatten 2025 einen Nebenjob, deutlich mehr als noch vor zehn Jahren. Für Arbeitgeber stellen sich dabei konkrete Fragen: Müssen sie informiert werden? Können sie den Nebenjob verbieten? Arbeitsrechtler Peter Meyer gibt Orientierung: Ein pauschales Verbot ist nicht zulässig, wohl aber ein Verbot, wenn der Nebenjob Konkurrenz macht oder gesetzliche Arbeitszeit- und Ruhevorschriften verletzt. Wichtig ist in diesem Fall, dass die Arbeitszeiten von Haupt- und Nebenjobs addiert werden müssen. Wer seinen Mitarbeitenden einen Nebenjob genehmigt, kann die Erlaubnis mit konkreten Gründen jederzeit widerrufen.
Handwerk
Jörg Dittrich, Präsident des ZDH, fordert in einem Interview konkrete Schritte. Die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung müsse gesetzlich verankert, Bildungszentren des Handwerks deutlich besser finanziert und Berufsorientierung früher und flächendeckender eingeführt werden, auch an Gymnasien. Zur Fachkräftesicherung sei außerdem Zuwanderung unverzichtbar: Bereits heute hat knapp jeder sechste Auszubildende im Handwerk eine ausländische Staatsangehörigkeit. Schnellere Visaverfahren und bessere Sprachförderung seien dringend nötig.
ZDH
Seit 1970 ist die Zahl der Sparkassen um fast 60 Prozent gesunken, von den Genossenschaftsbanken sind sogar mehr als 90 Prozent der Institute verschwunden. Was das konkret bedeutet, zeigt sich im ländlichen Raum: längere Wege für ältere Kunden, mobile Bankfilialen als Notlösung, Bareinnahmen mit dem Auto zur nächsten Stadt fahren. Für den Mittelstand wiegt der Rückzug noch schwerer, denn eine Bank vor Ort kennt ihre Kunden besser und vergibt deshalb eher Kredite. Studien belegen, dass Beziehungen zwischen Bank und Unternehmen Kreditverfügbarkeit und Konditionen spürbar beeinflussen. Fehlt diese Nähe, können Investitionen ausbleiben.
Tagesschau
Bis zu 40 Tage im Jahr, an denen die Temperaturen auf über 30 Grad steigen, prognostiziert der DGB-Index „Gute Arbeit“ für die Zukunft. Für viele Berufsgruppen bedeutet das eine erhebliche körperliche Belastung, die sich im Gehalt kaum widerspiegelt. Gebäude- und Fassadenreinigerinnen und -reiniger sind mit am stärksten betroffen. Ähnlich geht es Malern, Köchen, Bäckern und Rettungssanitätern. Hinzu kommt, dass bei Temperaturen über 30 Grad laut DGB durchschnittlich acht Prozent mehr Arbeitsunfälle passieren. Der Verband fordert daher, Hitze als eigenen Belastungsfaktor in die Gefährdungsbeurteilung aufzunehmen.
Kununu
Bei den aktuellen Temperaturen setzen Kliniken und Pflegeeinrichtungen gerne Ventilatoren ein. Doch dies birgt Risiken: Sie können unbeabsichtigt Keime, Staub und Aerosole im Raum verteilen. Die Limbach Gruppe hat dazu klare Hygieneregeln veröffentlicht. Bestimmte Ventilatortypen sind demnach im medizinischen Bereich ungeeignet, zudem müssen die Geräte während sensibler Tätigkeiten wie Verbandswechseln oder sterilen Eingriffen ausgeschaltet bleiben. Auch Klimageräte brauchen regelmäßige Wartung und Dokumentation – in Zimmern mit Infektionspatienten sind sie zu meiden.
RHW Online
Ab sechs Jahren soll der Staat monatlich zehn Euro in ein Altersvorsorgedepot jedes Kindes einzahlen, das hat das Bundeskabinett beschlossen. Aus den staatlichen Einzahlungen allein könnten bis zum Renteneintritt rund 53.000 Euro werden. Wenn ein Elternteil monatlich 50 Euro drauflegt, können es bis zu 320.000 Euro werden. Kritik kommt von Gewerkschaften und der Linken: Zehn Euro seien nur ein kleiner Köder für Fondsanbieter, ärmere Familien hätten das Nachsehen.
Spiegel Online
Im deutschen Property-Management-Markt kehrt der Qualitätswettbewerb zurück. 73 Prozent der befragten Unternehmen erwarten, dass Auftraggeber gute Leistungen wieder angemessen vergüten. Das zeigt der aktuelle Report von Bell Management Consultants. Gleichzeitig habe KI die Experimentierphase verlassen. Bereits 70 Prozent der Befragten setzen sie aktiv ein. Im diesjährigen Qualitätsranking führen Apleona, B&L, Haspa HanseGrund und Capera ihre jeweiligen Marktsegmente an.
