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aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen
aktuelle politische Entscheidungen, Neuigkeiten aus Unternehmen und andere spannende Themen
Eine Studie der Gesellschaft zur Erforschung des Markenwesens zeigt, dass Marken bei den Deutschen deutlich mehr Vertrauen genießen als Institutionen: Im Schnitt vertrauen 34 Prozent der Befragten Marken, während etwa der Bundesregierung nur 17 Prozent und den Kirchen nur 14 Prozent vertrauen. Angeführt wird das Marken-Ranking von Bosch mit 57 Prozent, gefolgt von Miele mit 55 Prozent und Siemens, Samsung und Oral-B mit je 52 Prozent. Autobauer und Banken schneiden nur mäßig ab, Spitzenreiter innerhalb der Branche ist Audi mit 45 Prozent Vertrauen. Dieses entsteht vor allem durch Produktqualität, Zuverlässigkeit, Kompetenz der Mitarbeitenden und Kulanz bei Problemen.
Berliner Morgenpost
Das Kompetenzzentrum „Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen“ PQHD beendet am 31. August 2025 nach über zwölf Jahren seine Projektarbeit.“. Gegründet 2013 an der Universität Gießen, später weitergeführt an der Hochschule Fulda, vernetzte es Wissenschaft, Politik und Praxis zur Förderung professioneller haushaltsnaher Dienstleistungen. Zu den Meilensteinen zählten der Referenzrahmen „Modulare Teilqualifizierung“ im Jahr 2020, Fachtagungen und Workshops zur Qualitätssicherung, die Kampagne „Helfen ist ein cooler Job“ ab 2023 sowie Kooperationen für Gründungsförderung. Das Zentrum stärkte die öffentliche Wahrnehmung der Branche, unterstützte kommunale Vernetzung und die Erwerbstätigkeit, insbesondere von Frauen. Alle Publikationen und Materialien bleiben langfristig online abrufbar.
RHW Online
Reinigungskräfte sind unverzichtbar für den Betrieb von Pflegeheimen und tragen wesentlich zum Wohlbefinden der Bewohner bei. Laut Jaqueline Sieger, Geschäftsführerin der Wisag Krankenhausreinigung, wünschen sie sich mehr Respekt, faire Bezahlung und realistische Arbeitsbedingungen. Zeitdruck gefährde die Hygiene und belaste die Teams. Statt ständiger Kontrolle sollten Einrichtungen auf klare Standards, gute Schulungen und Vertrauen setzen. Wertschätzung und Augenhöhe stärken das Miteinander und das Betriebsklima im Haus.
Care vor 9
Bargeld verliert bei Deutschen nun auch auf Auslandsreisen an Bedeutung: Nur noch rund 34 Prozent nutzen Schein und Münze für Einkäufe bis 20 Euro, wie eine Verivox-Umfrage zeigt. Innerhalb Deutschlands bevorzugen bereits 51 Prozent die Kartenzahlung, vor allem mit Girocard, Debit- oder Kreditkarte. Im Euroraum greifen fast 55 Prozent, außerhalb des Euroraums sogar 56 Prozent auf Karten zurück. Damit setzt sich der Trend fort, dass Deutsche zunehmend auf digitale und kartengestützte Bezahlverfahren setzen.
Stern
Viele Unternehmen sind auf externe Industriedienstleister angewiesen, um Instandhaltung, Wartung, Logistik und Facility-Management zu bewältigen. Unter den größten zehn weltweit finden sich überraschend viele deutsche Firmen, zum Beispiel die Leadec Industrial Services aus Stuttgart, Piepenbrock Instandhaltung oder Bilfinger. Platz eins belegt die Wisag Holding aus Frankfurt, gefolgt von Remondis aus Köln. Der Industrieservice-Markt wächst trotz rückläufiger Produktion, getrieben von Outsourcing, Investitionsbedarf und neuen Aufgaben im Energiesektor. Typische Leistungen reichen von Anlagenwartung über Reinigung, Modernisierung, Facility-Management bis hin zu technischem Service und Logistik.
Produktion
Die Bundesregierung bekennt sich mit ihrem aktuellen Beschluss zum Grundsatz der Fach- und Teillosvergabe, was aus Sicht des Handwerks faire Wettbewerbsbedingungen und die Beteiligung mittelständischer Betriebe sichert. Der Kompromiss zwischen Beschleunigung und Mittelstandstauglichkeit berücksichtigt insbesondere Projekte aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“. Ausnahmen vom Losgrundsatz sind nur bei dringenden, qualifizierten zeitlichen Gründen zulässig. Bundesrat und Bundestag sollten die Entscheidung parlamentarisch bestätigen, um eine generelle Aufweichung der Losvergabe zu verhindern, so der Zentralverband des Deutschen Handwerks. Eine solche Lockerung wäre aus Wettbewerbssicht ineffizient und widerspräche dem Koalitionsvertrag.