Der Facility Manager
Laut aktuellen Zahlen berichten 38 Prozent der Personalverantwortlichen von einer gestiegenen Arbeitsauslastung. Zudem verzeichnen 51 Prozent einen Anstieg bei mentaler Belastung und Stress, nur vier Prozent sehen einen Rückgang. Das zeigt eine gemeinsame Umfrage des Ifo Instituts und des Personaldienstleisters Randstad unter rund 1.000 Personalverantwortlichen. Als Hauptursachen nennen die Befragten wirtschaftliche Unsicherheit, Veränderungsprozesse, hohen Zeitdruck und Personalengpässe.
Handelsblatt
Auch Minijobber haben bei Krankheit Anspruch auf bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung, vorausgesetzt, sie sind mindestens vier Wochen im Betrieb beschäftigt. Erkrankungen mit derselben Ursache werden dabei zusammengerechnet, was Arbeitgeber vor ein praktisches Problem stellt: Sie können nicht wie bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten über die Krankenkasse prüfen, ob eine aktuelle Erkrankung dieselbe Ursache hat wie eine frühere – und damit, ob die Sechs-Wochen-Frist weiterläuft oder neu beginnt. Die Minijob-Zentrale empfiehlt deshalb, Betroffene direkt zu befragen. Dauert eine Erkrankung länger als sechs Wochen, läuft der Minijob noch einen Monat ohne Verdienst weiter, bevor er abgemeldet werden muss.
Handwerk
Das Handwerk in Nord-, Ost- und Mittelhessen blickt skeptisch auf den Herbst: Nur 13,3 Prozent der Betriebe rechnen mit einer besseren Geschäftslage, knapp jeder fünfte erwartet eine Verschlechterung. Das zeigt die Sommerumfrage der Handwerkskammer Kassel unter 535 Unternehmen. Der Geschäftsklimaindex sank binnen eines Jahres von 109,6 auf 103,6 Punkte. Auch die Auftragslage bleibt schwach: Der durchschnittliche Auftragsbestand reicht noch für 8,6 Wochen – vor zwei Jahren waren es noch 12,1 Wochen. Kammerpräsident Rolph Limbacher betont, von einer nachhaltigen konjunkturellen Erholung sei das Handwerk weit entfernt.
HNA
Der Bund will für jedes Kind vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro in ein individuelles Altersvorsorgedepot einzahlen. Ausgezahlt wird das Kapital erst ab 65. Das sieht ein Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor. Zuzahlungen der Eltern sind bis zu 6.840 Euro jährlich möglich: Wer monatlich 50 Euro beisteuert, kann dem Kind laut Ministerium bis zum Rentenalter ein Depot von rund 320.000 Euro aufbauen. Zentrales Ziel ist mehr Chancengleichheit, da bislang die private Altersvorsorge stark vom Elternhaus abhängt. Die Frühstartrente soll nahtlos in das neu geplante Altersvorsorgedepot übergehen, das die wenig populäre Riester-Rente ablösen soll.
n-tv
Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal startet die Handwerkskammer Koblenz ein wissenschaftliches Projekt zur Rolle des Handwerks in Katastrophensituationen. Unter Leitung von Prof. Dr. Till Proeger werden Erfahrungen von Betrieben und Handwerksorganisationen systematisch ausgewertet mit dem Ziel, erfolgreiche Strukturen sichtbar zu machen und konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Verwaltung zu entwickeln. Staatssekretärin Simone Schneider würdigte bei der Auftaktveranstaltung in Bad Neuenahr-Ahrweiler ausdrücklich den außergewöhnlichen Einsatz des Handwerks nach der Flut.
Handwerksblatt
Wer nach einer Kündigung vor Gericht einen Vergleich schließt, darf dem Ex-Arbeitgeber oft einen eigenen Zeugnisentwurf vorlegen – und kann dessen Unterzeichnung im Zweifel per Zwangsgeld durchsetzen. Das hat das Bundesarbeitsgericht jetzt klargestellt. Voraussetzung ist allerdings, dass der Entwurf konkret und bestimmt formuliert ist: Allgemeine Formulierungen wie „wohlwollendes qualifiziertes Zeugnis" oder bloße Notenangaben reichen nicht aus. Wer auf der sicheren Seite sein will, sollte Leistungs- und Verhaltensbeurteilungen sowie eine ausformulierte Schlussformel einbringen.
Handwerksblatt
Bundestag und Bundesrat haben das Gebäudemodernisierungsgesetz (GmodG) beschlossen – und damit die umstrittene 65-Prozent-Erneuerbare-Pflicht der Ampel-Regierung gekippt. Öl- und Gasheizungen bleiben weiterhin erlaubt, müssen aber schrittweise einen wachsenden Anteil CO2-neutraler Brennstoffe nutzen: von zehn Prozent ab 2029 bis zu 60 Prozent ab 2040. Für Bestandsheizungen soll ab 2028 eine Grüngas- beziehungsweise Grünöl-Quote eingeführt werden. Details will die Bundesregierung bis Ende 2026 in einem gesonderten Gesetz regeln. Neu geregelt wird zudem die Kostenaufteilung zwischen Mietern und Vermietern bei unwirtschaftlichen Heizungsanlagen.
Handwerk
Fast die Hälfte der 50 getesteten unbewirtschafteten Autobahn-Rastplätze erhielt im aktuellen ADAC-Test die Note „mangelhaft" oder „sehr mangelhaft" – kein einziger ein „sehr gut". Besonders die Sanitäranlagen fallen durch: In knapp zwei Dritteln der Fälle fehlten Seifenspender, Toilettenpapier oder funktionierende Handtrockner, Toiletten waren teils gesperrt, die Sauberkeit ließ vielfach zu wünschen übrig. Im Vergleich zum letzten Test 2022 hat sich die Lage deutlich verschlechtert: Damals wurden noch 40 Prozent der Anlagen gut bewertet. Die Autobahn GmbH kündigt Gegenmaßnahmen an – unter anderem sollen WC-Anlagen künftig bis zu fünfmal häufiger gereinigt werden.
Tagesschau
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen hat ihr Rahmenwerk für klimaneutrale Gebäude und Standorte umfassend überarbeitet -sechs Jahre nach der Erstveröffentlichung. Kern der neuen Fassung sind Klimaschutzkategorien, die Etappenziele auf dem Weg zur Klimaneutralität definieren und Planenden schnellere Entscheidungen ermöglichen sollen. Auch für Betreibende und das Facility-Management liefert das Dokument konkreten Nutzen: Es unterstützt dabei, Energieverbräuche und Treibhausgasemissionen systematisch zu erfassen und zu dokumentieren. DGNB-Vorstand Johannes Kreißig positioniert das Rahmenwerk ausdrücklich als Gegenentwurf zum neu beschlossenen Gebäudemodernisierungsgesetz.
DGNB
Millionen Beschäftigte in Deutschland leisten regelmäßig mehr als vertraglich vereinbart. Abgeltungsklauseln im Arbeitsvertrag sind dafür nur wirksam, wenn sie eine konkrete Obergrenze definieren – fehlt diese, besteht für jede Überstunde ein Vergütungsanspruch. Als grobe Orientierung gilt: Bis zu zehn Prozent mehr kann ein Arbeitgeber ohne zusätzliche Vergütung verlangen, wenn die Zahl der abgegoltenen Überstunden im Vertrag steht. Wer mehr als 8.450 Euro brutto monatlich verdient, hat dagegen in der Regel keinen Vergütungsanspruch. Überstunden ohne vertragliche Grundlage darf der Arbeitgeber nur bei unvorhersehbaren Notlagen erwarten. Mehr als zehn Stunden täglich anzuordnen, ist grundsätzlich nicht gestattet.
n-tv
Der britische Erfinder und Unternehmer James Dyson hat mit Staubsaugern, Haarföhns und Luftreinigern ein Milliarden-Imperium aufgebaut – und Hunderte Millionen in ein E-Auto investiert, das nie in Serie ging. Was hat er daraus gelernt? „Nichts", sagt er und lacht. Der 79-Jährige arbeitet nach eigenen Angaben noch immer täglich, bewirtschaftet nebenbei 14.500 Hektar Farmland in England und lässt sich von Kampfjets und Hubschraubern auf seinem Campus zu technischen Innovationen inspirieren. Sein Erfolgsrezept: Konventionen ignorieren, etablierte Experten anzweifeln – und die Dinge einfach anders machen.
Business Traveller
Das Klinikum Landkreis Tuttlingen hat seinen Reinigungsdienst mit neuen Scheuersaugmaschinen ausgestattet. Die Anschaffung wurde vom Integrationsamt gefördert, das Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen sichert. Die Geräte ersetzen körperlich belastende Handarbeit und ermöglichen auch Mitarbeitenden mit gesundheitlichen Einschränkungen eine zuverlässige Aufgabenerfüllung – bei gleichbleibend hohen Hygienestandards im Klinikbetrieb.
Wochenblatt Tuttlingen
Wer im Homeoffice in der Mittagspause zum Essen geht und dabei verunglückt, ist nicht automatisch unfallversichert – das zeigen zwei ähnliche Fälle vor dem Hessischen Landessozialgericht. Im ersten Fall stürzte eine Frau auf dem Weg zum Imbiss und brach sich den Arm – die Versicherung lehnte den Antrag ab. Im zweiten Fall knickte ein Programmierer beim Holen des Mittagessens um – ebenfalls abgelehnt. Die Urteile verdeutlichen: Die genauen Umstände entscheiden, und die Grenze zwischen privatem und beruflichem Weg ist im Homeoffice oft schmal.
Handwerksblatt
Der Bundesfinanzhof hat klargestellt: Wer als Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH Zugriff auf Firmenwagen hat, gilt steuerlich als privater Nutzer – selbst wenn die private Nutzung ausdrücklich verboten ist. Ohne Fahrtenbuch wertet das Finanzamt die Nutzung als verdeckte Gewinnausschüttung, was sowohl die GmbH als auch den Geschäftsführer persönlich teuer zu stehen kommt. Die Lösung sind eine schriftliche Nutzungsvereinbarung und ein lückenloses Fahrtenbuch.