ZDH
Im Projekt „Talente in der Beruflichen Bildung“, kurz: TiBB, fördert die Hans-Böckler-Stiftung erstmals Auszubildende, die überdurchschnittliche berufliche Kompetenzen zeigen und Verantwortung übernehmen möchten. Das dreijährige Stipendium unterstützt 50 Azubis pro Jahrgang mit 300 Euro monatlich – zusätzlich zur Ausbildungsvergütung – sowie einem modularen Bildungsprogramm zu Methodenkompetenz, Demokratie, Nachhaltigkeit, Karriereplanung und internationalen Erfahrungen. Bewerben können sich Auszubildende am Ende des ersten oder zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres in anerkannten Ausbildungsberufen. Die Auswahl berücksichtigt berufliche Leistungen, Engagement und die individuelle Biografie. Bewerbung und Auswahl erfolgen online und umfassen ein Präsenz-Auswahlwochenende in Düsseldorf.
Hans-Böckler-Stiftung
Unsicheres Verhalten bei der Arbeit entsteht häufig, wenn Beschäftigte das Gefühl haben, dass Effizienz wichtiger ist als Sicherheitsaspekte, und wenn Risiken bisher keine negativen Folgen zeigten. Führungskräfte spielen daher eine zentrale Rolle, indem sie selbst die Maßnahmen einhalten und als Vorbilder agieren. Regelmäßige Kommunikation und Schulungen zu Arbeitssicherheit sind zudem entscheidend, damit Mitarbeitende den Nutzen erkennen und Sicherheitsregeln freiwillig umsetzen. Eine positive Fehlerkultur trägt viel zur Unfallprävention bei. Die Etablierung einer gelebten Sicherheitskultur erfordert die Einbindung aller Beschäftigten und die enge Zusammenarbeit von Arbeitssicherheitsexperten und Betriebspsychologinnen durch Workshops oder Coachings.
TÜV Rheinland
Nach Brandeinsätzen lässt die Freiwillige Feuerwehr Kummerfeld ihre kontaminierte Schutzkleidung professionell reinigen – aus Gesundheits- und Haftungsgründen. Moderne Materialien und giftige Brandrückstände machen eine Spezialreinigung notwendig. „Eine eigene Waschlösung wäre teuer, aufwendig und rechtlich riskant“, erklärt Wehrführer Marc-Oliver Peters. Die Kleidung wird nach dem Einsatz luftdicht verpackt und extern in Elmshorn gereinigt. Ersatzkleidung steht für Notfälle bereit – für mehr Sicherheit und Entlastung im Ehrenamt.
SHZ
Trotz Förderprogrammen gibt es in Deutschland noch keine ausgeprägte Reparaturkultur, obwohl 78 Prozent der Verbraucher sich einfachere Reparaturen wünschen. Eine Studie des Nürnberg-Instituts für Marktentscheidungen „NIM“ zeigt, dass hierzulande nur 41 Prozent der Verbraucher Elektrogeräte reparieren lassen – deutlich weniger als in anderen Ländern wie Italien mit 61 Prozent. Hauptgründe für die geringe Reparaturquote sind hohe Kosten und Aufwand. 77 Prozent der Deutschen fordern mehr staatliche Unterstützung, doch die Wirkung bestehender Förderungen bleibt begrenzt.
Heise
Tim und Diana aus Waiblingen haben sich in der Toilettenbranche selbstständig gemacht. Sie kümmern sich persönlich darum, Toilettenhäuschen und -wagen aufzustellen und übernehmen dabei auch alle anfallenden Aufgaben wie Reinigung und Entleerung eigenhändig. Keine Arbeit ist ihnen dabei zu viel – das Paar packt überall selbst mit an, zum Beispiel beim „Haus am See“-Festival mit 2.000 Besucherinnen und Besuchern sowie 36 Toilettenkabinen. Inspiration für den Firmennamen „Hädi“ ist der Spitzname des Mitgründers Tim.