Handwerk
Die Stadt Solingen unterstützt Immobilieneigentümer dabei, Fassaden und Sockelbereiche in der Innenstadt professionell reinigen zu lassen. 40 Prozent der Reinigungskosten werden gefördert, zusätzlich werden drei Kostenübernahmen von je bis zu 4.000 Euro verlost. Die Stadt hat Rahmenvereinbarungen mit Dienstleistern abgeschlossen, die nach einer Begutachtung Angebote erstellen. Die Aktion ist Teil des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts „City 2030" und soll das Erscheinungsbild der Innenstadt aufwerten.
Solinger Tagblatt
Hitze, UV-Strahlung, Extremwetter, neue Krankheitserreger, Allergene – der Klimawandel bringt eine wachsende Vielfalt an Risiken in die Arbeitswelt. Ein Abschlussbericht der Politikwerkstatt „Klima wandelt Arbeit" des Bundesarbeitsministeriums zeigt, dass Arbeitsschutzinstrumente dringend um Klimarisiken erweitert werden müssen. Besonders für Beschäftigte im Freien verschärfen sich die Belastungen. Der Bericht empfiehlt, Klimarisiken systematisch in betriebliche Prozesse einzubetten, die Umsetzung vor Ort zu stärken und Forschungslücken zu schließen.
Arbeit: Sicher + Gesund
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks begrüßt das Reformpaket grundsätzlich. Positiv bewertet er den Verzicht auf eine Erhöhung von Erbschaft- und Spitzensteuersatz. Auch der grundsätzliche Erhalt des Steuerbonus für Handwerkerleistungen sowie der angekündigte Bürokratieabbau gingen in die richtige Richtung. Der Verband kritisiert hingegen, dass Personenunternehmen bei der Körperschaftsteuer den Kapitalgesellschaften nicht gleichgestellt werden und dass die Arbeitszeitflexibilisierung nicht Teil der Einigung wurde.
ZDH
Seit 2023 dürfen Rentnerinnen und Rentner unbegrenzt hinzuverdienen. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt: Viele nutzen das nicht, um länger zu arbeiten – sondern um früher in Rente zu gehen und trotzdem weiterzuarbeiten. Bei besonders langjährig Versicherten stieg der Anteil mit nennenswerten Zusatzeinkommen von 18 auf 26 Prozent, bei langjährig Versicherten von 8 auf 14 Prozent. Die Reform verfehle damit ihr eigentliches Ziel, sagt IW-Ökonomin Stefanie Seele: Statt den Renteneintritt hinauszuschieben, ermögliche sie ihn früher. Für die Gemeinschaft sei das teuer.
IW Köln
Stefan Kratochwill, Chef von Strabag, fordert mehr politische Unterstützung für den Einsatz von Recyclingmaterialien im Straßenbau. Technisch seien Recyclingquoten von bis zu 95 Prozent bei Asphalt bereits möglich, in der Praxis würden jedoch deutlich geringere Anteile verbaut. Im Interview spricht er zudem über leistbaren Wohnbau, Digitalisierung, Fachkräftemangel und die wachsende Bedeutung des Bauens im Bestand. Trotz wirtschaftlicher Rekordzahlen sieht der Konzernchef erheblichen Handlungsbedarf bei Infrastruktur und Nachhaltigkeit.
Solid
Eine aktuelle Studie des Gemeinschaftsausschusses der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft fordert umfassende Reformen zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands. Im Mittelpunkt stehen Bürokratieabbau, Investitionen in Bildung und Infrastruktur sowie die Modernisierung der sozialen Sicherungssysteme. Für das Handwerk sehen die Autoren insbesondere bei der Entlastung von Betrieben, der Fachkräftesicherung und der Digitalisierung erheblichen Handlungsbedarf. Der ZDH unterstützt die Forderung nach entschlossenen Reformschritten.
Handwerk
Im Rahmen des Projekts „HandWerkZeug für KKU“ wurden praxisnahe Instrumente entwickelt, die Klein- und Kleinstbetriebe bei der Bewältigung von Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung und steigenden Kosten unterstützen sollen. Dazu gehören unter anderem ein Selbstcheck zur organisationalen Resilienz, ein Werkzeugkasten mit 21 Praxisinstrumenten sowie ein spielerisches Teamformat. Die Tools wurden gemeinsam mit Unternehmen aus verschiedenen Branchen entwickelt und stehen kostenfrei zur Verfügung.
Inqa
Grundsätzlich ja, aber ganz auf Papierkram kann man nicht verzichten. Das Nachweisgesetz verpflichtet Arbeitgeber, Minijobberinnen und -jobbern die wesentlichen Arbeitsbedingungen schriftlich auszuhändigen, vom ersten Arbeitstag an. Die Minijob-Zentrale empfiehlt daher, gleich einen vollständigen Arbeitsvertrag abzuschließen, denn er erfüllt automatisch die Nachweispflichten und schützt beide Seiten vor Unklarheiten über Lohn, Arbeitszeit, Urlaub und Kündigung.
Handwerk
Der Bonner Stadtrat hat die Sanierung sämtlicher Schultoiletten in der Stadt beschlossen. Rund ein Drittel der 1.500 Bonner Schulklos befindet sich in einem äußerst schlechten Zustand, insbesondere an Grund- und Hauptschulen. In einem ersten Schritt sollen fünf Testschulen saniert werden, um standardisierte und effiziente Verfahren zu entwickeln. Die Kosten stehen noch nicht fest. Schulen sollen zudem Nutzungskonzepte gegen Vandalismus erarbeiten. Außerdem ist geplant, dass Schülerinnen und Schüler bei der farblichen Gestaltung mitreden dürfen.
WDR
Einen Rechtsanspruch auf Hitzefrei gibt es für Beschäftigte nicht – auch nicht bei 35 Grad. Arbeitgeber haben aber eine Fürsorgepflicht. Ab 26 Grad sollten sie Maßnahmen ergreifen, ab 30 Grad sind sie dazu sogar gesetzlich verpflichtet, etwa durch Lüften, Ventilatoren, Gleitzeitregelungen oder kühle Getränke. Wer draußen arbeitet, hat denselben Anspruch auf Schutz, aber keinen Anspruch auf Freistellung. Hitzefrei für Schülerinnen und Schüler liegt im Ermessen der Schulleitung – viele Bundesländer haben dafür Leitlinien herausgegeben.
Tagesschau
Weil bezahlbarer Wohnraum in Tübingen kaum noch zu finden ist, haben sich rund ein Dutzend Unternehmerinnen und Unternehmen aus verschiedenen Branchen – darunter Gebäudereinigung, Recycling und IT – zusammengetan und bauen gemeinsam 69 Apartments für ihre Mitarbeitenden. Das 13 Millionen Euro teure Projekt in der Tübinger Südstadt wird mit sechs Millionen Euro Landesmitteln gefördert. Die Mieten müssen dafür 40 Jahre unter dem Marktniveau bleiben. Am 20. Juni ist Spatenstich, fertig werden soll das Apartmenthaus ambitioniert schon Anfang 2027.
SWR
Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass Auszubildende unter eine Betriebsvereinbarung zur betrieblichen Altersvorsorge fallen können, wenn diese allgemein für „Betriebsangehörige" gilt. Ein Azubi, der seine Ausbildung von 2006 bis 2009 absolviert hatte, hat 15 Jahre später Versorgungsansprüche geltend gemacht. Das Gericht stellte klar: Der Begriff „Betriebsangehörige" umfasse auch Azubis, und bis zur Kündigung der Betriebsvereinbarung erworbene Ansprüche blieben bestehen.
Handwerk
Viele Schülerinnen, Schüler und Studierende nutzen die Ferienzeit zum Geldverdienen. Betriebe können mit den Aushilfen personelle Engpässe überbrücken oder potenzielle Azubis kennenlernen. Doch es gibt einiges zu beachten: Mindestalter, Arbeitszeiten, Arbeitsschutz, Urlaubsanspruch und Mindestlohn sind auch bei Ferienjobs gesetzlich geregelt. Ein schriftlicher befristeter Arbeitsvertrag wird hierfür dringend empfohlen. Übrigens: Wer nicht mehr als drei Monate oder 70 Tage im Jahr arbeitet, zahlt keine Sozialabgaben.
HWK Stuttgart
Das Oberverwaltungsgericht NRW hat entschieden: Wer auf dem Weg zur Arbeit von einer Biene gestochen wird, steht unter Unfallschutz, unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel. In dem konkreten Fall war ein Beamter mit dem Fahrrad unterwegs, als er mit dem Insekt aneinandergeriet. Der Dienstherr wollte den Stich nicht als Dienstunfall anerkennen, scheiterte damit aber vor Gericht. Ein Insektenstich gehöre zu den allgemeinen Gefahren des Verkehrs, und die müsse der Dienstherr tragen, so das Gericht.
Handelsblatt
Eine Befragung im Auftrag von Sodexo zeigt: Die Essenswahl am Arbeitsplatz entscheidet bei 63 Prozent der Beschäftigten der Geschmack. Der zweitwichtigste Faktor Gesundheit folgt mit 45 Prozent. Außerdem gewinnt der Preis an Bedeutung. 31 Prozent verzichten demnach sogar ganz auf den Besuch des Betriebsrestaurants wegen zu hoher Kosten, wobei die Schmerzgrenze bei 6,99 Euro pro Mittagessen liegt. Besonders für Jüngere ist die Mittagspause ein wichtiger Tagesanker: Mehr als die Hälfte der 18- bis 34-Jährigen misst ihr hohe Bedeutung bei.
Lebensmittelpraxis
Auch Unternehmerinnen und Unternehmer können Homeoffice-Kosten steuerlich geltend machen. Die einfachste Möglichkeit ist die Homeoffice-Pauschale: sechs Euro pro Tag für bis zu 210 Tage im Jahr, also maximal 1.260 Euro – ohne eigenes Arbeitszimmer. Wer ein Arbeitszimmer hat, das den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit bildet und zu mindestens 90 Prozent beruflich genutzt wird, kann die Raumkosten vollständig absetzen. Zusätzlich absetzbar sind Büroausstattung, Hardware sowie pauschal 20 Prozent der Telefon- und Internetkosten. Gut zu wissen: Die Pauschale gilt pro Person – Paare können sie doppelt nutzen.