SWR
Der Friedberger Stadtrat hat sich entschieden, die bisherige Strategie bei der Reinigung städtischer Gebäude beizubehalten. Trotz wiederkehrender Spardebatten über Outsourcing wird die Gebäudereinigung weiterhin überwiegend von städtischen Mitarbeitern übernommen. Finanzreferent Reinhold Dendorfer warnte davor, das Thema ständig neu aufrollen zu müssen. Lediglich in „Sonderfällen“ bleibt demnach eine Fremdvergabe möglich. Bürgermeister Roland Eichmann und andere Stadtratsmitglieder bezweifeln, dass Outsourcing bei gleichbleibender Qualität wirklich Kosten spart, und bevorzugen aus fachlichen Gründen die eigene Reinigungskraft.
Augsburger Allgemeine
Mit 32 Teilnehmenden in 28 Disziplinen reist die deutsche EuroSkills-Nationalmannschaft im September 2025 zur Berufs-EM nach Herning in Dänemark. Dort messen sich rund 640 junge Fachkräfte aus 32 Ländern. Ergänzend finden Präsentationswettbewerbe sowie weitere „European Skills Challenges“ in Österreich und der Schweiz statt. Das deutsche Team wird vom ZDH und WorldSkills Germany betreut, unterstützt durch Regierungsministerien. Beim Vorbereitungstreffen in Friedrichsdorf standen Workshops, Mentaltraining und Teambuilding auf dem Programm – unterstützt von Eishockey-Profi Dominik Bittner.
ZDH
Seit ihrer Gründung im Jahr 2021 setzen sich Reinigungsfachkräfte der Zürcher Genossenschaft Autonomia erfolgreich für bessere Arbeitsbedingungen ein. In Selbstverwaltung bestimmen sie über Löhne, Arbeitszeiten und Abläufe. Das Modell soll prekäre Beschäftigung überwinden – und zeigt Wirkung: Laut aktuellen Unternehmenszahlen entwickelt sich Autonomia wirtschaftlich stabil und bestätigt damit das Potenzial genossenschaftlich organisierter Arbeit in der Reinigungsbranche.
SRF
Viele Ausbildungsverträge enden vorzeitig, weil sich junge Azubis oft unsicher fühlen. Ausbildungsexperte Eduard Janzen rät Betrieben daher, drei Dinge zu beachten: Erstens sollten sie den Azubis von Anfang an emotionale Sicherheit bieten und sie herzlich willkommen heißen. Zweitens ist regelmäßiges, ehrliches Feedback wichtig, da junge Menschen schnelle Rückmeldungen gewohnt sind und Fehler als Lernchance sehen sollten. Drittens sollten Ausbilder als Vorbilder auftreten und Werte wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit vorleben. Zudem empfiehlt Janzen, schon vor Ausbildungsbeginn Kontakt zu halten, etwa durch eine Begrüßung in der WhatsApp-Gruppe oder einen Probetag, um die Bindung zu stärken und den Start zu erleichtern.
Handwerk
Beim Kaufpreis von Handwerksbetrieben spielt die persönliche Beziehung zum Nachfolger / Nachfolgenden eine große Rolle: Kinder und Freunde zahlen oft um die 20 Prozent weniger, weil sie Rabatte erwarten. Mitarbeitende hingegen sind bereit, fast zehn Prozent mehr zu zahlen, vor allem wenn sie sich mit dem Betrieb identifizieren. Vertrauen und gemeinsame Werte beeinflussen den Preis kaum. Betriebsinhaber sollten klare Preisvorstellungen entwickeln, Rabatterwartungen offen kommunizieren und die Mitarbeiterbindung stärken, um den Wert ihres Betriebs zu sichern.Handwerk
Handwerk
Nordrhein-Westfalen zählt laut IW-Consult-Studie zu den stärksten Wirtschaftsregionen Europas – das BIP liegt 20 Prozent über dem EU-Durchschnitt. Besonders bei Forschung, Digitalisierung und Klimatransformation ist das Land demnach richtungsweisend. Es investiert jährlich über 16 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und ist führend bei Wasserstoff, Kreislaufwirtschaft und Patentanmeldungen. Mit 22 Prozent der deutschen EU-Exporte stärkt das westliche Bundesland laut Studie die wirtschaftliche Resilienz Europas. Die Region gilt als Modell für eine zukunftsfähige EU-Industriepolitik.