Handwerk
Das Magazin hat 20 Essigreiniger aus Supermärkten, Discountern und Drogerien in Bezug auf Putzleistung und Inhaltsstoffe unter die Lupe genommen. Sieben schnitten mit „sehr gut“ ab – darunter auch günstige Eigenmarken von Rewe, Kaufland und Edeka für jeweils 0,75 Euro pro Liter. Acht Produkte wurden als „gut“ bewertet. Nur zwei erhielten lediglich „ausreichend“. Der eine fiel wegen kritischer Konservierungsstoffe und Kunststoffverbindungen negativ auf, der andere konnte bei der Putzleistung nicht überzeugen.
n-tv
Die Bundesregierung hat eine Reform des Baugesetzbuchs beschlossen, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und den Wohnungsbau zu stärken. Vorgesehen sind unter anderem digitale Bauleitverfahren, schnellere Umweltprüfungen sowie neue Instrumente gegen Wohnraummangel und Schrottimmobilien. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe begrüßt die Novelle als wichtigen Schritt, fordert jedoch weitere Maßnahmen, um das Bauen auch wirtschaftlich attraktiver zu machen.
Handwerksblatt
Der Spielfilm „Ich verstehe Ihren Unmut“ von Regisseur Kilian Armando Friedrich beleuchtet den Arbeitsalltag von Reinigungskräften und Objektleitungen und ist aus persönlichen Erfahrungen in der Gebäudereinigung entstanden. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie Arbeitsbelastung, Konflikte im Berufsalltag und Fragen der Wertschätzung in der Dienstleistungsarbeit. Auffällig ist die Besetzung: Die Hauptrollen werden von langjährig in der Branche tätigen Personen ohne klassische Schauspielausbildung gespielt, zum Teil in improvisierten Szenen. Seit letzter Woche ist der Film bundesweit in den Kinos zu sehen.
RHW Online
Diesen Monat treten in Deutschland mehrere Neuerungen in Kraft. Ende Juni läuft der Tankrabatt aus – die Kraftstoffpreise dürften danach schrittweise wieder steigen. Ab dem 7. Juni können sich Beschäftigte im öffentlichen Dienst auf die neue EU-Entgelttransparenzrichtlinie berufen, etwa beim Auskunftsrecht über Gehälter. Ab dem 19. Juni sind Unternehmen mit Online-Verkauf verpflichtet, einen gut sichtbaren Widerrufsbutton bereitzustellen. Und rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner erhalten Post: Zum 1. Juli steigen die Renten um 4,24 Prozent.
t-online
Das Drama „Ich verstehe Ihren Unmut“ beleuchtet die oft unsichtbare Arbeitswelt der Gebäudereinigung und erzählt von der Objektleiterin Heike, die zwischen wirtschaftlichen Zwängen und sozialer Verantwortung aufgerieben wird. Als ein Konflikt mit einem Subunternehmer eskaliert, gerät sie in ein moralisches Dilemma, das die harten Bedingungen und Machtverhältnisse im Niedriglohnsektor eindringlich sichtbar macht. Kinostart ist der 4. Juni.
Kinofans
Fast jeder Zweite in Deutschland fühlt sich durch personalisierte Werbung unwohl, 40 Prozent empfinden sie gar als gruselig – das zeigt eine aktuelle YouGov-Studie. Besonders Surf- und Social-Media-Daten gelten bei den Befragten als rote Linie. Gleichzeitig erkennt jeder Dritte einen Mehrwert: Relevante Werbung kann die Entdeckung neuer Produkte erleichtern. Opt-out-Möglichkeiten und Anonymisierung sind laut Studie entscheidend dafür, Vertrauen zurückzugewinnen.
YouGov
Laut dem KfW-Gründungsmonitor 2025 waren 40 Prozent der Gründerinnen und Gründer in Deutschland unter 30 Jahre alt – ein Rekordwert. Das Durchschnittsalter sank auf 34,2 Jahre. Insgesamt wuchs die Zahl der Gründungen auf 690.000, darunter vor allem Nebenerwerbsgründungen. Viele Menschen wollen in der Wirtschaftskrise etwas dazuverdienen. Im Handwerk verzeichnete das erste Halbjahr 2025 rund 47.900 Betriebszugänge, mit den Gebäudereinigern als deutlich stärkstem Gewerk.
Handwerk
Marcel ist gelernter Gebäudereiniger und seit 16 Jahren im Job – was ihn antreibt, erzählt er im Video: „Allein, dass es wieder glänzt." Er reinigt große Flächen in der Höhe und schätzt die frühen Morgenstunden mit Sonnenaufgang und den Ausblick über Bremen. Katja ist seit 31 Jahren Wagenpflegerin bei der Stadtbahn. Einen angebotenen Job als Zugführerin hat sie bewusst abgelehnt: Sie reinigt lieber und bevorzugt den Schichtdienst. Brigitte putzt seit 25 Jahren im Übersee-Museum, das sie schon seit ihrem 14. Lebensjahr liebt. An Rente denkt sie mit 64 noch nicht, auch weil sie es sich finanziell nicht leisten kann.
ARD
Ab dem 1. Januar 2027 können Riester-Sparende ihr Vermögen in neue Vorsorgeprodukte überführen, ohne die bisherige staatliche Förderung zu verlieren. Zur Wahl stehen ein sogenanntes Altersvorsorgedepot mit mehr Renditechancen sowie Rentenversicherungen mit 100- oder 80-Prozent-Garantie. Bestehende Riester-Verträge genießen weiterhin Bestandsschutz und können unverändert weitergeführt werden. Von einer Kündigung raten Fachleute ausdrücklich ab, da staatliche Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden müssen.
n-tv
Die TU München hat am Campus Freising-Weihenstephan das Zentrum für Infektionsprävention eröffnet. Ziel ist es, resistente Erreger auch ohne Antibiotika kontrollieren zu können. Bund und Freistaat fördern das neue Forschungszentrum mit knapp 60 Millionen Euro. Heute sterben weltweit jährlich rund 1,3 Millionen Menschen an Infektionen, weil bewährte Therapien inzwischen versagen. Bis 2050 könnte diese Zahl laut Prognosen auf bis zu zehn Millionen ansteigen.
Merkur
Ein internationales Forschungsteam hat eine transparente Beschichtung für Solarglas entwickelt. Sie lässt Regentropfen leichter abrollen, die wiederum den Schmutz gleich mitnehmen. Im Labortest blieb das beschichtete Glas deutlich sauberer als unbeschichtetes, und der Wirkungsgrad einer Testzelle stieg von 13,9 auf 14,56 Prozent. Die Beschichtung kommt ohne toxische fluorierte Verbindungen aus und setzt stattdessen auf Siliziumdioxid. Bis zur Marktreife für Dachanlagen könnte es laut einem der beteiligten Forscher noch rund fünf Jahre dauern.
Chip
Die verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der EU-Richtlinie CSRD weitet sich schrittweise auf immer mehr Unternehmen aus. Das Bundeswirtschaftsministerium informiert über die Anforderungen der European Sustainability Reporting Standards, kurz ESRS, und gibt Orientierung für mittelständische Betriebe. Neben Umwelt- und Klimathemen müssen Unternehmen künftig auch soziale Aspekte und Governance-Strukturen transparent machen. Themen wie Ressourcenverbrauch, Arbeitsbedingungen und Lieferkettenverantwortung werden damit zunehmend berichtspflichtig.
Bundeswirtschaftsministerium
Der Cleaner Cup, das traditionsreiche Kleinfeld-Fußballturnier für Damen und Herren aus der Gebäudereinigungsbranche, geht in die 17. Runde. Austragungsort ist wieder die U Ground Arena in Korneuburg. Termin ist der 12. September 2026, Anmeldeschluss der 4. September. Neben dem sportlichen Wettkampf steht vor allem das Miteinander im Vordergrund: ein Tag, an dem Teams nicht nur miteinander, sondern auch füreinander spielen und Kolleginnen und Kollegen abseits des Arbeitsalltags zusammenkommen.
Reinigung Aktuell
Von Mitte April bis Ende Mai lässt die Deutsche Bahn insgesamt 1.400 deutsche Bahnhöfe reinigen. Allein am Frankfurter Hauptbahnhof investiert das Unternehmen knapp 200.000 Euro. Der letzte Fensterputz am Hauptbahnhof liegt zehn Jahre zurück – nun reinigen Industriekletterer die 25.000 Quadratmeter Glas der Hallenschürzen mit Seiltechnik. Täglich durchqueren bis zu einer halben Million Menschen den Bahnhof. Bundesweit gibt die Bahn in diesem Jahr rund 50 Millionen Euro zusätzlich für besseren Aufenthalt und Sicherheitsempfinden an Bahnhöfen aus.
Frankfurter Rundschau
US-Unternehmen schöpfen ihre organisationale Leistungsfähigkeit deutlich besser aus als deutsche – das zeigt der „Organizational Performance Report 2026“ von Ingentis und der Hochschule Pforzheim, basierend auf einer Befragung von über 1.200 Beschäftigten in Deutschland und den USA. Das ausgeschöpfte Leistungspotenzial liegt in den USA bei rund 70 Prozent, in Deutschland nur bei etwa 60 Prozent. Auch bei Reorganisationen schneidet Deutschland schlecht ab: Nicht einmal jede fünfte Person bewertet sie als erfolgreich, jede zweite empfindet sie als zäh und aufreibend. Zudem hat nur etwa jede dritte Person in Deutschland Klarheit darüber, wer wofür verantwortlich ist.