Recyclingportal EU
Hauke Meyer ist Vorstandsreferent bei der Gewobag und verbindet strategisches Denken mit operativer Umsetzung. Im Interview berichtet er, wie seine Stationen in Politik, Verwaltung und Immobilienwirtschaft seinen Blick für komplexe Zusammenhänge prägten. Besonders im Fokus: die Rolle des Facility-Managements als Schnittstelle zu Mieterinnen und Mietern sowie zur Servicequalität. Sein Motto: „Wer mit Freude arbeitet, dem öffnen sich Türen.“
Gefma
Trotz ihrer wertebasierten Handelspolitik macht die EU immer mehr Geschäfte mit autoritär regierten Staaten – das zeigt eine aktuelle Studie von Claudia Marchini und Alexander Popov. Demnach ist der Anteil demokratischer Partnerländer im EU-Außenhandel seit 1999 deutlich gesunken. Haupttreiber sind nicht nur China, sondern auch viele andere Autokratien. Besonders brisant: Für grüne Technologien wie Batteriespeicher ist Europa stark auf Rohstoffe aus undemokratischen Ländern angewiesen – und steht somit im Konflikt zu den Zielen der Einhaltung von Menschenrechten und Klimaschutz.
Süddeutsche Zeitung
Beim Bewerbungsverfahren dürfen Arbeitgeber nur Fragen stellen, die für den Job wirklich wichtig sind. Gesundheitsprüfungen sind nur dann erlaubt, wenn es begründete Zweifel an der Eignung gibt oder wenn sie gesetzlich vorgeschrieben sind, etwa bei Piloten oder in der Lebensmittelindustrie. Diese Untersuchungen sind grundsätzlich freiwillig, können aber Einfluss auf die Einstellungschancen haben. Im öffentlichen Dienst gelten oft strengere Regeln, da hier besonders auf die Dienstfähigkeit geachtet wird. Wer den Verdacht hat, dass persönliche Daten unrechtmäßig genutzt werden, kann sich an den Betriebsrat oder die Datenschutzbehörden wenden.
ZDF heute
Im Podcast „Mit Haltung führen statt kontrollieren“ spricht Julia Hiltmann, Gründerin der Berliner Deva Gebäudereinigung, über ihren Weg von traditioneller Kontrolle hin zu radikaler Eigenverantwortung im Team. In einer Branche, in der Kontrolle oft vorherrscht, zeigt sie, wie Selbstorganisation funktionieren kann – mit Vertrauen, Reflexion und klarer Haltung. Die Folge richtet sich an alle, die sich für neue Führungsansätze, wertschätzende Unternehmenskultur und persönliche Transformation interessieren – besonders im Dienstleistungssektor.
Podcast
Eine aktuelle Studie von Hokify und dem Marktforschungsinstitut Civey zeigt: Wer in sogenannten „Do-it-Jobs“ arbeitet – etwa in Pflege, Reinigung, Logistik oder Handwerk – ist mehrheitlich zufrieden, motiviert und stolz auf seinen Beruf. Fast die Hälfte wählt ihren Job aus Freude an der Tätigkeit, viele möchten bis zur Rente bleiben. Besonders wichtig sind flexible Arbeitszeiten, gute Teamkultur und Wertschätzung. Gleichzeitig sehen sich viele Beschäftigte mit Vorurteilen konfrontiert. Die Studie macht deutlich: Diese oft unterschätzten Jobs sind systemrelevant – und verdienen mehr gesellschaftliche Anerkennung.
OTS
Ob Sommerfest oder Firmenjubiläum – viele Arbeitgeber laden in der warmen Jahreszeit zu gemeinsamen Veranstaltungen ein. Doch zählt die Teilnahme als Arbeitszeit? Laut Arbeitsrechtsexperte Jakob T. Lange gilt: Findet das Event außerhalb der Arbeitszeit und freiwillig statt, gibt es in der Regel keine Vergütung. Anders bei Veranstaltungen während der Kernarbeitszeit – hier muss die Zeit bezahlt werden, auch wenn die Teilnahme freiwillig ist. Wichtig zudem: Niemand darf ohne sachlichen Grund ausgeschlossen werden. Unternehmen mit Schichtbetrieb müssen organisatorische Lösungen finden.
Badische Neue Nachrichten
ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke erklärt im FAZ-Interview, dass ein freiwilliges Handwerksjahr jungen Menschen wertvolle Praxiserfahrung und Orientierung bieten kann. Es fördert Engagement und hilft beim Übergang von Schule zu Ausbildung. Ein verpflichtender Dienst könnte Bewerberzahlen dagegen eher drücken und den Einstieg verzögern. Das Handwerk sieht in einem freiwilligen Modell jedoch große Chancen, den Fachkräftenachwuchs zu stärken und gesellschaftliches Engagement zu verbinden.
ZDH