Haufe
Lukas Berger aus Magdeburg hatte schon zwei Ausbildungen zum Gebäudereiniger abgebrochen – einmal wegen eines Umzugs, einmal wegen psychischer Probleme. Über die Jugendberufsagentur kam er in das Projekt „STABIL“, das jungen Menschen beim Weg zurück in Alltag, Lernen und Beruf hilft. Auf 40 Jugendliche kommen dort zehn Betreuende. Neben Schulauffrischungskursen gibt es vier verschiedene Werkstätten. Lukas‘ Ziel ist es, nach dem Projekt eine Ausbildung zum Industriemechaniker oder Zweiradmechaniker zu beginnen.
MDR Sachsen-Anhalt
Wer mehrfach pünktlich nach dem Urlaub krankgeschrieben ist – und vorher noch vergeblich um Verlängerung gebeten hat – muss damit rechnen, dass der Arbeitgeber die Bescheinigung anzweifelt. Genau das hat das Arbeitsgericht Heilbronn in einem aktuellen Urteil bestätigt. Ein Arbeitnehmer, der dieses Muster mehrere Jahre in Folge zeigte, bekam keine Entgeltfortzahlung. Der behandelnde Arzt konnte sich weder an die Untersuchung noch an die Ausstellung der Bescheinigung erinnern. Eine Krankmeldung schützt also nicht automatisch, wenn das Muster zu auffällig ist.
ETL Rechtsanwälte
82 Prozent der Deutschen befürworten überdurchschnittlich stark demokratische Werte – die grundsätzliche Zustimmung zur liberalen Demokratie ist damit so hoch wie seit Jahren nicht. Das zeigt der neue Demokratiemonitor 2026 der Bertelsmann Stiftung. Gleichzeitig klafft eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und wahrgenommener Umsetzung: Besonders bei den Parteien ist nur jede sechste Person auch mit dem praktischen Funktionieren zufrieden. Die Studienautoren werten dies nicht als Krise, sondern als Zeichen demokratischer Resilienz – und als Auftrag zur Verbesserung.
Bertelsmann Stiftung
Die steuer- und abgabenfreie Krisenprämie von bis zu 1.000 Euro kann seit dem 1. Januar 2026 ausgezahlt werden – und gilt nun bis zum 30. Juni 2027. Arbeitgeber können die Prämie freiwillig und zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn zahlen. Voraussetzung ist, dass die Zahlung nachweislich zur Abmilderung der gestiegenen Verbraucherpreise dient. Eine Verpflichtung zur Auszahlung besteht nicht. Es sei denn, ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung schreibt sie vor.
anwalt.de
Sektflaschen, Grillreste, Zeitschriften – wer räumt das eigentlich weg? An der Elbe macht das ein sechsköpfiges Team der Stadtreinigung Hamburg. An 365 Tagen im Jahr ist es auf den zwölf Kilometern zwischen Övelgönne und Wedel unterwegs . In der Saison wächst die Zahl der Papierkörbe von 45 auf 220 – ein stiller Hinweis darauf, wie viele Menschen sich hier im Sommer niederlassen. Das Härteste an dem Job: das Laufen im Sand, so die Teammitglieder. Dafür gäbe es den schönsten Ausgleich: den Ausblick auf die Elbe, Bauch-Beine-Po-Training inklusive.
Zeit Online
Der Bundestag hat das Gesetz zur Reform der privaten Altersvorsorge beschlossen. Ab 2027 ersetzt das „Altersvorsorgedepot“ die Riester-Rente und ist erstmals auch für Selbstständige zugänglich. Wer mindestens 120 Euro jährlich einzahlt, erhält staatliche Zulagen, bis zu 540 Euro Grundzulage bei 1.800 Euro Einzahlung. Es gibt jedoch auch Kritik: Die Effektivkosten von bis zu einem Prozent könnten die komplette Förderung aufzehren. Bei langen Laufzeiten könnte daher ein Depot ohne Förderung mehr Rendite bringen.
Handwerk
Die Schweizer Reinigungsbranche steht unter Druck: Digitale Plattformen versprechen günstige Reinigungskräfte auf Knopfdruck. Doch wer trägt die Verantwortung? So bleibt Schwarzarbeit ein drängendes Problem. Gewerkschaften kritisieren, dass nur Arbeitgeber Löhne bei den Sozialversicherungen deklarieren können. Neue Modelle wie spezialisierte Unternehmen und der Arbeitscheck versuchen, Transparenz zu schaffen. Für eine Stunde Haushaltsreinigung beträgt ein seriöses Angebot rund 45 Franken.
SRF
Eine Woche lang reinigte ein Team von Kärcher-Fachkräften den Boden des Schlossgeländes Ludwigsburg mit Hochdruckreinigern – mehr als 600 Quadratmeter an nur einem Tag. Die sogenannte Denkmalreinigung war nötig, da die Bodenplatten durch Moos und Algen rutschig geworden waren. Experte Sebastian Nann gibt Tipps für alle: Fläche vorwässern, Mechanik an die Oberfläche anpassen und bei empfindlichen Materialien auf Flachstrahldüsen statt Dreckfräser setzen.
SWR